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Qualität der WDVs unterschiedlich?

Diskutiere Qualität der WDVs unterschiedlich? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Qualität der WDVs unterschiedlich?

    Hallo liebe Leser,
    unser Architekt hat das LV für die Fassadendämmung gemacht.
    Das erste Angebot liegt nun vor.
    Der Anbieter arbeitet mit dem System von Bril..x. Kenne ich eher als Farbhersteller.
    Nun stellt sich mir die Frage, gibt es entscheidende Unterschiede bei den einzelnen Systemen oder hängt die Qualität "nur" von der Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte ab? Sind die Produkte namhafter Dämmstoffhersteller (S.o, Iso..r) vorzuziehen und wenn ja, warum?
    Für Antworten die unsere Entscheidungsfindung unterstützen können, wäre ich allen dankbar.

    paulchen456
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  2. Qualität der WDVs unterschiedlich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    zum einen würde ich Bril..x genau so namhaft sehen, wie S.o, zum anderen produzieren die alle ihre Dämplatten nciht, selbst, sondren kaufen (beim gleichen) Produzenten ein.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von paulchen456 Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Leser,
    unser Architekt hat das LV für die Fassadendämmung gemacht.
    Das erste Angebot liegt nun vor.
    Der Anbieter arbeitet mit dem System von Bril..x. Kenne ich eher als Farbhersteller.
    Nun stellt sich mir die Frage, gibt es entscheidende Unterschiede bei den einzelnen Systemen oder hängt die Qualität "nur" von der Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte ab? Sind die Produkte namhafter Dämmstoffhersteller (S.o, Iso..r) vorzuziehen und wenn ja, warum?
    Für Antworten die unsere Entscheidungsfindung unterstützen können, wäre ich allen dankbar.

    paulchen456
    Deutsche Markenhersteller von WDVS sind in der Regel qualitätsmäßig kaum unterschiedlich und bedürfen einer Zulassung des Instituts für Bautechnik in Berlin . O.gen. Produkt gehört zu den angesehenen Herstellern , nicht nur von Farben sondern auch von WDVS .
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  5. #4
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    Vielen Dank für Eure Antworten. Wie gesagt, ich kannte diese Firma in Bezug auf WDVS bisher nicht, nur als Farbhersteller. Eure Antworten erleichtern uns die Entscheidung.
    Ein schönes Wochenende
    paulchen456
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  6. #5
    Avatar von Hundertwasser
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    B....x gehört zu den drei großen WDVS Herstellern in Deutschland. Nach eigenen Angabe Marktführer.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von zoigl Beitrag anzeigen

    Deutsche Markenhersteller von WDVS sind in der Regel qualitätsmäßig kaum unterschiedlich und bedürfen einer Zulassung des Instituts für Bautechnik in Berlin
    Wenn eine Firma jeweils nur ein System hätte, würde ich die Aussage oben (qualitätsmäßig kaum unterschiedlich) schon glauben.

    Was mich aber irritiert, ist, wenn Firmen verschiedene Systeme anbieten, z. B. die Firma, die mit S anfängt und mit o aufhört.

    Was ist davon zu halten?

    (Nähere Angaben über die Systeme kann ich leider (noch) nicht machen.)

    Mein Hintergrund wäre Neubau EFH, KS mit 16 cm EPS.

    Danke für weiterführende Gedanken!

    Gruß,

    Walter
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Waldoblau Beitrag anzeigen
    Was ist davon zu halten?
    Recht einfach: unterschiedliche Systeme gibts wegen:
    • unterschiedliche Rahmenbedingungen (Brandschutz, Bewitterung, Untergrund)
    • unterschiedliche Philosophien
    • unterschiedliche Qualitätsansprüche/wünsche (echter Kratzputz vs. Scheibenputz etc.)
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  9. #8
    Avatar von Hundertwasser
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    Als Ergänzung zu Manfreds Beitrag:

    Gegen das von dir genannte System mit EPS auf KS spricht eigentlich nichts. Die Landesbauordnung Bayern schreibt keinen besonderen Brandschutz vor bei Gebäuden bis 7 m Höhe (gemessen ab OK Gelände bis OK Fußboden oberstes bewohnbares oder ausbaufähiges Geschoß), also wirst du ohne Brandriegel auskommen. Dies aber bitte vor Ort vom ausführenden Handwerker prüfen lassen.

    Bleibt noch die Auswahl des Kleb-, Armierungs- und Putzmaterials. Geklebt wird heute üblicherweise mit mineralischen Mörteln oder PU-Schaum. Beide Verfahren besitzen bauaufsichtliche Zulassungen. Auf rohem Mauerwerk muss in der Regel nicht gedübelt werden.

    Die Armierung besteht in der Regel aus einem Gewebe, das in Armierungsmörtel eingespachtelt wird. Dieser kann mineralisch oder kunstharzgebunden sein. Die kunstharzgebundenen Armierungsmörtel sind wiederstandsfähiger gegen mechanische Belastungen. Nachteil ist die etwas schlechtere Wasserdampfdiffusion die aber zu vernachlässigen ist.

    Auch beim Oberputz gibt es verschiedene Varianten.

