My home is my castle- Das krisensichere Haus

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  1. #1 nachttrac, 19.04.2012
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    Beim stöbern im Netz bin ich auf allerlei Seiten gestoßen in denen das Thema Finanzkrise, worst case, black out, etc behandelt wird. Ich hab mir überlegt wie denn ein Haus hinsichtlich Krisenbeständigkeit optimiert bzw. geplant werden kann. Frage an Architekten: Hat ein Bauherr schon mal das Thema angesprochen?
    Was nach meinen Überlegungen nützlich wäre:

    - Eigener Brunnen im Garten, manuell nutzbar
    - Nutzgarten
    - Holzherd zum kochen/ heizen
    - keine elektrische Rollläden
    - wenig Einbruchsmöglichkeiten d.h. keine riesen Glasflächen (die müsste man auch provisorisch abdichten können)
    - Evtl Einspeisemöglichkeit für Notstrom
    - grosse Badewanne als Wasserspeicher
    - kühler Vorratsraum außer Haus
    - Umgebung rundum einsehbar, das sich niemand gefährlich nahe anschleichen kann
    - Wände die mit handelsüblichen Projektilen nicht zu penetrieren sind
    - ...

    Fällt Euch noch was ein?
    Manche mögen es für lächerlich halten, aber es gibt ganze Industriezweige die sich mit dem Thema beschäftigen (und davon leben). Ich finde 2 Wochen sollte man ohne Strom/Wasser im Winter durchhalten können.
     
  2. #2 Gast036816, 19.04.2012
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    so etwas ähnliches gab es doch schon einmal - im mittelalterlichen burgenbau.
     
  3. #3 nachttrac, 19.04.2012
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    Da gabs aber noch keine EnEV
     
  4. Neutal

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    Ganz unzweckmäßig finde ich diese Gedanken nicht.
    Wir wohnen auf dem Land. Wie schnell passiert es das man eingeschneit ist oder von der Stromversorgung abgeschnitten wird. Stromeinspeisung über ein Agregat halte ich für Sinnvoll, ebenso die Möglichkeit mit Holz zu heizen und zu kochen.
    Momentan gibt es doch wieder vermehrt Krisenherde in aller Welt und auch die Umweltkatastrophen wie Sturm Hochwasser etc nehmen gefühlt zu.
    Nur möchte ich auch kein Endzeitszenario heraufbeschwören, mit Atombunker usw....
    Die Ansätze halte ich aber für sinnvoll
     
  5. #5 Jessi75, 19.04.2012
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    Hallo,

    lächerlich finde ich die Überlegungen nicht. Aber umsetzbar irgendwo auch nicht so richtig. Zum einen mangelt es doch oft am Platzangebot. Wo soll auf einem 300 qm Grundstück der Nutzgarten untergebracht werden? Außerdem wissen doch viele (und da schließe ich mich und ganz mutig mal meine Generation mit ein) überhaupt nicht, wie das alles funktioniert. Ich bin in einem Land geboren, wo dieses Leben üblich war. Fließend Wasser gab es nicht, Strom nur manchmal, Toilette war im Hof. Meine Eltern und Großeltern haben Landwirtschaft gehabt, Fleisch gab es von den eigenen Tieren, das Schwein wurde im Herbst geschlachtet und das Fleisch musste haltbar gemacht werden. Eier wurden im Sommer für den Winter haltbar gemacht. Lebensmittel wurden eigemacht, eingekellert und sonst was. Ich habe davon schon keine Ahnung mehr! Hier kaufen die Leute die Kartoffel geschält im Glas. Wie sollen die denn Kartoffeln im Garten anbauen? Die wissen doch gar nicht, dass die daher kommen (ganz böse gesagt).
    Bei mir geht ein Kaktur ein! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das auf die Reihe kriegen würde, mich von selbst angepflanzten und geernteten Lebensmitteln zu ernähren. Einfach weil ich keine Ahnung davon habe. Bei uns im Ort leben viele Aussiedler, da haben fast alle der älteren Generation noch einen Nutzgarten und Hühner.
     
  6. #6 Jessi75, 19.04.2012
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    Das war bei uns gerade andersrum. Hoher Zaun mit abgeschlossenem Tor drum und ein bissiger Hund drinnen damit keiner rein kam!
     
  7. Neutal

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    In Schweden haben viele in ermangelung eines Kellers ein Erdhügelhäuschen im Garten um Lebensmittel einzulagern.
    Ich denke auch das es in der Stadt nicht ganz so einfach ist all dies umzusetzen. Allerdings zeigt sich jedesmal wieder das es im Krisenfall jedesmal die selben Abläufe gibt. Einige wohnen direkt an einem großen Fluß, haben aber keine Pumpe um bei einem Hochwasser die schlimmsten Schäden abzuwenden ( sind dann auch in der Region jedesmal ausverkauft)
    Auf wiederkehrende ereignisse kann man sich doch vorbereiten. Im Hmburger Hafengebiet hat fast jedes ältere Haus noch Fluschotten. Sobald das Wasser kommt, werden die Schotten geschlossen und gut. Im Neubau allerdings häufig vergessen...das Wasser kommt ja erst seit ein paar Jahrzehnten regelmäßig und mehrfach jährlich. Sowas verstehe ich dann gar nicht
     
  8. #8 Oliver82, 19.04.2012
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    Und wenn die Wasserversorgung zusammengebrochen ist, dann drehst du die Zeit 30 min zurück und lässt sie volllaufen? oder lässt du einfach immer die Wanne voll?

    Viele deiner Punkte lassen sich zusammenstreichen auf: Großer Keller voller Konserven und Wasserkanistern + Notstromaggregate + Treibstoff+ Medikamente...
    Damit lassen sich dann längere Stormausfälle überstehen bzw wenn die Wasser/Nahrungsmittelversorgung zusammengebrochen ist... Man wird damit allerdings nicht wirklich "autark"... Einen gesellschaftlichen Zusammenbruch der uns ins Mittelalter zurückwirft wirst du damit also auch nur herauszögern...

    Wenn du wirklich autark werden willst dann hat das mit dem "normalen" bauen nicht mehr viel zu tun... dann brauchst du irgendwo in der pampa einige 1000m² land und du solltest dich schon vorher mit Landwirtschaft/Viehzucht beschäftigt haben... dazu ein großes Windrad und Solarzellen zur Stromversorgung... Viele Hunde, ein großer Zaun um alles drumherum, viele Kinder und reichlich Schusswaffen...
     
  9. #9 nachttrac, 19.04.2012
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    Beispiel: Vor 1 Jahr wurde uns schriftlich von der Gemeinde Mitgeteilt das am ... um ... Uhr das Wasser für 1 Tag abgesperrt wird. Ich Thor traf keine Vorkehrungsmaßnahmen. Man glaubt gar nicht welche Umstellung es bedeutet kein Wasser zu haben. Bad, WC, Küche, alles außer Betrieb. Hätte ich mir die Wanne gefüllt, kein Problem. Meistens das erste was bei einem Großschadensereignis passiert ist der Stromausfall. Müssen Wasserspeicher gefüllt werden steht nur noch diese eine Füllung zur Verfügung. Deshalb ist mein Ansatz: ist ein längerer Stromausfall zu erwarten, Wanne füllen.
     
  10. #10 Eumeltier, 19.04.2012
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    DAS ist doch der Punkt überhaupt. Wenns wirklich GANZ schlimm wird, was nutzt dann der Riesenhaufen Lebensmittel, Brennstoff, usw?

    Wenn es so schlimm wird, daß die anderen verhungern, und Du lebst gemütlich von Deinen Vorräten, bist Du bald ausgeraubt oder wenn Du Dich wehrst tot. Erschossen, erschlagen, o.ä.

