Heizungsplanung für einen Neubau ->WW-Kaminofen?

Diskutiere Heizungsplanung für einen Neubau ->WW-Kaminofen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir planen einen Neubau (170m²) und die Frage nach dem richtigen Heizsystem überfordert mich ein wenig. Ich erhoffen mir hier ein paar...

  1. bruegge

    bruegge

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    Hallo,

    wir planen einen Neubau (170m²) und die Frage nach dem richtigen Heizsystem überfordert mich ein wenig.
    Ich erhoffen mir hier ein paar Anregung Tipps.

    Ausgangslage:
    170m² Neubau
    Kamin soll in den Wohnbereich (offen zum EZ und zur Küche ->gesamt 60m²; zu drei weiteren Räumen durch Türen getrennt ->alle geöffnet 100²)
    Holz bekomme ich (fast) umsonst - Arbeitsgeräte sind schon vorhanden und "Holzmachen ein Hobby.
    Bei uns ist eigentlich immer jemand zuhause.
    Ich will auf einen Gasanschluss verzichten.
    PV-Anlage würde ich gerne haben.

    Meine Idee:
    - Wasserführender Kamin im WZ (Raumleistung 3 kw, wasserseitig 7kw) ->der soll die meiste Heizlast übernehmen
    - Pufferspeicher 1000l -> Schichtspeicher mit Wärmetauscher (ist glaube ich nciht das richtige Wort) für WW
    - automatisierte Be- und Entlüftung (Absaugen über dem Kamin -> heiße Luft wird in allen Räumen verteilt ->Überhitzung des Aufstellraumes wird vermieden
    - L-WP als Notnagel wenn der Kamin es nicht schafft u. für die Übergangszeit + Sommer (gute Effiziens ->Strom von der PV Anlage nutzen...ist das möglich?)
    -> die WP soll intilligent geschaltet werden
    - immer laufen wenn die Speichertemperatur unter Level x fällt (Notreserve)
    - und immer laufen, wenn die Speichertemperatur unter Level y fällt und Sonne scheint (um im Winter an sonnenriechen Tagen den Speicher hoch zu fahren)

    Kann mir jemand Tipps geben? Bzw. auf Schwachstellen meiner Überlegung hinweisen?

    Holzvergaser + normalen Kamin + LWP + PV wäre in meinen Augen auch super, nur leider spielt da meine Frau nicht mit.. :)
     
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  3. Jan81

    Jan81

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    Wird eine Fussbodenheizung (FBH) installiert?

    Wenn der Kamin schon das WW heizen soll und 1000l Schichtspeicher gibt, warum auch nicht gleich für die FBH verwenden? Statt irgendwie zu versuchen über eine Belüftunganlage zu verteilen. Keine Ahnung ob über Belüftunganlage sowas möglich ist und ob die anderen Zimmer warm genug werden.

    Wie wäre es:
    Holzvergaser für FBH und WW + normalen Kamin + Heizstab (notbetrieb)
    und Belüftungsanlage.

    Bei einem gut gedämmten Haus sollte ein Heizstab als Notbetrieb ausreichen. Um ein paar Tage zu überbrücken wenn man krank ist usw. In meinen Augen lohnt keine LWP.

    Zu LWP und PV hier ein akueller Beitrag:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?90375-Welche-Heizung
     
  4. Baugrube

    Baugrube

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    Ei, ei, dass hört sich ziemlich teuer an! Wirtschaftlich dürfte das wenig Sinn machen. Ausserdem brauchst du einen Spezilisten der dir so eine Anlage plant, dass wird nicht der Heizungsbauer um die Ecke sein....
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Mal 2 Punkte über die man nachdenken sollte:

    1. Nicht nur an´s Heizen denken, man braucht auch WW, und zwar nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer.
    2. Wärmeverteilung über Luft funktioniert nur bedingt. Wenn dabei nur Raumluft verschoben wird, ist der Heizeffekt minimal und wird meist nicht ausreichen um die Heizlast der Räume zu decken.

    zu 1.
    Niemand wird im Sommer einen Kaminofen anheizen wollen, also muss für diese Zeit eine zweite Heizquelle für WW her. Das kann eine Solarthermieanlage sein, eine WP, aber auch ein Heizstab. Man könnte auch dezentral mit DLE arbeiten oder zentral mit einer BW-WP. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten.

    zu 2.
    das solltest du etwas präzisieren. Deine Aussage:

    lässt einiges an Interpretationsspielraum. Überlege mal was passiert, wenn Du warme/feuchte Luft in ein kaltes Schlaf- oder Badezimmer tranportierst. Abgesehen davon, dass der Energieinhalt gering ist, wird sich die Luftfeuchtigkeit in diesen kalten Räumen austoben, Kondensat ist die Folge.

