Gründe für Bau mit oder ohne Keller bei Einfamilienhaus

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  1. cavemaster

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    Hallo,

    wir sind noch ganz am Anfang. Heißt, wir haben jetzt ein Grundstück (625 m2) und wissen, dass wir nächstes Jahr ein Einfamilienhaus mit ca. 150 m2 Wohnfläche bauen möchte.

    Als erste Inspiration sind wir mal durch 2 Fertighausaustellungen gegangen, um mal ein Gefühl dafür zu entwickeln, was uns beiden gefällt.

    Ein zentrales Thema ist, ob wir mit oder ohne Keller bauen sollen.

    Jeder der einen hat sagt natürlich: klar braucht man einen.

    Ich habe folgende Überlegung, bin mir aber einfach nicht sicher, wieviel "Stauraum" man braucht.

    - Waschmaschine, Trocker inkl. Wäscheständer in einem separten Raum neben dem Bad im 1. OG
    - Technikraum im EG ggf. mit in die Garage
    - große Garage mit separtem großen Raum für Abstellmöglichkeiten

    Mir ist bewußt, dass ein ganzer Keller natürlich viel mehr Stauraum bietet, allerdings sehe ich bei vielen auch, dass der Keller dann ein halber Flohmarkt ist.

    Oder macht evtl. eine Teilunterkellerung Sinn? Habe bis jetzt immer gehört, dass das wirtschaftlich Quatsch sei, entweder ganz oder gar nicht.

    Wie ist eure meine Meinung dazu?

    Gruß Thomas
     
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  3. #2 supersonic92, 29. Dezember 2015
    supersonic92

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    Also wir haben uns gegen einen Keller entschieden, weil der wegen des bei uns recht hohen Grundwasserspiegels doch noch einmal sehr zu Buche geschlagen hätte. Und es ist letztlich so: Meine Eltern haben (auch für teures Geld) in der Nähe eine weiße Wanne bauen lassen und dort sammelt sich der Plunder nur so.
    Was natürlich für einen Keller spricht, ist, dass man die ganze Technik dort hinpacken kann und dann in den eigentlichen Wohnetagen mehr Platz zur Verfügung hat (z.B. für ein großzügigeres Badezimmer).

    Ich würde mir einfach mal beide Angebote durchchecken und dann überlegen, ob man bereit ist, so viel dafür auszugeben.
     
  4. Inkognito

    Inkognito Gast

  5. #4 Wintergartenbau, 29. Dezember 2015
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    Wir haben anstelle eines Keller einen begehbaren Carport...das reicht vom Platz und zudem hält sich der "Flohmarkt" in Grenzen... Wenn man dann noch von den ganzen pot.Problemen in Bezug auf Feuchtigkeit etc. aus geht...lieber ohne...aber wir sind auch keine Sauna Fan's oder dergleichen,wozu n Keller schon cool ist.


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  6. Mann1979

    Mann1979

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    Hallo

    Also ich/wir haben zwar noch kein Angebot über einen Keller gesehen,aber ein Keller ist nach wie vor der
    teuerste umbaute Raum. Den Raum kann ich ebenerdig (EG+OG) genauso bzw. günstiger bauen.
    Keller ist meist relativ dunkel.
    Selbst mit allen Mitteln die es derzeit gibt,würde ich mich im Ernstfall nicht darauf verlassen,dass der Keller
    auch wasserdicht ist. Viele Gegenbeispiele beweisen das Gegenteil.
    Heizraum+Waschraum kann man auch ins EG/OG legen.
    Sauna im Keller macht meines Erachtens eh wenig Sinn-besser wäre im OG neben dem Badezimmer.
    Büro,Partyraum oder sonst was gerne noch in den Keller verlegt wird,kann man auch ins EG legen.
    Eine größere Garage schadet allemal ja nicht, bei den heute zu 99% gebauten Doppelgaragen auch meist
    zwei Autos drin stehen und für Gartenmöbel,Winterreifen,Fahrräder,Gartengeräte usw. meist kein Platz mehr vorhanden ist.

    schönen Abend
    Stefan
     
  7. Sammy80

    Sammy80

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    Bauen ohne Keller, wenn dafür Haus und Nebengebäude größer werden und den Platz bieten, den ein Keller bietet, dann kann man nicht von billig bauen sprechen.

