"meine" Angebote zum Hausbau

Diskutiere "meine" Angebote zum Hausbau im Bauüberwachung, Bauleitung Forum im Bereich Rund um den Bau; bin etwas unter Zeitnot und meld mich dazu noch später (!) die meisten hier kennen die Bettina, ursprünglich wollte sie den Beitrag selber...

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  1. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    bin etwas unter Zeitnot

    und meld mich dazu noch später (!)

    die meisten hier kennen die Bettina, ursprünglich wollte sie den Beitrag selber einstellen "aber" hatte dann Probleme den Beitrag abzuschicken ... Bettina hat mich gebeten den Beitrag für sich einzustellen.

    "sorry" ich hätt´s halt sagen müssen nachdem ich den Beitrag unter meinen Namen eingestellt und auf Gast abgeändert hab ... "war" mein Fehler

    MfG
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    das ist ein so unfangreiches Thema

    das man eigentlich gar nicht weiß wie´s man bewältigen kann ... picken wir uns mal das Stichwort "schlechte Pläne = programierter Beschiss" nochmal raus ... wie ich sehe herrscht in die Punkte war was sowas wie eine Zustimmung.

    einheitliche Leistungenverzeichnisse sind doch selten die Regel ...
    meistens ob mit BT oder BU werden doch solche 1:100 Pläne mit der bitte um Angebot weitergereicht ... 100tel Pläne sind meist nicht bzw. wenn überhaupt auf die Tragwerksplanung abgestimmt ... sprich zu diesem Zeitpunkt eines Angebotes wird schon unterschieden in a.) hat der Anbieter Ahnung wird er statische Maßnahmen (stärke Decken/Unter bzw. Überzüge/Stützen, 12 Druckfestigkeit bei Mauerwerken uswusf.) in Angebot mit einfliessen lassen (müssen) ... und b.) hat der Anbieter "keine" Ahnung bzw. keine Lust wird er natürlich "ohne" irgendwelche statische Ansätze "nur" des notwendigste anbieten (!)

    In diesem Stadium erhält der Bauherr bereits 2 Angebote das eine mit statischen Lösungsansätzen und ein 0815 Angebot auf Grundlage der Planung ... das heisst das sich "hier" die redlich denkenen bereits hinsichtlich des Angebotspreises verabschiedet hab dürften.

    "gemessen" wir man eh am Angebotspreis ... da kann die liebe Bettina noch so auf die Vermittlung der Qualität des Verkaufsgespräches pochen (!)

    "nein" ich bin der Meinung bereits mit der Vorgabe trennt man schon die Spreu vom Weizen ... "nur" hat man vermutlich dann "nur" diese Spreu (!)

    "daher" bin ich der Meinung im Punkto freihändige Vergabe sollte man "alle" Anbieter gleich setzen und ein Leistungsverzeichnis mit "allen" Massen und eventl. statisch notwendigen Zusatzmaßnahmen wie Stützen/Unter- und Überzüge/stärke Decken/ ausreichend Stahl uswusf. in dieses Leistungsverzeichnisses aufnehmen.

    "wer" erstellt dieses Leistungsverzeichnis ? ... in der Regel der Architekt ... zumindest sollte es jemand machen der vom Bauen in diesem Bereich wirklich Ahnung hat und seine Schweinchen auch am Gang erkennen kann ... "gute" Leistungsverzeichnisse zeichnen sich in der Bauphase so aus daß (fast) "keine" Nachträge mehr möglich sind weil bereits im Leistungsverzeichnis der Preis zum Einheitspreis angeboten wurde ... "aber" Achtung natürlich zerlegen Unternehmer diese Leistungverzeichnisse in Sektionen ... a.) kommt zur Ausführung biete ich teuer an ... b.) kommt nicht zur Ausführung biete ich zum Schleuderpreis an ... das ganze verfälscht natürlich jedliche ehrliche Kalkulation ... "daher" muss und sollte der ersteller dieses Leistungsverzeichnis mittels Preisspiegel schon in der Lage sein beurteilen zu können wie (un)ehrlich der Bieter an dieses Leistungsverzeichnisses rangegangen ist

    Klingt kompliziert ?... ist es auch wenn man die Denke der Unternehmer nicht versteht bzw. nicht nachvollziehen kann (!)