    Bitte daran denkenk, spez. Wärmekapazität von Luft liegt nur bei ca. 0,35Wh/m3K. Selbst wenn Du Luft mit 10K Übertemperatur transportierst, sind das gerade mal 3,5Wh/m3. Um einen kleinen Raum mit einer Heizlast von 700W zu "heizen" müsstest Du also 200m3/h bewegen, und zwar nur für diesen einen Raum. Versuche das mal durch ein Lüftungsventil mit 10cm Durchmesser in einem Raum zu bringen, das ergibt eine Strömungsgeschwindigkeit, da fliegt Dir das Toupet weg.

    Folglich führt an einer Wasserführung nichts vorbei. Mit Wasser kannst Du die notwendigen Energiemengen verteilen, die obige Verteilung über Luft bleibt somit ein nettes Gimmick, aber ohne echten Nutzen.

    Das ist keine Herausforderung. Ob man das unbedingt mit dem Sonnenstand verknüpfen sollte, darüber könnte man diskutieren. Ich sehe darin noch keinen Sinn, denn es könnte ja sein, dass auch mal am Abend niemand Lust hat die Kiste zu schüren.
     
  6. flo79

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    Ist die Heizlast des Objektes schon bekannt? Wenn nicht erstmal rechnen lassen bevor man weitere Details der Heizung klärt!
    Eine Lüftungsanlage reduziert die Heizlast und steigert den Komfort. Schonmal gut.
    Oldenburg hat eine Auslegungstemp, von -10 Grad. Dies ist ebenfalls gut für eine Luft-WP.

    Bekommt ihr einen Keller?
     
  7. bruegge

    bruegge

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    ...da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
    Es wird eine FBH installiert werden.
    Die "Luftabsaugung" über dem Kamin war nur eine Idee um eine Überhitzung des Ausstellraumes zu vermeiden. Das eigentliche Heizen soll natürlich über die FBH geleistet werden.
    Ein Keller wird nicht gebaut.

    Ich will nicht komplett auf Holz vertrauen (wäre bei einem späteren Verkauf [der nicht geplant ist], schwerer Krankheit, oder oder oder unglücklich), daher die Wärmepumpe...welche ja auch im Sommer das Wasser erwärmt.

    Und es gibt einige Modelle von p.......c, welche im Netz gut abschneiden und nicht so extrem teuer sind.

    Der Gedanke mit dem Sonnenstand kam auf, damit ich den selbst produzierten Strom nutzen kann. Wenn der Speicher am Tag geladen wäre, wäre es doch super.
    Zur Not macht es die L-WP halt mit "normalen" vergünstigten Strom...falls keine Sonne da ist und mal niemand den Kamin anfeuern kann/will.
     
  8. flo79

    flo79

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    bruegge. Das war auch mein Gedanke. Wenn du auf eine Heizlast um die 5-6kw kommst (rechnen lassen) ginge ein sehr preiswertes Modell des von dir genannten Herstellers. Bei deinem milden Klima solltest du Top-Werte hinbekommen. Ich würde mir sogar überlegen evtl. einen Kamin oder Ofen mit entsprechender Speichermasse zu nehmen und auf den Wasseranschluß zu verzichten. So wie du schreibst hast du ziemlich offene 100qm auf der unteren Etage. Die schafft der Ofen gut und würde auch so die Luft-WP unterstützen. Vorteil du kannst auf Puffer und Verrohrung verzichten.

    PV-Anlage dazu ist natürlich nicht verkehrt.
     
  9. Barossi

    Barossi

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    Moin, moin,

    wer übernimmt das Heizen, wenn ihr im Urlaub seid? (Winter--Frost!)
    Was ist, wenn mal einer krank wird?

    Ich würde mit Holz "zuheizen" aber alleinig ist das doch sehr mutig!

    LG aus dem Norden


    Hauke
     
  10. Jan81

    Jan81

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    Also wenn TE sehr günstig ans Holz kommt, dann sollte er auch mit Holz heizen.
    Mein Stiefvater kommt auch sehr günstig ans Holz und heizt nur mit Holz. Für Notbetrieb gibt es den Heizstab. Wie oft wird man den Krank, dass man nicht mal heizen kann?
    Nur im alter wird es halt immer schwerer. In 30 Jahren kann man aber immer noch eine andere Heizung einbauen.

