Was eventuell doch als Eigenleistung machen?

Diskutiere Was eventuell doch als Eigenleistung machen? im Schlüsselfertig Bauen ? Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich hoffe ich hab das richtige Forum gewählt für den Beitrag. Hab nichts sinnvolleres gefunden. Zu meiner Frage: Wir wollten...

  1. sobdog

    sobdog

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe ich hab das richtige Forum gewählt für den Beitrag. Hab nichts sinnvolleres gefunden.

    Zu meiner Frage:

    Wir wollten eigentlich schlüsselfertig bauen, da die Kosten jedoch nun doch unser Budget übersteigen, müssen wir einige Arbeiten wohl in Eigenleistung übernehmen.

    Bodenbeläge, Malerarbeiten und Elektro werden wir komplett selber machen, da der Bruder Elektriker bzw. Techniker ist. Ich bin selber handwerklich auch nicht unbegabt, hab allerdings in den meisten Bereichen keine Erfahrung. Mein Schwiegervater hat sein Haus komplett selber gebaut damals. Ist allerdings schon ein paar Jahre her - ein wenig wird die Erfahrung jedoch weiterhelfen.

    Nun meine Frage:
    - Welche Arbeiten sind fachlich einfach aber sparen viel Geld ein?

    Ich freue mich auf ein paar Vorschläge...

    Vielen Dank,
    Gruß
     
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  3. #2 Gast943916, 27. Januar 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    das geht wohl nicht zusammen...

    Gipser
     
  4. #3 ReihenhausMax, 27. Januar 2011
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

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    Kellerdecke dämmen, falls das relevant ist und die optischen Ansprüche nicht
    zu hoch sind (selber verputzen eher nicht ...).

    Ansonsten Arbeiten suchen, wo klar ist, was zu tun ist und auch ein Profi
    einfach viel Zeit braucht oder man nicht die 100% ige Perfektion braucht
    und man vor allem nicht andere Gewerke potentiell behindert oder durch
    Fehler weitere Kosten produziert.
     
  5. oberh

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    Hi!

    Ihr wollt schlüsselfertig bauen - habt Euch dafür ein Angebot eingeholt ...
    Sollten einige Gewerke nun in Eigenleistung erbracht werden, dann zieht der GU/BT garantiert weniger vom Preis ab, als ihr real einsparen würdet.

    Oder baut Ihr mit Archi und schreibt selber aus?

    Schlüsselfertiger Preis bedeutet nicht "all inclusive" - habt Ihr alle weiteren Nebenkosten bedacht?
    Wenn nicht - macht bauen dann noch Sinn für Euch?
     
  6. sobdog

    sobdog

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    @oberh: Eine komplette Kostenrechnung liegt bereits vor, ja! Es wird mit einem GÜ gebaut.
    Die Gefahr sehe ich derzeit auch, dass die Abzüge nicht dem entsprechen, was der GÜ selber dafür zahlt. Zusätzlich muss ich dann noch Material einkaufen - eventuell mit schlechteren Konditionen als der GÜ. Dann kommt wirklich die Frage auf, was sich rechnet und was nicht.

    @ReihenhausMax: Kellerdecke ist wohl nicht relevant, da es ein "Wohnkeller" wird, der komplett beheizt ist.
    Ansonsten war ja meine Frage eher konkret nach Sachen, die man gut machen kann. Mir fällt nämlich nichts ein. Höchstens noch Innentüren einbauen.
     
  7. Azalee

    Azalee

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    Ihr baut vermutlich massiv, oder? Bei einem Holzständerhaus kann nämlich ganz gut den Innenausbau der Wände selbst übernehmen.
     
  8. sobdog

    sobdog

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    Ja massiv!
     
  9. knopy

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    Wir haben 2009-2010 gebaut aus Erfahrung kann ich dir sagen lass es mit dem selber bauen.
    Wir haben die Bodenplatte und die Elektrik allein gemacht. Was zeitlich schon relativ eng war bei der Elektrik. Ich vermut du gehst arbeiten und Kinder hast du auch noch. Ich habe das erste Lebensjahr meines Sohnes fast verpasst. Es sind tausend kleine Dinge zu machen und die kosten in Summe unmengen Zeit. Wenn du erst datin wohnst hast du auch nicht mehr Zeit.
    Das ist zwar nur meine MEinung vielleicht nimmst du sie dir etwas zu HErzen
     
