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  1. #1

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    Kosten und Planung für Straßenausbau

    Unsere kleine Dorfstraße (ca. 100 m lang) soll neu ausgebaut werden. Zurzeit besteht sie aus einem Fußweg ca. 2m breit, der teilweise gepflastert ist und der Straße ca. 5 breit mit einem kleinen Grünstreifen. Die Straße besteht nur aus Dreck und Erde. Jetzt soll der Fußweg weg und alles soll schön gepflastert werden (mit schönem Granitpflaster) und es soll abwechselnd an jeder Straßenseite Pflanzrabatten geben. Dies soll die billigste Variante für uns zahlenden Anlieger sein.
    Jetzt frage ich euch. Stimmt es, dass es billiger sein soll unsere Straße zu pflastern als eine Asphaltdecke darüber zu ziehen, obwohl der Asphaltfertiger um die Ecke in der Nachbarstraße steht, da diese asphaltiert wird. Dieser muss eigentlich nur rechts blinken und um die Ecke fahren. Was er auch tun wird, da ein paar Meter in unsere Straße rein asphaltiert wird. Wir verstehen das ganze nicht und denken, dass es nur eine Geldabzocke ist. Der Unterbau der Straße muss für das Pflaster genauso passieren wie für eine Asphaltdecke. Denkt Ihr auch, dass uns eine Asphaltdecke billiger kommen würde und dass man den Fußweg gut lassen kann?
    Unser Problem ist auch, wenn der Fußweg wegfällt, stehen wir genau auf der Straße, wenn wir aus der Haustür kommen und da unser Haus genau unten an der Ecke liegt, kann es sein, dass uns beim Zeitung aus dem Briefkasten holen einer mit dem Auto erwischt.
    Das zweite Problem ist, dass eine gepflasterte Straße viel lauter ist, wenn ein Auto darüber fährt. Unser Haus ist sehr alt und wenn draußen jemand spricht kann man es drinnen hören. Da wäre doch die Asphaltdecke auch viel leiser.
    Wir haben auch Angst, dass beim einrütteln der Pflastersteine einerseits die Teller aus dem Schrank hüpfen oder unser Haus Schaden nimmt (Risse, Tragfähigkeit der Wände).
    Habt ihr Ideen, wie wir erfolgreich mit dem Ingenieurbüro diskutieren können?
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  2. Kosten und Planung für Straßenausbau

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  3. #2

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    Ich schätze, Ihr müsst nicht nur mit dem Ing.-Büro, sondern auch mit Gemeinderäten diskutieren. Kann man von hier aus alles nicht so genau beurteilen, hört sich nach einer Art verkehrsberuhigten Zone an, aber die Entscheidung für eine Bauart wird letzlich von der Politik gefällt (und sei es durch blosses Abnicken)

    Thomas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Der Stadtrat ist sich einig - Anliegerstrasse, also fast alle Kosten auf den Bürger umlegen.
    Wie sieht es mit den Kosten bzw. Meinung Asphalt oder Pflaster aus?
    Danke
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  5. #4

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    Nicht mein Gebiet, aber ich denke dass Pflaster um einiges teurer ist.
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  6. #5
    Avatar von ISYBAU
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    Kommt auf das Pflaster an, aber generell wird eine gepflasterte Fläche teurer sein als ein gleichwertiger Asphaltoberbau. Natursteinpflaster im Mörtelbett ist sicher deutlich teurer.

    Aber wie bereits geschrieben, auch die Art der Befestigung wird vom Gemeinderat beschlossen.

    Wer sollte übrigens sonst eine Anliegerstrasse bezahlen ? Das Umlegen auf die Anlieger ist nicht nur fair sondern i.d.R. auch gesetzlich geboten. Sonst müsste es von einer größeren ALL-Gemeinheit bezahlt werden, die davon keinen Nutzen hat.
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  7. #6

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    Also das das Umlegen auf die Anwohner fair ist ist völliger Nonsens!

    Würde man die Anwohner mal befrargen, wollen die wenigsten eine neue Straßenbefestigung, denn fast alle Anwohner haben bereits einmal für die Straße bezahlt, jetzt bezahlen sie ein zweites mal, weil dem Gemeinderat die Straße nicht mehr passt!

    Beispiel: alte Straße, ca 5m Breite, daneben Sandstreifen/Rasenflächen ca. 2m
    Neue Straße, ebenfalls 5m, beiderseits Bürgersteige, teilweise gepflasterte Einengungen.