    "fassen" wir zusammen:

    ein Angebot auf Grundlage der 100tel Pläne wo "jeder" Anbieter seine eigenen Massen zusammen schätzt ... ist "unserös" und mit anderen Anbietern "nicht" vergleichbar = Äpfel- mit Birnenvergleich (!)
    .
    eine Vergleichbarkeit von Angeboten kann "nur" über einheitlich Leistungsverzeichnisse hergestellt werden ... "ohne" wenn und "aber" ... "nur" der Ersteller des Leistungsverzeichnisses sollte schon ein gerissener Fachmann sein (!)

    "sind" wir uns in diesen Punkt einig ? ... "oder" sollen wir das noch ausführlicher erläuteren ??? ... "hier" sind auch "alle" angehende Bauherren angesprochen (!)


    MfG
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Re: Josef T. hat LEIDER Recht mit...

    "auch" auf diesen Punkt möchte ich nochmals eingehen ... "viele" auch einige meiner Kunden haben den Schritt zum eigenen Haus gewählt obwohl´s finanzell nicht gut bestellt war ... "drum" muss ich Klaus zustimmen wenn er die Finanzierbarkeit anspricht die eigentlich letztendlich dann zum Ruin führt (!)

    Blauäuig werden Angebote von diversen Hausanbietern angenommen die eigentlich schon auf Beschiss ausgerichtet sind und mit Nachträgen und Zusatzkosten wie Hausanschlüsse uswusf. den angehenden Bauherren dann letztendlich das Genick brechen (!)

    "die" ersten 200.000.-€ sind oftmals schnell finanziert ... "aber" beim nachfinanzieren (weil halt dies- und jenes noch dazukommt bzw. nicht berücksichtigt wurde) spreizen sich dann die Banken ...
    "oft" werden angehende Bauherr in diesem fortgeschrittenden Stadium dann von den Banken im Stich gelassen.

    "drum" bin ich hier der Meinung man muss auch bei der Finanzierung der Mittel einen ehrlichen Partner der sagt ob´s überhaupt möglich und auch Sinn macht zu bauen ... ansonsten haben Sie das übliche Prinzip: "ich will ein Haus ... "ja" finanzieren wir ihnen selbstverständlich" wo Sie zum Schluss dann doch im Stich gelassen werden (!)

    "glauben" Sie mir ich hab auch schon einige Bauherren in den Ruin schlittern sehn :mad: ... "und" nur deshalb weil sie zu blauäugig rangegangen sind und auf Teufel komm raus der eigene Herr im Haus sein wollten.

    MfG
     
  5. Bruno

    Bruno

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    nur so als Idee

    für dein nächstes Angebot auf der Basis von 1:100-Plänen:

    ... hat der Anbieter Ahnung wird er statische Maßnahmen (stärke Decken/Unter bzw. Überzüge/Stützen, 12 Druckfestigkeit bei Mauerwerken uswusf.) in Angebot mit einfliessen lassen (müssen)

    Führe alles, was nicht explizit in den Plänen eingezeichnet ist (Unterzüge, Ringbalken, Betonmehrstärken, druckfestes Mauerwerk, Abdichtung usw.) nur als Eventualposition auf, ohne Mengenansatz, nur Einheitspreis. Auch für den Baustahl würde ich nur einen EP angeben, Zusatz: Abrechnung nach Stahlliste des Tragwerksplaners.

    Das müsste eine super-konkurrenzfähige Endsumme ergeben. Der Bauherr wird gezwungen sein, sich mit den Einheitspreisen auseinanderzusetzen. Vergabegespräche sind vorprogrammiert. Aber auch die Konkurrenz, die nur die Hauptpositionen und nicht die Eventualpositionen drin hat, wird zum Gespräch antreten müssen. Jeder darf dann erläutern, warum er eine Zusatzleistung für notwendig hält oder nicht. Schließt sich der Bauherr der Meinung des Konkurrenten an, bleibt die Position eben unbeauftragt.

    Wenn der Bauherr einen Pauschalpreis will und z.B. sagt, die Konkurrenz hat 5 to Stahl im Angebot, dann kann man ja 5 to pauschalieren. Aber der Bauherr muss das Mengenrisiko über 5 to hinaus tragen. Dann kommt schnell auf wem er traut: der Konkurrenz oder einer Tragwerksplanung. Wenns dann im Auftragsfall 10 to werden, hat man gleich den Schuldigen: der Konkurrent wars.

