Gründe OHNE Architekt zu bauen

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  1. #1 guter Architekt, 10. Juni 2007
    guter Architekt

    guter Architekt Gast

    Guten Tag !

    Wenn man sich die Neubauten so ansieht könnte man denken, daß 90% der Bauherren es nicht für nötig hielten einen Architekten mit dem Entwurf und der Umsetzung des Gebäudes zu beaftragen.

    Warum ist das so ?

    Welche Gründe sprechen dafür, daß ein Bauherr NICHT einen Architekten beauftragt sondern sich den Entwurf kauft ? Von wem auch immer......

    Ich begreife das nicht. Vielleicht klärt ihr mich auf ?!

    Danke dafür !
     
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  3. operis

    operis

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    hallo guter architekt,

    ich denke es liegt daran, das die leute den sinn eines architekten nicht vollständig begreifen. für normalsterbliche baut das haus der BT, die bringen auch den bauleiter mit und den entwurf hat irgendwann mal ein archi gezeichnet (für ein bier)

    aber man kann ja auch sehr schön beobachten was dabei heraus kommt, aber es interessiert die menschen nicht, wichtig ist nur, das der produktionsarbeiter und dessen hartz 4 frau die finanzierung durchkriegen. (ist nicht abwertend gemeint)

    den rest (eigenleistung) besorgen dann die baumärkte mit ihrer verblödung.

    was dabei rauskommt, kann man jeden tag auf diversen baustellen bewundern.

    liebe grüße operis
     
  4. Spe-vo

    Spe-vo

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    Warum mit Bauträger bauen?

    Meine, wenn auch subjektive Meinung ist, dass mittlerweile die Qualität der Wohngebiete und auch der Gebäude wesentlich besser geworden ist.
    Betrachtet man Gebäude / Wohnsiedlungen aus den 50ern 60ern oder auch den 70ern ist der heutige Standard bei weitem vielfältiger und, wohlgemerkt subjektiv, schöner.

    Auch Bauträger haben dazugelernt, wenn auch nicht alle, dem muss ich zustimmen.

    Ein Bauherr der rel. anspruchslos ist, dem wird es genügen ein zweckmäßiges Gebäude von der „Stange“ zu kaufen, doch wenn man einmal überlegt, dass dies für die meisten die größte Investition in ihrem Leben ist, verstehe ich die Bauherren nicht.

    Wenn es darum geht das neue Auto auszusuchen, wird im Umkreis von 200 km alles abgerast, um vielleicht ein Schnäppchen zu machen.

    Auch der Bauherr ist gefordert, im Vorfeld den für sich richtigen Planer zu finden, und nicht Blindlings den Erstbesten, nur weil er BILLIG ist, zu nehmen. Nicht der Preis allein bestimmt die Qualität eines Gebäudes, sondern die Ausführung und die Planung.

    Gut Gebautes muss nicht teuer sein! Wobei, gute Qualität hat auch ihren Preis. Aber das wissen wir doch alle.

    Ich kann nur jedem Bauherrn raten einen Architekten zu nehmen, denn er ist euer Anwalt und Vermittler zwischen dem Bauherrn und dem Unternehmer. Das Fachwissen, auch noch Gewerkeübergreifend, kann/wird kein Bauträger, der in seinem Interesse arbeitet, haben. Ziel ist Gewinnmaximierung.

    Das eine schließt das andere aus.
     
