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  1. #1

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    Leibung 28 cm bei 14cm WDVS. Optionen? Besser 10cm?

    Hallo zusammen,

    wir haben im August das 152er KfW-Darlehen beantragt. In den Merkblättern wird dort eine technische Mindestanforderung von 14cm bei 0,032er Dämmung angegeben.
    Bei 14cm würden unsere Leibungen 28cm tief, was ich optisch nicht schön fände.
    Nun überlegen wir das Programm kurzfristig auf 141 zu ändern.
    Dort heißt es lediglich, dass die Richtlinien der EnEV einzuhalten sind.
    Da in der EnEV auch das vorhandene Bauteil (Hochlochziegel 1963, 34cm) mit in die Wärmeberechnung einfließt, müssten wir nur 10cm dämmen, was optisch im Rahmen ist.
    Wir haben auch kleinere Fenster 100x70.

    Meine Frage:
    Kennt ihr Möglichkeiten 28cm Leibung (Fenster sind 10 Jahre alt, sollen nicht versetzt werden) optisch erträglich zu machen (kein Lichtkeil)?
    Wird heute bei 36er Mauer mit 14cm gedämmt und lachen somit alle über 10cm? ;-)

    Ist der Wärmeverlust von 14cm auf 10cm erheblich?

    Vielen Dank und Grüße
    Markus
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  2. Leibung 28 cm bei 14cm WDVS. Optionen? Besser 10cm?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    erst mal gilt die übliche aussage: besser 10, als gar nichts...

    danach muss man sagen: wenn man sich den aufwand macht, dann aber auch bitte richtig..

    gib deine daten doch mal hier: http://www.u-wert.net/berechnung/u-w...?cid=llbu2__8& ein
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  4. #3

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    mit 10 cm WLG032 bist Du ungefähr bei einem U-Wert von 0,24 W/m²K.
    mit 14 cm ca. 0,18 W/m²K, also ca. 0,06 W/m²K.

    Wie groß ist Dein Haus? Sagen wir mal 250m² Außenwand? Im Winter bei -10° außen und +20° innen hast Du 30° K Differenz.

    0,06 W/m²K x 250m² x 30K = 450 W die Du über die Wand mehr verlierst.
    Nach dem es zeitweise sowohl kälter als auch wärmer als -10° ist setz ich mal 3 Monate für diesen "Zustand" an. das sind 2.160h x 450 W = 972 kWh die Du sparst/verschwendest.

    Hoffe, ich hab mnich jetzt nciht vertan. Die 250m² Wandfläche musst Du mal für Dein Haus selbst ausrechnen (Fenster abziehen!) und wenn Du's genauer wissen willst mal beim DWD die Durchschnittstemperaturen je Monat für Deinen Wohnort ermitteln. Dann kannst Du die Rechnung etwas genauer machen!
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  5. #4
    Avatar von applegg
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    Resol mit WLG 022

    zb. Hier
    http://www.sto.at/evo/web/sto/92210_...haumplatte.htm


    gibt es aber auch von anderen Herstellern, ich z.B. habe die von Weber. Die Platten sind immer von Kingspan eingekauft, der Rest komtm vom Systemgeber.

    Kosten für die Platten Faktor 2 zu WLG032. Der Rest identisch, also ca. Faktor 1,5 gesamt.

    Grüße
    Stefan
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  6. #5

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    022 ist natürlich klasse, aber wenn man die Unterlagen dazu durchliest.

    Wichtig:
    Die Phenolharz-Hartschaumplatten vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit schützen. Keine feuchten bzw. nassen Platten verbauen.

    Die Sto-Resol-Dämmplatte 022 ist bei Lagerung und bei der Verarbeitung unbedingt vor Feuchtigkeit zu schützen!

    Das Abschleifen der Sto-Resol-Dämmplatte 022 ist grundsätzlich nicht möglich
    Die Platten sind wohl ganz schöne Sensibelchen....
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  7. #6
    Avatar von applegg
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    und die anderen ?

    so wie ich das sehe, dürfen auch normale Styro-Platten weder lange Zeit UV ausgesetzt werden und auch nicht wirklich nass werden.

