Grundrißdiskussion

Diskutiere Grundrißdiskussion im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Und hier auf deutsch: http://anti-santa.cz/index_de.php

  1. #61 Gast217, 11.12.2006
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  3. Ryker

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    Wenn die Katholen wüssten, daß das Christkind eine Luthersche ist, wärs mit dem Aufstand schon vorbei.
     
  4. #63 butterbär, 11.12.2006
    butterbär

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    etwas mehr beweglichkeit im kopf wäre schon wünschenswert.

    lest doch mal in euren tageszeitungen die kommentare zu umstrittenen bauvorhaben... da ist so mancher selbsternannter architekturkritiker nicht allzuweit vom nazijargon entfernt... nix für ungut... aber mein ausflug in die dunkeldeutsche geschichte musste sein.
     
  5. #64 Gast217, 11.12.2006
    Gast217

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    Das ist nicht unbekannt!

    Stellt sich jetzt nur noch die Frage, warum das Christkind nicht mehr in so manche protestantische Gegenden kommt.

    Marion :)
     
  6. #65 Gast217, 11.12.2006
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    Gast217 Gast

    Butterbär,

    das war eine Frage an Zottel.
    Ich finde Godwin's Law hier nicht ganz passend und anwendbar.

    Marion :)
     
  7. #66 butterbär, 11.12.2006
    butterbär

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    so ganz an den haaren herbeigezogen ist mein vergleich ja wohl nicht.

    war es nicht der ns-geist, der dem deutschen spiesserdünkel bestens entsprach um in kunst, architektur und wissenschaft alles auf kleingeistiges niveau zu reduzieren.

    da ich in bezug auf architektur sowas heutzutage wieder nur allzuoft lesen muss, sei mir mein kommentar dazu gestattet.

    schliesslich geht hier der eine oder andere auch nicht gerade sparsam damit um kritik gegenüber scheinbar unfähigen architekten auszuteilen und letztlich einen ganzen berufsstand in frage zustellen da sich der kleingeist mit entsprechenden hilfsmitteln ausgestattet, durchaus selber imstande sieht, baukultur und die daraus entstehenden probleme umzusetzen.

    vielleicht gibt es baukultur ja auch bald bei obi im regal...
     
  8. #67 Ralf Dühlmeyer, 11.12.2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Zum Thema Spiesser...

    http://www.lbs.de/nord/die-junge-lbs/download/spiesser
    @ butterbär: Aus Deinen Reden schwingt ein ebenso diktatorischer Unterton mit, nur anders gefärbt. Und eine ähnlich kleingeistige Haltung in vielen Dingen ist ALLEN Diktaturen gemein.
    Wer definiert Spiesser? Du, der Hippie aus dem LBS-Spot, die Mehrheit (welche)?
    Und eines bitte ganz klar. Ein Bau-Haus neben dem anderen ist auch langweilig und trostlos.
    Gibts in Tel-Aviv. Eine ganze Siedlung a´la Bauhaus. Wirkt dann auch nimmer.
    *****
    Ein schlichtes Satteldach mit einem Haus drunter ist vielleicht nicht Anwärter auf den BDA-Preis, muss aber noch lange nicht häßlich sein.
    *****
    Ich kanns nur immer wieder sagen, lieber butterbär - zeig uns mal Fotos Deiner Häuser.
    MfG
     
  9. #68 butterbär, 11.12.2006
    Zuletzt bearbeitet: 11.12.2006
    butterbär

    butterbär

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    dafür würgt mich der anblick von siedlungen mit 50 un mehr häusern wo eines aussieht wie das andere.

    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach mit gaube
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach mit gaube
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    satteldach und quergiebel
    ... usw

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    http://www.kurt-mallwitz.de/NeubaugebietHoenow.jpg


    landschaftsverbrauch enorm

    verschandelungsfaktor gigantisch


    80 jahre alt und frei trotz "starenkasten-architektur"
    http://www.weissenhof2002.de/weissenhof.html
     
  10. #69 Ralf Dühlmeyer, 11.12.2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Ah ja....

