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Dampfbremse streichen??

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  1. #1

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    Dampfbremse streichen??

    Hallo,

    ich möchte in meinem Altbau die Obergeschossdecke (Holzbalkendecke) nachträglich dämmen, indem ich Dämmwolle auf die Decke lege. Mit der Danpfbremse auf der Innenseite (Warmseite) wird es ja nun schwierig, weil die Decke ja schon drin ist. Ist es bauphysikalisch bedenklich, wenn ich die Dampfbremse auch auf die Decke (unter die Dämmung) lege? Wird die aufsteigende warme, evtl. feuchte Luft, die ja vorher nach oben abziehen konnte, Schaden anrichten? Wenn ja, wie würde man in diesem Fall richtig vorgehen? Wenn die Deckenhöhe des darunter liegenden Zimmers mit 2,20m nicht schon so gering wäre, würde ich ja von innen Dampfbremse, Lattung und Gipskarton anbringen. Bei dem Gedanken fällt mir noch eine ganz dumme Frage ein. Gibt es den bei den heutigen High-tec-Baustoffen nicht schon eine flüssige Dampfbremse, die man bei Altbausanierungen aufstreichen könnte??

    Achso, mein Deckenaufbau von innen nach oben:
    - mineralischer Putz
    - Sauerkohlplatten
    - Kehlbalken mit ca. 10cm Schlacke drin
    - Schalung

    würde mich über Antworten von euch freuen!
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  2. Dampfbremse streichen??

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  3. #2

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    34
    Sauerkohlplatten? Ich kenne Sauerkrautplatten...

    Die Schlacke sollte raus, denn es besteht die Möglichkeit, daß diese die aufsteigende Feuchtigkeit aufnimmt, wenn obendrauf die Dampfbremse unter der Dämmung liegt.
    Die Dampfbremse ist aber ein Muß unter der Dämmung bei dieser Aufbauweise.

    Micha
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Naja, die " Sauerkohlplatten " werden ja wohl von der Raumseite verputzt sein. Der Verputz könnte, wenn es keine Durchdringungen gibt, bereits luftdicht sein. Müßte man durch einen Blower-door-Test prüfen. Bei Moll ( proclima.de ) gibt es im übrigen Tapeten, die die Luftdichtheit erbringen sollen. " Sollen " insofern, weil ich eine solche Ausführung noch nicht im eingebauten Zustand gesehen habe. Aber wenn der alte Moll es sagt, wirds wohl stimmen.

    Ist es luftdicht, dann bleibt die Schlacke drinnen. Oder willste das Haus durch den anfallenden Staub in einen " Kohlekeller " verwandeln?

    Hierzu aber bitte sicherheithalber bei der Hotline von proclima.de anrufen.
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  5. #4

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    Nimm bei Altbau ne normale dampfbremse ... OSB bringt da nix und aufstreichen auf OSB könntest du schon was... aber OSB anstatt PE ist eben auch Gewicht ...

    Am einfachsten und effektiv ist die PE zu nehmen.
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  6. #5

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    von PE rate ich ab.
    Heut zu Tage gibt es recht gute Dampfbremsen. Die normal Pe hat einen SD Wert von 100 m. D.h. die normale PE Folie lässt fasst keinen Dampf durch, das Atmen des Raumes wird hierdurch verhindert.
    Es gibt verschieden Dampfbremsen aus Papier oder Flies mit einem Sd-Wert von 2m, d.h. diese Dampfbremse lässt den Dampf 50 mal leichter durch.

    Grundsätzlich gilt das die Innenseite eines Raumes dichter sein muss als die Außenseite, da sich sonst Feuchtigkeit in der Wand aufhält und zu Schäden führen kann.
    Z.B.: Innen SD Wert von 2m
    Aussen SD Wert von 0,09 m

    SD WERT: grobe Beschreibung: je höher der Wert, desto schwerer kann der Wasserdampf durch ein Bauteil durchdringen.

    Bei einer ganz normalen PE Folie ist der Wert sehr hoch und schadet absolut dem Raumklima.


    Wie ich verstehe wollen Sie die Dämmung zwischen die Balken rein legen.

    Ich empfehle Ihnen eine difusionsoffe Dampfbremse von SD wert 2m über die Balken in die Facher rein zulegen. Dach zu schalen und mit Zellulose ausblasen, und dann eine Schicht Holzweichfaserplatten drauflegen.

    Hier wäre man dem Problem mit dem Kondenswasser aus dem Weg gegangen.

    Sie können es auch mit Glaswolle aus fachen, empfehle ich persönlich nicht.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von wwwzimmerei77de Beitrag anzeigen
    .... die normale PE Folie lässt fasst keinen Dampf durch, das Atmen des Raumes wird hierdurch verhindert.

    Bei einer ganz normalen PE Folie ist der Wert sehr hoch und schadet absolut dem Raumklima
    Das ist Quatsch zum Quadrat!!!

    Und wie oft noch

    Häuser atmen nicht
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    hallo
    gegen manchen schwachsinn der in den köpfen eingenistet ist hilft auch kein hochdruckreniger. zimmerer tritt deinen threat in die tonne da steht nur laienhafter mist drinn. der will der decke an den kragen nicht dem dach!!!!! und dafür ist dein aufbau genauso für die tonne.
    hobbysanierer riecht nach DIY.
    laß dir eine taupunktberechnung für deinen aufbau machen und kauf die entsprechenden materialien.
    wenn ich dein bild betrachte dann willste in dem speicher auch noch was anderes machen und nicht nur als austellungsraum für freiliegende mineralwolle benutzen.


    gruss aus de pfalz
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  10. #8

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    Zitat Zitat von hobbysanierer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich möchte in meinem Altbau die Obergeschossdecke (Holzbalkendecke) nachträglich dämmen, indem ich Dämmwolle auf die Decke lege. Mit der Danpfbremse auf der Innenseite (Warmseite) wird es ja nun schwierig, weil die Decke ja schon drin ist. Ist es bauphysikalisch bedenklich, wenn ich die Dampfbremse auch auf die Decke (unter die Dämmung) lege? Wird die aufsteigende warme, evtl. feuchte Luft, die ja vorher nach oben abziehen konnte, Schaden anrichten? Wenn ja, wie würde man in diesem Fall richtig vorgehen? Wenn die Deckenhöhe des darunter liegenden Zimmers mit 2,20m nicht schon so gering wäre, würde ich ja von innen Dampfbremse, Lattung und Gipskarton anbringen. Bei dem Gedanken fällt mir noch eine ganz dumme Frage ein. Gibt es den bei den heutigen High-tec-Baustoffen nicht schon eine flüssige Dampfbremse, die man bei Altbausanierungen aufstreichen könnte??

    Achso, mein Deckenaufbau von innen nach oben:
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    du kannst höchstens auf deine dampfbremse streichen - verändert aber die eigenschaften
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