    Ist der Auftrag erst mal erteilt, sitzt man auch bez. Deckenstärken, zusätzlichen Unterzügen und anderer zusätzlicher Leistungen am längeren Hebel. Einfach vor Ausführung Bedenken anmelden und nicht ausführen. Der Bauherr hat dann die Wahl, auf Gewährleistung zu verzichten oder die Mehrleistung anzuordnen und zu bezahlen. Es ist übrigens korrekt, erst nach Auftragserteilung Bedenken anzumelden. VOB/B § 4.1(4) sieht nur den "Auftragnehmer" in der Pflicht, der Bieter ist noch kein Auftragnehmer. Die Ausrede des Bauherrn, man hätte nicht richtig beraten, gilt auch nicht. Schließlich wars als Eventualposition im Angebot und der Bauherr hat sich der Meinung des Konkurrenten angeschlossen dass man die Leistung nicht braucht.

    Ich finde das Vorgehen mit Eventualpositionen, Pauschalierung exakter Mengen und Bedenkenanmeldung oberkorrekt. Oder ist das jetzt Beschiss?
     
  6. Martin K

    Martin K

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    möchtegern Bauherr ohne Bauplatz
    @Josef
    Ja natürlich, JEDER behauptet von sich das er einwandfreie arbeit
    leisten wird dann bleibt als kriterium das Geld.

    @alle
    Der Bauherr will nicht dazu gezwungen werden sich so weit in
    die Materie einarbeiten zu müssen das er entscheiden könnte
    ob er mit BU/BT oder Architekt baut! Er gibt (s)einen Haufen Kohle
    demjenigen der im am besten klar macht das er der richtige Partner
    für ihn ist.

    Die Diskussionen die hier gerade laufen /für/gegen BU/BT/Architekt)
    sind meines erachtens nicht dazu geeignet irgend jemandem
    solide Entscheidungskriterien an die Hand zu geben. Hier schreibt
    jeder was der andere schlechter macht/machen muss (auch der
    Bauherr selbst) aber nicht warum es anders besser gehen sollte/muss.

    Was mir irgendwo anders auch aufgefallen ist, ist die Geschichte
    mit dem Angebot auf LV Basis welches möglichst
    von mindestens einem Architekten haarklein erstellt wurde und
    von den ausführenden Firmen "nur noch" ausgefüllt zu werden
    braucht.
    1.) Bleibt da meines Erachtens die Erfahrung der ausführenden
    Firma auf der Strecke, er wird dann halt "nur" das anbieten was der
    Architekt vorschreibt und keine eigenen Anregungen mitbringen.
    2.) Weis ich aus meiner Branche (EDV) das diese Ausschreibungen
    manchmal so detailiert sind (mit Hersteller, Version und wasweisich)
    das ich anhand dieser Ausschreibung bereits feststellen kann
    welche Probleme die Kombination der zu verwendenden
    Teile mit sich bringt und erst gar kein Angebot abgebe.


    Gruß Martin
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "ja" Bruno

    ich glaub die Hälfte meiner Angebote werden auf Grundlage von 100tel Pläne erstellt ... wenn´s dann wenigstens brauchbare Pläne wären ... "aber" die Regel sieht so aus daß die Deckenstärken mit 16cm angegeben sind und Spannweiten bis gleich mal 5.50m die Regel sind ... und wenn ich dann noch sehe das die Tragwände in jedem Stockwerk woanderst sitzen ... dann mach ich mir schon Gedanken über die Umsetzung ... "ja" mein grösster Fehler ist es vermutlich das ich diesbegl. zu ehrlich denke und somit anbiete was ich für statisch notwendig halte :confused:

    "natürlich" bin ich auf diese Weise immer zu teuer :mad: ... "aber" erklär mal bitte Bauherren warum bei einem 3,5to. Gesamtstahl mit WW für ein EFH ausreicht und bei mir stehn 7to. im Angebot drin ... "nö" des iss schon eine verdrehte Welt ... drum sage ich solche Angebote taugen "alle" nix (!)