    Obs da wohl ne Ortssatzung mit Vorschriften über
    * Dachneigung
    * Dachform
    * Dachausrichtung
    * Dacheindeckung
    gab???? :smoke
    MfG
     
  11. #70 Gast217, 11.12.2006
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    Gast217 Gast

    Jetzt falle ich aber vom Glauben ab! Das schreibst Du als Architekt? Hast ja Glück, dass Du ein milderndes "vielleicht" gesetzt hast!

    Ich habe hier Hefte zum BDA-Regionalpreis. Ich sehe eine da eine ganze Reihe Satteldächer mit Auszeichnung, Anerkennung und Lob und auch einem LBS- ;) -Sonderpreis.

    Marion :)
     
  12. #71 butterbär, 11.12.2006
    butterbär

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    ist das für dich, DIE ausrede für schlechte architektur?
     
  13. #72 Ralf Dühlmeyer, 11.12.2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Nö...

    aber versuch mal, da etwas a´la Weissenhof GENEHMIGT zu bekommen. :cry
    Und ich versteh es immer noch nicht, warum DU Dich über so was aufregst. Du verschandelst (schulligung - läßt verschandeln) doch die Landschaft genauso
    MfG
     
  14. #73 Torsten Stodenb, 11.12.2006
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    Ja, aber wer macht diese Vorschriften eigentlich? Entweder Beamte oder ...

    z.B. bereits der Bauträger, der wegen gemeindlichen Geldmangels und Bequemlichkeit auch gleich die Erschließung selbst macht. Solche Fälle kenne ich. Diese Planungen werden dann nur noch mehr oder weniger abgenickt.
     
  15. #74 butterbär, 11.12.2006
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    ICH reg mich doch nicht auf.

    und es geht auch nicht darum a la weissenhof zu bauen.

    aber architektur ist eben mehr als nur mit arcon mal schnell ne dackelgarage zu pinnen.

    ich hatte vor wenigen wochen erst noch einen auftrag für ein fertighaus... ein dreivierteljahr haben die mit dem verkäufer rumgemacht... dann sollte ich mal eben "schnell" noch nen bauantrag machen. ja.. und dann kommt der depp von architekt und behauptet erstmal, dass die bude so gar nicht zu bauen ist... extreme hanglage anstelle grüner, flacher wiese, kein kniestock anstelle vollgeschoss, dachneigung min. 35 grad anstelle 25 grad. die hütte hätte mit keller 375000 euronen gekostet... ich hätte meinen part für 2500 machen dürfen.

    that´s fact liebe kollegen... und das wird immer schlimmer... ausser es gelingt die leute wieder zu sensibilisieren was wichtig ist und was nicht.

    lieber 8 bis 10 prozent honorar als 15 bis 20 prozent für provisionen, werbung und sontiges in undurchsichtigen kalkulationen. den meisten fertighausfirmen und bauträgeren geht doch letztlich wirklich massiv am arsch vorbei, was die bauherren wirklich wollen und über nachträge wird dann nach vertragsabschluss, gerade in so fällen wie oben beschrieben, noch mal ordentlich reingelangt.

    dass ich heute was anderes mache hat nichts damit zu tun, dass ich wohl zwischen architektur und müll unterscheiden kann. nur verdient man leider mittlerweile mehr geld mit müll als mit gehaltvoller arbeit.

    wenn man als bauherr, fertighausfirma oder bauträger den architekten schon gar nicht mehr als kostenfaktor wahrnimmt oder wahrnehmen möchte, dann kommt eben diese 0815-scheisse raus.
     
  16. #75 butterbär, 11.12.2006
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    es gibt genügend möglichkeiten als mündiger und freier bürger an der gestaltung seiner gebauten umwelt teilzunehmen (agendas, workshops, ausschüsse etc... aber da geht ja nur die nicht ausgelastete mutter oder der arbeitslose lehrer hin... üblich ist eher, die kritik später in form von unqualifizierten leserbriefen oder ähnlichem los zu werden.


    schliesslich gibt es ja auch in bayern die möglichkeit den zuzug von bürgern (im geeinten europa des 21 jahrhunderts!!!) zu verhindern warum sollte man dann nicht auch über andere dinge des lebens befinden.

    aber in alpinen regionen hatte man ja schön zu früheren zeiten keine probleme mit inzestösen verhältnissen... :D
     
  17. #76 butterbär, 11.12.2006
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    schulligung...

    aber entscheidungsträger, was gebaut wird, war und ist immer noch der bauherr.

    bei den meisten beginnt ein haus mit vier wänden und hört beim satteldächen mit gauben auf. wenn dann einer mit so "modernem" klump daher kommt geht´s erstmal rund im neubaugebíet.
     
