Kontrollschacht Drainage Richtungsänderung

Diskutiere Kontrollschacht Drainage Richtungsänderung im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, Laut din wird bei jeder Richtungsänderung einer Drainage ein Kontrollschacht gefordert. Mein Erdarbeiter meinte das bräuchte...

  1. Hegi2k

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    Hallo zusammen,

    Laut din wird bei jeder Richtungsänderung einer Drainage ein Kontrollschacht gefordert.
    Mein Erdarbeiter meinte das bräuchte man nicht.
    Wie wird das in der Praxis gemacht?
     
  2. Yilmaz

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    Würde mich interessieren wie die drainage aussieht. Können Sie paar Fotos danach einstellen?

    Warum wird die drainage benötigt?
     
  3. Hegi2k

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    Die starren Rohre habe ich mir schon verlangt.
    Alle haben natürlich nur die gelben flexiblen angeboten.

    Wird benötigt weil Wasser aufgrund Tonschicht nicht versickert kann.
     

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  4. #4 Fred Astair, 17.05.2020
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    Und es wohin entwässert die Dränage und warum wird das Haus nicht dicht gebaut?
     
  5. Hegi2k

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    Der Bodengutachter hat das so vorgeschrieben.
    Es wird in den Regenwasserkanal geleitet.
    Da wir ohne Keller bauen wird die bodenplatte ja sowieso abgedichtet.
     
  6. #6 Fred Astair, 17.05.2020
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    Ohne Keller verstehe ich das Ganze erst Recht nicht.
    Liegt denn schon eine wasserrechtliche Genehmigung zur Einleitung vor?
     
  7. Hegi2k

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    Ich habe keine Ahnung.
    Der Gutachter hat es so gewollt.
    Die Wiese hat vorher dauerhaft unter Wasser gestanden.
     
  8. Hegi2k

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    Also die Argumentation des Gutachter lautet das ohne drainage drückendes Wasser vorhanden wäre. Um die abdichtung gegen drückendes Wasser zu verhindern und dadurch etwaige undichtigkeiten an den durchlässen der bodenplatte kommt die Drainage. Dann muss nach norm nur gegen nicht drückendes Wasser abgedichtet werden.
     
  9. #9 Manufact, 18.05.2020
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    @SIL, @Fabian Weber ,@BaUT :
    Ebenerdige BP und dann noch Drainage - bin verwirrt (jaa - ansonsten auch :))
     
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  10. #10 Fabian Weber, 18.05.2020
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    Und dafür dann eine fehleranfällige Drainage?

    Ich würde einfach eine WU-Bodenplatte herstellen und gut ist.
     
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  11. #11 simon84, 18.05.2020
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    Sehe ich genauso . Lieber Anorak als Regenschirm
     
  12. BaUT

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    ...und die ganze Hütte auf ein Polster (Auffüllung) stellen, so dass die Oberkante der Rohbeton-Bodenplatte mindestens 15 cm über der Wiese liegt. Hoffe das Haus steht nicht auch noch am tiefsten Punkt der Wiese!!!

    Klar kann man eine Drainage einbauen. Bodengutachter empfehlen gern sowas, haben aber zu wenig Ahnung von Bauwerksabdichtung. Letztlich muss der Planer entscheiden ob er eine Drainage einplant und die Hütte nur gegen nichtdrückendes Wasser/Bodenfeuchte abdichtet oder ob er auf eine Drainage verzichtet und stattdessen die Hütte lieber gegen stauendes Sickerwasser/drückendes Wasser abdichtet.

    Zur eigentlichen Frage: Klar kann man die Revisionsschächte an den Ecken weglassen, dann ist die Drainage aber nicht mehr revisionierbar/spülbar und du kannst sie dann evtl. in 20 Jahren erneuern. Lass dir nicht vom Handwerker in die normgerechte Planung reinquatschen. "Ham wir ja noch nie jemacht!" - ist kein brauchbares Argument, sondern kündet nur von der Ahnungslosigkeit des Sprechers. WENN DRAINAGE - DANN RICHTIG!
     
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  13. #13 Andreas Teich, 19.05.2020
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    Wenn die Bodenplatte innenseitig abgedichtet und gedämmt wird ist’s doch völlig egal, ob die unterseitig im Wasser stehen würde.
    Ganz Venedig steht seit Jahrhunderten im Wasser und das ohne Beton.

    Wenn die Bodenplatte direkt auf der Tonschicht errichtet wird und der Ton außen wieder eingefüllt und lagenweise verdichtet wird stellt dies doch schon die Abdichtung dar und gerade nicht mehr den Lastfall „drückendes Wasser“ sondern nur noch
    „Bodenfeuchtigkeirt“.

    Eine neue Bodenplatte mit Drainage zu planen verursacht unnötige Kosten bei gleichzeitig höherem Schadensrisiko.

    Frag mal nach ob dein Beton derart feuchteempfindlich ist und welche Schäden
    bei einer evt durchfeuchteten,raumseitig abgedichteten Bodenplatte entstehen könnten.

