Tragende Wände im Grundriss erkennen?

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  1. #1 Kevro2710, 10.07.2020
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    Hallo Zusammen,

    Ist es möglich aus dem Grundriss eines Gebäudes tragende Wände zu erkennen?
    Die Wände stehen von Keller bis Dachgeschoss alle direkt übereinander was mich als Laien erstmal vermuten lässt dass alle Wände tragend sind.
    Wir würden das Erdgeschoß natürlich gerne luftiger gestalten.

    Erstmal danke für alle Tipps und Antworten :)
     

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  2. 11ant

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    Alle 13er Wände (was zu keinem mir bekannten Ziegelformat paßt, die müßten eine regionale Spezialität sein) tragen zumindest in dem Sinne, daß sie bei einer Holzdecke natürlich die darüberstehenden Wände tragen. Auch wäre "nichttragend" keineswegs gleichzusetzen mit "statisch entbehrlich", da es auch um Aussteifung geht. Die 10er Wände (vermutlich Gipsdielen) dürften statisch problemlos herausnehmbar sein. Ich halte hier schon den Einbau einer Dämmung im Dachstuhl für statisch (freundlich gesagt) nicht trivial !
     
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  3. #3 Kevro2710, 10.07.2020
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    Erstmal danke für deine Antwort. Mir erscheint die Wandstärke auch etwas gering. Zudem weiß ich nicht ganz wie ich den Zusatz im Grundriss deuten soll: "In 1/2 Stein starken, deckentragenden Wänden dürfen keine Schlitze für Rohrungen ausgespitzt noch ausgespart werden." Soll das heißen wenn ich die Aufputzleitungen unter Putz legen wollen würde bricht das ganze wie ein Kartenhaus zusammen? Das Dach wurde wohl vor 15 Jahren erneuert und in dem Zuge auch gedämmt.

    Wir sind nach der ersten Besichtigung des Hauses eigentlich recht angetan, allerdings macht uns das alles etwas skeptisch.
     
  4. SIL

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    Das heisst das weder in der 'schlanken' Wand noch in Bereichen mit 1/2 1/3 1/4 Stein - Durchführung und Schlitze/Aussparungen etc sein dürfen, analog der heutigen Wand/Schlitzregel.

    Was für MW innnen/aussen
    Was für Decken und Böden Estriche?
    Allgemein gilt umbauen/renovieren/sanieren geht alles.... ist nur eine Frage der Investition...
     
  5. 11ant

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    Einen halben Stein stark meint Deine nahezu sämtlich deckentragenden 13er Innenwände, und diese dürfen weder geschlitzt noch unterbrochen werden.
    Meines Erachtens nicht erst dann - ich sehe das Haus statisch in toto nicht für die Ertüchtigungen nachrüstbar, zu denen Du wegen des Eigentümerwechsels verdonnert sein wirst.
    Da mag man ein bißchen Glaswolle zwischen die Sparren gelegt haben. Aus meiner Sicht ist das ein äußerst charmantes Pfefferkuchenhäuschen, substantiell aber leider geschenkt noch zu teuer. Als Mieter dürftest Du das alles hübsch tapezieren, aber als neuer Eigentümer darfst Du Dich darauf nicht beschränken. Schon die Decke des Kriechkellers von etwa Einsneunzig Stehhöhe (!) wird keine Stützen oder stärkeren Wände tragen, und so weiter bis unter´m Strich kein gutes Haar bleibt. Häng´ Dich nicht an diesem Haus auf, sonst wirst Du es in diesem Haus tun.
     
  6. #6 Andreas Teich, 11.07.2020
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    Ein Anfang 50 er Jahre Haus wird ja wohl nicht sehr teuer sein und Investitionen ohnehin sicher eingeplant.

    Auch in tragende Wände lassen sich auch Öffnungen herstellen und mit Stahlträgern u. ggf Stützen abfangen,
    was eine ganz übliche Arbeit und für Altbausanierungsfirmen normaler Arbeitsalltag ist.

    Bei Holzbalkendecken sind zumindest die Auflagerwände tragend,

    wobei dabei die Mittelwand ggf durch einen Holzträger und Holzstützen fast komplett ersetzt werden könnte,
    sofern zur Aussteifung der Außenwände benötigte Mauerstücke stehen bleiben oder die Aussteifungsfunktion durch andere Maßnahmen gegeben ist (Streben, Seilabspannung o.ä.)

    Unausgebaute Dachböden wurden nur mit geringeren Verkehrslasten berechnet-
    hier sollte ggf eine Verstärkung stattfinden,
    oder gleich Holzbalkendecken durch dickere, ggf Sichtbalken ersetzt werden inkl Berücksichtigung des Schallschutzes.
     
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