MRH-Sanierung (Fragen + Schwerpunkt Heizung/Dämmung/Fenster/Förderung)

Diskutiere MRH-Sanierung (Fragen + Schwerpunkt Heizung/Dämmung/Fenster/Förderung) im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Moin aus Hamburg, ich habe dieses Forum ersucht, nachdem ich mir jetzt so enorm viel Input aneignen musste, um überhaupt als Laie durchsteigen...

  1. #1 thmsN, 26.10.2021
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2021
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    Moin aus Hamburg,


    ich habe dieses Forum ersucht, nachdem ich mir jetzt so enorm viel Input aneignen musste, um überhaupt als Laie durchsteigen zu können. Hierbei habe ich allerdings noch viele Fragen, die hoffentlich mehr oder weniger von dem einen oder anderen hier beantwortet werden können. Wir haben uns ein Mittelreihenhaus gekauft und möchten dieses nun energetisch aber nicht sinnlos sanieren. Folgende Eckdaten vorweg.


    • Haus wurde 1971 erbaut und seitdem nicht gedämmt
    • Rotklinkerfassade zu der ich noch keine detaillierte Auskunft geben kann (Schlüsselübergabe am 01.12.21)
    • Ölheizung aus dem Jahre 1992, muss per Gesetz bis 2022 raus oder erneuert werden
    • Fenster ebenfalls von 1971, stabile Holzfenster die regelmäßig gewartet und gut behandelt worden sind
    • Warmwasserbereitung erfolgt über Durchlauferhitzer
    • Fußbodenheizung wird über die komplette Wohnfläche von 100qm verlegt, darüber wird ein Klick-Vinyl verlegt
    • Dachgeschoss soll innerhalb der nächsten Jahre für weiteren Nachwuchs ausgebaut werden, es befindet sich keine Leitung nach oben, somit wäre eine Heizunglösung für das DG erforderlich
    • Aktuell auf der Suche nach einem fähigen Energieberater, da unser Budget nach Kauf sehr begrenzt ist und wir die BEG-Förderung benötigen und alles mehr oder weniger mit einem KFW-Kredit koppeln möchten

    Darauf ergeben sich folgende letzte Fragen für mich. Wir werden uns eine Fassadendämmung momentan schwer leisten können, diesen Kostenfaktor sehe ich momentan auch bei nur 2 Außenwänden als sehr hoch ein. Macht es dann aufgrund der fehlenden Dämmung überhaupt Sinn neue Fenster zu verbauen im Hinblick auf Schimmel/Pilz etc.? Eine zusätzliche Belüftung bzw. ein Belüftungsplan generell soll Abhilfe schaffen, aber kann man sich pauschal blind darauf verlassen?


    Faktor 2 wäre die Heizung. Ein Umbau der Warmwasseraufbereitung würde ich als teuer vermuten, sehe ich das richtig? Aus diesem Grund bevorzugen wir aktuell eine Gas-Hybridheizung oder eine Wärmepumpe (Luft). Könnt ihr mir hierbei einen Ratschlag geben auch im Hinblick auf die Warmwasserversorgung? Definitiv steht fest, das ich eine PV-Anlage verbauen werde. Habe mich diesbezüglich schon reingefuchst und vieles berechnet. Auf das Satteldach mit Südwestausrichtung würde eine 5,5kw-Peak-Anlage passen, zwischen 4500 und 5000kw Jahresertrag wäre somit denkbar. Die Anlage + Speicher würden 12800€ kosten. Ich sehe den Speicher bei der aktuell sehr niedrigen Einspeisevergütung und unserem Stromkonsum als sehr sinnvoll an, könnt ihr dies bestätigen?


    Thema Dachgeschoss. Macht es Sinn eine Infrarotheizung zu verbauen um einen Umbau zu umgehen? Mit welchen Kosten dürfe ich rechnen, wenn ich die zukünftige Heizung bis ins DG ziehen muss? Nach dem Ausbau wird ein 20qm großer Raum verbleiben.


