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Architektenhonorar zu hoch?

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  1. #1

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    Architektenhonorar zu hoch?

    Hallo, bin neu hier und suche Rat.

    Plane im Sommer ein EFH (Hanglage, 2 Etagen ohne Keller, ca. 200 qm Wfl., gute Ausstattung, Erdwärmebohrung, Kunststoffenster, 2 Bäder, Frühstücksbalkon u. Terrassen, Garage, Stützmauern im Außenbereich, Pultdach mit Folienbespannung) auf vorhandenem Grundst. zu bauen. Bauantrag ist gestellt, Architekt ist an den LP 3 bzw. 4.

    Reine BK netto 312.500,00 €. Der Architekt plant sein Honorar mit Zone III, 3/4 Satz = 48.547,00 brutto.

    Hinzu kommen 3.834,00 für Außenanlage Zone III mind. Satz, bei Bruttokosten von 20.000,00.

    Weiter kalkuliert er 4.500,00 für Planung Elektro/Sanitär/ Mitwirkung bei Heizung.

    Zusammen sind das 56.881,00 € für den Architekten bei Gesamtbaukosten von 450.000,00 (nach Kostenschätzung).

    Ein Statiker wurde bereits nach Ausschreibung zusätzlich für 3.500,00 beauftragt.

    Was haltet Ihr von den Kosten?
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  2. Architektenhonorar zu hoch?

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  3. #2

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    Statiker ist deutlich unterbezahlt

    Jetzt mal unabhängig davon, ob der Architekt Zone III Mittelsatz oder Zone III 3/4-Satz bekommt (Verhandlungssache), ist das Statikerhonorar unterhalb jeglichen HOAI-Satzes.
    Was bitte bietet der Kollege für 3.500€ an?!!! (Statische Berechnung/ Schal- und Bewehrungspläne/Stützmauern/Übersichtszeichnungen Holzbau-Dach/Mitarbeit bei der Ausschreibung/statisch relevante Massenermittlung?????)
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  4. #3
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    Hallo Bauing24,

    in der Auftragserteilung an den Statiker steht: Statik, Wärmeschutznachweis, Bewehrungs-/Positionspläne und Stahllisten.
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  5. #4

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    Wenn er das volle Programm im Bereich Hochbau bringt und ein entsprechendes Fachwissen im Bereich Haustechnik hat, dann denke ich, ist das Honorar nicht unangemessen.

    HZ III 3/4 Satz ist für eine gehobenes EFH durchaus realsitisch. Das kann auch noch in HZ IV hochgehen.

    Billiger geht natürlich immer, aber ob es dafür genausoviel Engagement gibt, wie der Kollege hier erbringt??

    Oder rechnen Sie es doch mal anders.
    Nebenkosten und Mehrwertsteuer abziehen, die verbleibende Summe durch 50 €/Std teilen und dann mal ausrechnen, wie viele Stunden der Kollege dann an Ihrem Projekt sitzen kann. (Unter 50 € wirds unwirtschaftlich)
    Wenn Sie das dann auf über 1 Jahr verteilen (von LP 1 bis zur Überreichung der letzten geprüften Schlußrechnung), dann sehen Sie, dass das gar nicht SO übertrieben ist
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  6. #5
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    Ich versteh es nicht:
    • hier erstellt der Architekt schon die Ausschreibung für den Rohbau
    • und in diesem Thread ist er erst in Leistungsphasen 3/4


    Und wann bitte wurde der Vertrag geschlossen, über den wir hier und bei hoai.de diskutieren sollen?

    Und geben Sie Herrn Doell doch mal eine Rückmeldung auf seine Fragen, die er gestellt hat, nachdem er Ihre Fragen ausführlich beantwortet hat.
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  7. #6

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    Ich möchte weder die Architektenleistung bezweifeln noch die Summe, aber aus reiner Neugierde, was macht ein Architekt denn alles?
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  8. #7
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    ich machs mir mal einfach: siehe Beschreibung der Leistung in der hoai

    und meist noch einiges mehr
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    und meist noch einiges mehr
    Manchmal aber auch weniger...

    Sorry, der musste sein!
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    interessante relationen sind das

    egal, ob man von der hoai oder vom aufwand ausgeht:
    für das haustechnik- und rechendeppenhonorar gibts nirgends (!)
    eine gute, sondern schlimmstenfalls eine adäquate leistung.

    von ansatzweise umfänglicher aufklärung des bauherren (grundleistung!) kann
    hier wohl keine rede sein .. und wie geht´s weiter?
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  11. #10
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    @ Hr. Abt: Aufgrund der Fragestellung des Herrn Doell, warum ich denn das Architektenhonorar herunter handeln möchte und ob ich das beim Zahnarzt auch machen würde, bin ich im hoai-forum nicht weiter darauf eingegangen, da es wohl für jeden Bauherren legitim ist, zu versuchen Kosten einzusparen!

    Wenn man danach nicht normal fragen darf, entschließt sich mir der Sinn eines "Experten-Forums".

    In welcher LP der Architekt sich nun genau befindet, ist doch hinsichtlich des in Aussicht gestellten Honorares unrelevant, jedenfalls werden z. Zt. die Rohbauleistungen ausgeschrieben und der Statiker ist, wie schon gesagt, beauftragt, der Bauantrag wurde vor 3 Wochen gestellt.

