... Stegträger

Diskutiere ... Stegträger im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo, wer arbeitet schon länger mit den ...- Stegträger wie z.B. von Produktlink enrfernt Was sind die Nachteile verglichen mit den "normalen"...

  1. #1 deadeye, 7. April 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. April 2014
    deadeye

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    Hallo,

    wer arbeitet schon länger mit den ...- Stegträger wie z.B. von
    Produktlink enrfernt

    Was sind die Nachteile verglichen mit den "normalen" Holzrahmenhäusern?

    Ist etwas über die Langlebigkeit bekannt? Das einfaches Holz über Jahrunderte überdauern kann, sieht man ja. Aber was ist mit den verleimten Schichthölzern?

    Danke und Gruß!
     
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  3. #2 Gast036816, 7. April 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das bauteil und die bauweise kann man auch ohne verlinkung als werbung füt einen hersteller besprechen.
     
  4. Neutal

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    Die Konstruktionen mit Stegträgern sind fast ebenso haltbar wie Konstruktionen aus Vollholzträgern. Die Konstruktionen mit Stegträgern werden oftmals dann gewählt, wenn maximale Wärmedämmung eingebracht werden soll. Hier empfiehlt sich dann allerdings einblasdämmung um die Profile der Träger auch wirklich auzudämmen, Dämmung mit Mattenware ist hier sehr aufwendig.. Die Stege zeichnen sich bei Thermogrphien meist deutlich ab, weil sie immer noch einen relativ guten Wärmedurchgang bieten.
    Der Gesamtaufwand bei der Erstellung von Häusern und Dächern aus Stegträgern ist relativ hoch und leider zeigt sich das bei vielen Häusern. Für mich selber würde ich IMMER Vollholzträger verwenden.
    Im Sanierungsfall, den man auch nicht aus den Augen verlieren sollte, wird es mit Stegträgern sehr schwer etwas auszuflicken. Nach einem eventuellen Wasserschaden kann dies zu sehr aufwendigen und großräumigen Saniererungen kommen.
    Um es kurz zu machen. Häuser aus Stegträgern haben einige Vorteile und viele Nachteile. Die hohen Materialkosten und der Mehraufwand der Konstruktion stehen für mich in keinem gesunden Verhältnis zu dem bisschen mehr an Dämmleistung. Einen normalen Holzrahmenbau kann man kleinem Aufwand so ertüchtigen, das er eine mindestens gleiche Dämmwirkung erreicht, aber ein solideres Tragwerk hat, einen deutlich geringeren Leimanteil und ein solideres Grundgerüst.
    Ich habe mir früher einige Häuser angesehen die aus Stegträgern gebaut wurden. Einige Firmen halten sich an die Verarbeitungsvorschriften, viele haben sie anscheinend nicht einmal verstanden. Jeder hier gemachte Fehler fällt deutlich schwerer ins Gewicht, weil dieses Trägersystem recht ausgereizt ist. Haustechniker durchbohren oftmals voller Freude die dünnen Stege und freuen sich darüber Ihre Leitungen so einfach verlegen zu können. Jede Bohrung außerhalb der vom Hersteller angegeben Zonen kann aber das statische System empfindlich stören.
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Also, ich mag die Dinger, weil mit recht geringem Aufwand, enorme Dämmstärken erreicht werden können.

    Allerdings muss man wissen was man macht. Das ist definitiv nix für diy-ler und manche Zimmereien. Die Gebäudegeometrie sollte ebenfalls einfach gehalten sein.
     
  6. Neutal

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    Ich mag sie ja auch, der Planungsaufwand ist aber schon deutlich höher und viele haben das System nicht verstanden.
     
  7. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Tschuldige, bin ja bei Dir :D

    Sowohl die Planer als auch die Ausführenden müssen wissen, was sie tun. Und da gibts in dieser Republik nicht viele von. Und da zwei zu finden (Planer +Ausführender), tja, das ist schon fast nen Lottogewinn:winken
     
  8. #7 Friedl1953, 7. April 2014
    Friedl1953

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    Liegt hier nicht bei allen Holzkonstuktionen das große Problem? Das Zusammenspiel von Architekt, Ingenieur und Ausführenden ist hier besonders wichtig. In meiner Praxis habe ich es immer wieder erlebt, dass der Architekt gemalt, sich aber noch nicht mit den beiden Anderen abgestimmt hat. Was dann dazu führte, dass dann die beiden Anderen Krücken basteln mussten um es doch noch hinzubekommen. Das dann meißtens noch bei großen Gebäuden.