    Fazit: Wir sind bei aktueller Finanzierung in der Lage nach Abzug der Förderungen 20.000€ von der KFW zu beziehen, 10.000€ bleiben aus eigenen Mitteln. Das Ziel ist definitiv möglichst viele der Förderungen auszuschöpfen, da wir innerhalb der nächsten Jahre sowieso nicht um die Sanierungsmaßnahmen herumkommen, somit lässt sich abschließend bares Geld sparen. Hierzu fehlt uns ein vernünftiger Energieberater, der uns mittlerweile noch nicht begegnet ist. Bis dato waren dies zumeist frischgebackene Umweltstudienabsolventen oder Architekten die gefühlt keine Ahnung vom Altbau haben. Eventuell jemand aus dem Raum Hamburg eine gute Adresse parat?


    Besten Dank für alle Antworten,


    Grüße,
    Thomas.
     
  2. flokra

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    du hast dich ja offenbar schon mit der materie auseinandergesetzt, der nächste schritt wäre, einen energieberater mit ins boot zu holen - den brauchst du eh. pv und wärmepumpe gehen gut zusammen. gas finde ich sch..... und der despot putin profitiert davon. e-strahlungsheizung würde auch gut dazu passen, ebenso die ww-aufbereitung.
     
  3. thmsN

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    Erst einmal Danke für die Rückmeldung, habe nicht mehr mit Antwort gerechnet.

    Es ist mittlerweile ein wenig Zeit vergangen und ich habe heute einen Energieberater gefunden. Termin ist leider erst Mitte Januar, weil alle Termine belegt sind.

    Wir sind auf den KFW-Kredit angewiesen, daher habe ich nun auch in Erfahrung gebracht, dass eine Photovoltaik leider nicht gefördert wird, somit bleibt die Pelletheizung meiner Meinung nach als einzige sinnvolle Lösung übrig. Die Wärmepumpe und dessen Stromverbrauch frisst uns ohne PV die Haare vom Kopf, leider. Zudem ist das Haus nicht gedämmt und auch das wird realistisch erst zu einem späteren Zeitpunkt passieren. Habe aber auch schon in Erfahrung gebracht, dass man die Pelletheizung mit einer Lösung auf FB-Heizung gut anpassen kann.

    So wie es momentan aussieht wird die weitere Förderung dann eher für den Dachausbau verwendet so dass wir am Ende bei unserem Maximum von 30.000€ nach Förderung landen.
     
  4. #4 nordanney, 01.11.2021
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    Wo steht das?
    Tauschen.
    Sehr löblich.
    Ja. Schimmel kommt nur, wenn falsch gelüftet und geheizt wird. Neue Fenster machen das Haus nämlich richtig dicht.
    Grundsätzlich schon, wenn vernünftig geplant. Sofern es am Budget hapert, Fensterfalzlüfter nehmen = Zwangsbelüftung recht ungeregelt ohne WRG.
    Würde die Durchlauferhitzer lassen. Machen warmes Wasser, wenn man es benötigt.
    WP macht Sinn, da RMH. Kellerdecke, die einfach in EL gedämmt werden könnte? Ansonsten noch das DG dämmen. Gut ausgelegt mit engen Schleifen, hohem Durchfluss = niedriger Vorlauftemperatur passt eine WP gut dazu. Auch ohne Fassadendämmung.
    Wenn Ihr doch eh eine FBH überall einbaut, ist es doch kein Problem, die auch noch oben zu ziehen.
    Warum?
    Warum? Frisst die Pelletheizung und deren Pelletverbrauch Euch etwas nicht die Haare vom Kopf? Ach ja Pellet - also habt Ihr einen Keller (s.o.).
    Das geht mit jeder Heizung, sogar mit Eurem Öler.

    ICH würde in Absprache mit dem Energieberater die Fenster erneuern, DG und Kellerdecke dämmen. Dann eine FBH verlegen, die auf eine möglichst niedrige Temperatur geht (da könnten vielleicht schon 35-40 Grad im VL reichen). Heizungserzeuger WP + Warmwasser mit DLH.
     
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  5. thmsN

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    Ich habe mich diesbezüglich missverständlich ausgedrückt. Die Heizung wird 30 Jahre alt und müsste bis 2022 ausgetauscht werden. Da die Verbrenner sicherlich auch weiterhin im Zuge des Umweltschutzes zermürbt werden und die Preise für fossile Brennstoffe anziehen werden durch z.B. Steuern sehe ich da Handlungsbedarf das sinkende Schiff zu verlassen. Dazu aktuelle Förderung und die Anbindung an KfW-Darlehen sehe ich da leider keine andere Option.