    Bei uns ist es ein Nullsummenspiel.
    Ohne Keller wird das Haus größer, demnach teurer. Mit Keller wird Haus kleiner, demnach billiger + Kellerkosten.
     
  8. Inkognito

    Inkognito Gast

    Ein Gebäude ohne Keller wird nicht als wertig wahrgenommen, daher leidet ja der Wiederverkaufswert. Wenn Sie das nicht glauben wollen, dann sprechen Sie doch bitte mit Maklern. Die anderen Nachteile hatte ich Ihnen bereits im anderen Thread genannt, wobei diese Aufzählung beileibe keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
     
  9. jodler2014

    jodler2014

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    Gelegentlich kann es sogar "sinnvoller " sein einen Keller zu bauen ,weil zum Beispiel ein Bodenaustausch erfolgen muss und daraufhin eh schon der halbe Keller ausgehoben werden muss .
    Oder die Topographie des GS kann auch ein Faktor "pro Keller " sein.

    Hat man einen Keller kann die bebaute Fläche des Grundstück kleiner werden .
     
  10. #9 supersonic92, 29. Dezember 2015
    supersonic92

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    Das ist ein ganz wesentlicher Punkt in meinen Augen. Denn die Größe der Wohnetagen hängt ja neben dem Budget auch maßgeblich von den Bebauungsgrundlagen ab (GRZ und GFZ). Insofern kann es manchmal dann halt doch günstiger (nicht unbedingt im Sinne von Geld) sein, einen Keller zu bauen und damit die Grundfläche kleiner zu halten.

    Es hängt m.E. wirklich vom Einzelfall und der Lage ab.
     
  11. Skeptiker

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    mit skeptischen Grüßen!
     
  12. mastehr

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    Wenn der Keller 60000 Euro Aufpreis kostet, muss man diese beim Verkauf auch erst Mal wieder reinholen. Zusätzlich die Kapitalkosten bitte nicht vergessen. Da kommen schnell 100 Euro im Monat zusammen.
     
  13. Sammy80

    Sammy80

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    sehr gute Argumente!
     
  14. jodler2014

    jodler2014

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    Absolut richtig !

    Nebenbei spielt die Lage des Gebäudes eine wichtige Rolle ..

    Und vielleicht sucht der "Käufer der Zukunft" gar kein Haus mit Keller ?

    Und wenn man die Verkaufslisten von Immobilien mal selektiert und dann mal betrachtet was verkauft wird ,dann sind die Objekte ,die zu einem marktüblichen Preis verkauft werden unabhängig davon, ob mit oder ohne Keller .
     
  15. Skeptiker

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    mit skeptischen Grüßen!
     
  16. Mann1979

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    Hallo

    Kannst du das mit "nicht als wertig" bitte erklären?
    Danke
    Stefan
     
  17. Inkognito

    Inkognito Gast

    Stimmt - insbesondere auf preiswerten Grundstücken sollte man sich soetwas zwei mal überlegen, ob man das wieder rein bekommt. Auf teuren muss man sich fragen, ob ein potenzieller Käufer das Haus ohne Keller überhaupt will.
    Wenn Sie es schaffen dem Käufer Ihre Sicht der Dinge beizubringen, Glückwunsch, wenn Sie dann müssen Sie nur noch die erreichen, die noch nicht mal angerufen haben, weil das Haus keinen Keller hat.

