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Kühle Zimmer im Sommer

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  1. #1

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    Kühle Zimmer im Sommer

    wir haben vor gut einem Jahr ein aus dem Jahr 1997 gebautes Doppelhaus (geplant 1993) gekauft und freuten uns über die angenehme Kühle des Hauses. Wir nahmen an, das sei auf eine besonders gehaltvolle Dämmung zurückzuführen. Nach einem Winter wissen wir, dass dem nicht so ist. Respektabler Gasverbrauch (dem Alter wohl angemessen 24.000 kwh/145 m²) Ich verstehe aber nicht, warum sich das Haus im Sommer nur schwerlich auf knapp 21 Grad erwärmt. Bei einer schlechten Dämmung, wie es der Gasverbrauch vermuten lässt, müsste doch im Sommer ein wenig mehr Wärme durchdringen. Hat jemand eine Idee?
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  2. Kühle Zimmer im Sommer

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  3. #2

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    Die Wärmekapazität der Wände puffert zwischen Tages- und Nachttemperatur. Das
    paßt im Sommer, aber im Winter ist es draußen tags- wie nachts kalt und kann man
    sich von der Wärmekapazität nichts kaufen. Wie ist die momentane Dämmung?
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  4. #3

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    Ich kann nicht sehen, wieso ein solcher Verbrauch - immerhin dann ja 2.400 cbm Gas - dem Alter des Hauses angemessen sein soll.
    Rechnet das mal auf den Quadratmeter geheizter Fläche um und schaut mal nach, was da heute so üblich ist!
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  5. #4

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    Zitat Zitat von ecobauer Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht sehen, wieso ein solcher Verbrauch - immerhin dann ja 2.400 cbm Gas - dem Alter des Hauses angemessen sein soll.
    Rechnet das mal auf den Quadratmeter geheizter Fläche um und schaut mal nach, was da heute so üblich ist!
    Der "Verbrauch" kommt mir auch etwas hoch vor, zumal bei einem DH ja eine Wand komplett zum Nachbar angrenzt.

    Aber letztendlich spielt auch das Heizverhalten eine Rolle.

    Die Wärmekapazität der Wände puffert zwischen Tages- und Nachttemperatur. Das paßt im Sommer,....
    Leider gab´s noch keine Infos zum Wandaufbau, also schließe ich mich dieser These mal an.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Kühle Zimmer im Sommer

    Lieber ecobauer,
    ja, heute kennt man andere Verbräuche. Das Haus ist aber eben in 1993 beantragt und nicht heute. Der Gasverbrauch bezieht sich auf Warmwasser&Heizung.

    Lieber ReihenhausMax,
    ich bin icht sicher, ob ich den Punkt "Wärmekapawandpufferung" richtig verstanden habe. Warum geben die aufgheizten Wände die Wärme nicht tagsüber ab? Un wenn Sie es doch tun, warum ist es so wenig? Knapp 21° im ommer ist mau

    Zum Wandaufbau/Dämmung
    In der uns überlassenen Baubeschreibung/Bauantrag steht: Der erforderliche Wärmeschutz wird durch Verwendung von hochdämmenden Aussenmauerwerk in der Stärke 36,5 cm erreicht bzw übertroffen. Wände in Wärmedämmziegelmauerwerk
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  7. #6

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    Ich bin sehr gespannt was hier herauskommt, da ich dasselbe Phänomen bei meinem EFH (Bj. 1958, bis jetzt nur oberste GD gedämmt) ebenfalls beobachte und mich darüber wundere. Es ist eigentlich immer kühl im Haus, sowohl Winters (logisch) als auch im Sommer.

    Soviel ich mir bislang mit meinem laienhaften Sachverstand erklären konnte, hat das ganze im Sommer v.a. mit der Sonneneinstrahlung durch Fenster zu tun. Je beschatteter das Haus steht, umso weniger erwärmt es sich.
    Bestes Beispiel ist ein Uralt-Schuppen, nur aus dünnem Holz, nix Dämmung, in meinem Garten. Steht voll beschattet von Bäumen, kriegt nie Sonne ab. Darin ist es Sommers immer deutlich kühler als draussen. Weil das Erdreich kühlt?

    Grüsse, ahso
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  8. #7

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    Bei Neubauten ist der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 zu führen. Das wird aber in der Praxis bei kleinen Gebäuden offenbar gerne "vergessen".

    In diesem Zusammenhang sind noch der Energiedurchlassgrad der Verglasung und außen- sowie innenliegende Sonnenschutzvorrichtungen zu erwähnen. Es versteht sich wohl von selbst, dass riesige Fensterflächen ungünstig sind. Den Einfluss des Wärmedämmniveaus würde ich dagegen nicht überbewerten.

    Die erwähnte Verschattungssituation hat einen großen Einfluss, der jedoch zumindest im Rahmen des Nachweisverfahrens nur bedingt berücksichtigt werden kann.

    @ INTEG
    Die Wärmespeicherkapazität kann insbesondere dann effektiv genutzt werden, wenn nachts bei entsprechend niedrigen Temperaturen durch erhöhten Luftwechsel der Speicher entladen wird. Also: Nachts Fenster öffnen. Bei Räumen mit sehr hoher Wärmespeicherkapazität kann es auch ohne erhöhte Nachtlüftung durchaus mehrere Tage dauern, bis der Speicher voll ist und es zu einer Überhitzung kommt.
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  10. #8
    Themenstarter

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    Kühle Zimmer im Sommer

    Hallo Bernd,
    danke für die Ausführung. Intuitiv verstanden, aber sicher bin ich nicht. Verschattet ist das Haus nicht. Sonneneinstrahlung hinten: Sonnenaufgang bis 11.30 und vorne von 15-18 Uhr (dezeitiger Sonnenstand).

    Bei Räumen mit sehr hoher Wärmespeicherkapazität kann es auch ohne erhöhte Nachtlüftung durchaus mehrere Tage dauern, bis der Speicher voll ist und es zu einer Überhitzung kommt.

    Überhitzung heißt Freigabe des Speichers?

    Wenn wir Nachts durchlüften, geben wir die Wärme aus dem Mauerwerk frei, korrekt? Dann bleiben aber 21 Grad tagsüber trotzdem dürr. Heute hatten wir allerdings bei ganztägig geöffneten Fenstern 23 Grad erreicht. Hurra. Habe jedenfalls noch nie einem so kühlen Haus gewohnt. Na gut, vielen Dank trotzdem
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  11. #9

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    Zitat Zitat von INTEG Beitrag anzeigen
    Überhitzung heißt Freigabe des Speichers?
    "Überhitzung" heißt nur, dass es im Raum zu warm ist.

    Zitat Zitat von INTEG Beitrag anzeigen
    Wenn wir Nachts durchlüften, geben wir die Wärme aus dem Mauerwerk frei, korrekt?
    Ja, aber nur, wenn es draußen kalt genug ist.

    Zitat Zitat von INTEG Beitrag anzeigen
    Heute hatten wir allerdings bei ganztägig geöffneten Fenstern 23 Grad erreicht.
    Das nennen wir übrigens "falsches Nutzerverhalten".
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