  10. Lynx1984

    Lynx1984

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    Hallo Sobdog,

    welchen Betrag möchtest Du denn einsparen?
    Ansonsten habe ich es auch bereits erleben dürfen, dass Eigenleistungen nachträglich bei einem GU/GÜ in nur lächerlichen Gutschriften resultieren. z.B.
    Waschbecken in Eigenleistung => 30€ Gutschrift :motz
    Vielleicht bist Du besser beraten zu schauen woher Du noch Geld erhalten kannst, anstatt gleich den Rotstift am Haus anzusetzen, was dann später leicht noch teurer werden kann:
    - auf kleineren PKW umsteigen (alten PKW gewinnbringend verkaufen)
    - Kredit aufnehmen (zinsfreies Darlehen bei der Verwandschaft möglich?, Arbeitgeberdarlehen)

    Als erstes würde ich probieren dort am Haus zu sparen was Zeit hat auch bis einige Monate oder gar Jahre nach dem Einzug. Dazu gehört:
    - komplette Gartengestaltung
    - PKW Stellplatz oder gar Fertiggarage
    - Bedingt: kompletter Innenausbau im KG, sofern nicht als Wohnraum genutzt
    Für viele Dinge kann man auch nur die Vorbereitungen durch den GU/GÜ legen lassen, um dann im Nachgang selbst dies zu installieren. Dazu gehören auch Anschlüsse und Positionen wie ein Hebefix im KG...

    Beste Grüße
     
  11. matom

    matom

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    Moin,
    was wir beim hausbau selber gemacht haben:
    - Fliesen gelegt + Verfugen
    - Decken tapeziert
    - Wände werden diesen Sommer tapeziert
    - Sockelleisten gefließt
    - Dachbodenausbau als Lagerraum
    - Garten komplett selber angefangen bei der Wiese bis zum Beet und Einfriedung
    - Malerarbeiten
    - Terrasse 35 qm + Überdachung 19 qm

    An Elektrik würd ich im leben nicht dran gehen selbst einfach eine weitere Steckdose an eine vorhandenes kabel hab ich dem Profi überlassen.

    Denke alle anderen Arbeiten können Profis besser und schneller, das Geld was ich in der zeit verdiene ist mehr wert als meine Arbeitskraft und längere investierte Zeit in den jeweiligen Gewerken.

    MfG
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Was heißt "ist schon ein paar Jahre her?" Baust Du ein Haus auf dem Stand von damals? Ansonsten ist die Erfahrung von damals nicht viel wert.

    Wenn das budget zu eng wird, muss man das Haus dem budget entsprechend anpassen. Alles andere ist ein Lotteriespiel.

    Das haben schon Viele von sich behauptet, und sind damit auf dem Bauch gelandet. Es geht ja nicht nur darum ob man begabt ist, sondern man braucht auch die Erfahrung und die richtigen Werkzeuge. Sonst wird Eigenleistung zur Qual, und das Ergebnis genügt nicht einmal den geringsten Ansprüchen. Möchtest Du so etwas in Deinem "neuen" Haus?

    Beim Hausbau gibt es so viel zu tun, da hat man sowieso keine Zeit, selbst wenn man sich nicht auf einzelne Gewerke stürzt. Es wird immer mal jemand gebraucht der einem ein bischen zuarbeitet, aber richtig Geld sparen kann man damit nicht. Das wird einfach vorausgesetzt.

    Handwerker verzichten gerne auf solche Hilfskräfte, denn bis man denen alles erklärt hat, hat man die Arbeit auch selbst erledigt und muss nicht noch einmal kontrollieren ob alles richtig gemacht wurde.

    Also, entweder Du kennst Deine Fähigkeiten (bitte realistisch einschätzen), dann weißt Du auch was Du selbst machen kannst, oder aber Dir fehlen für die einzelnen Gewerke die Fachkenntnisse und Erfahrung, dann besser die Finger davon lassen. Du wirst auch so alle Hände voll zu tun haben damit es vorangeht mit der Baustelle.

    Gruß
    Ralf
     
  13. bauloehr

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    Hi,

    bedingt durch Passivhausplanung und Interesse an der Technik, lese ich hier quer durch alle Gewerke im Forum mit. Um von der Materie einfach mehr zu verstehen, habe ich auch diverse Literatur, VDE, DINs, Ausbildungsbücher zu Trockenbau-, Fliesen-, Sanitär, Elektro usw. durchgeschmökert sowie Webseiten verschiedenster Hersteller zu Bauchemie, Materialien, Herstelleranweisungen.

