GK Decke gegen Innenwand hebt sich im Winter um 8 mm!

Diskutiere GK Decke gegen Innenwand hebt sich im Winter um 8 mm! im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, folgende Situation: Im Zuge einer Sanierung wurde das Flachdach unseres Hauses im Sommer 2010 komplett neu gebaut. Wir erleben...

  1. #1 SuppersReady, 12.02.2012
    SuppersReady

    SuppersReady Gast

    Hallo zusammen,

    folgende Situation: Im Zuge einer Sanierung wurde das Flachdach unseres Hauses im Sommer 2010 komplett neu gebaut. Wir erleben jetzt die zweite Heizsaison im Haus.

    Aufbau: Dach mit ca. 5% Gefälle, Dachsparren aus KVH 12x24 liegen nur auf den Außenwänden auf. Dachschalung aus OSB-Platten, Abdichtung mit Bitumenbahnen.
    Spannweite der Sparren von Außenwand zu Außenwand ca. 6,5 m. Etwa auf halben Wege quer zu den Sparren sowie parallel zu den Sparren befinden sich ein paar nichttragende Innenwände, z.T. aus KS, z.T. Leichtbau aus GK.

    Unter die Sparren wurde vom Trockenbauer die Dampfsperre und eine Unterkonstruktion aus Lattung und Konterlattung gesetzt, auf welche die GK-Decken dann angebracht wurden. Diese Unterkonstruktion läuft über die nichttragenden Innenwänden hinweg. An die Außenwände ist die Unterkonstruktion mit entsprechenden Metallprofilen angeschlossen. Die GK-Decken laufen gegen die Innenwände.

    Beobachtung:

    • Während der Heizsaison verschieben sich die GK-Decken gegen sämtliche Innenwände nach oben. Der Effekt ist am stärksten an den Innenwänden quer zu den Sparren und läuft in Richtung Außenwände aus. Offensichtlich wölbt sie die Dachkonstruktion im Winter. Folge sind natürlich gerissene Acrylfugen, teilweise sind sogar die GK-Platten selbst in Eckbereichen zerrissen.

    • Nach der letzten Heizsaison, also im Sommer 2011 haben sich sämtliche Risse und Spalte wieder geschlossen.

    • In der laufenden Heizsaison ging es dann wieder los, eher noch stärker, die Rissbreiten betragen bis zu 8 mm! Man kann auch beobachten, dass die Rissbreiten schwanken, um 2-3 mm innerhalb einer Woche.
    Es ist also nicht davon auszugehen, dass es sich um einen ausschleichenden Effekt handelt, der nach ein paar Heizsaisons erledigt ist.


    Wo ist nun der Fehler zu suchen? Vorschläge:

    1) Die Dachkonstruktion aus Sparren und OSB-Platten ist ungeeignet, weil die Materialien ein unterschiedliches Verhalten haben auf Temperatur/Luftfeuchteänderungen zu reagieren und sich die Konstruktion in der kalten Jahreszeit quasi wie ein Bimetallstreifen verhält.


    2) Der Trockenbau ist nicht richtig ausgeführt worden, weil die Unterkonstruktion nicht geeignet ist, die jahreszeitlich bedingten, unvermeidlichen Bewegungen des Dachstuhls aufzunehmen. Stattdessen hätte...

    a) ....die Unterkonstruktion nicht über die Innenwände hinweg laufen dürfen und/oder

    b) ...die Unterkonstruktion an den Innenwänden mit Metallprofilen angeschlossen hätten müssen und/oder

    c) ...die Unterkonstruktion nicht bis an die Innenwände heran kraftschlüssig mit den Dachsparren gekoppelt hätte sein dürfen ....

    d) ...


    3) Es gibt keinen Fehler, derartige Bauteilbewegungen sind unvermeidlich und hinzunehmen. Sie können durch Ausbildung geeigneter Maßnahmen (Schattenfugen, aufgesetzte Sichtleisten, ...) kaschiert werden. --> Dies kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


    Bei Gelegenheit stelle ich gerne noch ein paar Bilder rein. Im Prinzip sieht es ähnlich aus wie die Bilder unter

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=62582
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=62313

    nur noch schlimmer!

