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Schaumglas-Perimeterdämmung (was passiert bei einer Überverdichtung)

Diskutiere Schaumglas-Perimeterdämmung (was passiert bei einer Überverdichtung) im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Schaumglas-Perimeterdämmung (was passiert bei einer Überverdichtung)

    Hallo;
    wir hatten vor ca. 1 Jahr unsere Bodenplatte auf eine 25cm Schaumglasschüttung "gesetzt". Leider hatte der Ersteller der Bodenplatte keinerlei Erfahrung mit dem Material, so daß das Schaumgals an einigen Stellen mit einem Stampfer stark überverdichtet wurde.
    Als ich nun eine Drainage rund um das Haus erstellen wollte, ist mir aufgefallen, daß der Zwischenraum der Schaumglassteine stark mit Glasmehl zugesetzt ist, (wohl die Folge der Überverdichtung) und auch dieser Bereich Erdfeucht ist.
    Kann es sein, das Schaumglas in pulverersierter form nicht mehr kappilarbrechend sich verhält und auch die Wärmeleitfähigkeit sich dadurch verändert hat ? Welche Abhilfemaßnahmen könnten getroffen werden, da ja ein kompletter Austausch nicht möglich ist??
    Danke für Eure Hilfe, da ich diesbezüglich vom Hersteller keine Antwort bekomme (ist halt schon verkauft und damit wohl uninteressant) und es auch im Internet offensichtlich keine Probleme bzgl. des Einbaus gibt !
    MfG
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  2. Schaumglas-Perimeterdämmung (was passiert bei einer Überverdichtung)

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das thema "sgs" ist bis in jedes detail abgehandelt worden - allerdings
    wurden mehrere fachkundige stellungnahmen gelöscht - und jetzt rat mal,
    warum?
    ein problem entsteht nicht erst, wenn bis zur pulverisierung verdichtet wird,
    auch bei normal erscheinender verdichtung können negative effekte auftreten -
    die frage, was diese schicht für den feuchteschutz bedeutet, halte
    ich allerdings eher für akademisch.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Sgs

    danke für die schnelle reaktion;
    mich würde aber schon interessieren, mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist und welche Abhilfemaßnahmen getroffen werden können. Denn wir haben ein KW 40 Haus geplant. Da habe ich auf die Wärnedämmung sehr achten wollen !
    Die Feuchtigkeit ist wohl das kleinere Übel, da wir einen recht wasserdurchlässigen Boden haben, mit hohem Sandanteil. Aber wie sieht es bezüglich der Dämmung aus ??
    Zum Thema Löschung: Wer kann denn so etwas veranlassen bzw. also gibt es trotz der überall propagierten "Problemlosigkeit" des Einbringens doch Probleme. Gefunden habe ich diesbezüglich rein Garnichts ! Lohnt eine Beauftragung eines Bausachverständigen, wenn es doch ein gravierendes Problem darstellt ?
    Ich bin leider sehr verunsichert, und möchte das Problem irgendwie lösen !

    MfG
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    da hier niemand deine vertragliche konstellation kennt, musst du die
    selber prüfen.
    falls es daraus jemanden gibt, der dir eine dämmung (sgs) bestimmter dicke
    und dämmwirkung schuldet, darf der gerne den nachweis erbringen, dass
    dies so "geliefert" wurde.
    in der zulassung von sgs sind angaben zum verdichtungsgrad, der zul
    belastung und der zugehörigen wärmedämmung enthalten.

    falls du diese leistungen schon abgenommen haben solltest, könnte es
    sein, dass eine beweislastumkehr eingetreten ist.

    das procedere ist ein thema für (bau)juristen.
    u.u. hast du unwissentlich unberechtigt fördermittel in anspruch genommen,
    wenn die wärmedämmung der bopl und des gesamtobjektes nicht
    für kfw40 reicht.

    sanierbar ist das nicht, heilbar mittels finanzieller kompensation vielleicht
    schon - auch wieder für baujuristen.
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  6. #5
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    Ja, abgenommen wurde der Rohbau bereits vor einem Jahr, und da es ein Haus ist, bei dem sehr Vieles in Eigenregie läuft, sind wir jetzt erst beim Trockenbau. Somit hatten wir auch nicht die Möglichkeit, im letzten Winter zu prüfen, wie gut oder schlecht die betonkernaktivierte Bodenplatte gegen das Erdreich heizt.
    Diese Bewährungsprobe steht ja dann im jetzigen winter an. Ist die Dämmung noch im Soll, dann haben wir Glück im Unglück gehabt, ist aber die Dämmwirkung gegen 0, dann ......?????????
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  7. #6
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    Betonkernaktivierung? fehlende Abdichtung? Guter Baujurist im Boot?