  5. #4 wasweissich, 10. Juni 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und die werbung der baumärkte schafft es , das die leute im sparrausch das geld welches der architekt gekostet hätte im baumarkt zuviel ausgeben (beispiel:dachlatten , schrauben , eigentlich alles ausser laminat und zweite wahl fliesen....,mir wird jedesmal schwindlig wenn ich die preise mit denen im baustoffhandel vergleiche) .
    ein zweiter aspekt ist die legitime aber manchmal bedenkliche praxis einiger bauträger , die baubeschreibung so zu verfassen , dass ein unbedarfter denkt ,alles zu bekommen (er bekommt es , aber nach heftiger zuzahlung ,siehe unzählige beiträge im forum) mit fachkundigem beistand hätte man wirklich sparen können .

    und die , die reingefallen sind , merken es entweder nicht , oder geben es nicht zu , weil sie sich die blösse nicht geben wollen ,("wie ist es bei euch gelaufen?"..."alles bestens...."

    aber wenn ein architekt mist baut (und das passiert auch öfter ), das erfahren alle , auch wenn sie es garnicht wissen wollen .

    eine persönliche einschätzung von
    j.p.
     
  6. Bruno

    Bruno

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    Für mich steckt da ein Schema dahinter, das es in vielen Lebensbereichen gibt. Egal ob Architekt, Steuerberater, Friseur.

    1. Es gibt ein Problem.
    (Hausplanung, Steuererklärung, Haarschnitt)

    2. Es gibt einen Problemlöser, der materiellen und/oder immateriellen Vorteil verschafft.
    (Architekt, Steuerberater, Friseur)

    3. Der Problemlöser kostet Geld.

    4. Es kommt zu einer Kosten-/Nutzenabwägung, die stark subjektiv geprägt ist.
    (Architekt: günstigerer Einkauf der Bauleistung, Ersparnis eigener Zeit/Gedanken, Wegfall von Risiken, schöneres Ergebnis)
    (Steuerberater: Steuerersparnis, weniger Unsicherheit durch Beratung, Wegfall von Risiken)
    (Friseur: Vorteile im Alltag durch besseres Aussehen, Hygiene, schöneres Ergebnis)

    5. Im Ergebnis fällt die Entscheidung
    a) für den Problemlöser
    b) für einen alternativen Problemlöser
    c) für Eigenleistung

    b und c kommen dann zum Tragen, wenn die Abwägung ergeben hat, dass der Nutzen des Problemlösers subjektiv die Kosten nicht wert ist.

    In der Studie "Statusbericht 2000plus Architekten / Ingenieure" ist das Problem der Kosten-/Nutzenabwägung von Architektenleistungen gut beschrieben, Kurzfassung:

    Der Architekt bietet mit seiner geistig-schöpferischen Leistung sog. Erfahrungs- bzw. Vertrauensgüter an. Wesen dieser Güter: der Verbraucher erkennt Qualität erst nach Erfüllung des Vertrags bzw. kann nicht in Erfahrung bringen, ob nicht auch eine andere vielleicht auch billigere Leistung die gleichen oder bessere Ergebnisse ermöglicht hätte. In seinen Möglichkeiten zur Qualitätskontrolle eingeschränkt, sinkt die Bereitschaft des Verbrauchers für vorgeblich "gute" Leistungen einen angemessenen Preis zu zahlen (respektive die Leistung überhaupt in Anspruch zu nehmen).

    Das ist auch auf den Steuerberater und den Friseur übertragbar. Wer die Ressourcen und Risiken einer Steuererklärung nicht erkennt, wird sie selbst machen. Wer keinen Blick für Frisuren hat, wird sich die Haare selbst schneiden/tönen. Wer den Sinn und Wert der Architektenleistung nicht erkennt, wird sie dort einkaufen wo sie am günstigsten oder vorgeblich gratis ist.
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Der

    weg zum Architekten als Problemlöser wird nicht eingeschlagen, da es für den 08/15 Bauherren das Problem "Hausplanung" gar nicht gibt.

    Entweder es wird selbst ein Entwurf zusammengestrickt (Beispiele gibts hier im Forum genug), oder es werden so lange Kataloge gewälzt, bis das "Passende" gefunden ist.

    Passend ist es meist dann, wenn möglichst viel Wohnfläche zu möglichst kleinem Preis versprochen wird. Wenn dann noch die jeweils aktuellen Kinkerlitzchen wie z.B. Erker (mittlerweile out) enthalten sind, umso besser.