     
  6. #6 simon84, 02.11.2021
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    hast du die Vorschrift dazu exakt gelesen und verstanden ? Es wäre äußerst ungewöhnlich wenn eine Heizung Baujahr 1992 keine NT unterstützt (Anzeichen ist unter anderem eine vorhandene außen Temperatur Regelung)

    Dann musst du da nach 30 Jahren exakt gar nix erneuern
     
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  7. #7 nordanney, 02.11.2021
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    4.000 kWh Strom für die WP bei einer Arbeitszahl von 3,5 sind 14.000kWh Heizenergie. Das entspricht knapp 3 Tonnen Pellets. Strom mit 28 Cent sind 1.100 p.a., Pellets aktuell um 900€ - da hast Du grob richtig gerechnet. Kannst du mit WP Strom günstiger fahren (zweiter Zähler nötig) schrumpft die Differenz. Erreichst Du ein wenig bessere Effizienz bei der WP, landest Du am Ende gleich. Hast Dann aber keinen Dreck im Keller und auch freie Kellerräume.

    Ich persönliche würde eine Panasonic Aquarea verbauen. Einen Monoblock. Liegt aber daran, dass ich die Geräte mag und auch selbst verbaue. Also eine LWWP, Bohrung mit Sole-WP ist m.E. für Euch zu teuer. Davon abgesehen sind die Geräte nicht per se Lärmschleudern.

    Insgesamt preislich im Moment abzuschätzen ist schwierig. Drücken kannst Du ihn auf jeden Fall durch EL - z.B. Kellerdecke dämmen oder alten Estrich rausmachen.

    Sprich erst mit dem Energieberater. Vielleicht lässt es sich ja auch mit einem individuellen Sanierungsfahrplan umsetzen. Könntest z.B. die Ölheizung laufen lassen (sofern Brennwert/Niedertemperatur) Hab bei einer Mieterin auch einen Öler laufen aus 1990. Geht alles.
     
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  8. #8 flokra, 02.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.11.2021
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    eine pv-anlage ist eine sinnvolle investition, insbesondere bei einsatz einer wärmepumpe. wenn es da keine förderung durch die kfw-bank gibt (wundert mich, nochmal nachhaken, bzw. andere töpfe checken), dann frag deine hausbank. wenn du einen vom energieberater ausgearbeiteten plan hast - etwa so, wie von nordanney skizziert - dann wird sie dir die pv-anlage wahrscheinlich voll finanzieren. wir haben kürzlich für ein objekt mit hohem strombedarf (arztpraxis) eine 10-kw-anlage mit 5 kwh-speicher (gefördert) mit vollfinanzierung der hausbank errichten lassen. unterm strich gleicht die einsparung an gekauftem strom die belastung durch den kredit wieder aus - da sind rechnerisch sogar ca. 30 € / monat über.
     
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  9. #9 meisterLars, 02.11.2021
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    Die Pelletpreise werden in nächster Zeit ziemlich sicher auch ansteigen, nachdem etliche Sägewerke auf Grund des Holzexports nach China kaum noch Rohmaterial bekommen.

    Zum Thema IR-Heizung: Wir haben in meiner Firma im Büro, im Sozialraum und im Bad ne IR-Wandheizung (Und im HAR, dort aber nur als Frostwächter). Die laufen absolut zuverlässig. Größter Vorteil, zumindest in unserm Fall: keine Heizung erforderlich, Warmwasser, was wir kaum brauchen, wird über DLE betrieben.
     
  10. thmsN

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    Ich habe mich diesbezüglich jetzt konkret belesen und muss dir zustimmen. NT-Unterstützung ist gegeben, werde das mal mit der Energieberaterin bequatschen. Durch die vielen Kommentare aktuell finde ich allerdings den zusätzlichen Platz indem der Öltank schwindet recht gut.
     
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  11. #11 thmsN, 02.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.11.2021
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    Das mit dem zusätzlichen Zähler war mir nicht bekannt, besten Dank für die Info. Meine Rechnungen waren bisher alle Pi-mal-Daumen und die vielen verschiedenen Optionen waren als Laie verwirrend. Ich bin schon gefühlt auf jeden Neuen Zug aufgesprungen, versuche das gerade in den Griff zu kriegen und dabei helfen die vielen Kommentare hier ungemein. Habe mich nun für einen individuellen Plan bei der Energieberatung entschieden (900€) und der EB heute alle Grundrisse etc. zukommen lassen, denke sie wird da ein wenig werkeln bevor wir im Januar einmal das Haus begehen.

