Materialfrage an die Experten

Diskutiere Materialfrage an die Experten im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich wüsste gerne, mit welchem Material ich es auf dem Bild zu tun habe und ob es unbedenklich ist? Danke vorab für eure Hilfe und...

  1. #1 Tim3008, 29.04.2019
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    Hallo zusammen,

    ich wüsste gerne, mit welchem Material ich es auf dem Bild zu tun habe und ob es unbedenklich ist?
    Danke vorab für eure Hilfe und noch einen schönen Tag

    Gruß 20190428_214440.jpg 20190429_153949.jpg 20190429_153949.jpg 20190428_214440.jpg Tim
     
  2. S216

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    Irgendwas davon ist völlig unbedenklich. Ich tippe auf das Holz.
     
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  3. #3 chillig80, 29.04.2019
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    Wenn ich die Wahl hätte, was davoich essen müsste, dann würde ich lieber die Schamhaare als das Holz essen. Ist wohl aber Geschmackssache.

    Mal Spaß beiseite, da war wohl mal irgendwas mit Wasser und jetzt ist da ein Überrest von irgendwas mit Fäulnis und Verfall. Man muss da immer davon ausgehen, dass da allerlei ungesundes Zeug drin ist und darum macht man da in der Regel die Fenster sperrangelweit auf, entfert den Dreck (möglichst ohne das Gebäude in dm Bereich zu sehr zu beschädigen), macht danach alles schön sauber und dann die Fenster wieder zu. Das war jetzt aber nur die Laienversion.

    Als Angehöriger der vorschriftengläubigen Null-Risiko-Gesellschaft wirst Du jetzt erstmal Baubiologen und sonstige Fachleute damit beauftragen da unglaublich teure Untersuchungen anzustellen. Die werden dann zum Schluß kommen, dass das Zeug irgendwas mit einem Überrest von Fäulniss und Zerfall ist und da besser weg sollte. Das kann man dann natürlich noch unter Luftabschluß und schwerem Atemschutz machen, kommt darauf an was man da an potentiell tödlichem Zeug so findet.

    Dass das „unbedenklich“ ist kann dir hier aber niemand bescheinigen. Es ist auch so, schon das Anzünden einer gewöhnlichen Kerze im Wohnzimmer führt zu „bedenklichen“ Luftwerten, Du darfst dir also selbst ausmalen wie man das schwarze Zeug da heutzutage bei einer ordentlichen Analyse so einstufen wird.
     
  4. #4 simon84, 29.04.2019
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    Holz oder vielleicht auch Heraklith ? Foto ist bisschen so lala
     
  5. #5 chillig80, 29.04.2019
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    Hab auch erst gedacht HWL-Platte, aber die „Holzbrocken“ sind zu groß, bei HWL sind das nur so bandnudelartige Streifen.
     
  6. arch

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    mir fehlt so ein bischen der Größenvergleich, könnte vielleicht teile von den nudelartigen dingern sein, auch wenn Maserung und Haare dagegen sprechen. Gab es nicht mal eine Saniermethode in der Lehmputz mit holz zusammen gematscht wurde?
     
  7. #7 chillig80, 29.04.2019
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    Ich bin wirklich kein Freund davon alles was alt ist einfach kaputtzuschlagen nur weil es alt ist. Aber das da sieht für mich einfach nur nach nach irgendwas mit Verwesung aus, da würde ich also ne Ausnahme machen und es doch lieber mal auf Verdacht entfernen. Es ist mir einfach suspekt.
     
  8. #8 Tim3008, 30.04.2019
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    @chillig80 (....die erste Antwort fand ich übrigens sehr sympathisch :D) / @arch Also das Haus ist BJ 68 und hat diese Dämmung in unserer gesamten Dachgeschoss-Decke und umlaufend unter den Fenstern. Ich habe vor Jahren mal einen Teil der Wand entfernen müssen, weil sich dort der Putz löste. Das Stück war hinter der Couch und kam jetzt erst wieder zum Vorschein.

    Diese Platten unter dem Putz sind mit Plattennägeln (... diese mit den "Unterlegscheiben") befestigt. Bezüglich der Vermutung "Fäulnis und Zerfall" .....für mich sieht das aus wie Holzfasern, die mit Gips oder Putz vermengt wurden? Sowas in Richtung Hera-Platten mit Holzfaserplatten kombiniert. Diese Haare sind Fasern vom Holz, die sich lösen, wenn man einzelne Stücke herausnimmt. Meine Sorgen gehen hier halt Richtung Asbest!?

