Was bedeutet eigentlich... (ein paar Fragen zum besseren Verständnis der Architekten)

Diskutiere Was bedeutet eigentlich... (ein paar Fragen zum besseren Verständnis der Architekten) im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Was bedeutet aufgeräumt? Lese das immer wieder - hier und in Heften. Ist das nur Symmetrie? Ist das ein Gefühl, oder gibt es da wirklich was...

  1. JResniz

    JResniz Gast

    Was bedeutet aufgeräumt? Lese das immer wieder - hier und in Heften. Ist das nur Symmetrie? Ist das ein Gefühl, oder gibt es da wirklich was greifbares?
    Was sind Abläufe? Denkt man sich da einen Bewohner, der einen Tag im Haus durchlebt und malt seine Wege auf? (In etwa wie ein Spaghettidiagramm bei W-Ings)
    Was sind Dinge die nicht gehen oder besser gehen? Identifiziert habe ich für mich bislang:
    riesige Wohnzimmer werden irgendwann statisch problematisch (bzw. teuer),
    Bäder im DG maximal weit entfernt zu Küche und Hausanschlüssen im EG sind schwierig, da die Leitungen irgendwo hin müssen,
    Licht ist wichtig - oft werden Flure zu Höhlen,
    rund ist teuer und oft nur bedingt sinnvoll,
    Durchgänge (z.B. zwischen Bett und Tisch) werden oft zu eng geplant,
    angesetzte Erker sind etwas aus dern 80ern.
    (gern ergänzen)
     
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  3. JResniz

    JResniz Gast

    ein ist mir noch eingefallen: die Küche sollte nicht zu weit von der Terrasse entfernt sein (draußen Essen im Sommer)
     
  4. Gast943916

    Gast943916 Gast

    soll das ein Witz sein?
     
  5. JResniz

    JResniz Gast

    nein - das ist durchaus ernst gemeint - wieso soll es ein Witz sein? Hier werden hunderte von Grundrissen gepostet und 95% davon wegen der gleichen Probleme zerrissen - ist ja schön, wenn es allen sonnenklar ist - ich oute mich gern - mir ist es oft nicht so auf Anhieb klar. Verstehe die Sachen dann zwar schon, aber halt nicht so 100%.
     
  6. Taipan

    Taipan

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    Ein Grundriss sollte so gestaltet sein, dass man mit minmlastem Einsatz das Ding bauen kann und ohne sich ihne Karte drin orientieren kann. Solange ist aus einem Gebäude etwas herausnehmen kann, ohne dass die Funktion leidet ... räume ich auf. Aufgeräumt ist also, wenn nichts mehr vereinfacht oder entnommen werden kann, ohne dass die Funktin (Wohnen z.B.) leidet. Solange Ecken, Schnörkel, Winkel, Türen ... vorhanden sind, die keine Funktion außer "dasein" haben, ist nicht aufgräumt.


    Beispielablauf: Reinkommen, Schuhe ausziehen, Mantel ablegen, Einkauf in die Küche bringen, Einkauf verstauen, Spülmaschine ausräumen, Herd an, Topf drauf, Essen kochen, servieren, essen, Abräumen, Spülmaschine laden, ins Wohnzimmer traben, auf Sofa pflanzen, Tatort schauen, ins Bad, ins Bett und dannn ... naja Eure Phantasie ...

    diese Abläufe müssen funktionieren, ohne dass man an irgendeiner Stelle einen Schreikrampf bekommt, weil man Wege zum fünften mal laufen muss, irgendwas im Wege steht, man irgendwo nicht ran kommt, unnnötig kilometer schrubbt, andere Abläufe im Haus stört, sich (oder andere) behindert ...

    Und ja, wir Architekten malen uns diese Wege in der Regel schon auf (wenn oft auch nur im Kopf) ....


    Hohhhh .... dünnes Eis ... aber gute Frage ...

    Spannweite kostet Geld, große Spannweiten kosten großes Geld, Große spannweiten bedeuten große Räume ... die weiderum eigentlich Höhe brauchen ... große Spannweiten lassen sich geschickt geplant vermeiden ....

    japp. Leitungen brauchen Platz ... Allein das Abwasserrohr eines WC benötigt mit allem Gedöns drum (Schallschutz, Gehäuse ...) 25X25cm .... dazu noch KTW, WTW, BW, Zirk ... alles gedämmt und alles mit Normabstand ... sind wir bei einer Breite von ... sagen wir mal ... 1,20 m....

    Höhle=Finster, viele Flur=Finster; viele Flur = Höhle ... wenn ich aus einem lichtdurchflutetem Wohnzimmer in eben eine solche Höhle trete, dann ist das Woh(l/n)gefühl dahin ....

    rund ist teuer, Bögen bauen, war ausser bei Türmen im Mittelalter schon immer teuerer als eckig. Mit runden Wänden kann man nichts anfangen (ausser runde und wiederum schweineteure Möbel davorstellen)

    man sollte mit Bauherren mal in eine große Halle gehen und die angedachten Wohnsituationen mit großen Pappkartons nachstellen und dann die Aspirenten (ja die kommen ins Schwitzen *g*) mal mit Rollstuhl oder Rollator oder Krücken durch ihr "Gebilde" laufen lassen.

    gaaaanz gruselig. Es baut auch keiner mehr Nierentische ... die die da sind werden genutzt ... aber neu bauen .... nein ... energetisch auch mist und haben meinst einen Nutzwert eines Kropfes.
     
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