    Die Stegträger haben schon einen großen Vorteil wenn es um Dämmstärken geht, da sind halt Massivholzträger, ab einem bestimmten Punkt, am Ende. Aber wissen muss man schon was man tut.

    Für meinen persönlichen Geschmack sehe ich für die Stegträger eine große Zukunft in der Dämmebene. Massivholzkonstruktionen sind stark im kommen. Darauf den Stegträger, egal ob Wand oder Dach oder Beides. Unterdeckplatte oder Putzträger drauf und dann das Ganze ausgeflockt. Für mich eine absolut ideale Bauweise. Diese Vorliebe muss ja nicht jeder teilen.

    Zum Thema der Leime, wir sollten uns damit anfreunden. Die heutigen Holzverleimungen kann man einfach nicht mehr mit der Brille der 60 er und 70 er Jahre sehen. Ein vernünftig geplanter Holzbau braucht die OSB und mit der tragen wir natürlich den größten Leimanteil in die Gebäude. Es gibt zwar alternative Nischen zur OSB, für mich sind diese aber noch nicht ausgereift oder mit Nachteilen verbunden. Die restlichen Holzprodukte KVH, Duo, Trio, BSH, BSP, Stegträger bringen realtiv wenig Leim in die Häuser. Außerdem hat die moderne Leimtechnik einen Quantensprung in der Ausnutzung des Rohmaterials Holz gebracht. Die leimfreien Produkte haben alle den Nachteil, dass die Ausnutzung des Stammes wieder deutlich nach unten gedrückt wird.
     
  9. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Friedel, das Problem ist, dass selbst die Hersteller der Stegträger teilweise nicht wissen, was sie tun. Das gibt bei einem Details, da fasst Du Dich an den Kopf und fragst, ob der Drogen nimmt.:mauer

    Und ja, Architekt und HRB, da treffen Welten aufeinander :mega_lol:

    Und ganz dramatisch wirds, wenn der Statiker kommt, der mit sowas noch überhaupt keine Erfahrung hat....
     
  10. #9 Friedl1953, 7. April 2014
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    Rübe das Problem mit dem Statiker wäre noch in den Griff zu bekommen wenn der bereit ist zu lernen. Hatte mal in Naumburg in einem rießigen Gewerbeobjekt einen Statiker der vorher wahrscheinlich gar nicht wußte, dass es BSP gibt. Der Junge hat sich aber so in die Materie reingekniet, dass wirklich was Gutes rauskam. In Hamburg hatte ich einen Statiker der vorher wahrscheinlich auch nicht wusste das es so was gibt, aber eigentlich wusste er alles besser. Ein Katasthrophe. Es gibt schon ein paar richtig gute Holzbaustatiker. Ich hatte mir angewöhnt deren Adressen bei jeder Architektenberatung zu hinterlassen.
     
  11. deadeye

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    Danke schon mal für die Antworten.
    Da es sich in meinem konkreten Fall um eine modulare Bauweise handelt, ist hoffentlich alles aufeinander abgestimmt.
     
  12. mls

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    definiere "modular" :)
     
  13. deadeye

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    "si modular" googeln... darf hier das Pferd nicht beim Namen nennen ;-)
     
  14. #13 Friedl1953, 8. April 2014
    Friedl1953

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    Habe nochmal Deine Eingangsfrage gelesen. Die Doppelstegträger sind ja schon ein alter Hut. Der Hersteller dieser Träger gehört nicht gerade zu den unbekannten. Verleimte Hölzer haben nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. In naher Zukunft wird es nur noch verleimte Konstruktionshölzer geben. Bedenken = Null.
    Die Internetseite sieht nicht schlecht aus. Es gibt interessante Ansatzpunkte. Um näheres zu wissen würde ich sagen abendfüllendes Programm mit einem Techniker der Firma.
    So kann man es auch machen, man muss es aber nicht.
    Warum Du dich gerade darauf eingeschworen hast, "nobody knows".
    Ein bisschen wundere ich mich allerdings über die Frage aus dem Mund eines Fluggerätemechanikers. :bef1010:ich mir vorstelle was Deine Kollegen, besonders die Altvorderen, aus dem Werkstoff Holz heraus geholt haben, da solltest Du einfach Vertrauen in den Werkstoff haben.
     
