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  1. #1

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    Energieeinsparung pro Bauteil berechnen

    Hallo!

    Ich habe in der Suche leider nichts gefunden. Gibt es eine Formel, mit der man die Energieeinsparung (kWh/a) pro Bauteil berechnen kann? Es reicht auch eine grob Überschlägige. Wenn möglich mit Quelle!

    Gegeben ist:
    U-Wert (Ist)
    U-Wert (Soll)
    Innentemperatur (Anforderung)
    Heizgrenztemperatur
    m² Bauteilfläche

    Man muss daraus definitiv etwas berechnen können.
    Es gibt für Energieberater eine grob Überschlägige: Die lautet: 84*(U2-U1)*A
    84 - irgend eine Konstante (Gradtagszahl? Ich weiß es nicht mehr)
    U2 und U1 - ist die Differenz der U-Werte
    A - die Baueilfläche in m²

    Die Formel stimmt aber vorn und hinten nicht. Zumindest ist sie nur 2/3 von dem, was in bauphysikalischen Berechnungsprogrammen wie Epass Helena oder Bautherm X8 rauskommt. (Habe ein Referenzprojekt, an dem ich nachvollziehen kann, ob eine Formel einigermaßen hinhaut oder nicht).

    Vielen Dank!
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  2. Energieeinsparung pro Bauteil berechnen

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  3. #2

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    die 84 ist der Faktor, der aus dem vereinfachten Berechnungsverfahren (Heizperiodenbilanzverfahren) kommt, das noch bis EnEV 2007 für Wohngebäude angewendet werden durfte.

    Dahinter stecken die Heizgradtage. Je besser der Wärmeschutz, desto niedriger muss dieser Faktor sein, je schlechter der Wärmeschutz, desto höher ist dieser Faktor.
    in WSVO '95 stand dort der Wert "84"
    in WSVO '95 stand dort der Wert "66"
    für ältere Häuser kann dieser durchaus bei 100 und darüber liegen, dort ist die Zahl der Heizgradtage ja auch höher.
    Dies könnte die Ursache sein, warum Sie die Zahlen nicht nachvollziehen können.
    Bei Bedarf schicke ich Ihnen mal eine Tabelle dieses Tabellenverfahrens. Da können Sie sehen, wie der Faktor eingesetzt wird.

    EnEV 2007:
    Q(H) = 66 x (H(T) + H(V)) - 0,95 x (Q(s) + Q(i))

    In Worten:
    Heizwärmebedarf = 66x (Transmissionswärmeverluste+Lüftungswärmeverl.) - 0,95x (solare Energiegewinne+interne Energiegew.)

    ganz ehrlich: ich weiß nicht, wie man aus der Heizgrenztemperatur die Heizgradtage errechnen kann. Vermutlich eher aus einer Tabelle abschätzen oder so. Die Innentemperatur hat ja auch Einfluss auf die Heizgradtage. Aber irgendwie hat diese ja auch schon Einfluss auf die Heizgrenztemperatur. Ohne mich jetzt näher mit der Fragestellung beschäftigt zu haben, vermute ich, dass man die Innentemperatur unter den Tisch fallen lassen kann, sofern die Heizgradtage bekannt sind
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    in WSVO '95 stand dort der Wert "84"
    in WSVO '95 stand dort der Wert "66"
    Korrektur:
    in WSVO '95 stand dort der Wert "84"
    in EnEV 2007 stand dort der Wert "66"
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  5. #4

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    Wenn wir mal von einer Heizperiode mit 185 d und einer mittleren Außentemp. von 5°C sowie 20°C innen ausgehen...

    delta U * Delta T (15°C) * Heizperiode (185 d * 24 h) /1000 [kWh/m²a]
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  6. #5
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    Zitat Zitat von raaner Beitrag anzeigen
    Wenn wir mal von einer Heizperiode mit 185 d und einer mittleren Außentemp. von 5°C sowie 20°C innen ausgehen...

    delta U * Delta T (15°C) * Heizperiode (185 d * 24 h) /1000 [kWh/m²a]
    Hallo! Die Formel habe ich noch nicht gehört. Aber ich vermisse hier die komplette Bauteilfläche! Wie soll die Formel eine Aussage machen können, ohne dass man sagt, welcher Teil des Gebäudes davon betroffen ist !?

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    die 84 ist der Faktor, der aus dem vereinfachten Berechnungsverfahren (Heizperiodenbilanzverfahren) kommt, das noch bis EnEV 2007 für Wohngebäude angewendet werden durfte.

    Dahinter stecken die Heizgradtage. Je besser der Wärmeschutz, desto niedriger muss dieser Faktor sein, je schlechter der Wärmeschutz, desto höher ist dieser Faktor.
    in WSVO '95 stand dort der Wert "84"
    in WSVO '95 stand dort der Wert "66"
    für ältere Häuser kann dieser durchaus bei 100 und darüber liegen, dort ist die Zahl der Heizgradtage ja auch höher.
    Dies könnte die Ursache sein, warum Sie die Zahlen nicht nachvollziehen können.
    Bei Bedarf schicke ich Ihnen mal eine Tabelle dieses Tabellenverfahrens. Da können Sie sehen, wie der Faktor eingesetzt wird.

    EnEV 2007:
    Q(H) = 66 x (H(T) + H(V)) - 0,95 x (Q(s) + Q(i))

    In Worten:
    Heizwärmebedarf = 66x (Transmissionswärmeverluste+Lüftungswärmeverl.) - 0,95x (solare Energiegewinne+interne Energiegew.)

    ganz ehrlich: ich weiß nicht, wie man aus der Heizgrenztemperatur die Heizgradtage errechnen kann. Vermutlich eher aus einer Tabelle abschätzen oder so. Die Innentemperatur hat ja auch Einfluss auf die Heizgradtage. Aber irgendwie hat diese ja auch schon Einfluss auf die Heizgrenztemperatur. Ohne mich jetzt näher mit der Fragestellung beschäftigt zu haben, vermute ich, dass man die Innentemperatur unter den Tisch fallen lassen kann, sofern die Heizgradtage bekannt sind
    Hallo! Danke für die Formel!
    Aber hier ist es auch etwas schwierig, da ich ja weder die Transmissionswärmeverluste, noch die Lüftungswärmeverluste, noch solare und interne Gewinne abschätzen kann. Leider etwas schwierig
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  8. #6

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    ist doch auch nicht so wichtig, weil Sie doch nur die Differenz ausrechnen wollen und nicht den Absolutwert. Und da sich, so wie ich es verstanden haben, nicht die Lüftungswärmeverluste auch auch nicht solare und interne Wämegewinne ändern, bleibt nur die Transmission, die zu berechnen bleibt...
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  9. #7
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    nix schwierig. nur einfach zu viel Kenntnis dessen vorausgesetzt, was du da angehst.

    An den Einheiten im Beitrag von raaner ist zu sehen worum es geht. bzw. was da noch einzusetzten ist.

    Die Zahlen im Beitrag von Fischer, sind die "bekannten" Zahlen, die auch wieder aus der Formel bei raaner herauskommen (können).

    Pseudo-Konstante -die verwurschtelten Heizgradtage für Würzbrug bezogen auf den restlichen Ansatz in der Wärmeverlust Einheitsformel zur Vergleichbarkeit. Dröselt man das weiter auf, dann landet man bei der Berechnungsformel für die Heizlast - ist die gleiche Grundformel.....
    Bauteil, Wärmedurchgangswiderstand, Temperaturgefälle, Transmissionswärmeverlust. Weiter integriert über Flächen und Tage im Jahresverlauf...
    Und der Kreis schließt sich.
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