schlüsselfertig oder selber bauen

Diskutiere schlüsselfertig oder selber bauen im Schlüsselfertig Bauen ? Forum im Bereich Rund um den Bau; sorry, ich war zu langsam beim editieren. Den Haus-Namen des "Xxxxxxx" hab nicht mehr entfernen können nachdem ich jetzt die neuen Beiträge...

  1. #41 Zellstoff, 01.04.2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.04.2016
    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    sorry, ich war zu langsam beim editieren. Den Haus-Namen des "Xxxxxxx" hab nicht mehr entfernen können nachdem ich jetzt die neuen Beiträge gelesen habe. Wenn böse bitte löschen...ist halt nur schwer dann den Bezug herzustellen...
     
  2. #42 Ralf Dühlmeyer, 01.04.2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Ne - Berufserfahrung!

    Ich hatte vor 2 Jahren eine BQÜ für 3 EFH. 135 m² WF. 185k€ fertig ohne Malerarbeiten und Bodenbeläge. Als es Krachen ging (mit Ansage meinerseits) rief mich der Anwalt an, den die sich dann genommen hatten und fragte mich, was ich gesagt hätte, wenn die mit den Plänen und dem Budget zu mir gekommen wären.
    Meine Antwort
    Der Pfusch da war haarsträubend. Beispiel gefällig?
    Aussteifungssäule in der Aussenwand "vergessen". Beanstandet. Schlitz gekloppt, 10 cm tief in die BoPla gebohrt, Eisen reingestellt und mit Eimern betoniert (aus dem Freifallmischer)
    Noch Fragen?
     
  3. R.B.

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    Das wird nichts helfen, da die meisten Bauherren ja gar nicht wissen, was sie da kaufen. Sie sehen nur ein paar Wände, Dach über´m Kopf, vielleicht noch Laminat im Wohnzimmer, das war´s.

    Es ist zwar richtig, dass es so gut wie kein Haus gibt, das absolut fehlerfrei gebaut wird, doch das Risiko steigt mit fallendem Preis. Glücklicherweise äußern sich viele Mängel gar nicht oder erst nach sehr vielen Jahren.
    "Fachgerecht" mag auch in manchen Bereichen überzogen sein, frei nach dem Motto, es geht doch auch anders, aber wenn man sich auf dieses Niveau begibt, dann stellt sich die Frage, "wo ist das Ende"?
     
  4. #44 Frau Maier, 01.04.2016
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    Es gibt Fertighausanbieter, die das rohe Haus, ohne Ausbau, ohne Keller ohne nix für den Preis anbieten. Das sind Lockangebote. Weil die Bude als Ausbauhaus angeboten wird lügt der Anbieter sogar nicht mal. Natürlich muss die Hütte ausgebaut werden, sonst funktioniert es auch nicht und schwups sind wir bei den üblichen Baupreisen.

    Aprilscherz ist das ganze Jahr über... :konfusius
     
  5. R.B.

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    das ist aber bei dem o.g. Modell nicht der Fall. Als "Ausbauhaus" gibt es das noch günstiger. Vereinfacht gesagt, da wird ein bisschen Baumaterial auf die Baustelle gekarrt, Hülle gestellt, Marge draufgehauen, fertig.
     
  6. #46 Zellstoff, 01.04.2016
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Ja, soll ich Dir jetzt ebenso haarsträubende Bsp. raussuchen aus "hochpreisigen" Archi- oder GU-Häusern? Du kannst nicht von einem Fall auf alle zig tausend so gebauten Häuser schließen.
    Ich gehe tendenziell mit R.B., das Risiko steigt bei fallenden Preisen, wenn man nichts dagegen tut, aber genau das Risiko kann man "mitigieren". Investiere in zusätzliche eigene QÜ, kläre Details vor Unterschrift (ja das geht), lass Dich vorab über Lücken beraten. Ist doch alles bekannt, man muss es nur wissen & wollen. (das Nichtwollen dieser Massnahmen, ist jetzt aber keine exklusive Eigenschaft der Niedrigpreisklientel)

    Ändert aber nichts daran, dass man für unter 200k€ ein 130m² EFH schlüsselfertig von der Stange bekommen kann, mit entsprechenden Sicherungsmassnahmen auch sehr wahrscheinlich in geforderter, zulässiger und angemessener Qualität.
    Und Ja, das sind Häuser, mit denen viele zufrieden sind, weil es ein enormer Sprung von der 3 ZimmerWhg im 4.Stock in dieses Haus ist.

    Eine Pauschalisierung, dass dies unmöglich sei, ist schlicht falsch.
     
  7. R.B.

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    Aber genau das kostet dann wieder Geld und treibt den Preis. Schnäppchen Adé.

    Das ist doch vergleichbar mit den "Fertighäusern" aus den 70er/80er Jahren. Natürlich konnte man dort auch wohnen, irgendwie, aber seien wir mal ehrlich, die hatten nicht umsonst so einen schlechten Ruf. Es hat lange gedauert bis man erkannt hat, dass billig nicht alles ist, und siehe da, plötzlich kostete HRB vergleichbar zu anderen Bauweisen.

    Wenn ich ein Haus baue, dann ist nicht die 3ZiWohnung im 4.Stock die Referenz, sonst könnte ich auch in die 5ZKB mit 100m² im Penthouse ziehen.
     
  8. #48 Zellstoff, 01.04.2016
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    genau die 2 Punkte sehe ich eben nicht so.
    Die Sichgerunsgmassnahmen kosten ein paar k€, damit sind wir noch lange nicht in den hier postulierten Regionen.

    Hauptpunkt ist aber: in den 70/80er gab es bei weitem nicht diese Anforderungen die es heute gibt, sowohl was die techn. Mindeststandards als auch was das Energetische betrifft.
    Wo sind denn die techn. Unterschiede dieser Häuser zum "Nicht von der Stange Standard EFH Bau" , die es derart minderwertig machen.
    Mal die Karten konkret auf den Tisch, nicht einfach pauschalisieren.
     
  9. #49 knollebvb, 01.04.2016
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    Oh man da hab ich ja ganz schön was losgetreten.
    Für eine Variante werden wir uns entscheiden. Kann euch ja auf den laufenden halten wenn ihr wollt.
    Danke für die schnellen Infos.
     
  10. R.B.

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    Es geht nicht nur um die Sicherungsmassnahmen die Geld kosten, sondern auch um die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.

    Ach, das fängt beim Wandaufbau schon an. Wärmedämmung ist ja noch OK, aber wenn man jedes Wort versteht wenn sich jemand vor dem Haus unterhält, dann macht das gar keinen Spaß.
    Dann der Bodenaufbau. Balken, Bretter/Spanplatten, fertig. Das wackelt, und knarzt an allen Ecken. Spätestens wenn der Boden mal "eingelaufen" ist.
    Innenwände, Schallschutz unterirdisch. Da muss jemand in der Küche nießen, und Du fällst im Schlafzimmer aus dem Bett. Befestigungsmöglichkeiten in der Küche nur nach ordentlicher Überarbeitung der Wandkonstruktion.
    Ich könnte Dir noch einige Punkte aufführen, Schwiegermutter lebt in so einem Haus, und es ist absehbar, dass nach der Schwiegermutter ein Abriss bevorsteht.

    Wenn ich das nun mit anderen Häusern vergleiche, gleiches Baujahr, dazwischen liegen Welten wenn man auch mal an den Wohnkomfort denkt.

    Wie gesagt, man kann den Preis drücken und drücken, es findet sich immer ein Punkt an dem man sparen kann, aber letztendlich sollte man sich dann auch fragen, ob man so ein "Haus" möchte.
     
  11. #51 Zellstoff, 01.04.2016
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Ralf, hast mich falsch verstanden. Ich meine den Unterschied von dem 153k€ Haus zu einem aktuell nicht von derFranchiser- Stange aber normalen; qualitativ durchschnittlichem Standard EFH nach EnEV.
    Lies Dir mal die BLB durch.
    Das ist bei weitem nicht wie der Vergleich eines 70 er Fertig- zu Massivhaus.
     