    Es ist ein absoluter Wahnsinn, was da alles wie geregelt ist und wie etwas technisch korrekt gemacht werden sollte. Gleichzeitig gibt es in unserem Umfeld einige Bekannte, die ihr Haus mit Hilfe von Verwandten/Fußballkumpels/Feuerwehrkollegen in Eigenregie hochgezogen haben (im Saarland kennt man ja immer einen, der einen kennt, der hat einen Bagger für die Baugrube...). Und immer kommt dann die Ansage: Anders hätten wir das garnicht bezahlen können.

    Mich würde da mal interessieren, wie es um Dinge die Luftdichtheit, Schallentkopplung, Fließgeräusche in Leitungen usw. steht. Nach bisherigem Eindruck kann man mit kleinen Unachtsamkeiten große Fehler bei einem modernen Bau verursachen. Und ob die Kumpels sich nach fünf Bier am Samstag nachmittag beim Verputzen Gedanken um eine luftdichte Hülle machen, wage ich mal zu bezweifeln.

    Gruß
    Hannes
     
  14. greentux

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    Wir haben uns mal vorgenommen, 5% der Bausumme als Eigenleistung zu erbringen. Nebenbei kam Kind Nr. 2. Die Bauzeit wird etwa 9 Monate betragen.
    Gemacht haben wir eine ganze Menge. Vieles ist halt keine Eigenleistung in dem Sinne, sondern dient eher der Qualitätssteigerung bzw der Vereinfachung von Prozessen :) (Bewässerung Bodenplatte, Organisation Radlader zum Entladen, Organisation Bauwasser,...)
    Wirklich anrechenbar gemacht haben wir dann aber auch noch 5%. Primär sind das Malerarbeiten, Trittschalldämmung, Elektrik (Anteil KNX), Holzbalkendecke Einschub und Verschalung, Innenwände gemauert (Lehmausfachungen), Holzverschalung aussen, Bodenbeläge ölen, etc.
     
  15. #14 passivbauer, 30. Januar 2011
    passivbauer

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    Ich muss aber auch mal eine Lanze für die Hobbybastler brechen - vieles was die Handwerker abliefern würde meinen Ansprüchen nicht genügen - wenn ich was selber mache geht es mir nicht primär darum Geld zu sparen sondern hinterher ein gutes (besseres) Ergebnis zu haben.
     
  16. alex2008

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    der Unternehmer der schlüsselfertig anbietet hat das Objekt mit allen seinen Kosten kalkuliert, darin seine Gemeinkosten, Gewinn und Wagnis verteilt.
    Bei den Gemeinkosten gibts nun einige Kosten welche sich nicht linear mit dem Umsatz entwickeln. Da steigt dann am Umsatz gemessen Anteil dieser Kosten wenn der Umsatz sinkt.
    Diese Zuschläge werden zudem nicht unbedingt gleichmässig sondern evtl. gewichtet zugeschlagen.
    Mehr oder wenig vieles der zu erbringenden Leistungen werden auch nur zugekauft.
    Durch wegfallende Leistungen kann sich auch der Koordinierungsaufwand erhöhen.

    Bei geplanten Eigenleistungen sollte man sich sehr kritisch selbst einschätzen können. Kann man es wirklich, und vor allem in der eingeplanten Zeit damit es mit nachfolgenden Gewerken keine Probleme gibt.

    Die Qualität einer Eigenleistung kann durchaus höher sein als die vom Handwerker erbrachte.
    Man kann sich durch Eigenleistung evtl. halt auch Details, Ausführungen etc. leisten welche bei einem Handwerker wegen hohem Lohnanteil sehr teuer werden. Oder vielleicht auch kaum erhältlich sind.
     
  17. oberh

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    Hi!

    Wenn Du Dir einmal eine Aufstellung der selbst zu erledigenden Gewerke aufgestellt hast, lasse Dir ein neues Angebot geben.

    Ich habe bisher auch ungemein viel an Eigenleistung erbracht:
    1. Vorplaunung
    2. Lageplan zum Baugesuch
    3. Absteckungen grob und fein
    4. Abgeschlossenheitsbescheinigung
    5. Rodung des Grundstücks
    6. Containerweise Schuttentsorgung
    7. Abriss Hühnerstall (war wohl für ein 10 t - Huhn gedacht)
    8. Abriss Betoneinfriedungen
    9. diverse Trockenbaumaßnahmen incl. Dämmung von Versorgungsschächten
    10. alle Fliesenarbeiten (ca. 230 m²)
    11. Holzdecken mit Beleuchtung in fast allen Räumen
    12. bis jetzt ca. 20 lfdm Kantensteine
    13. alle Fensterbänke innen und außen
    14. Ab- und später Anfuhr Erdaushub
    15. Dem Elektriker alle Schlitze geschlitzt, damit er mir im Gegenzug alle Leitungen in Leerrohre legt.
    16. Satellitenkabel vom Keller bis zum Speicher verlegt

    ... mehr fällt mir hier gerade nicht ein.
    Hinzu kamen dann noch "Eigenleistungen", die der GU einfach nicht machte:
    1. Versorgungsschächte etagenweise verschlossen
    2. Löcher in den Wänden geschlossen
    3. für einen Anfüllschutz gesorgt - auf Kosten des GU
    4. dafür gesorgt, dass nicht die zu kurzen Betonkellertreppen bestellt wurden ...
    5. Überprüfung der einzelnen Gewerke des GU - Absprachen - neue Absprachen - Ringkämpfe, wieso die Absprachen nicht eingehalten worden sind ...
    6. Transport von SaniInstallation ins OG, weil nach Wochen des Nichtstuns des GU MIR die Sachen im Wege waren.
    7. Müllentsorgung - zigfach - auf dem Grundstück - im Haus ...
    8. Die größte Position von allen: Mängellisten schreiben und wenigstens ein bischen mehr Sachverstand mir erarbeiten, als die Bauleiter und die Billighandwerker hatten ...

    Und auch hier fehlen noch ne Masse Positionen ...

    Nimm also die Masse der Eigenleistungen nicht auf die leichte Schulter.
    Ich bin seit einem Jahr (ok - fast) jeden Tag auf der Baustelle - Urlaub ade - Sonn- und Feiertage ade ...
    Dat schlaucht ganz schön ...
     
  18. rheinpilot

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    Guten Tag !

    Viele Fragen, wenige echte Antworten. Ich kann Deine Leistungsfähigkeit nicht einschätzen. Ich habe schon ein paar Jährchen Bauerfahrung...
    1. Wenn ich etwas mache, dann meist pedantischer als der normale Handwerker, etwa Elektrik in Leerrohren. Das dauert sowieso länger als der Handwerker. Und ich arbeite bestimmt bei meiner Ausführung auch noch ' mal länger. Das Problem: Im normalen Bauablauf ist so ein Selbstbauer allen anderen Handwerkern im Wege und die Baustelle dauert noch länger. In der Zeit muss der Bauherr den laufenden Bau finanzieren und gleichzeitig Miete in seiner alten Wohnung bezahlen.
    2. Selbst für ein paar Handgriffe braucht's Unmengen an Ausrüstung: Die eigentliche Maschine, Zusatzteile, Verlängerungskabel, Beleuchtung, Leitern, Gerüste, Besen etc. Dazu noch die persönliche Ausstattung wie Bauschuhe, Helm, Pausenbrot und gelegentlich ein kühles Bier. Und natürlich das eigentliche Material.
    3. Im normalen Bauablauf sagt der Bauleiter, wer was zu tun hat. Arbeitet ein Selbstbauer dazwischen, müssen die Abläufe extrem gut abgestimmt werden, damit's klappt. Und damit die Frage der Gewährleistung überschaubar bleibt.
    4. Der Selbstbauer hat genügend " drumherum " zu tun, sei es die Bemusterung der Tapeten, Teppiche etc, die ständigen " Kontroll "- Besuche auf der Baustelle, etc. Als normaler Beschäftigter mit 40- Stunden- Woche mit normalem Weg zur Arbeit bleibt nicht viel Zeit.
    5. Bei uns auf den verschiedenen Baustellen war es immer mal das Problem, dass die unterstützenden Verwandten und Freunde ausgefallen sind, etwa weil die Kinder krank geworden sind oder sonst etwas dazwischen gekommen war. Dann schafft man an einem freien Samstag auf der Baustelle nicht so viel.
    6. Besonders, wenn es stressig wird, muss auch 'mal etwas Zeit für die Familie und die bessere Hälfte sein.
    7. Manchmal rechnet es sich eher, die ein oder andere Überstunde im eigenen Beruf zu leisten.
    8. Wir sanieren gerade einen Altbau - mit einem verständnisvollen Archi - mit guten Handwerkern - mit viel Zeit - mit der ganzen Familie.

