Notwendigkeit eines Kellers

Diskutiere Notwendigkeit eines Kellers im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Sehr geehrte Damen und Herren, liebe erfahrene Architekten und Bauherren, wir haben vor ein Einfamilienhaus mit Architekten zu errichten und...

  1. #1 Mathias1980, 29. Dezember 2011
    Mathias1980

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    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe erfahrene Architekten und Bauherren,

    wir haben vor ein Einfamilienhaus mit Architekten zu errichten und wir machen uns z.Zt. Gedanken über unseren Bedarf (denn den können nach u.E. nur wir definieren und der Architekt muss die technische Lösung erarbeiten, mit unserer Unterstützung). Das EFH soll zwischen 125...155 m² groß werden (MW: 140 m² +/- 10% ist erstmal plausibel für eine drei- köpfige (max. 4-köpfige) Familie) und zwei Vollgeschosse haben. Damit wäre unser grober Bedarf erfüllt.

    Jetzt meine Frage:
    Gibt es Empfehlungen zur sog. Ausbaureserve oder Optionen, die man für ein "wenig" (ich weiß schwammiger Begriff) mehr Baukosten mitnehmen sollte, auch wenn man noch keinen Bedarf sieht?

    1.) Dach als Satteldach, anstatt Walmdach, ausführen, damit man noch eine Ausbaureserve im DG hat? Weil Walm- oder Satteldach bauen wir sowieso, da ein Flach- oder Pultdach für uns aus optischen Gründen keine Option ist?

    2.) kurze Erläuterung: einige -auch bauende- Freunde und Bekannte bauen mit Keller (da kleine Grundstücke, wir haben 2500 m²) und Generalübernehmern. (verschiedene Anbieter) Die Keller werden als Wohnkeller definiert (will darüber nicht streiten) und werden grundsätzlich (bei verschiedenen Anbietern) nur als weiße Wanne ausgeführt.
    meine Frage:
    Ich habe z.Zt. keinen Bedarf für einen Keller (intensiv mit meiner Frau diskutiert) als Wirtschafts- und Lagerraum, wir treiben im Freien Sport und haben keinen Fitness- oder Saunaraum und ich möchte nicht im Keller "wohnen" (immer dunkler als im EG oder OG und keine freien Sichten). Lohnt es sich einen einfachen Rohbaukeller als "Ausbau- oder Verlegungsreserve" unter das Haus zu bauen, diesen z.Zt. nicht wirklich sinnvoll zu nutzen und bei Bedarf nutzbar zu machen? (ca. Baukosten für einen einfachen Keller?)

    Ich bedanke mich vorab.

    MfG
    Mathias
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja - ganz ohne Wirtschafts- und Lagerflächen kommt mann/frau nicht aus. Der Besen, die Schmutzwäsche, die Konserven, die Getränke und der Heinzelmann (saugt und bläst, wo andere nur saugen) wollen halt untergebracht sein.
    Also entweder Keller oder Ersatzflächen innerhalb der nicht unterkellerten Fläche.

    Bliebe auch noch zu hinterfragen, was mit dem Baugrund ist. Wenn umfangreicher Bodenaustausch erforderlich ist, kann ein Keller sogar Geld sparen!
     
  4. susannede

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    Schreibt der sorglose Bodengutachter als Gründungsempfehlung. :e_smiley_brille02:

    Aus meiner Sicht ist ein Keller nur dann sinnvoll, wenn man den Platz unbedingt für irgendwelche eigenartigen Hobbies braucht, oder das Grundstück dermaßen klein ist, dass mann (frau sowieso nicht) in die Tiefe gehen muss.
    Für Hanglagen gilt dies natürlich nicht.