    WP wäre top aufgrund des Platzes den wir gewinnen, mit den Stromkosten bin ich jetzt beruhigter. Zwangsläufig möchte ich mir in den nächsten Jahren eine PV-Anlage aufs Dach setzen inklusive Speicher, ich möchte mehr Autarkie erreichen um auf lange Sicht Betriebskosten zu verringern.
     
  12. thmsN

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    Da bin ich voll bei dir und ich habe vor mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Habe das auch schon bei der EB erwähnt, sie hat darauf verwiesen, dass wir eventuell nochmal das Dach checken müssen, damit die Anlage nicht im nachhinein wieder kurzzeitig vom Netz muss. Habe mir tatsächlich auch schon ein Angebot für die 5,5kw-Peak eingeholt, wäre bei 12.800€ mit Speicher. Ich muss da nochmal tief in mich gehen und schauen was sich machen lässt, das Darlehen kann nach Förderung bei uns 30-35.000€ betragen, damit uns die Kreditgesamtrate noch vernünftig leben lässt, vielleicht ist bei der Sanierung etwas übrig das wir dann in die PV investieren können.
     
  13. thmsN

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    Ich bin mir noch unschlüssig, was ich für den Dachboden verwenden werde. Die IR-Heizung wäre sicherlich optimal, da nach Ausbau ca. 20qm Wohnfläche bleiben. Wenn dazu noch eine PV-Anlage auf dem Dach wäre, hätte ich noch effektiv 1000kw dafür übrig, wenn die Anlage bis zu 5000kw abwirft. Man darf sicherlich auch nicht unterschätzen, dass auf 2 Etagen FB-Heizung verlegt wird, die Wärme strömt ja immerhin nach oben und wird das Dach ebenfalls mit Wärme versorgen. Dadurch könnte man die IR-Heizung phasenweise dazuschalten.
     
  14. #14 simon84, 02.11.2021
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    Bei einer pelletsheizung ohne weitere Maßnahmen brauchst du entweder ca den doppelten Platz der Öltanks oder du musst 2x pro Jahr tanken. Beides nicht ideal (habe selber pellets).

    kann man den neu entstandenen Platz denn auch wirklich tatsächlich anderweitig nutzen ?

    Büro in einem ehemaligen Öltank Raum Stelle ich mir auch nicht so super schön vor :)
     
  15. #15 nordanney, 02.11.2021
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    Vergiss bitte nicht, dass die PV Anlage im Winter wenig und nachts gar keinen Ertrag bringt. Mach einfach die 20qm auch mit FBH.
     
  16. #16 Sergius, 03.11.2021
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    Moin zurück

    Ist erstmal kein Nachteil. Es wurde mehr Häuser durch Sanierungen zerstört aus im 2WK wegbombardiert.

    Eine Klinkerfassade ist (meinermeinungnach) die Hochwertigste Fassade mit den Niedrigsten Instandhaltungskosten. Hinzukommt dass der Ziegel eine sehr gute Speicherfähigkeit der Solaren Energie besitzt. Diese wird oft unterschätzt kann aber mit dem U-(Effektiv)Wert und je nach Ausrichtung mit einbezogen werden. Die Solaren ertrage werden unterschiedlich angenommen. Mir sind werte von 60-90W/m² bekannt.

    Ja, Wo steht das? Abgekürzt nirgends. Lass dich nicht verrückt machen und stell die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund! Dann hast du auch mehr Optionen. Wichtig ist erstmal den Verbrauch zu kennen. bei 18l/m² Jahresölverbrauch bist du schon mal im Bundesdurchschnitt. Jede Maßnahme muss sich daran messen ob Sie wirtschaftlich ist oder nicht.

    Fenster inordnung: Wirtschaftlichkeitsgebot? Rechnet sich ein Wechsel?
    2- oder 3-fach-Verglasung

    Ist erstmal kein Nachteil. Die Technik ist einfach und Zuverlässig. Legionellen, kein Thema. Der Energieaufwand lässt sich mit nem Zwischenzähler erfassen. Kein Speicher notwendig.