    Wie ist Eure Meinung dazu? Unser Architekt ist bisher noch auf dem Standpunkt "reißende Acrylfugen müssen hingenommen werden", jedoch können wir natürlich nicht 2x pro Jahr alle Fugen neu machen, das ist ja klar.

    Danke für Eure Meinungen und Grüße
     
  2. #2 susannede, 04.03.2012
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    Im zweiten link steht es doch schon:

    Ist vielleicht die Ursache für die rege Meinungsvielfalt.

    Im ersten link steht auch Ursache-Wirkung-Lösung -
    soll das jetzt jemand noch mal nur für Dich beschreiben ?
    :winken

    Die Standard-Planung bei allen Bauteilen, die sich bewegen, heißt:

    Tusch: taadaaaaaaaaaaaaaaaaaaa :bau_1:

    google: Knauf Wand, gleitender Deckenanschluss.
    (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...sg=AFQjCNHnpeL4uHv8fZFkWfZXSSTij-gRrg&cad=rja)

    Und jetzt...

    Ach, Ihr habt einen Architekten ? :respekt :respekt :respekt
    Mit was habt Ihr den denn beauftragt ? :yikes

    (gespanntguck) :cool:

    Nachtrag: und da war noch das Hybridpolymerdingsda...
     
  3. #3 susannede, 04.03.2012
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    Nachtrag 2:

    Übrigens, das Wort Planer bedingt, dass jemand vor Ausführung Hirn benutzt.
    Also zu 2 a) b) c).
     
  4. mls

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    zur besonderen flachdachkomponente geht´s hier weiter ..
     
  5. #5 Rudolf Rakete, 04.03.2012
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    Och menno das ist doch mein Lieblingsspielmatschezeuchs....:D

    Die Waffe gegen alle Fugen die sich bewegen..... :biggthumpup:
     
  6. #6 susannede, 04.03.2012
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    Okay, Rudi, ich sag jetzt nur noch Lieblingsspielzeugmatsche.
    Kannste mir per Pager oder PN das Produkt des Herzens näher benennen ?
    Danke ! :bierchen:

    Für den gelangweilten Verhafter aus #1:

    Haben die Wände bisher keine Risse ?
     
  7. #7 SuppersReady, 04.03.2012
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    Ich langweile mich durchaus nicht....
    Nein, die Wände haben keine Risse....
     
  8. #8 susannede, 04.03.2012
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    Wie sind die denn an die durchgehende UK angeschlossen ? ^^
     
  9. #9 SuppersReady, 04.03.2012
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    Außenwände: Mit Metallprofilen.

    Innenwände: mit Acryl :-)
    Daher wohl auch kein Risse in der Wand, sondern nur in der Acrylfuge.
     
  10. #10 susannede, 04.03.2012
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    Ööööh, wie ?

    Innenwände an die UK geklebt...leichte Zweifel. :D

    Mit "die" waren die Wände gemeint. :biggthumpup:
    Werden die bei der Dachbewegung "mit aufgelupft" und wieder abgesenkt ?
     
  11. #11 SuppersReady, 05.03.2012
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    Das hatte ich schon verstanden. :-)

    Also:

    Die UK aus Lattung und Konterlattung läuft über die nichttragenden Innenwände hinweg. Sie ist an den Außenwänden mit Metallprofilen angeschlossen. Daher gibt es dort auch keine Bewegungen in der GK-Decke, auch nicht im Bereich der Streichsparren. (also der Sparren, die direkt über einer Außenwand liegen.)

    Die GK-Decke ist sozusagen zimmerweise an die durchlaufende UK montiert und läuft somit gegen alle Wände, auch gegen die Innenwände. Im Kantenbereich Wand/GK-Decke sitzt eine Acrylfuge. An den Außenwänden sieht sie noch aus wie neu, an den Innenwänden abgerissen und Spaltmaße bis zu 8 mm. Im Bereich einer Zimmerecke Innenwand/Außenwand kann man sehen, wie die GK-Decke die Bewegung des Tragwerks durch leichte Verbiegung aufnimmt.

    Viele Grüße
     
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