    Man sollte auch mal die Endlichkeit allen Seins bedenken ...
    ...und wie lästig diese vollgerümpelten Keller dann für die Erben sind. :D

    Und den ganzen Schrott noch in die thermische Hülle einbinden zu wollen, ist erst recht Schwachfug.
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    es gibt so viele völker auf der erde, die ohne keller leben (müssen).

    in deutschland spaltet die klärung dieser frage immer die nation.

    es muss klar sein, was ich damit bezwecken will. bei 2.500 qm grundstück ist ein keller nicht unbedingt erforderlich. randbedingungen der bodenbeschaffenheit klären und sich selbst die antwort geben - brauche ich oder brauche ich nicht?
     
  6. Baumal

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    keinen keller zu haben ist ein sehr gute
    erziehungsmethode, um nicht jeden unnötigen
    kram jahrzentelang zu bunkern.

    nach dem motto: aus den augen aus dem sinn.
     
  7. Oktober

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    Wir wollen doch hoffen, dass der nicht sorglos ist und die Bohrungen auswertet.;)
    Ralf hat schon ganz Recht, es kommen allerdings noch wesentlich mehr Faktoren zusammen, zudem fehlen Info's.
    Eine ist der Grundwasserstand. Wo steht der?
    Zwei, kann ein Hochkeller gebaut werden?
    Drei ist die Frage der Heizung, vier...:cool:
    Ein Punkt dafür ist das Preis-/Leistungsverhältniss. Es gibt im INet Untersuchungen, Vergleiche, die zu dem Ergebiss kommen, dass ich für 10% Mehrkosten 40% mehr Platz erreiche.
    Ein Walmdach sieht gut aus, ergibt mehr Zimmermanns- als Maurerstunden.
    Willst Du im Dach wohnen, bedenkt, dass fehlende Masse die Wärme schlecht puffert. Ich würde da über ein Massivdach nachdenken....:bau_1: schränkt aber u.U. die Grundrissgestalltung ein...
     
  8. susannede

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    ein vielseitig einsetzbares Motto...:D :28:

    Jaja, Hoffnung und so...

    Bei Sumpf setzen wir auf Pfähle...ham schon die Altvorderen...
     
  9. #8 Mathias1980, 29. Dezember 2011
    Mathias1980

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    Danke für ihre/eure Meinungen.

    Der Gedanke mit dem Bedarf ist bekannt. Ich bedanke mich für die Anregung mit der Bewertung des Bodens und dem ggf. erforderlichen Bodenaustausch. @R. D.: Danke!
     
  10. #9 D3esperator, 30. Dezember 2011
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    ich schließe mich susannede ' s meinung zu 100 % an . :respekt
     
  11. Mathias1980

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    ?
    Ich habe euren "Scherz" leider nicht verstanden. Ich habe mal für einen Industriebau ein Bodengrundgutachten (anderer Hintergrund) beauftragt mit der Maßgabe: Was ist das für ein Fundament? (Maschinenaufstellung)

    Ist es im privaten Häuserbau, denn so problematisch die richtigen technischen Schlussfolgerungen für die Gründung des Hauses aus dem Bodengutachten zu ziehen? (PS: Das Haus liegt nicht im "Wald", sondern ringsherum sind Häuser (alles Bestand)

    Gibt es einen Richtwert für die Mehrkosten eines Kellers (ohne Ausbau) gegenüber einer Ausführung mit Bodenplatte in Euro / m².

    Gruß
    Mathias
     
  12. susannede

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    Nö, aber es gibt Bodengutachter, die schreiben "Keller-Empfehlung", weil die das halt immer schreiben, wenn der Boden nicht 100pro perfekt ist.
    Ist denen doch egal, was das kostet. Nicht ihr Geld.

    Eine wirtschaftliche Untersuchung ergibt im EFH-Bereich meist anderes.
    Bei Sumpfgelände sollte man dann doch vielleicht ein anderes Grundstück erwählen...

    Im Übrigen, wie kommst darauf, dass hier gescherzt wird...?:e_smiley_brille02:
    Nichts ist ernsthafter als das Ende, oder ?
     
  13. Gast036816

    Gast036816 Gast

    @ Matthias 1980 - die gründung eines hauses ist meist nicht das problem. mit einer bestandsaufnahme der bodenschichten soll die wirtschaftlichste lösung gefunden werden.

    wichtiger bei einer bodenaufnahme ist für mich immer, wie sieht es mit wasser - grundwasser und schichtenwasser - aus und welche auswirkungen hat das für die ausbildung des kellers.
     