    @Martin

    "ja" ich weiß das ist das Hauptargument von angehenden Bauherrn ... "alle wollen nur ihr Zeug verkaufen" ... Beratung bei der Angebotserstellung wär das A- und O ... "aber" meist findet man die Pläne im Briefkasten mit nem Zettel: "machen sie uns mal ein Angebot" :confused:

    "ja" der Bauherr will ned gezwungen sein sich soweit in die Materie einzulesen ... dann sind wir wieder soweit das "wir" nur an der Zahl über´n Strich gemessen werden ... "und" genau dort
    findet man bei der Art der Angebotseinholung den grössten Beschiss ... "schau" mal die Antwort von Bruno an "wie" ich mich künftig verhalten soll ... "klingelt" es ???

    dieser Beitrag hat nix mit Architektenausschreibung bzw. Betreuung zu tun ... sondern stellt die Realität in Punkto Anbotseinholung beim Handwerker bzw. beim Bauträger dar ... bei mir werden min. ca. 50% der Angebote "so" erarbeitet bzw. hergestellt ... trauig "aber" leider wahr ... ich behaupte "nur" ein gerissener Fachmann kann solche Angebote miteinander vergleichen ... ich behaupte auch weiter daß die meisten Bauherren "hier" eigentlich gar nicht wissen daß sie sich selber dadurch keinen Gefallen tun (!)

    "zurück" zur der Geschichte mit dem Leistungsverzeichnisses ... ich stimme zu das der Ersteller dieses Leistungsverzeichnisses schon etwas mehr als Ahnung haben müsste ... der Architekt benutzt hier mitunter fertige Sirados Texte die auch rechtlich immer auf der Höhe sind ... "klar" bleibt die Erfahrung bei einer schlechten Ausschreibung auf der Strecke ... "ABER" grundsätzlich
    kann man "hier" wirklich die Spreu vom Weizen trennen "wodurch" Firmen ala "billig einsteigen und hinterher abzocken" (Stichwort: Aufpreis WW) ziehmlich ausgemustert werden ... ist des nicht auch ne nennenswerte Erfahrung ???

    z.b. Architektenausschreibung müssen so detailiert erläutert sein ... das man als Anbieter sofort versteht was gemeint ist ... man vergleiche "nur" so mal eine Architektenausschreibung für den Rohbau eines EFH ... so 70 Seiten sind des meistens ... und dann schaut man mal ein Bauunternehmerangebot auf Grundlage der 100tel an ... ich hab da schon Angebote gesehn die "nur" 2 Seiten hatten ... ich glaub den detailierter Nachweis braucht man hier nimmer anzutreten ?

    MfG
     
  8. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    *mmmh*

    ich hab mir Bruno´s Antwort nochmal in Ruhe durchgelesen ... "ja" damit wär ich auf´n Schlag vermutlich Anbieter Nummero UNO ... "aber" des bedeutet für den angehenden Bauherren das er den Angebotspreis gleich in die Tonne dreschen kann ... komischerweise hab ich erst neulich ein mit Tippex ausradiertes Angebot von einem Mitbewerber quasi als Leistungsverzeichnis bekommen in dem auch "nur" 1 Tonne Stahl enthalten war.

    "ja" Leute ich glaub da kommt auf angehende Bauherren eine ganz neue Welle zu ... ob diese Erfahrung wo man hinterher erst sagen kann was das Haus kostet gewollt ist sei mal dahin gestellt und denk jetzt ja nicht das passiert euch mit Bauträgern nicht (!) ... Stichworte: "Kanal- und Regenentwässerung, Erdarbeiten samt Entsorgungen, Lichtschächte, weisse Wannen
    und und und und und und und und und und und und ...............


    wie war das gleich nochmal ?

    "nicht immer ist das billigste Angebot auch das wirtschaftslichste" (!)


    MfG
     
  10. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    denkt bitte "nicht" des wären nur Einzelfälle

    ... Rechnung 50% höher wie das Angebot

    "aus" meiner Sicht müsste sich jeder angehende Bauherr mit diesem Tread auseinandersetzen (!)

    "ich" weiß das man mir "jetzt" gleich wieder vorwerfen wird daß man "hier" vermutlich zu sehr auf Architektenforum setzt ... "ABER" ehrlich so linke Nummern bei ner Angebotserstellung ist mir bei Architekten noch "nie" untergekommen ... "ja" ich weiß es gibt auch schwarze Schafe unter den Architekten ... "sorry" den Satz musste ich jetzt vorgreifen "weil" der vermutlich sowieso gleich wieder kommen wird ... "ABER" auch den Architektenhinweis bzw. deren Leistungsverzeichnisse konnte ich mir nicht verkneifen ... "aber" lassen wir des mal lieber und bleiben weiter bei:

    Angebotseinholung beim Handwerker bzw. Bauträger (!)
     