  12. R.B.

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    Es ging darum, dass niemand zaubern kann. Ein niedriger Preis fällt nicht vom Himmel. Diese Erfahrung hat jeder gemacht, der in den 70ern ein Haus für damals 50.000,- DM oder in dieser Klasse hat aufstellen lassen, während "normale" Häuser im Bereich 100-150TDM lagen.

    Nebenbei bemerkt, EnEV mag zwar wichtig sein, ist hinsichtlich "Qualität" aber nur ein Faktor von Vielen. Wenn das Haus 150T€ kosten darf, dann kannst Du Dir ausrechnen, wie hoch der Materialeinsatz sein darf. Die Franchiser & Co. müssen sogar mit einer höheren Rohertragsmarge rechnen, denn es gibt einen größeren Wasserkopf der bezahlt werden muss.

    Ich behaupte nicht, dass es unmöglich wäre ein billiges Haus zu bauen, wobei die 150 oder 160T€ des obigen Anbieters, angesichts der gelieferten Leistung, noch nicht einmal wirklich billig sind. Man könnte ja mal den Materialeinsatz hochrechnen, würde mich wundern, wenn man da über 50% käme. Möchte man dann vielleicht noch ein paar "Pakete" dazu haben, ist man sowieso schnell über 200T€.

    So, und jetzt geht´s wieder zurück zu meiner Hühnersuppe und Kräutertee. ;)
     
  13. #53 Darmstadt, 04.04.2016
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    Ich denke, die Frage ist auch auf was ich verzichten kann oder mag?
    Wir hatten auch ein festes Budget und sind nun geschmeidige 40% darüber, ... und haben noch nicht eine einzige Unterschrift geleistet.

    Es ist wirklich schwer ein Haus zu einem für den Laien angemessenen Preis zu bauen.
    Aber wenn man sich die Details anschaut merkt man doch recht schnell wo da die "günstigen" Preise herkommen.
    Wer braucht schon mehr als 3 Steckdosen im Wohnzimmer oder 5 in der Küche? :mauer

    Daher haben wir uns entschieden unser Budget massiv aufzustocken und dafür dann was entsprechendes zu haben.

    Die Fragen an den Themenstarter ist auch:
    Möchtest du jetzt billig bauen oder zukünftig schön leben?
    Ich denke nämlich dass diese beiden Punkte im direkten Gegensatz zueinander stehen.

    Natürlich geht auch gut und günstig, aber günstig ist hier ein SEHR dehnbarer Begriff

    Grüße Thomas
     
  14. Tussie

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    Sicher wirst du sbilliger kommen. Aber bedenke mal die Arbeit die du da inverstieren musst. Und wie lange die Bauphase dauern wird. Ob sich das wirklich lohnt?
     
  15. #55 Xelli11, 16.06.2016
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    Das Thema ist schon etwas älter aber ich wollte doch kurz dazu etwas sagen.

    Ich finde selbstbau lohnt sich. (Wenn man das handwerkliche Geschick besitzt)
    Wir haben uns Angebote von Bauträgern für unser "selbst geplantes" Haus eingeholt.

    Nach den Angeboten entschieden wir uns für das selbstbauen.
    Dadurch haben wir ca. 225.000 Euro gespart.
    Was man allerdings dazu sagen muss wir haben auch wirklich fast alles selbst gemacht.

    Die Planung und die Statik haben wir natürlich einem Architekt sowie einem Statiker überlassen.
    Baugrube wurde ebenfalls von einem Unternehmen ausgehoben.
    Dann hört es aber auch schon fast auf.
    Der nächste Handwerker der zu uns kam war für den Estrich sowie kurz darauf der Elektriker für die Endabnahme.

    Ein riesen Vorteil beim selbstbauen ist auch, dass man während der Bauphase oft erkennt was man noch ändern könnte.
    Und das dann auch ohne große Kosten möglich ist.

    Wir sind jetzt nach 18 Monaten endlich fertig geworden.
    Wie gesagt zeit muss man haben und etwas geschick. Aber dann lässt sich doch ordentlich sparen.


    Ich würde es aber heute wieder so machen.
     
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