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Empfehlung Luftspalt zwischen Aufsparren- und Zwischensparrendämmung?

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  1. #1

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    Empfehlung Luftspalt zwischen Aufsparren- und Zwischensparrendämmung?

    Hallo zusammen,

    vor über elf Jahren wurde ein ungedämmtes Satteldach wie folgt saniert/gedämmt:

    Betondachsteine
    Traglatten
    Konterlatten
    Aufsparrendämmung (PUR Hartschaum, diffusionsoffen)
    Sparren bzw. vollflächige Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle
    Dampfsperre
    Traglatten
    Gipskartonplatte
    beheizter Wohnraum


    Funktioniert tadellos und bis heute keine Schäden festgestellt.

    Nun möchte ich bei einem anderen Haus mit identischer Ausgangssituation das Dach ebenso sanieren/dämmen. Aber der Dachdecker meines Vertrauens – ist nicht ironisch gemeint! – lässt über seinen neuen Ansprechpartner für Dämmstoffe folgendes ausrichten:

    Die Erfahrung der letzten Jahre hätte gezeigt, dass es sinnvoll ist einen mehreren cm breiten Luftspalt zwischen der Aufsparren- und der Zwischensparrendämmung vorzusehen. Seine Begründung lautet gemäß Dachdecker, es werden zwei verschiedene Dämmstoffe mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften eingesetzt……. Auch wird betont , dass es sich hierbei um keine Vorschrift, sondern um eine Empfehlung aus der Praxis handeln würde.

    Hat jemand schon einmal davon gehört? Der geänderte Aufbau würde eine vollkommen neue Planung nach sich ziehen müssen, diese würde auf Wunsch der neue Ansprechpartner übernehmen. Netter Hinweis, um Bauschäden zu vermeiden oder will der neue Ansprechpartner nur seine Dienstleistung an den Mann bringen?

    Schon einmal besten Dank.

    Jaquestati
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  2. Empfehlung Luftspalt zwischen Aufsparren- und Zwischensparrendämmung?

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  3. #2
    Avatar von Reinsch
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    Was soll die stehende Luftschicht laut Hersteller bezwecken ?
    Ist die Platte wirklich diffusionsoffen ,oder nur mit einer diffusionsoffenen Unterdachbahn kaschiert ?
    SD-Wert ?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Der Hinweis mit der „stehenden Luftschicht“ stammt nicht vom Hersteller, sondern von seinem neuen Ansprechpartner für das Thema Dämmung, ob sich dahinter ein Mitarbeiter eines Baustoffhändlers, ein Energieberater oder wer auch immer verbirgt weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass mein Dachdecker auch an einer Änderung des Dämmaufbaus nicht mehr verdienen würde, da seine Arbeit mit der Aufsparrendämmung beendet ist. Zwischensparrendämmung, Dampfsperre usw. übernimmt wie üblich jemand anders.

    Üblicherweise werden in unserer Region eher die Produkte der Firma X verbaut, aber ich hätte gerne wie beim letzten Mal auch ein bestimmtes Produkt der Fa. Y (um die Gefahr einer eventuellen Schleichwerbung zu umgehen, die hießen früher Apri.. mit Sitz in Abtsgemünd und sind im irgendwann im Pure.. aufgegangen/umbenannt worden)

    Die bei mir verbaute Aufsparrendämmung wird vom Hersteller wie folgt beschrieben:

    Steildachdämmsystem aus dem Hochleistungsdämmstoff PUR/PIR-Hartschaum, Anwendungstyp PUR 027/028 DAD, beidseitige, diffusionsoffene Spezialvliesbeschichtung für die wärmebrückenfreie Vollflächendämmung oberhalb der Sparren, mit regensicherer, reißfester diffusionsoffener Unterdeckbahn Diffucell® 3-lagig (sd = 0,02 m), winkelseitig überlappend und selbstklebend.
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  5. #4
    Avatar von Reinsch
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    Steildachdämmsystem aus dem Hochleistungsdämmstoff PUR/PIR-Hartschaum, Anwendungstyp PUR 027/028 DAD
    Dampfdiffusionswiderstandszahl 40 - 200 (PUR/PIR-Hartschaum)

    Na wenn das diffusionsoffen ist !??

    Das ganze wird als :Prinzip diffusionsoffen Plattenformat
    Steildachdämmsystem " angegeben. Grob gesagt : " Die Diffusionsoffene Unterdachbahn mit den Pur -Platten mit einem höheren SD-Wert passen in das Prinzip.
    Jedoch sind die Platten nicht für eine weitere Innendämmung ausgelegt. Müsste also rechnerisch nachgewiesen werden.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Gemäß Aussage des Herstellers wären solche Platten WLS 027/028/029 für Kombinationen mit jeder Art von Zwischensparrendämmung geeignet.

    Aber mich interessiert im Augenblick vielmehr der Wahrheitsgehalt der Aussage, dass die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt hätten, dass ein Luftspalt bzw. wie ich jetzt gelernt habe eine stehende Luftschicht sinnvoll wäre. Was ist Sinn und Zweck dieser Luftschicht? Im Endeffekt wäre eine Neuplanung mit erhebliche Kosten verbunden und daher würde ich natürlich lieber auf die Unterlagen von damals zurückgreifen, da die Ausgangssituation identisch ist und man ja das Rad nicht unbedingt neu erfinden muss.

    Andererseits bin ich ja nicht beratungsresistent, wenn die Erfahrung einen lehrt, dass man etwas besser machen kann, sollte man es auch tun. Nur als Laie kann ich nicht abschätzen, ob die Aussage stimmt oder mir jemand das Geld für eine unnütze Dienstleistung aus der Tasche ziehen möchte.
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