    Wenn man in richtung Kfw 55 Haus geht, dann kann man über LWP nachdenken. Man muss mit 170 qm erst mal 5 kw erreichen. Und diese 5 kw werden immer bei +7 Grad angeben. Bei LWP muss man sich immer die Heizleistung bei -7 Grad und weniger anschauen, da haben die oft 30-50% weniger leistung.
    Keine Ahnung um welche LWP hier jetzt geht, aber guckt doch mal ins Datenblatt.
     
  11. Jan81

    Jan81

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    30-50% war vielleicht einwenig übertrieben, aber in der Regel haben die LWP einen niedrigere Leistung bei kälteren Temperaturen.
     
  12. flo79

    flo79

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    Jan. Krank wird man vielleicht nicht so oft aber älter schon. Bei einer Auslegung von -10 Grad und mit einer KWL wird man schon sollte man schon in den Bereich um 5-6kw Heizlast kommen.

    Die LWP um die es geht leistet getestet bis -15 Grad 5kw (also die Nennleistung) und verliert gar nichts. Kälter wirds beim Themenstarter kaum werden. Preislich kostet sie vom HB um die 4.000 Euro im Netz um die 3.000 Euro.

    Ein Ofen (egal in welcher Ausführung) schafft es die untere Etage zu heizen und die WP deutlich zu entlasten.
     
  13. bruegge

    bruegge

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    Erstmal vielen Dank für eure hilfreichen Ratschläge.

    Im Moment (es ändert sich aber täglich) tendiere ich zu einer LWP + "normalen" Kamin
    Dann eventuell mit der automatisierten Be- und Entlüftung etwas "Überdruck" im Aufstellraum erzeugen lassen, dass die warme Luft rausgedrückt wird.
    ->Aufstellraum ist 60m² (halboffene Bauweise) und es gehen noch drei Türen ab (eine davon in den Flur mit Treppenhaus)....vremute das ist effektiver als das "absaugen" was ich oben mal angedacht hatte.

    So kann ich den Kamin (hoffe ich) relativ effektiv nutzen und bin trotzdem nicht abhängig von diesem.

    So spare ich mir die ganzen Leitungen + Speicher und kann viel mit Holz heizen...bin aber nicht täglich dazu gezwungen.
     
  14. stevie

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    Das Problem beim Zuheizen mit Kamin wird die Trägheit der sicherlich geplanten Fußbodenheizung und die daraus folgende Überhitzung des Aufstellraumes und der angeschlossenen Zimmer sein.
     
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  16. flo79

    flo79

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    bruegge. Find ich gut so. Außerdem sparst du noch Platz in deinem Technikraum weil du keinen Puffer brauchst. So bist du auch in der Planung des Kamins viel freier.
     
  17. #15 moderne.heizung, 16. Juli 2015
    moderne.heizung

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    Hallo,

    wenn man mit Holz ein Gebäude heizen will, müssen eine ganze Reihe von Faktoren stimmen. Aus den Angaben lese ich heraus, dass Arbeitsgerät und der körperliche Einsatz für die Bereitstellung von Scheitholz kein Problem ist. Dann sollte man sich im Klaren sein, dass mit zunehmendem Alter das Holzmachen immer beschwerlicher wird. Zu beachten ist, dass der Ofen raumluftunabhängig zu betreiben ist. Was ist, wenn einmal Urlaub angesagt ist im Winter? Wer heizt dann? Aber dennoch wenn eine Holzofen installiert wird, sollte man sich auch Gedanken über eine thermische Solaranlage machen, oder soll der Ofen auch im Sommer brennen wenn warmes Wasser benötigt wird. Es wurde ja auch schon bei R.B. gesagt. Eine Solaranlage kann in der Sommerzeit die Wärmeversorgung für Warmwasser locker übernehmen.
    Bruegge, ganz wichtiges Thema Wiederverkauf der Immobilie, wie Du selbst bereits erkannt hast. Das heißt, eigentlich ist auch wenn Jan81 der Meinung ist, - wenn Holz da ist, das auch mit Holz zu heizen ist - , das Gesamtkonzept auf eine holzunabhängige Versorgung auszulegen. Dann reicht es nicht, einen „Heizstab für den Notbetrieb“ einzuplanen. Heißt mit offenem Visier an die Sache gehen und klären, wie muss das Heizsystem aufgestellt sein (Luftwasserwärmepumpe, Gas-Brennwert, Geothermie u.a.) damit ich einen hohen Wiederverkaufswert erziele oder besser, mein Haus kein Ladenhüter wird.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
     
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Heizungsplanung für einen Neubau ->WW-Kaminofen?

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