Neubau - KfW 55 - wie weit weg.

Diskutiere Neubau - KfW 55 - wie weit weg. im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich bin neu hier, erwarte aber keinen Welpenschutz (von dem was ich bisher gelesen habe bekommt den aber glaube ich eh keiner)....

  1. #1 MartialW, 14.06.2020
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, erwarte aber keinen Welpenschutz (von dem was ich bisher gelesen habe bekommt den aber glaube ich eh keiner).

    Ausgangslage für meine Frage ist folgende:

    Grundstück 701 qm
    Baufenster winzig weil Hinterhaus: 9,90m x 9,15m

    Allererste Kostenschätzung über die Kubatur sind vom Architekt bisher 700.000€

    Wir bauen mit Keller (dort keine Wohnräume)

    2 Vollgeschosse plus Dachgeschoss

    Im Dachgeschoss soll mein Arbeitszimmer sein (4 Tage Homeoffice). Da ich dort oben im Sommer nicht verrecken will, möchte ich das Dach entsprechend gut gedämmt haben.


    Folgende Haustechnik möchte ich sowieso:

    Photovoltaik mit Speicher
    Wärmepumpe (Luft-Wasser)
    KWL (zentral) mit WRG

    Kann jemand mit den Eckdaten abschätzen wieviel Investition ich noch zusätzlich reinstecken muss um von EnEV auf KfW40 Plus zu kommen?

    Mehr als die 30k Tilgungszuschuss?
    Dann sparen wir uns nämlich die KfW40+ und nehmen das mehr an Wohnraum durch "dünnere Außenwände" mit.

    Viele Grüße
    Marcel
     
  2. Skogen

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    Das kommt auf Deine gedämmte Gebäudehülle an. Frage gleich dazu: Keller innerhalb der gedämmten Gebäudehülle (Heizung??) ??
    Fenster: Größe /Anzahl U-Werte, Ausrichtung des Hauses?

    Wenn Du im DG arbeiten willst, dann kommts auch auf den Dachaufbau selbst an. "Schwere" Dämmstoffe (Steinwolle, Holzfaser Hanf Zellulose jeweils mit entsprechendem Unterdach) da brauchts länger "bis die Sonne die Wärme durchbringt", ganz vereinfacht ausgedrückt.
    Ach, da könnte man nen Roman schreiben.
    Auch kommt es auf die technischen Geräte im Home-Office an. Kopierer, PC die bringen schon mal ordentlich Wärme in so ein Zimmer....
     
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  3. #3 jodler2014, 14.06.2020
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    Könnte passen , weil die Technik ( WP usw. ) ja eh schon fest eingeplant wurde.
    Vielleicht aber auch nicht.
    Sollte doch der Architekt besser einschätzen können ?!

    Außerdem wird die RT in einem 40 + kaum spürbar niedriger sein als in einem normalen Haus was " nur " nach EnEV ( Mindestanforderung ) gebaut wurde .
     
  4. #4 Andreas Teich, 14.06.2020
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    Warum nicht auf den Keller verzichten zugunsten eines separaten Holzbaus im Garten und das gesparte Geld in bessere Dämmung und hochwertigere Haustechnik stecken?

    Holzbau würde viel leichter gute Dämmwerte und Wärmebrückenfreiheit ermöglichen-
    wie Skogen schrieb verbessern schwere Holzfaserdämmplatten, Zellulose etc aufgrund besserer Wärmekapazität und Phasenverschiebung den Hitzeschutz.

    Notfalls mit Klimaanlage kühlen, da die PV im Sommer ohnehin Überschüsse erzeugen dürfte.
    Sinnvoller wäre bei so einem Grundstück ein Grabenkollektor mit Erdwärme, der leicht auch zur Kühlung dienen kann.
     
  5. #5 jodler2014, 14.06.2020
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    Und damit ein separater Holzbau ,was auch immer das sein soll , nicht genehmigungsfähig ist ?
     
  6. #6 simon84, 14.06.2020
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    Ich denke er meint eher eine Art Schuppen oder Gartenhaus als Keller ersatz

    funktioniert in der Praxis aber nicht immer , besonders schlecht bei kleinen Grundstücken.
    Die Deutschen wollen ja alle immer unbedingt ihre fette Doppel Garage :) da ist oft 1/4 vom Grundstück schon weg
     
  7. #7 jodler2014, 14.06.2020
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    Das mag ja zutreffen .
    Aber vielleicht soll das Haus ja ein Massivhaus ( aus Steinen ) werden ,weil Martial nicht so auf Holzhäuser steht ?
     
  8. #8 jodler2014, 14.06.2020
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    Irgendwo muß die Technik ja auch wohnen.:deal
    Und die Haustechnik hat bei der Hausgröße wohl im Keller den besten Platz.
     
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  9. #9 MartialW, 14.06.2020
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    Vielen Dank für die vielen Antworten und Ideen.

    Den Keller "brauchen" wir für Technik und zum abstellen von Kram. Dieser soll aber nicht beheizt werden.

    Der Schritt mit den Fenstern hat mir gefehlt. Es macht Sinn, dass die Anzahl der schlechter als die Wand gedämmten Fenster einen grossen Einfluß auf die Energieeffizienz hat.

    Dann muss ich tatsächlich auf das Konzept des Architekten warten (der jetzt auch noch 2 Wochen Urlaub hat...

    Ich hatte gehofft mit Erfahrungswerten von euch, gleich in die richtige Richtung (KfW vs EnEv) zu denken und so nicht so viel Mehraufwand in der Konzeption zu verursachen.