    Also Bunker bauen.
     
  11. R.B.

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    Musst Du mir so vor Augen führen wie alt ich bin? :cry

    Ich komme mir jetzt ziemlich alt vor, nur weil ich weiß, woher die Kartoffeln kommen, wie man sie richtig einlagert, was man sonst noch in einem Garten anbauen kann, usw.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #12 Jessi75, 19.04.2012
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    Sorry Ralf, das war nicht der Plan :angel: Und du bist doch gar nicht alt! :28:

    "Fertige" Kartoffeln einlagern würde ich wohl auch noch hinkriegen aber ich wüsste nicht, wann man sie wie pflanzt und wann man sie ernten muss. Wenn ich sehe, wie meine Oma Hühner schlachtet, wird mir ganz anders. Bis ich sowas machen würde, müsste die Not schon sehr groß sein. Guck dir doch mal die Leute an. Viele meinen, 'ne Dose Ravioli aufzumachen sei kochen! Da kann man doch nicht glauben, dass die ihre Lebensmittel selbst anbauen können! Wie gesagt, ich habe noch vieles von früher mitbekommen aber ich würde mir nicht zutrauen, so ein Leben führen zu können. Allein vom Wissen her.
     
  13. R.B.

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    Wenn man erst einmal richtig Hunger hat, lernt man sehr schnell. ;)

    Natürlich möchte niemand in so eine Zeit versetzt werden, aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann wird man sich durchsetzen. Der Mensch hat schon ganz andere Krisen überstanden.

    Gruß
    Ralf
     
  14. #14 kappradl, 19.04.2012
    kappradl

    kappradl Gast

    Ich habe schon mal Kartoffeln im Garten angeflanzt.
    Ich weiß nicht mehr (oder habe es verdrängt), ob die nachher ausgebuddelte Menge wesentlich mehr war, als die gepflanzte.
    Aber der Mensch lebt vom Handel und solange es Bauern gibt, komme ich auch an Kartoffeln.
     
  15. AnneB

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    Eine Überlegung, die ich für meinen Neubau aber tatsächlich anstelle, ist: bau ich mir in der Küche einen "Notofen" (Sparherd) ein, der mit Holz oder Kohle beheizt wird, für Wärme und Essen kochen und Warmwasser, falls es mal keinen Strom geben sollte. Holz dafür kann man (und sollte man dann auch ;-)) im Keller lagern.
     
  16. R.B.

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    Da solltest Du aber für einen großen Keller sorgen. Man glaubt nicht wieviel Holz man in so einem Ofen verbrennen kann wenn´s in der Bude mal warm sein soll.

    Gruß
    Ralf
     
  17. AnneB

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    Okay, ein "paar" Kohlen dürfen es dann auch sein. Und ich habe von einer Hütte in den Bergen die Erfahrung, wie man so ein Ding befeuert, und die Glut auch über Nacht hält.

    Das warme Wohnen findet dann eben in der Küche statt, und nicht in den restlichen Quadratmetern.
     
  18. R.B.

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    Jepp. Aber so ein Winter kann lang sein. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  19. #19 Bautine, 19.04.2012
    Bautine

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    „Fliehe früh, fliehe weit und kehre spät zurück!“, wäre meine Lösung für stromlose Tage...

    Meine Eltern haben immer noch einen alten Ofen im Keller stehen, steht dort seit dem Krieg, und Vorräte haben wir alle ein paar. Mehr Maßnahmen würde ich nicht machen.
     
  20. #20 Anfauglir, 19.04.2012
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    Ha, ihr mit euern Neubauproblemen.

    Bei mir gibts warme Wohnung und warmes Wasser generell stromunabhängig, Brunnen sind auch da.

    Wenn es dunkelt, wird geschlafen, kochen kann man am Lagerfeuer. Fehlt nur noch der Zivilisationsuntergang.
     
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