    Bedenken hinsichtlich der zu erwartenden Qualität werden mit Argumenten wie "müssen doch alle nach DIN bauen" oder "wird doch vom Bauamt genehmigt und überwacht?" beiseite geschoben.

    Jeder der die Bildzeitung halbwegs lesen kann, glaubt dann auch noch, er könne die Baubeschreibungen 5 verschiedener Anbieter wirklich miteinander vergleichen.

    Die Ergebnisse kann man in den Neubaugebieten bewundern.
     
  8. #7 Jürgen Jung, 10. Juni 2007
    Jürgen Jung

    Jürgen Jung

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    teilweiser Auszug aus:

    Aber nur, wenn ausnahmslos Hauptsätze verwendet werden :deal Und es wird noch schlimmer werden, teilweise ist es ja schon so in den von Bruno genannten Bereichen: Steuerberater etc. Malerarbeiten bei Tschibo, Häuser bei Plus, Brötchen an der Tanke, Baumärkte mit Handwerkerdiensten......

    das ist alles schon auf dem Weg

    Gruß aus Hannover
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

  10. #9 guter Architekt, 10. Juni 2007
    guter Architekt

    guter Architekt Gast

    Es ist also im Großen und Ganzen die eingetretene "Verdummung" des modernen Bauherren !?

    Warum war es jedoch vor Jahrhunderten möglich ein ansprechendes Ortsbild zu bauen welches wir heute als Touristen bewundern (überall in Europa) es jedoch mit unseren heutigen weit besseren Mitteln nicht möglich erscheint eine vergleichbare (geistige) Leistung zu erbringen ?

    Wir sind doch alle klüger weil gebildeter als unsere Vorfahren.
    Wir haben eine wesentlich höher entwickelte Technik.
    Wir haben alle dazu nötigen Spezialisten.
    Wir haben mehr Freizeit um uns geistig zu betätigen.

    WIR MÜSSTEN WUNDER VOLLBRINGEN !

    Aber das Gegenteil ist der Fall !

    Für mich ist es ein Phänomen...........
     
  11. #10 Jürgen Jung, 10. Juni 2007
    Jürgen Jung

    Jürgen Jung

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    nein, das ist

    kein Phänomen, sondern Zeitgeist, denke ich. Allein durch dieses Medium (Internet) kann sich jeder Laie in irgendweiner Form Halbwissen anlesen und ist der Meinung, in dem jeweiligen Fachgebiet ausreichend informiert zu sein, um eine für ihn sonst unlösbare Aufgabe zu lösen.

    RTL und Konsorten sorgen dann dann mit erhobenem Zeigefinger dafür, dieses "Wissen" noch zu vertiefen und den laasen durch die Reportagen den Anschein erwecken, das alle Laien sowieso von den Fachleuten betrogen werden.

    Gruß aus Hannover
     
  12. #11 guter Architekt, 10. Juni 2007
    guter Architekt

    guter Architekt Gast

    Aber der Mensch ist doch mit einem Gehirn ausgestattet !

    Und erfahren genug sind wir (sollten wir sein) alle, daß wir dem was aus der Glotze kommt misstrauisch gegenüber sein sollten. Dasselbe gilt für Werbung aus fast allen Quellen. Gegen die meiste Werbung sind wir doch immun !

    Warum glauben die Bauherren und Baufrauen, daß die Werbung der Baumärkte, der Schüsselfertigabzocker, der inkompetenten TV-Sender usw. uns die Wahrheit sagt ?! Das tut sie NIE.

    Sind die Menschen durch den Konsumterror so eingeschüchtert, daß sie es nicht merken, daß sie nicht seine Sklaven sein MÜSSEN ?

    Jeder ist doch fähig zu denken und zu lernen ! Doch das sieht man der gebauten Realität nicht an !

    Glauben die durchschnittlichen Bauherren, daß etwas gutes automatisch teuer sein muß nur weil sie das mit ihren neuen Autos immer aufs Neue erleben ?!

