Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1

    Registriert seit
    03.2011
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Musikerin
    Beiträge
    4

    Frage Hilfe: Baumurks oder nicht???

    Hallo zusammen,

    Vor 2 Tagen habe ich verzweifelt schon unter
    Neubau--Mauerwerk--Frostschäden am Ziegelmauerwerk
    einen Beitrag eingestellt und auf Bauexperten-Meinungen gehofft - leider noch nichts passiert.
    Bitte entschuldigt meine Ungeduld, aber hier brennt's einfach.
    Deshalb versuche ich es hier noch mal.

    Also: Wir bauen auf der Werkstatt meines Lebensgefährten eine neue Wohnung.
    - Mauerwerk aus Unipor W08 (gefüllt).
    Lagerfugen sind nicht mit Mörtelschlitten vollflächig gedeckelt worden.
    Auf der Mauerkrone - zwischen Mauer und Spannbetondecke - keine Trennschicht.
    Mauerwerk ist von oben bis unten voll Wasser gelaufen, Dämmung quitscht raus, Frost hat viele Steine platzen lassen. (siehe Fotos in dem erwähnten anderen Beitrag)
    Vereidigter Gutachter sagt: Totalschaden
    Architekt (ist auch der Bauleiter) sagt: KEIN Schaden. Er habe damit auch nichts zu tun, denn er könne nicht wissen, wie die Ziegel zu vermauern seien. Die Spannbetondeckenfirma habe ihm bestätigt, dass es absolut richtig sei, die Decke ohne Trennschicht auf die offenen Ziegel (kein Mörtel auf der obersten Reihe) zu legen.
    WAS IST DENN NUN RICHTIG???
    Maurer sagt, auch er habe damit nichts zu tun, denn es habe keine Ausführungspläne 1:50 oder Details gegeben (gibt es tatsächlich nicht).
    Sanierung: Architekt sagt: 3kW-Heizstrahler rein (es gibt noch keine Fenster), Dämmputz auf die geborstenen Steine, fertig.

    - Dachgeschoss
    muss, um die Spannbetondecke des 1. OG nicht zu belasten, freitragend sein. Soll ein Tonnendach haben, deshalb 2 Leimbinder, die die Dachlast nur auf die Außenwände abgeben.
    Leimbinder sind aber zu schwach (Zahlendreher des Architekten: 24 statt 42cm stark...). Weil dem Zimmerer die LB zu schwach schienen, hat er senkrechte Balken dran geschraubt und diese mit einem auf dem Boden liegenden Balken verbunden. Den Boden-Balken hat er mit dem Boden (= Spannbetondecke) verschraubt.
    Also alles falsch.
    Architekt bietet an: statt neuer richtiger Leimbinder soll es im Fußbodenbereich 2 gerade 42cm hohe LB geben, die auf den Außenwänden aufliegen. Da wir 2 Türen nach draußen geplant haben, bedeutet das eine Austrittshöhe von etwa 35cm.
    Müssen wir das akzeptieren?

    Das war nun eine Menge Text - danke fürs Lesen!
    Und danke schon mal fürs Antorten!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Hilfe: Baumurks oder nicht???

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Lebski
    Gast
    Öhm, woher soll das hier einer wissen?

    Wenn ein Gutachten besteht, ab zum Anwalt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    WAS IST DENN NUN RICHTIG???
    Die Einwände dem Gutachter vorlegen und ihn dazu schriftlich Stellung nehmen lassen. Er soll erklären, inwiefern dem Archi ein Planungs- und/oder Bauüberwachungfehler und dem Handwerker ein Ausführungsfehler und/oder ein Verstoß gegen Hinweispflichten anzulasten ist.

    Die Stellungnahme des Gutachters dann an die Gegenseite übersenden und zur Anerkennung der Gewährleistungsverpflichtung dem Grunde nach auffordern, den Handwerker zusätzlich mit Frist zur Nachbesserung.

    Wenn die dann die Achterbahn mit wechselseitiger Schuldzuweisung weiter betreiben, bleibt nur noch die Beauftragung eines Bauanwalts.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Da gibts einen Statiker, einen Architekten, div. Unternehmer.
    Vom Statiker liest man da keine Aussage. Der ist aber Cheffe im Ring.
    Und wenn der SV sagt - Totalschaden - warum sollten wir dann was anderes sagen. Der hats vor Ort gesehen, kennt (hoffentlch) Pläne und Statik usw.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2011
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Musikerin
    Beiträge
    4
    Hallo,

    Vielen Dank für die Antworten und fürs Mitdenken!

    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Da gibts einen Statiker, einen Architekten, div. Unternehmer.
    Vom Statiker liest man da keine Aussage. Der ist aber Cheffe im Ring.
    Und wenn der SV sagt - Totalschaden - warum sollten wir dann was anderes sagen. Der hats vor Ort gesehen, kennt (hoffentlch) Pläne und Statik usw.
    Der Statiker...
    Der zuständige Statiker hat eine neue Berechnung zum geschädigten Mauerwerk gemacht (er hat es nicht gesehen), und ist dabei von 36,5er Mauerstärke ausgegangen. Wir haben aber 30er. Er hat die Daten aus einem anderen Bauprojekt genommen, die andere Adresse steht oben auf der Seite).

    Ein mit uns bekannter Statiker hat sich das angesehen und gesagt, dass die Berechnung falsch sei, dass das Mauerwerk aber wohl noch stabil genug sei, auch wenn man von 30er Stärke ausgeht.

    Es ist nicht so einfach zu erkennen, wem man noch trauen darf.

    Der Gutachter HAT die Schäden in der Tat vor Ort gesehen, hat auch die Statik und die Pläne.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen