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  1. #1

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    Kernsanierung Fertighaus Holzständer

    Guten Abend,
    wir wollen wegen Schadstoffsituation und Werterhaltungsgründen unser Zenker-Fertighaus Bj.72 Kernsanieren. Das heißt: es sollen alle Spanplatten innen ausgewechselt werden, incl. Boden und Decke. Wir haben einen Trockenbauer, der uns auch schon einiges in den letzten Jahren gemacht hat und dem wir vertrauen. Meine erste Überlegung war, die jetzigen 1,25m x 2,50m und 13mm starken Spanplatten durch 12,5 mm starke Gipsfaserplatten zu ersetzen, wie in einem Antwortschreiben vom Hersteller auch empfohlen. (Alternativ 18mm GK). Es gibt beide Platten in Originalgröße, wie maßgeschneidert. Mein Trockenbauer aber meinte, er braucht unbedingt eine Unterkonstruktion an der Außenwand, wegen Rißbildung, graden Linien etc. Nun, wir wären sehr zufrieden, wenn es hinterher genauso schief wäre wie jetzt, es ist absolut in Ordnung und Risse habe wir auch nicht. Meiner Meinung könnten wir eine Menge Arbeitszeit sparen. Aber ich bin halt blutiger Laie und mein Trockenbauer möchte es halt gerne richtig und schön machen.

    2. Frage: würde sich die Statik nicht auch verändern wenn wir eine "weiche" Unterkonstruktion setzen?

    Ich bin für jeden Tip dankbar!

    Viele Grüße

    Hugo
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  2. Kernsanierung Fertighaus Holzständer

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  3. #2

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    Hi,

    welche Schadstoffe sollen das denn sein? Formaldehyd ist sicher keines mehr da...

    Ob die Gipsfaserplatten ausreichend austeifend sind? hier wäre es dann eher sinnvoll, eine neue Luftdichtigkeitsschicht vorzusehen... OSB abgeklebt, dann Installationsebene und dann Gips... Allerdings muss sichergestellt werden, dass der Aufbau funktioniert.

    Mein Favourit beim "Pappdeckelhaus" wäre die Nachrüstung einer dezentralen Lüftung.

    Vorteil:

    Wesentlich weiger Schadstoffbelastung (Möbel, Teppiche, der Bewohner selbst...) immer frische Luft, Energieeinsparung...

    Gruss, Dirk
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  4. #3
    Themenstarter

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    Guten Abend,
    Formaldehyd deutlich über WHO Empfehlung mit 143 yg plus Lindan am Grenzwert durch gutacherterliche Messung. Spanplatten gasen auch nach 150 Jahren noch aus, wenn sie nicht in Späne zerfallen sind bis dahin. Wir wollen die Ursache bekämpfen und nicht das Symptom, deswegen die Kernsanierung. Schafswoll-Lösung, Cleaneo von Knauf, EX von Baden-Chemie etc. haben wir schon alles durchgedacht. Möbelaustausch, Türen, Regale etc sind beim Sanierungspaket dabei. Es ist definitiv eine finanztechnische Lebensentscheidung bis wir schuldenfrei im tiefer gelegten Rollator die Welt verrückt machen. Scherz beiseite: Wir wollen hier leben, die Lage ist genial, und für Abriss und Neubau fehlt uns einfach das Kleingeld.......
    VG
    Hugo
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Hugo0206 Beitrag anzeigen
    ............und für Abriss und Neubau fehlt uns einfach das Kleingeld.......
    Ob eine Kernsanierung WIRKLICH billiger ist, wage ich doch leise zu bezweifeln.
    Zur Beplankung - Die ist AUSSTEIFEND, sorgt also dafür, das Haus senkrecht zu halten. Wenn ich dann lese, der Trockenbauer will da mit UK arbeiten, dann
    Wie wärs mit einem Planer für die Aktion??
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Isolierglas Beitrag anzeigen
    Formaldehyd ist sicher keines mehr da...
    Schwachfug!
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Hugo0206 Beitrag anzeigen
    .. die jetzigen 1,25m x 2,50m und 13mm starken Spanplatten durch 12,5 mm starke Gipsfaserplatten zu ersetzen [..]
    2. Frage: würde sich die Statik nicht auch verändern wenn wir eine "weiche" Unterkonstruktion setzen?
    [..]
    zu beiden punkten:
    kein abriss ohne beiziehung eines twp.
    nur ortstermin reicht nicht - üblicherweise muss (nach)gerechnet werden,
    für die stat. relevante sanierung muss ein ablaufplan erstellt werden, u.u. sind
    besondere aussteifungsmassnahmen bei kritischen bauzuständen erforderlich.

    jetzt meine fragen

    gibt es vom hersteller eine statische berechnung?

    was hat der trockenbauer bisher gemacht?

    was soll mit den innenwänden gemacht werden?

    wurde eine aussenwand geöffnet?
    trocken? geruch?

    wurde schon eine wand wenigstens teilweise rückgebaut?
    ich vermute, stiele und spanplatten sind braun verleimt?
    sind die stiele (dito: deckenbalken) vergiftet?

    was spricht gegen abkoffern belasteter bauteile (wenn man um die kompromissbehaftung
    von sanierungsversuchen weiss)?
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  9. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    zu beiden punkten:
    kein abriss ohne beiziehung eines twp.
    nur ortstermin reicht nicht - üblicherweise muss (nach)gerechnet werden,
    für die stat. relevante sanierung muss ein ablaufplan erstellt werden, u.u. sind
    besondere aussteifungsmassnahmen bei kritischen bauzuständen erforderlich.

    jetzt meine fragen

    gibt es vom hersteller eine statische berechnung?

    was hat der trockenbauer bisher gemacht?

    was soll mit den innenwänden gemacht werden?

    wurde eine aussenwand geöffnet?
    trocken? geruch?

    wurde schon eine wand wenigstens teilweise rückgebaut?
    ich vermute, stiele und spanplatten sind braun verleimt?
    sind die stiele (dito: deckenbalken) vergiftet?

    was spricht gegen abkoffern belasteter bauteile (wenn man um die kompromissbehaftung
    von sanierungsversuchen weiss)?
    Hallo,

    erfahrerner Statiker ist an Bord. Wir arbeiten uns Modular durch das Haus. Der Trockenbauer hat vor einigen Jahren unsere Bäder gemacht, sehr gute Arbeit. Deswegen höre ich auf ihn, wenn er eine Unterkonstruktion machen will für die Außenwände. Die Innenwände werden ebenfalls ausgetauscht, genauso wie die Innenseite der Deckenbeplankung und der komplette Boden, bis runter zur Betondecke.

    Braun verleimt stimmt. Wir wollen alles offene Ständerholz mit EX einstreichen UND nach außen mit Dampfsperre abdichte.... Innen jedoch nicht. Damit hätten wir fast alle Formaldehydplatten raus und die Schadstoffe im Ständerwerk isoliert. Alle Öffnungen (Decke, Außenwand, Boden) die wir geschnitten haben sind trocken und schimmelfrei.

    Wir haben zwei Belastungen: Formaldehyd, aus den Spanplatten und Lindan entweder aus Spanplatten oder/und aus dem Ständerwerk.

    Bei der Außenwandöffnung hat es sehr stark nach Formaldehyd gerochen.....

    Und jetzt eine ganz konkrete Frage von mir: Was spricht dagegen, die Fermacellplatten als Austausch direkt auf das Ständerwerk zu schrauben. Risse?????? Unebenheiten? oder was anderes? ................Statik wäre o,k!!

    Ich habe einerseits keine Lust auf einen Riss alle 1,25m aber auch keine Lust unser knappes Geld für das Vermeiden von Schönheitsfehlern auszugeben.....

    Vielen Dank für eure Mühe!!!

    Viele Grüße

    Hugo
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  10. #8

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    erfahrerner Statiker ist an Bord. [...] Deswegen höre ich auf ihn, wenn er eine Unterkonstruktion machen will für die Außenwände.
    Mit UK und einfach beplankt ist die Aussteifung eigentlich Vergangenheit. Da sollte der Statiker eingreifen!
    Aussteifung mit Gipsfaser ist zwar möglich, muss er aber rechnen. Im Fertighaus mit vielen Innenwänden vielleicht nicht so problematisch.

    nach außen mit Dampfsperre abdichte....
    Das ist die Falsche Seite. Grundsätzlich gilt innen dichter als außen.
    Nur mit Ex fände zu wenig.

    Bei der Außenwandöffnung hat es sehr stark nach Formaldehyd gerochen.....
    Formaldehyd riecht stechend, und wird längst nicht von allen Menschen wahrgenommen. Typischer Geruch in älteren Fertighäusern ist muffig, staubig und stammt vom Chloranisolen.

    Was spricht dagegen, die Fermacellplatten als Austausch direkt auf das Ständerwerk zu schrauben. Risse?????? Unebenheiten?
    Genau.
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