  11. Lebski

    Lebski Gast

    Bei Angebot nach 100er Plänen, wie wärs mit 2 Angeboten?

    1. Gemäss Plan : 60.000 €

    2. Normgerecht: 72.000 €

    Hört sich doof an, vieleicht wachen die BH so auf?

    IMHO gehört da ne andere gestzliche Regelung her. Andere Betriebe dürfen Kostenvoranschläge auch nicht unbegrenzt Überschreiten. Hier pennt Papa Staat.
     
  12. Bruno

    Bruno

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    @ Martin K:

    1.) Bleibt da meines Erachtens die Erfahrung der ausführenden Firma auf der Strecke, er wird dann halt "nur" das anbieten was der Architekt vorschreibt und keine eigenen Anregungen mitbringen.
    2.) Weis ich aus meiner Branche (EDV) das diese Ausschreibungen manchmal so detailiert sind (mit Hersteller, Version und wasweisich) das ich anhand dieser Ausschreibung bereits feststellen kann welche Probleme die Kombination der zu verwendenden
    Teile mit sich bringt und erst gar kein Angebot abgebe.


    Ich bin für strikte Trennung zwischen Planung und Ausführung, d.h. der Architekt plant, die Firma führt das Geplante aus. Wenn das in der EDV-Branche anders ist, erklärt das wohl, warum mein PC nicht in der Lage ist, 24 Stunden am Stück stabil seine Arbeit zu tun :D oder warum das Mautsystem noch nicht läuft. Ok, war Spass.

    Elektronische Komplettsysteme sind aber was anderes als eine Kombination aus Beton, Stahl und Ziegel. Das kann ich als Architekt - mit Rückgriff auf den Tragwerksplaner - schon noch stemmen. Und Firmen, die nur eine Teilleistung von wenigen Prozent eines Bauwerks ausführen, können nicht alle Zusammenhänge und Randbedingungen kennen. Ein Automobilhersteller will vom Zulieferer, der den Motor für den Fensterheber liefert, exakt das Geplante, produziert nach ISO 9001. Abweichendes ist nicht gefragt. Darum läuft das Gesamtprodukt i.d.R. länger als 24 Stunden.

    Wo es sinnvoll ist, werden auch am Bau Ideen der Ausführenden abgefragt. Das Verfahren heißt Ausschreibung mit Leistungsprogramm und bezieht sich immer auf Gesamtobjekte. Angefragt wird nur die Funktion. Gute Ideen verschaffen hier den nötigen Wettbewerbsvorteil. An den Ideen auf Bieterseite ist i.d.R. nicht nur Handwerkskunst, sondern auch Ingenieurkunst beteiligt.
     
  13. Bruno

    Bruno

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    @ Michael: Eine gesetzliche Regelung für das Angebotsverfahren wäre wirklich nicht schlecht. Vielleicht gibts die schon, das Werkvertragsrecht kennt ja den verbindlichen Kostenvoranschlag. In der Autowerkstatt oder im Elektronikfachmarkt wird er angewendet. Will ich einen solchen, muss ich aber dafür zahlen. Umkehrschluss: ein verbindliches Angebot des Bauunternehmers muss dann Geld kosten.

    Und dann gibts ja noch das geregelte Angebotsverfahren nach VOB/A.
     
  14. bauworsch

    bauworsch Gast

    Den Gedankenasatz von Bruno

    bezüglich der Angebotserstellung find ich so gar nicht schlecht..... der ist richtig gut...eben und gerade wegen dem doch überwiegenden 1:100 "Angebots-Muss".
     
  15. JDB

    JDB

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    Brunos Vorschlag ist wirklich nicht schlecht.
    "Ehrlicher Beschiss, weil der Bauherr es nicht anders wollte" würde ich dieses Angebotsniveau nennen.

