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Passivhaus - Nachheizregister mit Holzofen anstatt mit Wärmepumpe?

Diskutiere Passivhaus - Nachheizregister mit Holzofen anstatt mit Wärmepumpe? im Forum Lüftung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Passivhaus - Nachheizregister mit Holzofen anstatt mit Wärmepumpe?

    Hi, es geht um die Beheizung eines Passivhauses mittels Lüftungsanlage und WRG, dazu noch ein Heizregister, damit die ganze Beheizung über Luft erfolgen kann:

    Normalerweise ist dann ja eine Wärmepumpe mit Nachheizregister oder ein Heizstab in der Lüftungsanlage integriert, damit die Luft auf die gewünschte Temperatur gebracht wird.

    Ist es auch möglich, einen Wärmetauscher einzusetzen, der von einem Pufferspeicher seine Wärme bekommt? Am Puffer würde dann ein Holzofen (Holzvergaser oder wasserführender Kaminofen) hängen. Oder würde es auch ausreichen, wenn man die warme Abluft in dem Raum mit dem Kaminofen absaugt und dann darüber das ganze Haus heizt?

    Sind meine Überlegungen prinzipiell machbar oder hat das Nachteile gegenüber der Wärmepumpen-Lösung?
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  2. Passivhaus - Nachheizregister mit Holzofen anstatt mit Wärmepumpe?

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  3. #2

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    Ähm, Kaminofen im Passivhaus...?
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  4. #3
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    Mit externer Frischluftzufuhr, wenn keine Wärmepumpe oder Heizstab gewünscht wird... Irgendwie muß ja das Warmwasser und der Restheizbedarf herkommen.

    Also natürlich ein wasserführender Kaminofen der in einen Pufferspeicher heizt und nur 20% oder so in den Raum abgibt.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Bib007 Beitrag anzeigen
    .....Am Puffer würde dann ein Holzofen (Holzvergaser oder wasserführender Kaminofen) hängen. ...
    und wieviele Passivhäuser willst Du damit beheizen?

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bib007 Beitrag anzeigen
    Irgendwie muß ja das Warmwasser und der Restheizbedarf herkommen.
    Und genau dies ist die interessante Frage bei einem Passivhaus. Am Schluss wird nämlich die ganze Technik beim Passivhaus aufweniger als bei einem besch... KFW60-Haus!


    Zudem: Ich würde KEINESFALLS in die KWL ein Nachheizregister einbauen! Ich plädiere für eine konsequente Trennung von Lüftung und Heizung. Zum einen ist Luft schlecht geeignet für die Wärmeübertragung (Wasser ist besser etc.) - zum anderen macht es Sinn, im Winter den Luftmengenwechsel auf ein Minimum reduzieren zu können ...


    M.E. macht ein Passivhaus dann Sinn, wenn man eine einfache Haustechnik realisiert: Z.B. ein (wassergeführter) Ofen zentral im Haus und Kollektoren auf'm Dach - Danke, Fertig! So einfach' sollt's bei einem Passivhaus sein ... ansonsten einfach PH-Komponenten gezielt einbauen (z.B. KWL mit WRG, 3-fach Verglasung bei Fenster, sehr gut gedämmtes Dach ...) und eine "billige" Wärmepumpe!


    Hast Du schon einen Planer oder sind die Überlegungen "nur" von Dir?
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  7. #6
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    ... ein wasserführender Ofen zentral im Haus und Kollektoren auf'm Dach

    ... eine "billige" Wärmepumpe
    ...wobei die zweite Variante vermutlich auch auf Dauer die billigere sein dürfte. Soviel Holz kann man fast garnicht vor der Hüttn haben, daß man bei dem geringen Energiebedarf des Passivhauses die Kosten für Schornstein, Ofen, großen Speicher und Solaranlage wieder rausheizt.
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen

    Zudem: Ich würde KEINESFALLS in die KWL ein Nachheizregister einbauen! Ich plädiere für eine konsequente Trennung von Lüftung und Heizung. Zum einen ist Luft schlecht geeignet für die Wärmeübertragung (Wasser ist besser etc.) - zum anderen macht es Sinn, im Winter den Luftmengenwechsel auf ein Minimum reduzieren zu können ...
    Warum keine Luft als Wärmeträger? Warum ein zusätzliches Wassersystem? Den Außenluftwechsel kann man ja herunternehmen und die Umwälzzahl kann hoch bleiben. So kann Wärme evtl. gut im Haus verteilt werden. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten.

    Gruß

    Bruno
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Bib007 Beitrag anzeigen
    .. Wärmepumpe mit Nachheizregister oder ein Heizstab ..

    Pufferspeicher .. Holzofen

    .. warme Abluft in dem Raum mit dem Kaminofen absaugt und dann darüber das ganze Haus heizt?
    zu 1.
    machbar, aber warum nachheizregister?

    zu 2.
    machbar, aber was ist im sommer? solar?

    zu 3.
    hmm .. brauchwassererwärmung im sommer?
    lüftungsquerschnitte? luftwechselrate?

    ob die luftlösung ideal ist ..
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  10. #9

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Den Außenluftwechsel kann man ja herunternehmen und die Umwälzzahl kann hoch bleiben.
    OK, verstehe - iss' natürlich auch ne Möglichkeit ... d.h. Du wälzst die Luft im Haus "um" und heizst sie auf ... hmmm ... aber trocknet die Luft denn dann nicht aus? Ich weis nicht, Ich bin kein KWL-/ Heizungsspezi!