    Da geht es schon an die Umbaumaßnahmen, Richtig? Fusbodenheizungssysteme sind Träge, die Niedrige Vorlauftemperatur passt nicht zum Ölbrenner. Wenn ein Wechsel angedacht wird dann wird auch das Brauchwasser umgestellt auf Zentralheizung. Lohnt sich das? Wirtschaftlichkeitsgebot?
    Nebenbemerk Bodenbelag: Einen Schwimmend verlegten Fußbodenbelag auf einer Fußbodenheizung ist suboptimal.

    Da ist die Generelle frage nach dem bestand. Wie wird jetzt die Wärme verteilt? Vielleicht hast du ja schon ein sehr gutes System, bis dir dessen aber nicht bewusst. Klinkerfassade ist erstmal Hochwertig, da lässt sich vermuten dass der Rest ebenso ausgeführt ist.

    Gerade geringes Budget und Sanierung erfordern eine Umsichtige Planung. Ich denke mal Ihr brauch einen Planer der den Bedarf erfassen kann und Möglichkeiten anbietet. Und da liegt auch der Hund begraben. Die Architekten werden nach Umbauvolumen bezahlt und nicht nach dem Erfolg der Maßnahme. Sprich: Je teurer der Umbau desto mehr Honorar und das gleiche gilt für den Energieberater. Eine Wirklich unabhängige Wirtschaftlichkeitsberechnung findet man selten. Achte beim Energieberater dass er mit dem U-Effektivwert rechnet und nicht mit dem U-Wert. Am besten du ermittelst die Heizkosten selbst aus den vorjahresrechnungen des Heizöllieferantes und kannst sie mit dem Energieausweis abgleichen (Erfahrungsgemäß ist der Energieausweis zigfach höher als der Tatsächliche Verbrauch). Auch wenn diese nicht vorliegen kannst du rumtelefonieren bei den Zulieferern und nachfragen. Die müssen die Rechnungen für 8Jahre aufbewahren.

    Thema Energetische Sanierung. Bitte hole dir einen Fachmann der über den Einzelfall berät. Das Komplexeste Thema überhaupt und das meiste ist Glaube.

    Thema Haustechnik. Sofort an Heizungsumbau denken ohne den Verbrauch zu kennen? Ich weiß nicht. Wir heizen im 7Fam Haus mit Öl und sind sehr zufrieden mit dem Verbrauch und der Technik.

    Dachgeschoss umbau gehört mit in die Gesamtbewertung. Aus der ferne ist es denkbar mit Heizplatten zu heizen aber vielleicht lässt sich der Dachgeschoss im Umbau unterbringen....

    Ob das wirklich so ist, zeigt nur eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

    Viel Erfolg :-)
     
  17. #17 Sergius, 03.11.2021
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    Nachtrag zur PV-Anlage. Bin kein Fachmann in der Richtung und bin Zwiegespalten was die PV-Anlage angeht. Auf der einen Seite kann ich mir Durchaus eine PV-Anlage für die Eigennutzung vorstellen. Da gibt es einen Blog drüber. Der Typ hat einen eigenen Solarspeicher zusammengebaut aus den 18650er Li-Ionen Batterien und die Anlage ist schon seit Jahren in Betrieb und deckt den Gesamtverbrauch mit E-Auto ab. Die Einspeisung macht dich abhängig und die Auflagen wären mir zu blöde. An Förderungen denke ich sowieso nicht, liegt wohl daran dass ich mit Subventionen keine guten Erfahrungen gemacht habe. Die Wärmepumpe ist mit Vorsicht zu genießen. Ein Bauvorhaben von meinem damaligen Chef vor 10Jahren hat mir die Augen etwas geöffnet. Der Bauherr hat an alle Peripheriegeräte und an die Wärmepumpe einen Zwischenzähler einbauen lassen und den Faktor 3,5KW Wärme aus 1KW Strohm einfach mal mit 1KW Strohm auf 1KW Wärme nachgewiesen. Keiner der Fachplaner hat die Verantwortung dafür übernommen und der Rechtsweg wart zu aufwändig. Zu denken gibt mir das heute noch.