    Kühlung über Geothermie hatte ich auch überlegt, aber mit PV auf dem Dach rechnet sich auch der Mehraufwand nicht gegen ek Klimagerät...
     
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  10. #10 Andreas Teich, 14.06.2020
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    Bei 700 qm Grundstück sollte zumindest ein Grabenkollektor zum Heizen und Kühlen möglich sein- wirtschaftlich sind die ohnehin.
    Haustechnik benötigt heutzutage nur 6 bis max 10 qm.
    Als Abstellraum könnte doch auch eine größere Holzhütte, notfalls aus dem Baumarkt ausreichend sein.

    Einfach die Gesamtkosten für einen fast 100 qm großen Keller inkl allen Nebenarbeiten kalkulieren.

    Die Kosten für die Außendämmung zB mit Stegträgern, Zellulose und Holzfaserdämmplatten sind weitestgehend unabhängig von der Dämmstärke,
    bis auf den reinen Mehrverbrauch von Zellulose- alle anderen Kosten bleiben gleich.
    Passivhausanforderungen sind damit leicht erfüllbar

    Unsere dreifachverglasten Passivhaus-Lärchenfenster mit 0,5 Ug-Wert waren auch nicht wesentlich teurer als solche mit schlechteren Dämmwerten.
    Festverglasungen haben noch ein höheres Sparpotential und bessere U-Werte als Fenster.

    Dämmung auf der Bodenplatte ist günstiger als unter der Bodenplatte.
    Holzbauweise, zB aus CLT oder komplett aus Stegträgern ergibt mehr Wohnfläche als Massivbau bei gleichen Außenmaßen.

    Möglichkeiten zu Kostenreduzierungen gibts bei etwas Kreativität zur Genüge
     
  11. #11 jodler2014, 14.06.2020
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    Also ich bin ein " Anhänger " der Architektur .
    Mich persönlich würde es stören ,wenn die Planung nur darauf ausgerichtet ist irgendeinen KfW Status zu erreichen und im Gegenzug dadurch andere Prioritäten hinsichtlich der Architektur wegfallen und nicht berücksichtigt werden können.
     
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  12. #12 Andreas Teich, 14.06.2020
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    Schön solls ohnehin sein,
    wenn ohnehin PV, KWL etc vorgesehen sind würde ich gleich Richtung ökologisches Passivhaus planen,
    was ja nicht guter Gestaltung widersprechen muß.
     
  13. #13 jodler2014, 14.06.2020
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    Natürlich !
    Musst aber auch erst mal Planer und Handwerker finden die kreativ genug sind .
     
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  14. #14 MartialW, 14.06.2020
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    Genau soweit habt ihr mich mittlerweile auch gebracht in den letzten paar Stunden und Antworten.

    Ich denke ich lasse den Architekt, Architekt sein und lasse ihn kreativ den vorhandenen Raum aufteilen. Alles was sich dann nachrangig ergibt nehme ich mit, aber schiesse mich jetzt nicht auf die Fördergeldkarotte ein...
     
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  15. #15 simon84, 14.06.2020
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    das mit den Rabatt Gutscheinen konnte schon A&O Lebensmittel nach dem Krieg (heute markant bzw nah&frisch)

    Geiz ist geil , nichts besser als eine KfW Förderung, koste es was es wolle ! Hauptsache gespart
     
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  16. #16 simon84, 14.06.2020
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    Finde ich gut . Natürlich sinnvoll etwas mitzunehmen falls möglich aber erstmal genau gegen rechnen
     
  17. #17 jodler2014, 14.06.2020
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    Das ist meine Priorität
    Du schaust nur auf die technischen Daten
    In Bonn sind die Dachüberstände meistens nicht so ausladend ...
     
  18. #18 MartialW, 14.06.2020
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    Danke!
    Viele tolle Ideen in diesem Beitrag.
    Mein Architekt hatte auch schon gesagt.

    Flächenkollektoren müssten bei meinem Grundstück gehen - der Heizungsbauer meinte dann allerdings:"Da wächst dann aber kein Gras mehr wenn alle Wärmeenergie aus dem Boden gezogen ist.

    Auch eine nur teilweise Unterkellerung hat er angesprochen. Hatte ich aber selber abgetan weil ich dachte, nachträglich krieg ich den Keller nie mehr größer...dass ich auf die Idee mit dem Schuppen für die Lagerung von nicht empfindlichen Hausrat (Kinderfahrrad, Kinderwagen usw.) nicht selber gekommen bin nervt mich ein bisschen....
     
  19. #19 jodler2014, 14.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2020
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    "Früher " waren die Außenwände von PH auch schon mal gerne 50cm stark.
    30 cm Mauerwerk oder HRB und darauf dann 20cm Dämmung .
    Was ist daran ökologisch ?
    Und ist es auch in der heutigen Zeit noch ?
    Da knalle ich mir die PV aufs Dach und mache dann die Außenwand dünner .:irre
    Die Module kommen natürlich nicht aus örtlicher Produktion ,sondern schippern erst mal über den großen Teich .
    Wer beim Hausbau das Wort " ökologisch" in den Mund nimmt , hat genauso wenig Ahnung wie die Leute die von atmenden Wänden sprechen.
    PV , KWL , WP ist völlig ok :deal
     
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  20. #20 simon84, 14.06.2020
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    Quatsch. Dazu besser den Gärtner befragen

    bis auf wenige Ausnahmen ist das auch nicht wirklich sinnvoll
     
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