  18. #77 Torsten Stodenb, 11.12.2006
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    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Ich vermisse eigentlich substantiierte Argumente für oder gegen das Satteldach. Deshalb möchte ich als Versuch einmal Gedanken wiedergeben, die ich am 21.10.02 in bau.de zu diesem Thema niedergeschrieben hatte. Der Text ist ein Ausschnitt aus einem längeren Post und schließt an historische Beobachtungen über die 70er Jahre der Energiekrise und die aufkeimende Ökologiediskussion und zu beobachtende Trends an:

    Damit gab es gleichzeitig neben Experimenten mit neuen Formen des Bauens (Materialien und Architektur) speziell in Deutschland auch einen anfangs allerdings relativ kleinen Trend sozusagen "back-to-the-roots", also eine Wiederhinwendung zu traditionellen Architekturformen (chronologische Stichworte "Gotik", "Klassizismus", "Schweizerhaus", "Bäderarchitektur", "Bauhaus"). Davon lebe ich z.B., und ich kann bestätigen, dass dieser Trend ssehr stark zunimmt. Er manifestiert sich idealtypisch im "Schwedenhaus". Es ist nichts anderes als ein Wiedererkennen möglicherwweise vertrauter Formen, wie sie auch die eigenen Grossväter gebaut hatten: Symetrische Anordnung von Fenstern und Gauben, mittige und repräsentative Haustüranlagen, die an Portale erinnern mögen, prächtige Eingangsveranden mit viel Holz, in Deutschland früher oft mit Bleiverglasungen versehen. Und natürlich das vielleicht schon archaische Satteldach als beschützendes Symbol. Das sind zutiefst konservative, kulturstiftende Strömungen, die uns alle wahrscheinlich unbewusst begleiten. Sie setzen gleichzeitig die Maßstäbe für die angestrebte Qualität des Bauens. Dies um so mehr, je mehr wir aus der unmittelbaren Not der Nachkriegszeit heraus- und in eine befreitere Phase des Auchgestaltenwollens hineingewachsen sind. (siehe: http://www.bau.de/markwords.cgi?file=forum/sonst/962.htm&te=satteldach+stodenberg)

    Das sind ein paar Gedanken nicht nur zum Satteldach, sondern zum Verhältnis der Menschen zu Bautraditionen. Vielleicht muss man dies mit bedenken, wenn man danach fragt, warum die Leute ihre Erker und Gauben sowie die Gemeinden ihre Satteldachsiedlungen haben wollen.
     
  19. #78 butterbär, 11.12.2006
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    was ist mit denen, die sowas nicht wollen?

    0815 hat ebenso wenig tradition wie überzogener alpenbarock oder klinkerromantik.

    fakt ist doch, dass mittlerweile ein grossteil der neubaugebiete an einfallslosigkeit nicht mehr zu überbieten sind - und das ist nicht unbedingt nur ein problem der architekten. wer baut wird öffentlich und sollte sich von seiner besten seite zeigen... das war lange tradition in deutschland -siehe handwerkerhäuser des mittelalters in den städten, industrie- und gewerbebau der gründerjahre, öffentliche gebäude usw. - aber heute fällt ja wohl alles dem rotstift zum opfer... irgendwann wohl auch unsere geliebte heimelig- oder gemütlichkeit.

    ausserdem sage ich nicht das ein satteldach was schlechtes ist... eher meine ich das, was man daraus macht.

    und schwedenhäuser in deutschland sind auch nicht die alleinige lösung.
     