  15. mls

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    ich hab ja bewusst nicht nach´m link gefragt
    (könnt´ sein, dass ich solche "systeme" kenne),
    sondern wie du "modular" definierst ;)
     
  16. deadeye

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    Zum einen ist die Lebenserwartung der damaligen Flugzeuge nicht gerade hoch gewesen und zum anderen.... Seit meiner Lehre bis Heute habe ich kein Holz im Flieger gesehen ;)

    Ja, was ist modular? Eigentlich das, was man auch aus anderen Industriebereichen kennt... Diese Beton-Hausbau-Firma - Dennert glaube ich - die macht modularen Bau.
    Aber das Stecksystem mit den einheitlichen Bauteilen auf kosten der Individualität find ich super :)
     
  17. #16 Friedl1953, 9. April 2014
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    Na ja ich dachte, wenn man einen Beruf (Berufung???) ausübt beschäftigt man sich auch mit der Historie. Lebenserwartung, na ja die Flieger aus meine Jugend sind alle nicht mehr am Himmel. Aber so richtige Oldtimer schon noch. Wie dem auch sei, ja das Zeug (Stegträger) hält. Was soll man sonst dazu sagen.

    Für Module gibt es pro und contra. Beim EFH Haus sehe ich allerdings nicht so viel pro als z.B beim Hotelbau. Wenn Du 3 Fachleute zusammensteckst dann sind die in der Lage über diese Problematik sich tagelang die Köpfe einzuhauen.

    Ich glaube Du hast aber eins noch nicht verstanden. Du bist bei einem gelandet der sich was ausgedacht hat und es recht gut präsentiert. Der verwendet halt mal aus reinem Zufall Stegträger. Der hätte sich genauso jedes andere Holzprodukt auf seine Fahne schreiben können. Das hat alles mit dem Stegträger nichts zu tun.
     
  18. deadeye

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    Jaja die deutsche Sprache... es ist ein Job ;)

    Noch habe ich das Angebot nicht in der Hand, aber das Ausbauhaus 55m² für 50.000€ inkl. Architektenleistung und Fundament find ich schon mal nicht schlecht.
    Die Fenster z.B. sind von der Firma Vrogrum Typ Svarre, also kein billiger Kram.

    Es spricht scheinbar nicht viel gegen die Stegträger.
     
  19. deadeye

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    60.000€.... :konfusius
     
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    Man sollte bei dem Bau eines solchen Hauses etwas darauf achten wo es gebaut wird. Die extrem leichte Bauweise hat natürlich auch Nachteile. In Gebieten wo häufiger mal heftige Stürme toben, würde ich lieber mit etwas schwereren Baustoffen arbeiten die sich besser verbinden lassen. Eine so leichte Gebädehülle kann schweren Stürmen nicht viel entgegensetzen. Gut, die Amerikaner haben wieder eine andere Bauweise, aber eben auch sehr leicht. Was hier regelmäßig passiert wenn ein Hurrkane tobt hat wohl schon jeder in den Nachrichten gesehen. Das ist nur eine kurze Anmerkung, weil auch wir hier in letzter Zeit häufungen von starken Stürmen haben. In Norderstedt bei Haburg habe ich selber mal so eine Schneise nach einer Windhose gesehen. Schon beachtlich.
    Letzlich aber kommt es auf den Verarbeiter an. Der eine baut Häuser aus Stegtägern in sehr guter Qualität, der ander ist froh ein Haus zu schaffen, das von alleine steht
     
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    Letzlich aber kommt es auf den Verarbeiter an. Der eine baut Häuser aus Stegtägern in sehr guter Qualität, der ander ist froh ein Haus zu schaffen, das von alleine steht.
    Der Preis von 60.00€ ist schon sehr gering. Auch für ein Ausbauhaus. Nun sind 55 m² auch keine Villa, aber der Grundaufwand für die Produktion und Montage bleibt ähnlich, auch die Haustechnik hat Ihren Preis. Hier würde ich dringend raten bei Referenzobjekten mal ein Gespräch mit anderen bauherren zu suchen
     
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