    Ich begreife es noch immer nicht.........
     
  13. Robby

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    stellt man fest das die Leute das I-Net auslesen wollen und dann ein fundiertes Gefährliches Laienwissen haben. Die halten sich dann aber für angelesene Teilfachleute. Danach gehts zum Media o.ä. und auf der Sonderposten Programmpyramide gibts für nen 10er nen tolles Baumalprogramm. Das zusammen mit Entwürfen von großen Fertighausanbietern macht die Leute zu Helden. Um so höher deren Bildungsniveau / Berufsstand um so eher die Tendenz zur Selbstüberschätzung.

    Weil ist ja nur ein Hausbau und derne Jobs sind ja sooo viel Anspruchsvoller
     
  14. Rene'

    Rene'

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    Hi!

    Wieso so viele Bauherren ohne Architekt bauen?!

    Weil es nur wenig gute von denen gibt. ;)

    Wir haben mit Architekt gebaut und es war Zeit- und Nervenraubend einen guten zu finden.
    Wir haben insgesammt mit 8(!) Architekten und Architektinnen zusammengesessen und unsere Wünsche geäussert.
    Drei davon wollten von unseren Grobentwürfen im Grunde ger nix wissen und nur Ihr Ding bauen. Sie wollten uns Dinge einreden und aufschwatzen die wir gar nich wollten.
    Zwei waren nicht in der Lage unseren Kostenrahmen von 160.000€ einzuhalten. Ein bischen Rechnen können wir auch. Die Häuser beiden Häuser hatten je über 220qm.
    Zwei hatten Fachlich absolut keine Ahnung und wollten keine Baubetreuung machen "Das kann dann der TÜV übernehmen".
    Nur einer war dabei der ansatzweise verstand was wir wollten und hatte sogar Spaß daran oft auf der Baustelle aufzutauchen und durch das Gerüst zu kraxeln.
    Und das auch noch ohne überzogene 90€/Stunde zu verlangen. ;)

    Die Stundensätze für Leistungen ausserhalb der Planungsphase schwanken sehr stark. Es fing bei 45€ an und hörte bei 160(!!!)€ auf.

    Ich denke einfach mit der Suche nach einem Architekten sind viele Bauherren einfach überfordert.

    Zu Recht wie ich meine.

    Gruß Rene'
     
  15. Berni

    Berni

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    @ guter Architekt,

    Schon Goebbels hat damals die Macht der Medien genutzt.

    Wir alle wissen, wo es hingeführt hat.
    Das Erwachen kommt.
     
  16. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    So

    wie hier bei einem Einzelgewerk, gehen andere den Bau ganzer Häuser an.
     
  17. Uli R.

    Uli R.

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    Mitnichten!
     
  18. #17 fribbich2006, 10. Juni 2007
    fribbich2006

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    hi ihr,
    ich hatte zu dem thema schon mal in einem anderen beitrag dazugesenft.

    ich denke, dass das bild eines architekten in der bevölkerung ein falsches ist. wenn man an architekten denkt, dann denkt man an teure große gebäude in der innenstadt oder ausgefallene villen in teuren wohngegenden.
    obwohl im freundeskreis meiner eltern es schon immer den ein oder anderen architekten gab, war das eben geschilderte genau mein bild eines architekten.

    in den wöchentlichen käsblättern im briefkasten findet man regelmäßig beilagen zum thema bauen. architekten werden dort nie erwähnt, sie schalten dort auch keine anzeigen im gegensatz zu den bauträgern und fertighaus firmen.

    hat man endlich ein grundstück gefunden, auf dem man frei bauen kann ( viele gebiete werden nur durch bauträger erschlossen, man kann also gar nicht anders), fragt man sich, wie man nun vorgeht. und da man archis nur als halbgötter kennt, ist dies für die meisten noch nicht mal einen gedanke wert.