    Leider funzt das bei Josef nicht :

    1. Josef bekommt gleich ein schlechtes Gewissen.

    2. Er würde sich weigern, wissend einen "Billichbau" zu erstellen, egal ob haftungsfreigestellt oder nicht.

    3. Josef will auf's Aufklären nicht verzichten: "Vielleicht ist dieser Bauherr ja einsichtig?"
     
  16. Stephan

    Stephan

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    Mann habt Ihr Probleme

    Seit doch froh, dass viele Baufirmen nach dem Weglassprinzip arbeiten und es immer wieder Bauherren gibt, die hinterther zur Erkenntnis kommen: " Hätt ich doch besser mit Josef gebaut".. :) Was will man bei vollen Auftragsbüchern mehr, was ist die beste Werbung. Es gibt genug Baufirmen, die wie Josef arbeiten, die genau sind und fair, nur leider dadurch im Angebot etwas teurer. Den guten Baufirmen wird trotzdem nicht langweilig werden, genug Bauherren wissen Kompetenz zu schätzen (hätte ich Josef früher kennengelernt und hätte er eine Niederlassung bei uns, hätte ich evtl. auch mit ihm gebaut :-).

    Die eigentliche Frage muss doch lauten: Woran misst man eine gute Baufirma. :winken

    .
    .
    .
    doch immer im Vergleich zu den schlechten :irre
     
  17. Bruno

    Bruno

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    Dass gute Firmen volle Auftragsbücher haben ist ein Trugschluss. Und reingefallene Bauherren nutzen den redlichen Firmen auch nichts mehr, nur den Gutachtern und Anwälten.

    Woran misst man eine gute Baufirma?

    Gute Frage. Die Antwort müssen die Bauherren geben. Die legen nämlich die Auswahlkriterien fest. Bin gespannt auf die Anworten.
     
  18. Marion

    Marion

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    Hier eine Bauherrenantwort:

    Da sind wir wieder dort, wo die unglückliche Pro7-Diskussion begann.

    Wie kann ein Bauherr
    1. die Auswahlkriterien festlegen,
    2. woher weiß er, dass seine Fähigkeiten dafür ausreichen, und
    3. wann er sich bei wem KnowHow einkaufen muss?

    Um ehrlich zu sein, habe ich mich schon oft gefragt, wie andere das "so machen". Selbstverständlich kann ich deren Fähigkeiten nicht beurteilen. ;)

    Viele Grüße
    Marion :)
     
  19. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Aua

    JDB´s Nagel hat aber voll getroffen :o

    Stepfan ... leider ist hinterher immer zu spät ... natürlich gibt´s genug ehrliche Handwerker ... "NUR" jetzt muss ich widersprechen ... "die" Gratler haben volle Auftragsbücher ... und die ehrlichen kämpfen sich grad so durch ... "darum" prangere ich "ja" diesen Mißstand "so" an ... natürlich leben wir von einer guter Mundpropaganda ... "nur" die anderen leben auch nicht schlecht mit dem Ruf "billig" zu sein ... "und" mal ehrlich wieviele Bauherren geben hinterher auch zu daß sie beschissen wurden ????
    .
    Leider richtig erkannt Bruno ... genau das wollte in mit der Antwort an Stepfan auch ausdrücken ... "aber" deine Frage bzgl.
    Auswahlkriterien lausche ich ebenfalls gespannt.


    MfG
     
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  21. Lebski

    Lebski Gast

    Der Verbraucher (BH) handelt nach Gewohnheit, in Ermangelung von Fachwissen. Wenn ich ein Auto kaufe, muss das Strassenverkehrtauglich sein.

    Ok, dass ist ein Sxxxa auch (selbst geixt). Aber der hat nen schlechten Ruf, also kauf ich das, was einen besseren Ruf hat, kostet eh schon genug Geld, da will ich nix falsch machen.

    Jetzt der Hausbau. Gedanke des BH: Es gibt ja Normen, also ist jedes Haus gut. Das mit dem Ruf klappt nicht so, weil:
    1. Keiner zugibt, das er eine Pfeife ist, und beim Bauen auf die Schnautze gefallen ist. Wenn er es überhaupt schon gemerkt hat! Ein Haus soll ja etwas länger als ein Auto halten! Viele Mängel treten erst spät auf, dafür extrem teuer.
    2. Er vieleich weiter weg baut, ergo keine Möglichkeit den Ruf zu erfragen...
    3. Es unübersehbare Variationen gibt.
    4. 3 Leute 4 Meinungen vertreten
    5. Geiz ist geil in aller Munde ist, da will man nicht zurückstehen
    6. Sxxxa mittlerweile auch echt gute Autos baut
    7. Es gibt ja so viel Ämter (Bauamt) und Fachleute (Statiker), was soll da gross schief gehen
    8. Da der BH eh keine Ahnung hat, kann er auch den Günstigsten nehmen (s. o.)