    Bei WU-Beton mit entsprechender Bewehrung kann die eh nicht durchfeuchtet werden.
     
  14. BaUT

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    Mensch Andi - was für Halbweisheiten :wow
    Wer sagt denn dass die BoPla direkt auf den Lehm betoniert werden darf und dadurch außen eine braune Abdichtung hat? Könnte mir vorstellen, dass der Statiker wegen Tragfähigkeit einen Bodenaustausch vorgeschlagen hat.
    Dichtest Du die Rohrdurchführungen (Wasser, Abwasser etc.) durch die Bodenplatte dann auch mit Lehm ab oder mit Flansch an die Innenabdichtung, wenn doch Wasser unter die BoPla läuft weil der Rohrkanal unter der Bopla mit Kies statt mit Lehm verfüllt wurde? Das sind doch alles Bastellösungen und keine ordentliche Werkplanung!

    NOCHMAL - mein dringlicher Rat an den TE:
    Schütte das Grundstück bzw. den Bauplatz mindestens so weit auf, dass deine Bodenplatte mit ihrer Oberkante mindestens 15 cm über dem höchsten anzunehmenden Wasserpegel und 15 cm über der Wiese liegt und plane das Oberflächengefälle des Geländes an allen 4 Hausseiten VOM HAUS WEG. DANN kannst du die Drainage weglassen und musst dich nur noch um eine ordentliche Sockelabdichtung an den erdberührten Stirnseiten der Bodenplatte kümmern.
     
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  15. SIL

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    Ja.

    Deswegen Drainage...

    @Manufact hier wird einiges miteinander vermengt,
    Hmmm...Wenn das ausreichend wäre...
    Unter Umständen langt dies nicht, wenn absolut keine Versickerung gegeben ist.

    Copy mal und die wasserrechtliche und " Lageplan private Entwässerung und Bemessung..." und Geländeverlauf und gibt es eine Beanspruchung W -W Wert Einteilung Statik BP Rissbreite...
    Unterspülung? Aufschwimmen? oder du brauchst ein "Riesenpolster"--Wassergrundstück ;)
    Was hat das mit Abdichtung zu tun? Hier geht es eher um Abführung von NL und und eventuell Sicker/Schichtenwasser oder Oberflächenwasser ggf vom umliegenden Gelände....
    s.o. was hat die WU Platte damit zu tun .....

    Ich schließe mich Slurmi an, so ist das nicht abschließend zu kommentieren - verwirrt :hammer:
     
  16. #16 Fabian Weber, 19.05.2020
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  17. #17 Manufact, 19.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2020
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    WO? ist denn über der OK Gelände drückendes Wasser?
    Das würde ich gerne einmal sehen (Wasser steigt nur bis OK Gelände..)

    Desweiteren:
    Sollte der Untergrund tatsächlich aus Tonen und Mergeln bestehen:
    Riesige Deponien werden mit diesem Material unten abgedichtet...

    Im Gegenteil:
    Wir hatten einmal ein Objekt mit Ton als Erdreich.
    Unsere Abdichtung erfolgte dementsprechend auf "Erdfeuchte".
    Der Kunde liess sich dann aber eine teure Entfernung des gewachsenen Bodens gegen Sand und einer Drainage aufschwatzen.
    Das Ergebnis war nach 2 Jahren: Nach einem Starkregen hatte der Kunde das erste Mal seit Baubeginn (ca. 1965) Wasser durch den Wand-Sohlen-Anschluss.
    Warum?
    Der Ton hat ziemlich gut abgedichtet, jetzt Sand:
    Das Wasser lief brav unter das Streifenfundament und kam dann von "hinten" unter dem Streifenfundament durch.
     
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  18. #18 SIL, 19.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2020
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    Nun, das alles liegt im Bereich des Möglichen - andererseits ließ ich schon Grundstücke in der Fläche drainieren, auch mit gestufter Drainage - Rigolen in Größenordnung oder Tiefendrainage....da vom TE die Angaben fehlen...hat er den Streifenfundamente... ist Boden ausgetauscht wurden.. . Es ist meist so das selbst auf Löslehmausläufern der Boden nie homogen ist und in einer Tiefe immer eine wasserführende Schicht vorhanden ist,who knows.. es gibt immer mehrere Lösungen... :winken

    Wenn ich das Foto sehe dort, könnte ich mir sogar eine Drainage unter der BP vorstellen und dann geschlossen und an den Kanal solls auch geben ;)
     
  19. #19 Fred Astair, 19.05.2020
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    Vielleicht ist es ja eine Wiese in Ostfriesland bei Ebbe? :)
     
  20. BaUT

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    Ja wenn die BoPla keine umlaufende Frostschürze zum Schutz gegen Unterlaufungen von Oberflächenwasser unter die BoPla bekommt - sondern nur die auf dem Foto erkennbare Proctorschicht - dann sollte man unbedingt eine Drainage bauen.
    SIL - hat Recht - wir brauchen mehr Infos (Schnitt durch das Gelände inkl. Höhenlage der Bodenplatte und mehr Infos aus dem Boden-GA.
     
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