    übrigens auch für die nicht " produktionsarbeiter und dessen hartz 4 frau ", um das zitat aufzugreifen, weil man eben den ansicht ist, dass nur die "oberen zehntausend" sich ein architektenhaus leisten können.

    der geiz-ist-geil-gedanke spielt sicher auch eine große rolle, weil man eben meint, dass man bei einem bau mit bauträger genau den betrag spart, den der architekt kosten würde.

    als wir unser grundstück gefunden haben, dachten wir zunächst an ein fertighaus , die hochglanzprospekte lassen grüßen *g*.
    durch mehrere glückliche zufälle landeten wir dann bei unserem architekten, zeitgleich entdeckte ich das bauexpertenforum und so kam es dann, dass wir unser haus von anfang bis ende mit architekt gebaut haben.

    aber ehrlich, nie hätten wir gedacht, dass wir mal mit einem architekten ein haus bauen!

    wie schon mal gefordert: architekten, verbessert euer bild in der öffentlichkeit, sprecht die breite masse an, zeigt in den werbeblättchen ebenso wie die fertighausfirmen und bauträger, dass man kein milllionär sein muss, um ein individuelles haus mit euch zu bauen. rummeckern an den "dummen bauherren" nutzt da wenig. und wenn eure kammern schon nichts tun, um das bild in der öffentlichkeit zu ändern, dann macht es selber. werbung kostet geld, eine gute schöne internetseite kostet, wenn sie dann mal steht, zeit.
    dass sich das geld und die zeit rentieren, beweisen die fertighausfirmen und bauträger.

    wie man allerdings die städte dazu bringt, ihre babauungsvorschiften so zu gestalten, dass abwechslungsreiche, individuelle wohnhäuser enstehen können, weiß ich auch nicht. oft denke ich, es ist gar nicht gewollt. alle bürger sollen möglichst gleich große äh vielmehr kleine grundstücke bekommen und dann auch ja nicht mehr als 140 qm wohnfläche.
    an dieser stelle ist lobbyarbeit ebenfalls dringend erforderlich!

    viele grüße von frib
     
  19. bernix

    bernix

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    Theorie und Praxis !

    Viele Zeitgenossen haben auch einen hoch leistungfähigen Computer zu Hause stehen...wieviele nutzen die Leistung voll aus?

    Bruno hats in #5 aufgeführt :respekt
    René in #13 andere Seite betrachtet :28:

    Fakt ist: Hausbau ist eine hochemotionale Geschichte, bei der kritische Punkte auch gerne vom Bauherrn selbst schöngeredet/gedacht werden... dass einige völlig hirnlos drangehen..gut, auch die gibt es.

    Marketing: Gute Werbung kommt an! Mir fehlt hier jegliche Image Werbung seitens Architekten-Interessenverbänden (gibts sowas überhaupt?)
    Dazu muss man natürlich richtig Geld in die Hand nehmen und u.U. (nur als Beispiel) die TV Dokus noch "rechts überholen" .... Demletzt mal so eine Doku bis zum "bitteren" Ende verfolgt... die Hausbesitzer konnten (andeutungsweise) das Haus nicht mehr halten...man hatte aber den Eindruck: Alles halb so schlimm...geht schon...

    grüsse
     
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  21. bernix

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    @frib

    weitgehend gleiche Gedanken... ,-)
     
  22. operis

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    Das kommunikationsproblem wollte ich vorhin schon mal ansprechen, viele leute haben eine art hemmschwelle, (so als ob das SAAB fahrende halbgötter sind)einen architekten bei kleineren dingen zu befragen bzw sich einfach mal beraten zu lassen.
    Desweiteren werden komplexe vorgänge auf baustellen überhaupt nicht wahrgenommen, diese probleme treten (dann komischerweise)meist erst in der bauphase auf und die auszuführenden firmenlösen dann probleme, die mit architekt wahrscheinlich gar nicht aufgetreten wären.

    Das berufsbild des baumeisters (magister operis!!!) scheint sich völlig in luft aufgelöst zu haben, schade, aber ich kämpfe weiter.:D

    grüße operis
     
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