    Wie ist denn bei diesem Haus eigentlich der Heizwärmebedarf / Gebäudeheizlast ... ich denke, davon hängt in starkem Maße ab ob / wie man die Hütte "beheizt"??? Wieviel Bewohner sind denn auf wievielen m2 verteilt?
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  11. #10

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    mit Raumpelletofen, kwl und Wärmeverteilung per Luft funktioniert es gut.
    Bei Kaminofen (welcher auch immer) müsste auf jedenfall noch ein Pufferspeicher dazu. Trotzdem könnte es vorkommen, dass es im Raum zu warm ist oder bei längerem Nichtbetrieb (urlaub) das Haus auskühlt.
    gruss
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  12. #11

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    mit Raumpelletofen, kwl und Wärmeverteilung per Luft funktioniert es gut.
    Meinst Du einen NICHTwassergeführten Raumpelletsofen (nur Luft)?

    Beim Raumpelletofen ist's m.E. schon recht wichtig, wie hoch die Heizlast TATSÄCHLICH sein wird, sonst musst ja relativ oft die Pelletssäcke ins Haus tragen??
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  13. #12

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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    Meinst Du einen NICHTwassergeführten Raumpelletsofen (nur Luft)?

    Beim Raumpelletofen ist's m.E. schon recht wichtig, wie hoch die Heizlast TATSÄCHLICH sein wird, sonst musst ja relativ oft die Pelletssäcke ins Haus tragen??
    ...´tschuldigung: Natürlich ist ein wassergeführter Pelletsofen gemeint...
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  14. #13

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ...´tschuldigung: Natürlich ist ein wassergeführter Pelletsofen gemeint...
    Na ja - es könnt ja auch sein, dass' mit einem NUR Luft-Pelletsofen auch gut funktionieren könnte!!? Anstatt dem Holzofen im Haus 1 oder 2 Luft-Pelletsöfen aufgestellt für den Restwärmebedarf und das Warmwasser über (Ab)luft-Wärmepumpe ganzjährig erzeugen ... evtl. dann sogar noch ein normales "Notfall-Heizregister" in der KWL eingebaut?

    Anschaffungskosten für eine derartige Lösung wären "relativ" gering und keiner der Bewohner müsste Angst haben, zu erfrieren weil ja die Pelletsöfen im Haus sind. (Hört sich vielleicht dumm an, aber was ich monatelang an Diskussion geführt hab ...)

    @ Bib007? Warum eigentlich ein Holzofen?


    ... weis garnicht, wie Shai's Lösung aussieht? Ich glaub, Du hast zentral einen Ofen im Haus mit Galerie nach oben, oder? Und wie erzeugst Du das Warmwasser?


    (Sorry wenn ich mich so intensiv einmische - ich find's aber ein sehr interessantes Diskussionsthema - ich hoffe mal, dass es dem Fragesteller auch hilft )
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  16. #14
    Avatar von OldBo
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    Moin acensai,

    tja. die Raumlufttechnik ist auch nach 40 Jahren immer noch das Stiefkind unseres Handwerks

    In einem Haus mit wenig Heizlast, teilweise sogar mit Wärmeüberschuss, muss man nicht unbedingt mehrere Systeme parallel betreiben. Für die Trinkwassererwärmung kann dann zwischen DLE, Solar oder Wärmepumpe entschieden werden.

    Gruß

    Bruno
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  17. #15
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von acensai Beitrag anzeigen
    ... weis garnicht, wie Shai's Lösung aussieht? Ich glaub, Du hast zentral einen Ofen im Haus mit Galerie nach oben, oder? Und wie erzeugst Du das Warmwasser?
    Shais Lösung:
    Ein wasserführender Ofen zentral im Haus und Kollektoren auf'm Dach.

    Meine Meinung ist, daß dieses Konzept eigentlich besser zum KfW40 Haus paßt. Da kriegst du mit dem höheren Wärmebedarf deine Investitionen einigermaßen wieder raus. Beim Passivhaus wird ein erhöhter Aufwand bei Dämmung und Wärmebrückenvermeidung betrieben, im Gegenzug sollte der Aufwand (Investitionskosten, Flächenverbrauch) für die Haustechnik sinken. Siehe auch Brunos Beitrag.

    Wenn du im kältesten Winter nicht die schöne Wärme aus deiner selbstgebauten Sauna wieder rauslüften möchtest, solltest du Speichermasse wie z.B. beim Massivbau mit Betondecke oder Dämmung unter der Bodenplatte einplanen. Ein Passivhaus aus Holz verträgt sich IMHO nicht mit einem Kaminofen.

    Wichtig ist auch ein Konzept zur Wärmeverteilung z.B. durch zentrale Lüftungsanlage oder Galerie.

    Eine funktionssichere Heizung als Frostsicherung sollte mit dabeisein. Wenn du wie wir dafür den Elektroheizstab im Speicher wählst, kannst du in der Übergangszeit damit auch fehlende Sonne ersetzen und so die Legionellen plattmachen.

    Wenn du einen passenden Ofen fürs Passivhaus suchst, kannst du erstmal ca. 8-10kW Leistung mit Raumheizung von ca. 2-3kW annehmen.

    Hier ist ein wenig Lesestoff zur Problematik, daß das Verhältnis Wasser- zu Luftheizung nicht regelbar ist. Überleg dir was für dein Konzept, wir haben die Reaktornotkühlung gewählt.
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