  14. Julius

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    Wenn ein Keller überflüssig ist, sollte doch egal sein, wie hoch serine Mehrkosten liegen - oder?

    Aber zu den erwähnten Punkten wie "Hanglage?" oder "Heizenergieträger?" könntest Du Stellung nehmen.
    Was ist mit der Höhenlage? Und dem Grundwasserstand?
     
  15. Oktober

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    Wer hat was von überflüssig gesagt?
    Die Frage drehte sich um "zur sog. Ausbaureserve"

    @Mathias1980:
    Wie oben schon geschrieben:
    Auszug aus "Bing"-Treffer Nr. 1:
    Rechnet man mit realistischen Zahlen, kosten Kellerflächen im Schnitt nur ca. 300 EURO pro Quadratmeter mehr als eine Grundplatte. Bei einem ca. 100 Quadratmeter großen Hochkeller betragen die Mehrkosten ca. 18.000 bis 24.000 EURO...
    Ein freistehendes Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von ca. 155 m² kostet ca. 310.000 €. Die Mehrkosten für den Keller machen also nur etwa 10 % aus. Wer diese Kosten spart, verzichtet
    auf mehr als 40 % zusätzlichen Lebensraum und gleichzeitig sinkt der Marktwert des Hauses überproportional.
     
  16. Baumal

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    na da würde ich doch eher über eine ausbaureserve im DG nachdenken.
    wer mag schon im keller hausen?

    aber so ist das halt.
    des deutschen liebstes kind: sein auto und sein keller.
     
  17. mreded

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    Verstehe ich nicht. 100m2 * EUR 300,- = 18.000 bis 24.000 ???

    Ergibt bei mir 30.000,- 30 - 50 Tsd. EUR hat sich auch so bei unseren Recherchen ergeben wenn man auch noch eine Abdichtung geg. Grundwasser braucht.
     
  18. Mathias1980

    Mathias1980

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    Danke für die Tipps. Ich denke (ich gehe fest von aus!), dass der noch zu beauftragende Architekt ein Bodengrundgutachten erstellen lässt und uns anschließend eine Empfehlung zur Gründung bzw. zum Keller gitb.
     
  19. Gast036816

    Gast036816 Gast

    bitte - wie?

    das bodengutachten muss schon vom bauherrn veranlasst werden. der architekt kann dabei beratend mitwirken.
     
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  21. willi1048

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    Guten Abend.
    Wir hatten ein Haus aus auf 50m² Grundfläche mit Keller.
    1,5 Geschossig. 115m²
    Genug Platz um alles unterzubringen. Rest Gartengerätehaus 30m² und Garage.
    Dann kamen die Gedanken,wie kommen wir mit 70 Jahren ins Obergeschoß ins Schlafzimmer und zur Waschmaschiene in den Keller.
    Treppensteigen wird im Alter ein Problem.
    Also los ein neues ,altes Haus suchen alles Ebenerdig. Mit Erfolg :210m² zu ebener Erde ohne Keller mit 210 m² Dachboden auf dem jetzt die Reisekoffer lagern sonst nichts, da nicht ausgebaut.
    Keine Treppen alles ohne Stolperfallen fürs Alter. 30m²Heizungs/Werkstattraum 30m² Speisekammer Rest bewohnt.
    So nun denkt mal in diese Richtung, ob es möglich ist auf 2500m² eine Flachbau
    mit möglichst viel Reservefläche zu stellen. Wird bestimmt nicht teurer als in die Höhe zu gehen und Ihr müßt nur einmal im Leben Bauen .
    Alle Räume mit Fußbodenheihung ist natürlich Optimal.
    Gruß
    willi
     
  22. H.PF

    H.PF

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    Dachdecker+Hochbautechniker
    Leider falsch...

    In die Breite gehen kostet VIEL mehr als in die Höhe...
     
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