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"übliche Vorlaufzeiten" beim Architekt?

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  1. #1

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    "übliche Vorlaufzeiten" beim Architekt?

    Hallo,

    ich hoffe, mit meiner Frage bin ich hier richtig.
    Im Rahmen unseres Hauskaufs und der Komplettsanierung, die ansteht, inkl. kleinem Anbau wollten wir einen Architekt beauftragen.
    In der Chronologie:
    Notarvertrag am 31.1, Hausübergang für Anfang März geplant
    Ersttermine mit 3 potenziellen Architekten vor Ort in den beiden Folgewochen (bis einschl. 14.2. / Schlüssel hatten wir von Verkäufern bekommen).
    Folgetermin mit dem Architekt unserer Wahl vor Ort am 25.2. inkl. mündlicher Beauftragung für die ersten 5 Leistungsphasen nach HOAI. Diese Beauftragung hat er auch angenommen.
    Am 7.März habe ich dem Architekt signalisiert, dass er für die Messungen für seine Entwürfe (Um-/Anbau) und zur groben Vorbereitung der Bauanzeige ab dem 10.3. ins Haus kann. Dabei habe ich ihn auch gefragt, ob ich was tun kann, um den Prozess "ins Laufen" zu bringen. Dies verneinte er, fragte aber nach dem Schlüssel, um noch flexibler bzgl seiner Termingestaltung zu sein. Den hat er letzte Woche Montag erhalten (14.3.). Am 10.3. war er auch beim hiesigen Bauamt um "abzuklopfen", ob unsere Recherche mit der Bauanzeige (statt Bauantrag) weiterhin Bestand hat. Auf Nachfrage meinerseits am 10.3. bestätigte er mir das Thema Bauanzeige, konnte mir aber noch nicht sagen, wann er zum Messen kommen würde (Zitat: "ist gerade so viel los und alle Termine von langer Hand geplant"). Bis heute war er nicht da. Bisher hat er sich auch bzgl. der weiteren Vorgehensweise nicht geäußert und wenn ich mir die HOAI anschaue, würde ich sagen, dass wir uns momentan am Anfang der Phase "Grundlagenermittlung" befinden.

    Meine Fragen nun:
    Sind solche m.E. langen Zeiträume normal für die allerersten Schritte?
    Was ist üblich? Denn wir denken, dass diese Vorlaufzeiten nicht wirklich engagiert klingen.
    Ich möchte diese Sachen gerne im Gespräch mit ihm klären, wäre aber für Eure Meinungen sehr dankbar.
    Denn wenn wir wirklich zum Entschluss kämen, dass eine weitere "Zusammenarbeit" nichts bringt, ist für uns auch das Finanzielle ein Thema. Was kann er abrechnen: Komplettabrechnung nach HOAI oder wahre Leistungserbringung (2-Akquisetermine und 1x persönlicher Termin mit Bauamt wg Bauanzeige)?


    Herzliche Dank im voraus!
    Nadja
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  2. "übliche Vorlaufzeiten" beim Architekt?

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  3. #2

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    eine Bestandsaufnahme in einem Altbau erfordert nicht gerade wenig Zeit, wenn er daher in der ersten Woche nach Erhalt des Schlüssels noch nicht reagiert hat, sollte dich das nicht beunruhigen, denn du willst ja eine korrekte Planung


    Gipser
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  4. #3

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    Der 10. war ein Donnerstag. Im Prinzip hat er also jetzt eine Woche das OK und war ja auch nicht untätig.
    So ein Bestandsaufmaß ist nicht in 10 Minuten gemacht und muss schon reinpassen. Also mal ganz locker bleiben.

    Ich weiß ja, alle Bauherren denken, der Architekt wäre ab Auftragserteilung nur noch für sie da - 24/7/52.
    Das ist aber nur dann so, wenn die Bauherren auch bereit sind, ein entsprechendes Honorar zu bezahlen. Da das selbst (oder gerade) gut betuchte Auftraggeber nicht machen, muss der Architekt sein Geld mit mehreren parallelen Projekten verdienen und die Bauherren entsprechende Geduld mitbringen.

    Was mich um Euer Projekt fürchten lässt, ist die Tatsache, dass Ihr nach einer Woche schon von Kündigung sprecht.
    Ich denke, da wird Euch noch viel abverlangt werden oder das Projekt macht richtig Ärger für alle Seiten ohne dass dafür wirkich einen Grund gäbe.
    Keiner erwartet, dass Ihr in Demut erstarrt, aber den eigenen Platz im Sonnensystem der Auftraggeber sollte man schon kennen.
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  5. #4
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    "übliche Vorlaufzeiten" beim Architekt

    Hallo,
    vielen Dank für Eure Einschätzungen. Das hilft schon mal ungemein. Es ist bei meinem Mann und mir halt irgendwie zur Zeit einfach ein komisches Bauchgefühl da, dass wir auf der Stelle treten (Ungeduld lässt grüßen). Abgesehen von dem Bauamt-Termin ging die Initiative (z.B. Telefonieren und kurz Status mitteilen) von uns aus. Er hat z.B. bisher nicht 1x bei uns angerufen für ein kurzes Update (ich weiß, er wird nicht fürs Quatschen bezahlt). Ich hatte ihn halt letzte Woche auch gefragt, womit wir grob rechnen müssten bzgl. der Grobmessung ("nächste Woche, in 2 wochen, in 3 Wochen?"), um einfach ein Gefühl zu erhalten. Hierzu konnte/wollte er mir keine Antwort geben. Das hat uns schon verunsichert.

