Grundstück - Format und Ausrichtung

Diskutiere Grundstück - Format und Ausrichtung im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo, wir haben es bis unter die letzten Bewerber für ein Grundstück geschafft. Da es keines der von uns priorisierten Grundstücke in dem...

  1. #1 YvSt, 26.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2020
    YvSt

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    Hallo,

    wir haben es bis unter die letzten Bewerber für ein Grundstück geschafft. Da es keines der von uns priorisierten Grundstücke in dem Wohngebiet (3 durften angegeben werden) ist, haben wir uns anfangs nicht mit diesen Grundstücken beschäftigt.

    Wir würden uns über Anregungen, wie man das doch recht kleine Grundstück sinnvoll bebaut, freuen, um uns klar zu werden, ob das Grundstück für uns in Frage kommt, falls wir den Zuschlag erhalten. Wir sind Laien und unsere erste Idee vielleicht nicht die optimale - vielleicht hat hier jemand gute Ideen und Argumente evtl. auch für eine eher westliche Ausrichtung?

    Unsere Idee: möglichst schmal und breit, mit großen Fenstern nach SSO, Ausrichtung des Wohnraums und der Kinderzimmer zum Garten, maximal bis in den Norden gesetzt, so dass noch was vom Garten bleibt. Ist es von Vorteil (günstigerer Preis), das Dach nur aufzusetzen oder besser, den Raum unterm Dach noch zu nutzen - sei es als Schlaf-Empore für die Kinderzimmer oder für den Arbeitsbereich?

    Wie der Nachbar auf dem westlich angrenzenden Grundstück baut, ist noch offen, das Grundstück hat aber ein vergleichbares Format.

    Ausrichtung des Ausschnitts ist genordet. Zugang zum Grundstück ist im Norden über die Planstraße (6m breit, ohne Gehweg, dient nur als Zufahrt für die anliegenden ca. 15 Grundstücke), im Süden führt ein Fußweg vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite des Fußwegs bleibt bis zur Bestandsbebauung unverbaute Grünfläche.

    Grundstueck_Lage.JPG
    Das Grundstück ist 18x22m (lange Seite parallel zur Straße) = ca. 406 m² groß. Im Norden und Süden muss 2,5 m Abstand gehalten werden. Der Bebauungsplan gibt eine Bebauung mit 2 Vollgeschoßen und Satteldach mit 30-40° Neigung vor.

    Wir wollen als 4-köpfige Familie bauen (geschätzte ca. 130 - 150 m² Wohnfläche) und haben folgende Raumvorstellung:

    EG:
    - Wohnen-Kochen-Essen: möglichst offen mit großer Kochinsel, Abtrennung vom Flur möglich
    - Gästezimmer: soll wenn nötig, auch mal als Schlafzimmer genutzt werden können (mind. 12 m²), Zugang vom Flur bevorzugt
    - Gästebad: mit Dusche, dass es auch als vollwertiges Bad genutzt werden kann
    - Eingangsbereich
    OG:
    - zwei Kinderzimmer: min. 12 m², lieber 13 m²+, möglichst gleichberechtigt
    - Schlafzimmer: Platz für 2,50 m Schrank, nicht überdimensioniert
    - Bad: WC integriert oder separat, nicht überdimensioniert (aktuell haben wir 8m² ohne WC, aber mit WaMa u. Trockner)
    - Arbeitszimmer oder offener Arbeitsbereich
    UG (Keller):
    - Waschküche
    - Hobbyraum
    - Werkstatt
    - Technikraum
    Garage (zwei Stellplätze sind Pflicht und wir haben auch zwei PKWs):
    - 1 Garage
    - 1 Carport / Stellplatz

    Ich hoffe, ich habe alle nötigen Details bedacht.

    Vielen Dank im Voraus!
     
  2. Skogen

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    UG = Keller? (Technikraum?)

    vom Raumprogramm hat das ja nu wirklich jeder FH-Anbieter im Programm, der Rest ist dann persönliche Architektur und Portemonnaie... ;-)
     
    Dimeto gefällt das.
  3. #3 driver55, 27.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.10.2020
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    Das ist die größte Herausforderung.:D

    Mit breit meinst vermutlich die Länge entlang den 22 m und mit schmal die Tiefe Richtung der 18 m.
    z.B. 3 m Garage und 2,5 Abstand auf der anderen Seite ergeben max. 15,5 m Breite und 9 m Tiefe, damit noch Grün hinterm Haus vorhanden ist
    Oder doch anders?:cool:

    Ansonsten wie Skogen. Wurde schon millionenfach gebaut.
     
  4. YvSt

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    Hallo,

    @driver55: ja mit schmal und breit... vielleicht hätte ich lieber schmal und lang sagen sollen :lock... meine ich die Orientierung wie von dir beschrieben.

    Ich denke sogar noch schmaler, weil wir für die Wohnfläche ja keine 15,5 x 9 m bräuchten... eher in Richtung 12 / 13 m x 7 / 8 m.

    Ist das sinnvoll oder gibt es Argumente, die eher für ein fast quadratisches Format sprechen?

    Die Idee war, sich erst das grobe Format zu überlegen, bevor wir uns in den großen Dschungel der Grundrisse stürzen. Dass das alles schon mehrfach gebaut wurde, ist uns klar. Aber man muss ja auch mal wissen, wo man anfängt zu suchen ;-)

    Danke,

    Viele Grüße
     
  5. #5 JohnBirlo, 27.10.2020
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  6. #6 driver55, 27.10.2020
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    Ich würde nicht freiwillig Richtung „DHH-Mass“ (8-7-6 m...) gehen, wenn was anderes möglich ist.

    Je mehr das Gebäude Richtung Quadrat „wandert“ desto weniger Wandfläche bei gleicher Grund-/Wohnfläche.
    Ansonsten, der Kunde ist König.
     
  7. #7 K a t j a, 27.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.10.2020
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    Und was ist im Osten und Westen?
    Ist auch die Firstrichtung vorgegeben?

    Spontan würde ich ein eher längliches Haus planen und alle Wohnräume an die Terrasse legen.

    Lageplan.jpg

    Bei 40° Neigung ist unter dem Dach nochmal ordentlich Platz. Da ist die Frage, ob man wirklich einen Keller braucht.
     
  8. YvSt

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    So wie ich das sehe, gelten im Osten und Westen die Abstände, die in BaWü abhängig von der Gebäudehöhe gelten... Der Bebauungsplan macht dazu keine expliziten Aussagen, verweist aber auf die allgemein in BaWü geltenden Vorschriften.

    Für die Firstrichtung ist im Bebauungsplan nichts erwähnt.

    Wenn ich das richtig interpretiere, gelten hier vermutlich "in Kerngebieten, Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0,4 der
    Wandhöhe" (sonst 0,6). Bei einer Dachneigung von max. 40° gilt als anzurechnende Höhe die Traufhöhe, also hier max. 6,50 m. Minimum müssen aber 2,5 m Abstand gehalten werden.

    -> 0,4 * 6,50 m = 2,6 m

    (Worst case: falls man nicht die 0,4 nehmen darf, sondern auf den allgemeinen Wert gehen muss, wären es 0,6 -> 0,6 * 6,5 m = 3,90 m)

    @Katja: Du hast den Eingang in den Norden gelegt. Ich habe das Gefühl, dass das für die Grundrissplanung mehr Freiheiten gibt, habe aber Bedenken, dass ich dann das Gefühl habe, auf der Straße zu stehen, wenn ich meine Haustüre aufmache. Hat jemand Erfahrung mit einer Haustüre so nah an der Straße? Für jegliche Überdachung / Vorbau muss ich dann wieder den Abstand des Hauses zur Straße vergrößern?
     
  9. #9 K a t j a, 27.10.2020
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    Ich denke, eine Hauseingangsüberdachung würde als "untergeordnetes Bauteil" durchgehen und niemanden stören.
    Die Haustür wäre nah an der Straße, das stimmt. Würde mich persönlich weniger stören. Man könnte sie auch nach planlinks legen, aber dann entstehen u.U. bei dieser Hausform schnell lange Flure. Haus drehen und eine Westterrasse fände ich auch nicht so gemütlich. Da gucken alle immer auf die Terrasse.
    Bei 400m² sind die Wege nunmal kurz und die Nachbarn nah, das sollte Euch klar sein.
     
  10. #10 driver55, 27.10.2020
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    Eingang an Straße OK/KO hängt stark von der Straße ab. 5 Autos oder 5000 am Tag?
    Evtl. seitlich? D.h., Garage, dann Carport und auch dort den Eingang. Mit dem OG würde ich den Carport überbauen. Möglichkeiten gibt es viele...
     
  11. 11ant

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    Siehe Crosspost [Grundstück - Ideen und Anregungen zu Ausrichtung und B-Plan]:
    Den Meter "zu wenig" im Haus merkt man in jedem Fall schmerzhafter als er im Garten mehr Freude macht. 7x12 ist zu 8x11 etwa wie 1.71:1 gegenüber 1,38:1, d.h. Siebenzuzwölf ergibt konzeptionell ein "einachsiges" Haus (für eine grobe Vorstellung gugele man ´mal "Straßendorf" im Vergleich zu "Haufendorf") nach Art eines Ein(dach)hofes oder - wozu man m.E. mit dem Klammerbeutel gepudert sein müßte, dies freistehend zu realisieren - nach Art eines Reihenmittelhauses (zwar noch nicht "Kegelbahn", aber auch nicht meilenweit davon weg). Ohne "Not" (wie sie ein enges Baufenster darstellte) würde ich mich beim Planen nicht auf ein solches Format einengen, sondern den Grundriß erst einmal frei entwickeln.
     
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Grundstück - Format und Ausrichtung

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