Fundament untergraben

Diskutiere Fundament untergraben im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hi, ich hab letztes Jahr eine Baugenehmigung bekommen die mir den Bau eines Kellers unter meiner Terrrasse genehmigte. Ich zog wegen den nicht...

  1. #1 lordicon2, 18.07.2017
    lordicon2

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    Hi,

    ich hab letztes Jahr eine Baugenehmigung bekommen die mir den Bau eines Kellers unter meiner Terrrasse genehmigte.
    Ich zog wegen den nicht so tiefen Fundamenten ein Statiker hinzu, der sich das vor Ort alles angesehen hat.

    Das war letztes Jahr im Juni. Dann war ich lange Zeit krankheitsbedingt ausgefallen und hab nun vor guten 2 Monaten angefangen das Projekt umzusetzen.

    Aktueller Stand: Der Bereich unter der Terrasse ist teilweise untergraben.
    Wie mit den Statiker besprochen hab ich das Funament nur Abschnittsweise untergraben. 1m Breite.

    DAMALS hatte ich vom Statiker ein Link mitbekommen, der auf eine offizelle Seite ging, die über mehrere Abschnitte das Untergraben von Fundamenten beschrieb.
    Teilweise auch mit Skizzen und auch Grundwasserabsenkung.

    Hierzu Frage 1: Kennt einer diesen Link?
    Ich finde diesen nicht mehr.

    Heute habe ich den Statiker wieder versucht zu Kontaktieren weil ich eine wichtige Frage/Idee hatte.
    Leider wurde mir mitgeteilt, dass mein Statiker Anfang dieses Jahre verstarb.
    Nun muß ich mir Zeitnah einen neuen suchen.... da dieser sicherlich nciht von heut auf morgen springt wie ich as jetzt brauche, wollte ich Frage 2 hier stellen.

    Das alte Fundament von der Garage ist ca. 70-80cm tief. Dies hab ich heute auf eine Breite von 1m und eine Tiefe von 2,5m ausgegraben.
    Danach dann mit Estrichbeton ca. 1,6m hoch vollbetoniert. Aktuell habe ich gute 15 cm zwischen den neuen Fundament und den noch drüberhängenden alten Fudament.

    Grund hierfür: Der Estrich hat jagute 4Liter Wasser pro 40 KG Sack bekommen. Um die 30 Sack hab ich gebraucht. Sind also um die 120Liter Wasser im Beton drin.
    Die müssen ja irgendwie raus... und da Wasser ja auch ein Volumen hat, hatte ich mir dann gedacht, dass das neue Fundament dann noch schwindet. Also kleiner wird.
    Das will ich natürlich verhindern oder so gering wie möglich halten.

    Deshalb meine Idee:
    ca. 15cm noch frei lassen.
    ca 10-15 Tage warten damit das neue Fundament ausreichend getrocknet /(geschwunden) ist
    Danach dann die restlichen 15cm zu gießen.

    Wie schon gesagt, konnte ich das mit keinen Statiker heute klären, sodass ich das nun erstmal Zwangsweise so lassen musste.

    Meine Frage 2 ist nun:
    Ist dieser Gedankenweg so abwegig oder hab ich korrekt gehandelt ?
    Was würdet Ihr mir empfehlen wie ich die restlichen ca. 15cm auffüllen soll. Auch da wird ja Wasser benötigt. Also wir es auch hier zum Schwund kommen... und somit zu einer geringen Setzung der Garage.

    MEINE Idee war nun den Estrich seeeehr trocken anzurüren und auf 40KG Estrich noch 25KG Fliesenkleber dazuzugeben (den normalen... nicht den Flexieblen)
    Das hatte ich schon einmal bei einen Fundament von ein Überdach gemacht. Da ich diesen vorgestern mit wegstemmen musste, weiß ich heute, dass das ein richtig festen Betonklotz ergab.
    Fest ist dieser also.. nur wie ist das mit dem Schwund ?

    Weiß einer Rat und kann Tipps geben ?