    Hier der Blog über die eigenbau Powerwall
    Eigenbau Powerwall aus 18650 Akkus - Photovoltaik - Elektroauto Forum
     
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    Mit der Wirtschaftlichkeit bin ich voll bei dir. Es wird definitiv ein zäher Akt mit dem Energieberater, die möchten einem ja grundsätzlich auch gerne viel aufschwatzen. Zum Thema Ölheizung, wir haben uns bewusst gegen eine Ölheizung entschieden und sehen die aktuelle Förderung als Kirsche auf der Torte und nehmen diese gerne entgegen. Wir sehen dieses Haus als Langzeitprojekt und schauen diesbezüglich in die weiteren 10-20 Jahre und möchten in den kommenden Jahren nicht von maßlos überteuerten fossilen Brennstoffen abhängig sein. Die Regierung und unsere Gesellschaft wird immer grüner, was die Regierung diesbezüglich durchdrücken möchte ist früher oder später dann auch Realität. Der Faktor mit der Fußbodenheizung passt primär auch gut in das neue Heizkonzept rein. Generell zum Thema Fußbodenheizung: wir haben 2 Hausstauballergiker im Haushalt und möchten das Klima einer FBH nicht mehr missen. Mit den Kindern spielt sich vieles auf dem Fußboden ab, wir laufen liebend gerne Barfuß rum und genießen diese Form der Beheizung, da fließt viel persönliches mit ein. Sicherlich kann man das mit einer Ölheizung anpassen und aufrecht erhalten aber siehe Erklärung oben.


    Der Fenster-Faktor rechnet sich bei uns mit am meisten. Ich habe ein Familienmitglied in Polen, welcher uns die Fenster pauschal 50% günstiger liefert und verbaut. Dazu 20% durch die KFW, der Wechsel muss dementsprechend nur durch die Energieberatung berechnet und abgesegnet werden damit die Fassadenproblematik nicht entsteht. Ebenfalls ist dieser Faktor dann auf lange Zeit nicht mehr auf meiner Liste von Dingen die gemacht werden müssen.

    Die Durchlauferhitzer bleiben definitiv, werden durch aktuelle und effizientere Modelle ersetzt. Wir sind mittlerweile an dem Standpunkt eine PV ohne Speicher einrichten zu wollen, schieben das aber erstmal ein paar wenige Jahre auf. Durch die PV wird man dann den gewöhnlichen Stromverbrauch ein wenig drosseln können.

    Wie kommst du auf die These mit dem schwimmenden Belag bei FBH? Wir werden ein Klick-Vinyl verlegen, mehrere Handwerker haben diesbezüglich keine Bedenken geäußert.

    Das Haus und die Fassade, als auch Zustände der Decken im Keller etc. pp. sind ausgezeichnet und optimal gepflegt. Die Außendämmung wäre sicherlich eines der letzten Dinge die gemacht werden müssen rein von der Qualität des Baus. Da muss man rechnen lassen was wirklich notwendig ist. Aktuell hat das Haus recht kleine und ziemlich alte Heizkörper, diese zu wechseln wäre sicherlich die wirtschaftlichste Lösung. Wir möchten allerdings nicht auf die FBH verzichten.

    Besten Dank für die Tipps, sind notiert. Die Energieberaterin ist Bauingenieurin soweit ich das ermitteln konnte, ich hoffe sie macht einen guten Job. Der Vorteil dabei, ich bin bei einem Unternehmen gelandet, dass ein komplettes Team mit vielen verschiedenen Bereichen bietet, die sich untereinander abstimmen. Werde definitiv Updates hier reinstellen.

    Dachausbau inklusive Dämmung erfolgt ebenfalls über einen Freund für 5000€. Ich habe das Glück viele wertvolle Kontakte zu haben. Auch in diesem Geschoss haben wir uns jetzt für eine FBH entschieden, wenn wir es in beiden Geschossen anfangen, dann wollen wir es oben beibehalten.
     
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  19. thmsN

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    In einem Büro wäre das Gehirn sicherlich gut geschmiert durch den Ölduft in der Luft. Geplant ist ein Vorratsraum inklusive Ablagemöglichkeit und Kühlschrank.

    Uns fehlt ein wenig Platz zum lagern, das wäre super ein wenig Raum zu gewinnen.
     
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  20. SvenvH

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    Nach Aktuellem Stand sollte man eine PV Anlage ohne Speicher nur noch im Betracht ziehen wenn man einen grünen Daumen hat. Das was man im Netz so findet sind eher Milchmädchenrechnungen. Mit dem Spargedanken an die Sache ran zu gehen kann sehr enttäuschend sein sobald einen die Realität einholt.
     
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