    Nun beruhigen mich Eure Antworten etwas.
    Mit welchen Zeitspannen sollten wir üblicherweise rechnen für erste Messungen und Grobplanung (die Feinmessung will er danach machen)?

    Nadja
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  6. #5

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    Ihr müsst euch ein bißchen entspannen. Beim Bauen geht es nicht so schnell. Liegt auch daran, dass hinter den Kulissen zum Beispiel häufig auf andere gewartet werden muss, die momentan auch alle viel zu tun haben. Denn jetzt sind nach dem Winterschlaf alle Bauprojekte wieder durchgestartet. Und wie erwähnt werdet ihr wohl nirgends die einzigen Kunden sein. Wenn doch, wäre *das* für mich ein Alarmzeichen. Und nicht, das ich etwas warten muss.
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  7. #6

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    Das ist aber nur dann so, wenn die Bauherren auch bereit sind, ein entsprechendes Honorar zu bezahlen.
    oder aber wenn der Archi keine Aufträge hat, das würde mich aber mehr beunruhigen....

    Gipser
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  8. #7

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    oh jeh,
    ich möchte den archi sehen der allen handwerkern sowas durchgehen lässt
    ("nächste Woche, in 2 wochen, in 3 Wochen?")......,
    jaja, dem handwerker schreibt ihr es in den vertrag und beim archi macht man das nicht?

    mfg
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  9. #8

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    Doch, kann man auch beim Architekten (so viel Zeit muss sein) machen.
    Als Als Architekt erwarte ich auch nicht, heute die Firma vom Auftrag zu informieren und morgen die Gesellen auf der Baustelle vorzufinden.
    Zumindest nicht, wenn es nicht im Vorfeld geklärt war.

    Aber der Herr Sucher muss ja gegen Architekten pricken.
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  10. #9

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    Als Architekt erwarte ich auch nicht, heute die Firma vom Auftrag zu informieren und morgen die Gesellen auf der Baustelle vorzufinden.
    da bist du aber ein seltenes Exemplar...


    Gipser
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  11. #10

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    na nun komm, ich übergebe doch nicht am 22.03.2011 die
    auschreibung mit angabe: beginn der ausführung am 23.03.2011
    und zeitgleich die auftragsbestätigung....
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  13. #11

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    @Baumal
    das stimmt, aber es gibt welche, die sind erstaunt weil du nicht schon am 21. angefangen hast.....

    ja, nicht alle sind so


    Gipser
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  14. #12
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    kleines Update...

    Hallo an alle,
    ich wollte einfach nur mal ein kurzes Update geben, um Euch teilhaben zu lassen, wie es auszugehen scheint...
    Nach Euren letzten Aussagen hatten wir die Füße erst mal still gehalten und abgewartet. Mitte April gab es einen ersten Termin mit unserem Architekten mit seinem Erstentwurf (bis dahin hatte er innen also schon Maß genommen). Ein zweiter Kurztermin folgte dann eine Woche darauf, wobei die Pläne exakt die gleichen waren inkl den Kommentaren, die er sich notiert hatte. Ende der Diskussion war, dass wir einen 60m² Bereich abreissen und fast identisch neu bauen, "nur" tiefer gründen, d.h. Bauantrag (ok, das ist nicht seine "Schuld"). Letzten Mittwoch haben wir dann endlich die Pläne bekommen (Höhenunterschiede auf Grundstück mussten vermessen werden und Pläne angepasst).
    Dieses Mal war auch ein Exemplar für uns dabei, so dass wir unsere Änderungsideen (die bisher nicht berücksichtigt worden waren) reingeschrieben haben. Es war ein Hochgefühl, nach 2 Monaten zum ersten Mal Pläne in der Hand zu halten!

    Der Plan des Architekten, den Bauantrag morgen abzugeben sehe ich inzwischen als unrealistisch, da wir bis jetzt noch keine Überarbeiteten Pläne zum Abzeichnen bekommen haben.

    Ich glaube, dass ich inzwischen eine gewisse Gelassenheit gelernt habe im Umgang mit dem Architekten.
    Zwar weiß ich noch nicht, wie es wird, in 2 1/2 Monaten in die Einliegerwohnung einzuziehen (die nicht entkernt wurde, wohl aber sämtliche Leitungen, Wasser/Abwasser und der Heizkessel), aber das ist unser Problem. Ich werde mir übrigens auch einiges an Zeit lassen mit der Bezahlung...

    Ich bin ehrlich gesagt heilfroh, wenn die Zusammenarbeit mit Abgabe des Bauantrages hoffentlich soweit beendet ist. Ach ja, die Ausführung macht nämlich jemand anderes und ich freue mich sehr auf diese Zusammenarbeit, da wir unseren (zukünftigen) Bauleiter schon länger kennen und er in der bisherigen Zusammenarbeit (z.B. Entkernung) absolut super und zuverlässig ist.

    Vielen Dank an alle, die hier gepostet haben. Ich verfolge andere Posts weiterhin mit Interesse und werde sicherlich mal wieder berichten.
    Viele Grüße,
    Nadja
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