    Man kann das noch weiterspinnen, ist sicher nicht komplett. Die Angst, vom Architekten und dessen schlechtem Ruf, hab ich weggelassen. Manch schlechter Ruf basiert auch auf der Überlegung: Ist ja nix passiert, wofür hab ich jetzt den Architekten bezahlt?

    Ich bleib dabei: Die gesetzliche Regelung in der BRD ist falsch! Leider nicht nur bei dem Problem...
     
  22. #40 auch ein Josef, 1. Dezember 2003
    auch ein Josef

    auch ein Josef Gast

    nur ein einfacher Bauherr...

    Die Zahl unter dem Strich hat bei Vergleich der Angebote für mich gar keine so große Rolle gespielt. Alle Anbieter, die auch auf Nachfrage keine Einzelpreise ausgewiesen haben, sind von vorneherein rausgeflogen.

    Ich habe mir ganz bewußt auf Basis eines (ich höre schon die Aufschreie) selbsterstellten Planentwurfes verschiedene Realisierungsvarianten von Blockbau über Holzriegel bis Massivholzbau anbieten lassen, und dann auf dieser Basis nach intensiven Angebotsdiskussionen den Anbieter (Zimmerer) ausgewählt, mit dem ich dann in eine detaillierte Angebotsphase gegangen bin.

    Bei diesen Diskussionen + div. weiteren Recherchen habe ich ziemlich viel gelernt, und ich finde es extrem wichtig, dass man sich als Bauherr auch darauf einläßt. Eine kurze Diskussion mit einem Architekten habe ich sehr schnell abgebrochen, irgendwie hatte ich dass Gefühl, dass er mir nicht helfen konnte/wollte bzw. sich nicht in eine interaktive Diskussionsphase einlassen wollte (so die Attitüde: "Ich bin der Fachmann, und du (dummer...) Bauherr hast dich gefälligst auf mich zu verlassen"). Wahrscheinlich hatte ich beim Finden brauchbarer Handwerker mehr Glück als beim Finden eines passenden Architekten.

    Die endgültige Mengenermittlung und Detailplanung haben der Zimmerer und ich dann bereits gemeinsam gemacht, die Heiztechnikberechnung ist ebenfalls "interaktiv" mit Zimmerer und Installateur entstanden. Durch die immer erfolgte Ausweisung von Einzelpreisen konnte ich auch immer recht gut mit div. Listenpreisen oder anderen Angebotspreisen vergleichen. Und der ausgewählte Anbieter war in kaum einer Position der billigste, aber konnte in jeder Phase glaubhaft machen, dass Material und Ausführung hier zu meinem Qualitätsanspruch paßt. Schlußendlich ist es mir gar nicht so wichtig, in Anbetracht des Gesamtvolumes dort und da ein paar Euro zu sparen, wenns dann zu Lasten der Qualität geht.

    Die ganze Phase vom ersten Entwurf bis zum Baubeginn hat 10 (für mich sehr intensive) Monate gedauert, der Bau bis jetzt (Haus außen fertig) keine 1 1/2 Monate (jetzt ist Winterpause, Ende Jänner gehts weiter). Vor Baubeginn war auch schon alles bis zur letzten Steckdose hinunter geplant. Bisher hat´s keine Überraschungen gegeben. Ich bin bei allen Gewerken bei Handwerkern gelandet, bei denen ich so etwas wie "Handwerkerehre" bemerkt habe, und wo keine Verkäufer am Werk waren. Ein paar Bonitätsauskünfte habe ich dann allerdings schon eingeholt...

    Warum ich so vorgehe? Ich bin es in meinem Beruf gewohnt bin, komplexe Projekte (halt in der EDV-Welt) zu realisieren, wo ich oft bei Projektbeginn außer einer groben Idee nur wenig Ahnung von der Sache an sich habe und den Lösungsweg häufig im Zuge von Angebotsdiskussionen finden kann.

    .. sollte ein Ansporn für alle "ehrlichen" Anbieter sein, der Preis ist zumindest bei mir nicht alles und "lästige" Bauherren sind dann vielleicht die zufriedensten Kunden; meine Eigenleistung steckt hauptsächlich in der Planung, bei der Ausführung pfusche ich selbst lieber nicht hinein, außer dass ich regelmäßig auf der Baustelle bin und mir so manches Detail einfach erklären lasse...

    .. auch ein Josef (Holzhausbauer und Ösi....)
     
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