    Hatte eigentlich auf ein paar konstruktive Vorschläge gehofft, mit welchen Argumenten ich beim Architekten das ein- oder andere Prozent einsparen könnte, ohne seine Lust / Motivation zu beeinträchtigen. Bis jetzt hat er mir 2% Nachlass angeboten, auf ein Erfolgshonorar bei Einsparungen nach Ausschreibung möchte er nicht eingehen.
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  12. #11

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    Hatte eigentlich auf ein paar konstruktive Vorschläge gehofft, mit welchen Argumenten ich beim Architeketen das ein- oder andere Prozent einsparen könnte, ohne seine Lust / Motivation zu beeinträchtigen
    Wann ziehen die Kaufleute eigentlich mal die Lehren aus dem Schandtaten des Herrn Lopéz???
    Der meinte auch, er sei überall auf dem Basar und könne noch was raushandeln. Am Ende hat es fast einen ehemals deutschen Traditionsbetrieb die Existenz gekostet - und fast nur, weil die Steuerzahler geholfen haben.

    da es wohl für jeden Bauherren legitim ist, zu versuchen Kosten einzusparen
    NEIN!
    Legitim ist es, Leistungen nicht überteuert einkaufen zu wollen. Daher ist die Frage per se ja auch berechtigt.

    Aber was bringt Sie auf die Idee, der Kollege würde Sie ohne einen Nachlass ausrauben wie einst die Wegelagerer im Mittelalter.
    Wenn Sie unbedingt handeln müssen, gehen Sie auf den Basar. Wohin das führt, das fragen Sie mal die, die abends mit den Basarhändlern zusammensitzen und sich mit diesen gemeinsam über all die Idioten schlapplachen, die mit ?0% gekauft haben und trotzdem noch viel zu viel bezahlt haben.

    Wenn Ihr Chef morgen 5 % weniger Gehalt zahlen will, damit er sich den nächsten ..... (wasimmererfährt) noch schneller kaufen oder seiner Tochter ein Boot schenken kann, was machen SIE dann????
    Klar - Sie sagen:
    Och Chef, ziehen Sie ruhig 6 % ab, passt schon
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  13. #12
    ManfredH
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    Zitat Zitat von jefferson Beitrag anzeigen
    In welcher LP der Architekt sich nun genau befindet, ist doch hinsichtlich des in Aussicht gestellten Honorares unrelevant, jedenfalls werden z. Zt. die Rohbauleistungen ausgeschrieben und der Statiker ist, wie schon gesagt, beauftragt, der Bauantrag wurde vor 3 Wochen gestellt.
    Wenn der Bauantrag schon fertiggestellt ist und die Rohbauarbeiten ausgeschrieben werden, dann sollte das Architektenhonorar schon längst vereinbart und nicht "in Aussicht gestellt" sein.
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  14. #13

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    ich frag mich auch, was da abläuft....

    bauantrag ist abgegeben, rohbau wird ausgeschrieben.
    da sollte doch längst schon, ein vertrag über eine vereinbarte
    honorarsumme auf dem tisch liegen???
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  16. #14

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    Zitat Zitat von jefferson Beitrag anzeigen
    Hatte eigentlich auf ein paar konstruktive Vorschläge gehofft, mit welchen Argumenten ich beim Architekten das ein- oder andere Prozent einsparen könnte, ohne seine Lust / Motivation zu beeinträchtigen.
    Ich glaube Motivation und Rabatt stehen in diametralem Gegensatz zueinander.
    Ausserdem: Wenn du schon solch eine teure Hütte baust, kannst du auch die ganze Zeche zahlen!
    Die HOAI gibt's nicht ohne Grund.
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  17. #15
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    @jefferson:
    unabhängig von jeder Diskussion über HOAI und Preisrecht sag ich immer wieder gerne:
    meine zufriedensten Kunden sind die, die eben nicht versuchen, dass eine oder andere Prozent herunterzuhandeln.
    Und meine weitere Überzeugung:
    jeder Euro Mehr-Honorar spart Ihnen mehr als einen Euro. (Einschränkung: nur bei gutem Planer und leider auch nicht nachweisbar)
    Wenn man trotzdem Honorar reduzieren will, kann man das sicherlich auch rechtswirksam und einvernehmlich (weil leistungsreduzierend), dann muss man sich aber in den Tiefen der HOAI und der hierzu gehörenden Rechtssprechung auskennen. Ohne vertieftes Wissen geht der Schuss leicht nach hinten los. Einen Crash-Kurs dazu gibts hier nicht.

    Aber unsere Frage ist noch nicht beantwortet: die honorartechnischen Rahmendaten müssten beim aktuellen Bearbeitungsstand doch schon längst feststehen, auch im Interesse der Planer.

    @Ralf: den Beruf des TE hab ich auch gesehen, und mir infolge zahlreicher eigener Erfahrungen mit Einkaufsabteilungen etc. auch meinen Teil dazu gedacht, gehe aber bewusst nicht darauf ein.

    @mls: du hast Recht.
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