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  21. #79 Torsten Stodenb, 11.12.2006
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    Ich habe ja auch nicht von Schwedenhäusern als Lösung oder gar alleinige Lösung gesprochen. An ihnen sieht man nur oft noch solch idealtypische Elemente traditionellen Bauens, wie sie hierzulande im Nachkriegsdeutschland des ökonomischen Minimalismus (schneller Wiederaufbau) weggelassen wurden. Es musste alles schnell gehen, die ersten Einheitssiedlungen mit kleinen Einfamilienhäusern mit Satteldächern um die 50° entstanden, bei uns alle gleichartig weiß verputzt. Die Vorgärten unterschieden sich auch nur minimal. Und kurz darauf tauchten die Fertighäuser aus deutscher Produktion auf, wieder alles hopplahopp und billig, d.h. mit nassem Holz, das dann aufwendig chemisch behandelt werden musste (Folgen bekannt), und mit asbesthaltigen Fassadenplatten, die so aussahen wie sibirische Plattenbauten nach 30 Wintern ohne Renovierung. Alles quadratisch-praktisch-"gut" und bedenkenlos. Hauptsache es ging aufwärts. Man war froh, sich überhaupt ein Häuschen leisten zu können.

    Dass ich die Schwedenhäuser sozusagen als Beispiel für eine vergleichsweise "heile Welt" anführe, hat ja u.a. damit zu tun, dass es in Schweden keinen Krieg und deshalb auch nicht diese Brüche gegeben hatte. Man hatte die Traditionen einfach fortgesetzt und sich dabei trotzdem vor allem technisch, wirtschaftlich und sozial weiterentwickelt, so dass Schweden auf verschiedenen Gebieten stets eine Vorbildfunktion einnehmen konnte. Modernere Architektur hat sich in Schweden dagegen später als in vielen anderen Ländern durchgesetzt. Ich meine nicht als Massenphänomen, das ist sie nirgendwo, aber doch sichtbar, z.B. eben auch in den Hausprogrammen der Hersteller. Das nimmt seit wenigen Jahren stark zu. Allerdings sehe ich solche Häuser zwar viel in Prospekten, aber wenig in der Realität. Die Masse baut wie immer, ganz konventionell mit Satteldach, gerne mit einer mindestens 3 m breiten Satteldachgaube, häufig auch mit einem Erker, fast immer mit einer Eingangsveranda (ebenfalls meist mit Satteldach) mit Geländer. Und das, was wir bei Putzfassaden "Faschen" nennen, gehört immer dazu. Ebenso, dass auf Symetrien in den Ansichten geachtet wird. Das alles sind eben die Elemente, die in Deutschland nur in Vergessenheit geraten sind, die aber dem Auge wohl tun. Dass dann noch die Häuser farblich variieren, und zwar geschmackvoll (nicht knallig), und dass trotz der Dominanz der Holzfassaden (die auch unterschiedlich sein können) wohltuende Auflockerungen durch mit meist (aber nicht immer) weißem Quarzsandstein verblendete Fassaden oder ganz im Süden öfter durch Massivhäuser eher die Regel sind, in meist nicht zu großen Neubausiedlungen, das ist einfach einladend schön. Meiner Meinung würde da schon noch das eine oder andere unkonventionellere Haus gut hineinpassen, aber es ist nicht so dringend erforderlich wie in Deutschland, weil die Bebauung von vornherein nicht so öde ist.

    Was man u.a. mit Farbe machen kann, zeigt das folgende Foto einer Reihenhausbebauung in Falkenberg in Westschweden:
     
  22. #80 Ingo Nielson, 12.12.2006
    Ingo Nielson

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    ...

    ob massiv- oder holz ist (wieder einmal) völlig nebensächlich. bei uns in s-h wurden nach dem krieg alle bauweisen (stahl, holz und mauerwerk) verwendet. holz- und stahlbauten zumeist im oder gleich nach dem krieg, massivbauten zunehmend ab 1950. alle bauweisen natürlich zunächst einheitlich, später nach und nach mit varianten. das hat allerdings keine architektonischen gründe sondern zunächst einmal wirtschaftliche bzw. materialwirtschaftliche. die handwerkliche qualität aller bauweisen war der heutigen zeit mindestens ebenbürtig. die stahlbauten (nissenhütten) haben ob ihrer einfachheit natürlich nicht im wohnungswesen überlebt, bei den holz- und massivbauten sieht es schon anders aus. sie sind heute ein begehrtes kaufobjekt für junge familien, da die grundstücke meist etwas größer waren.
    am beliebstesten sind die noch im originalzustand befindlichen häuser. nachfolgend ein foto eines typischen holzhauses in schleswig-holstein von 1944.
     
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