    Vielen Dank
     
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  3. #2 simon84, 19.07.2017
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  4. #3 lordicon2, 19.07.2017
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    Danke Simon,
    das war zwar nicht das Dokument, was so schön ausführlich war.. aber darin hab ich DIN 4123 gefunden, was mich dann bei Googel auf das passende Dokument verweiste

    Das meinte ich:
    https://www.umwelt-online.de/recht/bau/din/4123_ges.htm

    Frage 2 kann mir keiner Beantworten ?
     
  5. #4 BauSVKarl, 19.07.2017
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    Hey lordicon2,

    ich kann dir helfen ;). Ich habe schon einige Bauvorhaben für Unterfangungen von Fundamenten betreut. Die übliche herangehensweise ist die Nutzung von sogenannten Quellmitteln (http://www.ha-be-hameln.de/zusatzmittel/lieferprogramm/quellmittel/index.htm). Diese kompensieren die Schwindverhalten des Betons. ABER: Das ist keine einfache Bautechnik und muss bei geplanter Nutzungsänderung vom Prüfstatiker abgenommen werden.
    Von deiner angewendeten Technik kann ich dir nur abraten :(, ist zwar eine gute Idee, aber es wird trotzdem ein Abreißen des Betons stattfinden, zumal das Schwindverhalten nicht nach 10-15 Tagen abgeschlossen ist.

    Aber wie gesagt, genau für diesen Fall gibt es Quellmittel! :)

    Liebe Grüße und viel Glück
    Karl
     
  6. #5 lordicon2, 19.07.2017
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    Danke BauSVKarl,

    die Beschreibung klingt schon mal viel versprechend.
    Leider hab ich auf DER seite keinerlei Preisangeben gefunden.

    2 Fragen haben deine Antwort ergeben:

    " aber es wird trotzdem ein Abreißen des Betons stattfinden"
    ABREIßEN ?? :wow
    Was heißt das denn? Der Beton ist ja unter dem Fundament. Wie kann da was abreißen ?

    " zumal das Schwindverhalten nicht nach 10-15 Tagen abgeschlossen ist."
    Gibt es denn eine Vorgabe, wann das Schwindverhalten weitesgehend abgeschlossen ist?
    Nach 30Tagen sagt man ja, dass er durchgetrocknet und fest ist. Ist damit der Schwund auch weitesgehend durch ?

    Danke nochmal
     
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  8. #6 petra345, 20.07.2017
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    Wenn es darum geht, das Fundament einer Garage zu unterstützen sollte man nicht das Schwindverhalten eines Betons zu sehr beachten.

    Einen quellenden Beton kann man relativ einfach durch Zugabe von Aluminiumpulver erreichen. Auf diese Weise wird auch Gasbeton erzeugt. Aber das Pulver ist nicht ungefährlich. Es sollte am sichersten immer mit etwas Wasser bedeckt sein.

    Trotzdem sind in einem Gasbetonwerk eines morgens die Scheiben aus dünnem Kunststoff durch die Gegend geflogen

    Man bekommt das Pulver (noch) ohne schon auf d er Liste der Terroristen zu erscheinen.

    Mit einer Zeichnung des geplanten Vorhabens könnte man sich übrigens besser orientieren!
     
  9. #7 BauSVKarl, 20.07.2017
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    Hey,
    frag für Preise der Quellmittel einfach bei den Herstellern an (Sika, MC Bauchemie, gibt ganz viele!).
    Mit Abreißen meine ich, dass der Formschluss der Bauteile nicht vorhanden ist bzw, sein könnte und somit eine Kraftübertragung ERST nicht möglich ist. Die Platte setzt sich dann ab und es kommt sicherlich zu Rissen, Undichtigkeiten an einigen Stellen usw. Das Schwindverhalten von Beton bezeichnet ja unterschiedliche Vorgänge im Lebenszyklus. Man kann kedoch davon ausgehen, dass das Schwindverhalten von Beton nie richtig abschließt (es sei denn, er ist sehr, sehr alt). Deswegen MUSS in so einem Fall ein Quellmittel verwendet werden, damit die Fuge Formschlüssig abschließt und das Schwindverhalten kompensiert wird. Ich kenne kein anderes Verfahren und würde dir wärmstens ans Herz legen dieses anzuwenden.

    Liebe Grüße
    Karl
     
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