    Liebe Grüße

    Rheinpilot
     
  19. jannis09

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    Ich halte es auch für sehr wichtig, beim Thema "Eigenleistung" ganz realistisch an die Sache ran zu gehen. Man sieht recht gerne die Beträge, die man durch Eigenleistung sparen kann, aber man vergisst auch gerne mal, was sich dahinter versteckt. Ich selbst bin zB. relativ unbegabt, habe aber auch vor, einige Dinge selbst zu machen. Das wird dann aber so aussehen, daß ich im Bekanntenkreis Handwerker habe, die mir das eine oder andere machen. Meine "Eigenleistung" kann dann nur so aussehen, daß ich den Leute als Helfer ein paar einfache Arbeitsschritte als Handlanger abnehme. Dementsprechend muß ich mir auch im klaren sein, daß ich nicht die großen Summen einsparen werde............soviel zum Thema realistisch sein. Dann kann ich mit meinem Schwiegervater (Handwerker) zusammen die Böden verlegen, Wände streichen, Holz für´s Dach vorstreichen........aber auch da werde ich nicht die großen Beträge einsparen.
    Was erschwerend dazu kommt ist auch, daß ich 2 kleine Kinder und Frau habe, die auch nicht über mehrere Monate hinweg zu kurz kommen wollen.
    Was ich damit sagen will ? Jede Situation ist anders. Der eine Bauherr ist handwerklich begabt, selbst Handwerker, hat viel Ausrüstung usw...... der nächste Bauherr hat einen großen verlässlichen !!!! Bekanntenkreis mit handwerklichen Hintergrund usw.....
    Es gibt viele Möglichkeiten der Eigenleistung, aber man darf sich nicht von den Zahlen blenden lassen.
     
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  21. #19 Schnabelkerf, 1. Februar 2011
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    Im Rückblick würde ich heute möglichst keine Eigenleistungen mehr machen wollen. Das verhältnis Ersparniss <> Aufwand <> Ergebnis war noch schlechter als vorher befürchtet.

    z. B. für drei Seiten (1x Giebel, zwei Längsseite) Dachunterschläge haben wir noch im Sommer zu dritt zwei ganze Tage benötigt. Da an der vierten Seite das Gerüst fehlte hätten wir das erst jetzt fertig stellen können. Aus Zeitnot und wegens des Wetters haben wir es dann nicht selber gemacht. Die Zimmerei hat dann die Giebelseite Dachunterschlag inkl. "Ohren" für 350 € inkl. Material + MwSt gemacht! So war es im Nachhinein völliger Unsinn nicht gleich alles durch die machen zu lassen. Aber die "Ersparniss" die der GÜ einem am Anfang vorgerechnet sahen halt ganz anders aus.

    Andererseits gab es auch Dinge die ich heute lieber selber machen würde, nicht um Geld zu sparen sondern weil ich mit der Qualität der Handwerksausführungen nicht zufrieden bin. Das ließe sich natürlich auch mit einer anderen Firma erreichen die in diesem Gewerk mehr Zeit/Mühe investiert. z. B. der Trockenbau wurde eher grob und schnell als sorgfältig gemacht so das wir mit verspachteln und schleifen richtig viel Mühe hatten um das ganze an vielen Stellen einigermassen gerade zu bekommen. Beim nächsten Trockenbau würde ich auch nur noch Gipsfaserplatte verbauen lassen und auf Gipskarton ganz verzichten.
     
  22. Jessi75

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    Kann ich so nur bestätigen! Wir haben z. B. tagelang tonnenweise Schotter (bitte nicht wieder schimpfen, ich weiß nicht genau was es war. Sah aus wie Schotter :o) zum Auffüllen gescheppt. Ich hatte wusste bis dahin gar nicht, wo man überall Muskelkater kriegen kann... Naja, wenn wir das von der Firma hätten machen lassen, die uns auch gebaggert hat, hätten wir wohl ca. 200,- bezahlt. Also der Aufwand war deutlich größer als das, was wir gespart haben. Ich hatte aber sowieso Urlaub und konnte nichts anderes, also musste ich ran :hammer:
     
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