    Ergebnis: Durch die neue, glatte Straße hat sich die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Anzahl an Fahrzeugen verdoppelt, die Tempo 30 Zone interessiert niemanden.
    Die Pflasterstellen bestehen aus glatten Pflastersteinen, bereits bei Nässe extrem schmierig, bei Frost nahezu unpassierbar für Fahrräder, eine 180° Kurve sorgt jeden Winter für mindestens eine gebrochene Achse,
    die jetzt vorhandenen Gehwege müssen gestreut werden...

    Da hat sich für die Anwohner nichts verbessert, ausser ein dickes Loch in die Kassen gerissen... denn jeder Anwohner wurde mit einigen tausend Euro beteiligt.

    Gruß Zuviel Zeit
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  8. #7
    Avatar von ISYBAU
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    Wieso sollte z.B. jemand aus Elmshorn oder Würzburg mit seinen Steuergeldern eine Anwohnerstrasse in Ballingen mitfinanzieren?
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  9. #8
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    das ist ganz einfach Demokratie

    • beschlossen haben die Ratsherren
    • der Rat wurde von euch Bürgern als Interessenvertreter gewählt
    • somit habt ihr die Art und Weise des notwendigen Ausbaus eurer Straße selbst definiert

    Aber grundsätzlich ist es natürlich völlig richtig, dass ein Anlieger seine Straße anteilsweise selbst bezahlt. Wer denn sonst?
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  10. #9

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    Alles schön und gut.....
    Aber bin ich den verpflichtet,mich in Schulden zu stürzen??
    Kann man sich ein Gegenangebot einholen.-(bei uns in der Straße kommen 3 Mann um eine Schaufel Teer in einen Riss zu füllen)

    Gruß Frank
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  11. #10
    Avatar von ISYBAU
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    Eigentum verpflichtet. Und für Härtefälle gibt es Sonderregelungen. Das Haus/Grundstück hat erschlossen dann ja auch einen entsprechenden Gegenwert.

    Ansonsten kann es ja wohl nicht angehen, dass jeder Anwohner Aufträge für die Gemeinsame Anliegerstrasse beauftragt ... das würde zu Chaos führen. Das Eine (zuständigkeit, kostenteilung, gemein(de)wesen) darf man nicht mit dem Anderen (effizienz bzw. professionalität der ausführung) verknüpfen.
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  12. #11
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    Irgendwie läuft die Diskussion in die falsche Richtung. Wir sind für die Erneuerung der Straße und werden uns auch an den Ausbaukosten beteiligen, gar keine Frage. Es ist nur der Preis. Die 100 m geplsterte Straße sollen 98.000 € kosten. Ist da Asphalt nicht billiger??? Die preiswerteste Variant soll herangezogen werden.
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  13. #12
    Avatar von ISYBAU
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    Der letzten Beiträge waren doch nicht auf Sie gemünzt. Bitte nicht kritisiert fühlen - damit tun Sie sich hier keinen Gefallen.

    Zur Sache: 1000 € pro lfdm Strasse sind für eine Anliegerstrasse schon heftig.
    Empfehlung: Lassen Sie sich doch einmal den Bauvertrag dafür zeigen. Vielleicht stecken Leistungen drin, die nicht für die Strasse bestimmt sind ! (Abwasserkanäle usw.)

    Oder sind ggf. teerhaltiger Strassenabbruch und Altlasten zu entsorgen ? usw.usf.

    Die Herstellung der befahrbaren "Oberfläche" /( Deck+Tragschicht oder Pflaster) macht irgendwas zwischen maximal 20 - 40 % der Gesamtkosten aus - mal ganz grob geschätzt.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Zitat Zitat von hollyares Beitrag anzeigen
    Die 100 m gepflasterte Straße sollen 98.000 € kosten.
    So aus dem Bauch: 100 m Straße daraus geschätzt: 550 m2 Oberfläche, spezif. Kosten rd. 180 €/m2
    Zitat Zitat von hollyares Beitrag anzeigen
    Ist da Asphalt nicht billiger???
    so aus dem Bauch: wahrscheinlich ja.
    Zitat Zitat von hollyares Beitrag anzeigen
    Die preiswerteste Variante soll herangezogen werden.
    Wer sagt das?
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  16. #14

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    a. die gemeinde ist verpflichtet die kosten niedrig zu halten.
    b. die gemeinde ist verpflichtet sich an bestimmte vergaberichtlinien zu halten.

    ich würde einen interessenvertreter der anliegerstr. bestimmen und von der gemeinde die ausschreibungs bzw. vergabeunterlagen einfordern.
    wenn sie der meinung sind: "daß hätte man auch billiger machen können" - mit der gemiende verhandeln - notfalls mit rechtsbeistand
    fristen beachten!!
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