    Das Material sieht schon sehr nach Holzwolle aus, vielleicht ist das Bild etwas unscharf. Wasser dürfte da auch keine Rolle gespielt haben, da das Material egal an welchem Punkt so aussieht :D Ein anderer User hat Fotos, die meinem Material quasi 1:1 ähneln:

    Unterkonstruktion auf HWL-Platten / Sauerkrautplatten
     
  9. #9 Manufact, 30.04.2019
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    Das ist schlicht und einfach eine "Sauerkrautplatte" :
    Strohhalme mit Zement gebunden.
     
  10. #10 bauspezi 45, 30.04.2019
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    in " Zementgebundenen Holzwoll-Leichtbauplatten" ist kein Stroh darin--
     
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  11. #11 Manufact, 30.04.2019
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    ok :)
     
  12. #12 Tim3008, 30.04.2019
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    @bauspezi 45 ....also wohl ein "einfaches" Holz-Zement-Gemisch?
     
  13. SIL

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    Das sind einfach landläufig sogenannte 'Sauerkrautplatten' da ist kein Asbest drinnen, Zement gebunden und fertig, gab es bis hin zu Stein Planformaten mit Nut und Feder.
     
  14. #14 simon84, 30.04.2019
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    Die gab es auch magnesitgebunden damals (für Brandschutz). Vermutlich auch heute noch.
    Dann vielleicht etwas weniger "unbedenklich".

    Was ist eigentlich der Anlass der Frage ? Wird neu verputzt ?
     
  15. #15 Tim3008, 30.04.2019
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    @simon84 Vor Jahren hatte ich an der Stelle mal unbeholfen rumgeklopft und provisorisch ausgebessert. Ich hatte diese "offene" Stelle für relativ unkritisch gehalten, wollte aber jetzt, bevor ich es schließe doch nochmal einige Meinungen einholen, inwiefern das als kritisch zu betrachten ist, da ich mich explizit mit dieser Materie kaum auskenne.

    Ich würde diese Stelle gerne schließen, ohne mir Gedanken über das weitreichend verbaute Material machen zu müssen.
    Wie gesagt, Decken und Wände sind in der gesamten Wohnung so konstruiert. Lampen sind ja ebenfalls per Bohrung fixiert.
     
  16. #16 simon84, 30.04.2019
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    Heraklith ist früher relativ üblich gewesen als Putzträgerplatte, insbesondere im DG Bereich.

    Eine "Bedenklichkeit" sehe ich nicht, da es zu 90+% einfach nur Holz ist, ausser wie gesagt durch Feuchtigkeit, Fäule usw.

    Wenn du es genauer wissen willst müsstest du tatsächlich eine Probe entnehmen und für entsprechende Tests (welche? Asbest eher nicht!) in ein Labor einschicken.
     
  17. #17 chillig80, 30.04.2019
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    Man kann das Asbest natürlich nicht ausschließen, aber es ist doch sehr unwahrscheinlich. Asbest wurde gerne genommen um irgendwelche zementgebundenen „Hartplatten“ zu verstärken. Wer da mal irgendwann in der Vergangenheit wo Asbestfasern reingerührt hat kann dir wirklich niemand sagen, man konnte Asbestfasern nämlich einfach lose kaufen und selbst nach Gutdünken irgendwo mit einrühren, das war aber eine insgesamt eher seltene Methode. Auch bei „feinfaserigen“ Dämmstoffen aus der Zeit könnte man da wach werden, aber das sehe ich da gerade alles nicht.

    Ein klassischer „Asbestfall“ ist das jedenfalls nicht. Der TÜV-Industrieservice schafft da übeigens für bezahlbares Geld (oft unter 200€, aber die sind derzeit bisschen sehr variabel bei den Kosten, einfach anfragen) schnell Klarheit. Man muss dazu nur eine kleine Probe ordentlich in Plastik verpacken und hinschicken.
     
  18. SIL

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    Da ist kein Asbest drinne - wozu auch ..
    Weder 'Sauerkrautplatten' noch HWL als Putzträger oder Dämmung noch HWL Block 10x30x80, 15x40x100 etc sind in irgendeiner Weise im 'Register' über asbestbelastete Baustoffe enthalten.
     
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