    Das mit dem Schleifen liegt daran, dass die Platten gegossen werden und nicht expandiert. Daher ist eine Glasfaserschicht als verlorene Schalung dran, die man natürlich nicht schleifen kann. Hat auch Vorteile, da müssen sich die Herren Ankleber um ordentliche Arbeit bemühen. Bei uns selbst am Altbau kein Problem. Um unvermeidbare Spaltensprünge auszugleichen, wird dann eine dickschichtige Armierung vorgeschrieben.

    Resol ist spröde und krümelt, wenn man es fallen lässt. Also, Platten werfen ist eine schlechte Idee. Ich habe mit bei der Dämmung geholfen, ging eigentlich ganz gut, nur die rosa Krümel vom Sägen sind überall...

    Und ja, Resol zieht kapillar Wasser. Ab da sehe ich auch kein Problem, bei ordentlicher Verarbeitung sollt auch an XPS und Mineralwolle kein Wasser kommen. Und im Sockelbereich ist es eh EPS.

    Also, einen Winter ganz zufrieden bisher.


    Grüße
    Stefan
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  8. #7

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    und die Anderen?

    Bei denen stehen zumindets keine vergleichbaren Warnungen!

    Will das Teil ja auch gar nicht pauschal schlecht machen. 022 ist natürlich ein Wort! Aber es gibt eben auch Nachteile. Und die Auswahl eines sehr guten Verarbeiters erscheint mir hier noch deutlich wichtiger (und schwieriger) als bei normalen EPS-Platten.
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  9. #8
    Avatar von applegg
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    nönönö

    Also, jetzt hast du meinen Trotz herausgefordert:

    Ich habe mal ein paar technische Merkblätter angeschaut:

    Neopor:
    Lagern: Trocken, vor direkter sonneinstrahlung schützen

    Mineralwolle:
    Die Platten müssen vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden.
    Durchnässte oder schadhafte Platten dürfen nicht eingebaut werden.


    Ja, sie sind sensibler, aber es sind keine Welten.


    Grüße
    Stefan
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  10. #9

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    war nicht meine Absicht!

    Aber zwischen "Classic" mit dieser Aussasge:
    Trocken lagern, vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
    und "Resol" mit dieser:
    bei Lagerung und bei der Verarbeitung unbedingt vor Feuchtigkeit zu schützen!
    sind für mcih schon deutliche Unterschiede!

    Allein, weil ich eine trockene Lagerung recht einfach sicherstellen kann, eine "unbedingte Trockenheit" während der Verarbeitung (bis wann?) wird schwierig bis unmöglich. Und was mach ich, wenn's nach dem die Platte an der Wand klebt nen Regnschauer gibt? Muss ich sie dann wieder runter reißen?
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Mark007 Beitrag anzeigen
    Nun überlegen wir das Programm kurzfristig auf 141 zu ändern.
    Ist das denn überhaupt möglich? Habt Ihr schonmal mit der Bank gesprochen?

    Zitat Zitat von Mark007 Beitrag anzeigen
    Meine Frage:
    Kennt ihr Möglichkeiten 28cm Leibung (Fenster sind 10 Jahre alt, sollen nicht versetzt werden) optisch erträglich zu machen (kein Lichtkeil)?
    Gegenfrage: meinst du 4 cm reißen den Eindruck raus? Wir haben unser Haus vor kurzem auch dämmen lassen und hatten ebenfalls 14er Platten ausgeschrieben. Die ausführende Firma hat dann das Angebot gemacht, 16er Platten ohne Mehrpreis zu verwenden, da diese mittlerweile gängiger seien und er Reste unseres BVs bei anderen Baustellen leichter wiederverwenden könnte. Gut, wir hatten vorher die Lager der Fenster auch geändert, so dass wir außen nur eine relativ schmale Leibung haben. Aber ich denke nicht, dass 4 cm mehr so einen großen zusätzlichen Effekt haben.
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  13. #11
    Themenstarter

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    Hallo,

    sorry für die Verzögerung.
    Für die Bank bzw. KfW ist das machbar. Soweit ist das geklärt.

    Vom Eindruck her macht das m.E. schon einen Unterschied, ob um ein Fenster (70x100) 28cm oder 24cm Leibung sind.

    Wir haben 170qm Wandfläche.

    Viele Grüße
    Mark
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