    1. mineralischer Putz/ Silikatputz
    beschränkt eintönbar, gefärbter Putz muss einen Egalisierungsanstrich erhalten, bröselt leicht, sehr hohe Wasserdampfdiffusion, billig

    2. Siliconharzputz
    beschränkt eintönbar, kein EGA Anstrich nötig, mechanisch stabil, sehr hohe Wasserdampfdiffusion, hoher Materialpreis, wasserabweisend

    3. Kunstharzputz
    volle Farbauswahl - Einschränkung durch Hellbezugswert > 20, kein EGA Anstrich nötig, mechanisch sehr stabil, gute Wasserdampfdiffusion, höherer Materialpreis, wasserabweisend

    In deiner Auswahl solltest du dich von einem guten Planer oder Handwerker beraten lassen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    Als Ergänzung zu Manfreds Beitrag:

    Gegen das von dir genannte System mit EPS auf KS spricht eigentlich nichts. Die Landesbauordnung Bayern schreibt keinen besonderen Brandschutz vor bei Gebäuden bis 7 m Höhe (gemessen ab OK Gelände bis OK Fußboden oberstes bewohnbares oder ausbaufähiges Geschoß), also wirst du ohne Brandriegel auskommen. Dies aber bitte vor Ort vom ausführenden Handwerker prüfen lassen.

    Bleibt noch die Auswahl des Kleb-, Armierungs- und Putzmaterials. Geklebt wird heute üblicherweise mit mineralischen Mörteln oder PU-Schaum. Beide Verfahren besitzen bauaufsichtliche Zulassungen. Auf rohem Mauerwerk muss in der Regel nicht gedübelt werden.

    Die Armierung besteht in der Regel aus einem Gewebe, das in Armierungsmörtel eingespachtelt wird. Dieser kann mineralisch oder kunstharzgebunden sein. Die kunstharzgebundenen Armierungsmörtel sind wiederstandsfähiger gegen mechanische Belastungen. Nachteil ist die etwas schlechtere Wasserdampfdiffusion die aber zu vernachlässigen ist.

    Auch beim Oberputz gibt es verschiedene Varianten.

    1. mineralischer Putz/ Silikatputz
    beschränkt eintönbar, gefärbter Putz muss einen Egalisierungsanstrich erhalten, bröselt leicht, sehr hohe Wasserdampfdiffusion, billig

    2. Siliconharzputz
    beschränkt eintönbar, kein EGA Anstrich nötig, mechanisch stabil, sehr hohe Wasserdampfdiffusion, hoher Materialpreis, wasserabweisend

    3. Kunstharzputz
    volle Farbauswahl - Einschränkung durch Hellbezugswert > 20, kein EGA Anstrich nötig, mechanisch sehr stabil, gute Wasserdampfdiffusion, höherer Materialpreis, wasserabweisend

    In deiner Auswahl solltest du dich von einem guten Planer oder Handwerker beraten lassen.
    Du hast alles dazu geschrieben , da kannst net meckern !1
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  11. #10

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    Dankeschön, Hundertwasser!

    Super Beitrag - wenn alles so relativ überschaubar ist, bin ich beruhigt!
    Die Entscheidung für den Silikonputz (gute Luft, keine direkte Stadtnähe) ist übrigens schon gefallen.

    Und sollten mir irgendwelche allerneueste Systeme von Handwerkerseite vorgeschlagen werden, tendiere ich eher zu denen, die schon bewährt sind und einige Jahre erfolgreich auf dem Markt sind.

    Gruß,

    Walter
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Avatar von Hundertwasser
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    Zitat Zitat von Waldoblau Beitrag anzeigen
    Und sollten mir irgendwelche allerneueste Systeme von Handwerkerseite vorgeschlagen werden, tendiere ich eher zu denen, die schon bewährt sind und einige Jahre erfolgreich auf dem Markt sind.
    Der Markt ist in Bewegung und es werden in der Tat in schneller Folge "neue" Systeme vorgestellt. Ob man daraus einen Nutzen ziehen kann oder ob es sich nur um Marketinggetöse handelt muss natürlich jeder selbst entscheiden. Aber es gibt eben ein paar sinnvolle und vor allem bewährte Systemvarianten am Markt für die schon sehr viel Erfahrungswerte vorliegen. Allerdings glaube ich auch, das man bei den Systemen renommierter Hersteller nicht viel falsch macht wenn man sich das aussucht, das aufgrund der eigenen Umstände Sinn macht. In ländlicher Umgebung ist der Siliconputz sicher kein Fehler. Meiner Ansicht nach gibt es momentan keine bessere Alternative zur Eindämmung des Algenwachstumes als hydrophobe Oberflächen, kombiniert mit Algiziden.
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  14. #12

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    Meine Erfahrung mit WDVS:

    Bewährte Systeme sind sicher empfehlenswert. Besonders wichtig ist aber die sorgfältige Verarbeitung.
    Leider bin ich an einen Verarbeiter geraten, der die System-Zulassung nicht beachtet, ja anscheinend nicht einmal gekannt hat. Von den Herstellerrichtlinien ganz zu schweigen.
    Waldoblau, vor der Ausführung eine Kopie der a.b. Zulassung des Systems vom ausführenden Handwerker geben lassen.
    Ich habe sie mir später erst umständlich und kostenpflichtig über Baufachmedien besorgen müssen.

    PS: Das Forum war sehr hilfreich. Danke.
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