    Mir ist nicht ganz klar, was es da zu erklären gibt, aber vielleicht meinen Sie sowas?:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-keller-sparen-kann-teuer-werden-1709222.html
     
  18. Mann1979

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    Hallo

    Ich meinte den Begriff "nicht als wertig". Der Artikel ist gut.
    Aber da sehe ich auch vieles anders.
    Dort heißt es z.B.:
    "40 Prozent mehr Lebensraum für 10 Prozent Mehrkosten“, bringt Pohl seine simple Rechnung auf den Punkt."
    Bei einer weissen Wanne für den Keller spricht er von 50 000 Euro-setze ich das als 10% der Bausumme an,dann sprechen wir von 500 000 Euro. Das ist nicht gerade wenig.
    Dort ist aber auch zu lesen,dass eine Familie schreibt,dass es ohne Keller schwer vorstellbar wäre,aber nur deswegen weil der Platz fehle. Den kann man allerdings im EG+OG ja ausgleichen bzw. ersetzen.

    Der Artikel ist mir ein bisschen zu allgemein gehalten und so manches wird vorverurteilt.
    Letztlich entscheidet jeder selbst.
    Gruß
    Stefan
     
  19. ekko123

    ekko123

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    also, ich bin ja prinzipiell Pro Keller....

    Aber versuche mal neutral zu sein - und frag mich doch, warum auch hier wieder jemand schreibt "Keller ist der teuerste umbaute Raum" und "Keller ist teuer", etc....

    Klar: EFH 150qm Wohnfläche ohne Keller ist (normalerweise) billiger als EFH 150qm Wohnfläche mit Keller. Da "verliert" Keller doch immer.

    EFH 150qm mit Keller = 220 qm "Haus". So womit vergleiche ich das jetzt ?

    EFH 150qm x 1.800€ = 270k€

    EFH 150qm x1800€ + Keller 70qm x 500€ = 305k€
    EFH 150qm x 1800€ + Keller 70qm x 1.000€ = 340k€

    EFH 220qm x 1800 = 396k€

    EFH 180qm = 1800 = 324k€

    Also in dem Beispiel kann ich EFH 150qm + Keller dann z.B. mit EFH 180 vergleichen und argumentieren, ich hab zwar weniger "Platz" aber mehr brauch ich nicht und es ist kein Keller.


    Jeder vor der Frage sollte sich dann einfach konkrete Angebote machen lassen und vergleichen EFH 150+ Keller und EFH 180 ohne Keller. (wobei, jeder mag da gerne eigene Werte nehmen....nur wird es irgendwann unfair Kosten&Platz Keller mit einer Besenkammer zu vergleichen...)
     
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  21. R.B.

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    Das ist doch ganz einfach. Wenn alle Häuser im Umkreis einen Keller haben, der Markt an gebrauchten Immobilien fast ausschließlich aus Häusern mit Kellern besteht, dann muss man erst einmal jemanden finden, der ein Haus ohne Keller kaufen würde, und wenn man diesen gefunden hat, dann wird der fehlende Keller immer als Begründung herhalten müssen, warum der Kaufpreis niedriger ausfallen muss.

    Bei uns in der Gegend wirst Du so gut wie kein Haus finden das ohne Keller gebaut wurde (bzw. gebaut wird).

    Auch die o.g. Kosten für einen Keller, von 50T€ oder 60T€ sind nur bedingt haltbar, denn man bekommt auch einen Mehrwert, den man bei oberirdischer Bauweise ebenso bezahlen müsste. Vergrößere doch mal die Grundfläche um 30 oder 40m², sofern das Grundstück das überhaupt zulässt, und rechne die dadurch entstehenden Mehrkosten.
    Ich könnte die Diskussion noch irgendwie verstehen wenn es um Häuser mit einer Grundfläche > 200m² geht, da hätte man dann sehr viel Kellerraum, und eine Teilunterkellerung wird unverhältnismäßig teuer. Aber wie wird heute gebaut? Grundfläche 70m², 80m², vielleicht noch in Richtung 100m², aber das war´s schon. Da erschließe ich mit einem Keller eine Menge nutzbarer Fläche.

    Also ich könnte mir ein Leben ohne Keller nur schwer vorstellen, aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass man sich an diese Flächen gewöhnt hat.
     
  22. Marion

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    Logisch! Und sollte auch kein Problem sein. Vielleicht sogar ein Wettbewerbsvorteil.
     
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