    Nur dann lohnt sich eine Prüfung mit Jurist UND eigenem Sachverstand gemeinsam
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  8. #7
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    Im Prinzip wäre, (fachgerechter Einbau und auch bessere Info des "Vor Ort" !!! Vertreters/Herstellers vorausgesetzt) alles durchaus stimmig gewesen;
    Da SGS absolut diffusionsdicht ist und auch kappilarbrechend wäre es kein Thema gewesen, zumal wir hier märkischen Sand haben, der Wasser opitmal anbleitet. Grundwasser liegt bei uns bei ca 15m .
    In den Bereichen, wo nicht überverdichtet wurde, ist das SGS unterhalb der Bodenplatte ja auch absolut trocken. Daher fiel die Sache erst jetzt (bein Ausheben einer Drainage) auf.
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  9. #8
    Avatar von Shai Hulud
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    Hallo Paul,

    ich häng hier mal den Querverweis zu deinen Beiträgen im Thema Frostschürze vs. Glasschaum mit ein. Bitte laß uns die Diskussion über dein Bauvorhaben nur hier führen, sonst wird die Sache zu unübersichtlich.
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  10. #9
    Avatar von Shai Hulud
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    Es verwundert mich, daß du zuerst eine Schuld beim Hersteller oder Vertreter des Schaumglasschotters suchst.

    Gib uns doch vorher bitte ein paar Infos zu deiner Konstellation: Wer baut mit wem.

    Wer hat denn den Einsatz vom SGS bei euch geplant, wer hat die Ausführung gemäß Herstelleranweisung überwacht, wer hat euch bei Abnahme des Rohbaus mit seinem Sachverstand unterstützt?
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  11. #10
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    Das stimmt nicht ganz;

    Vorraussetzung für den Bezug der SGS Schüttung war eine "Vor Ort" Präsenz des Herstellers/Vertreters.
    Das diese sich nur auf 1,5 Std bezog, ohne das Ergebnis abzuwarten, war nicht angedacht.
    Da der Vertreter den Bau mit den Worten "Er habe ein gutes Gefühl und der Rohbauer würde alles korrekt machen" verließ, wähnte ich mich sicher.

    Erst gegen Ende stellte sich heraus, daß an einigen Stellen überverdichtet wurde. Dies wurde dem Vertreter dann telefonisch durchgegeben. Er versicherte mir per email, daß sich an dem Wärmedämmwert nur unwesentlich etwas ändern würde, ohne die Überverdichtung nochmals in Augenschein zu nehmen.

    Daß der überverdichtete Bereich sehr durchsetzt ist mit Glasmehl, konnte ich seinerzeit nicht sehen, da das Vlies bereits umgeklappt war. Erst jetzt, beim Erstellen einer Drainage habe ich aus eigenem Interesse dort das Vlies aufgeschnitten und bemerkt, daß im Gegensatz zu anderen Stellen des Ringfundamentes die Schüttung erdfeucht war > an anderen, nicht überverdichteten Stellen ist es absolut trocken !
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  12. #11
    Avatar von Shai Hulud
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    Ist das eine Antwort auf meine Fragen?
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  13. #12
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    Der Wunsch nach SGS stammt von mir; Vorschlag für die Umsetzung der Hersteller (prinzipieller Aufbau, Schichtdicke und Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten)
    Überwachung/Unterstützung wurde zugesagt vom Hersteller, Rohbauabnahme durch unseren Architekten (der sich ebenfalls in Unkenntniss auf die Aussage des Vertreters bezog, es wäre alles schon OK)
    Mir geht eigentlich vornehmlich um eine Frage: Wird der Wärmeleitwert durch eine Überverdichtung verändert, bzw macht sich das viele Glasmehl (in den Zwischenräumen der verbliebenen Steine) negativ bemerkbar (in Bezug auf den Wärmeleitwert und auch die kappilarbrechende Wirkung ?)
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  14. #13
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von paulk Beitrag anzeigen
    Rohbauabnahme durch unseren Architekten
    "Unser Architekt" bedeutet also von euch bezahlt und mit Ausführungsplanung und Bauüberwachung beauftragt? Bauvorhaben ist noch nicht abgeschlossen, Abnahme der Leistungen des Architekten ist also noch nicht erfolgt? Dann wäre er erstmal am Zuge, die offenen Fragen zu klären. Wegen Haftung würde ich mich dann auch zuerst an ihn wenden.
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  16. #14
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    Da er es zur Zeit auch nicht beantworten kann, ja meine Frage bzgl. eines eventuell negativen Einflusses.
    Infos vom Hersteller bekam ich trotz Nachfrage leider nicht, einzig eine Lesebestätigung meiner Anfrage ! (Service ???)
    Also muß ich anderweitig diese Info besorgen !
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  17. #15
    Avatar von Berni
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    Tach paulk,

    Da er es zur Zeit auch nicht beantworten kann, ja meine Frage bzgl. eines eventuell negativen Einflusses.
    Schaumglas dämmt durch seine Geschlossezelligkeit, durch seine eingeschlossenen Gase. Wenn es durch Überverdichtung pulverrisiert wird, ist der Wärmedämmwert im Keller, um nicht zu sagen im A....

    Ich kann für Deinen Archi nur hoffen, dass er Dir gesagt hat, dass er mit dem Material und dessen Einbau keinerlei Erfahrung hat, und Du das anderweitig überwachen lassen musst.

    Und den Vertreter hättest Du zur Abnahme unbedingt hinzuziehen müssen.
    Durchs Telefonkabel eine Leistung zu beurteilen is man nicht so dolle.

    Ich würde an Deiner Stelle Robby's Ratschlag befolgen.
    Betonkernaktivierung? fehlende Abdichtung? Guter Baujurist im Boot?

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