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Brennwerttherme, Temperaturdifferenz Vorlauf/Rücklauf

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  1. #1

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    Brennwerttherme, Temperaturdifferenz Vorlauf/Rücklauf

    Hallo Zusammen zum Winter 2012/2013 ;-).

    Keine Saison ohne Fragen von mir... und schon geht's los:

    Ich habe bei Wikipedia zufällig gelesen, dass bei einer Brennwertheizung ein Temperaturunterschied zwischen vor- und Rücklauf bestehen muss, da sonst die Brennwerttechnik nicht effizient arbeiten könne bzw. nur teilweise zum Tragen kommt.

    Dazu folgende Fragen:

    Ist das so?

    Wenn ja, wie hoch sollte die Differenz idealerweise sein, welche Differenzen sollten mindestens gefahren werden?

    Was ist im Sommer zu beachten, wenn nur WW aufbereitet wird?

    Das war es auch schon wieder. Bei Bosny und in der Forensuche habe ich dazu keine konkreten Zahlen gefunden.

    Danke Euch!

    blackseven
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  2. Brennwerttherme, Temperaturdifferenz Vorlauf/Rücklauf

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  3. #2

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    Es gibt keine festgelegte Temperaturdifferenz. Für Brennwerter ist aber eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur von Vorteil.

    Bei der Planung geht man von einer bestimmten Temperaturdifferenz aus damit man überhaupt rechnen kann. Diese Temperaturdifferenz ergibt sich im Fall des Wärmeerzeugers durch dessen Leistung und Wasserdurchsatz. Bei den Heizflächen gilt, dass die Spreizung bestimmt wird durch die Energie die die Heizfläche an den Raum abgibt, und natürlich (siehe Wärmeerzeuger) durch die absoluten Temperaturen und den Volumenstrom.

    Bsp.:

    Wenn eine Therme eine Leistung von sagen wir mal 10kW hat und der Volumenstrom beläuft sich auf 1.000Liter/h, dann wird sie in der Lage sein die Rücklauftemperatur um etwa 8,5K anzuheben, d.h. kommt das Wasser mit 35°C in den Wärmetauscher, dann wird es diesen mit 43,5°C verlassen.

    Gibt es also keinen Unterschied zwischen Rücklauf und Vorlauf der Gasbrennwerttherme, dann hat das nichts mit Brennwerttechnik zu tun, sondern dann liefert sie einfach keine Leistung um das Wasser zu erwärmen, oder das Wasser fließt so schnell durch den Wärmetauscher, dass man den geringen Temperaturanstieg kaum messen kann.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das ging aber schnell.... Vielen lieben Dank!
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  5. #4
    Avatar von Karlsberg
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    Die Brennwert Technik funktioniert grob so:

    Erdgas wird Verbrannt, der Vorlauf wird erhitzt, es entsteht Wasserdampf. Bei einem normalen Kessel geht der Wasserdampf mit Abgas aus dem Kessel durch den Schornstein. Genau hier setzt die Brennwerttechnik ein.

    Der Wasserdampf wird soweit heruntergekühl bis er Kondensiert und wieder zu Wasser wird. Was mit der geringen Rücklauftemperatur gemacht wird. Dies setzt weitere Energie frei. Mit dieser Energie wird der Rücklauf aber wieder aufgeheizt. Der Rücklauf sollte aus diesem Grund glaub ich etwas um die 55 Grad haben, da ab dieser Temp aus Wasserdampf wieder Wasser wird. Durch die erwärmte Rücklauftemperatur, die dann ja wieder am Brenner vorbei als Vorlauf weiterführt, muss nicht mehr so stark angeheizt werden wie davor. Also spart man Erdgas.

    Das Kondensierte Wasser ist allerdings Säurehaltig und deswegen hat jedes Brennwert gerät ein Abflussrohr. Große Brenntwertgeräte ab keine ahnung wieviel KW müssen sogar eine neutralisation anlage besitzen, da der Säure gehalt zu hoch ist. Dies wird meistens mit Granulat gebunden.

    Wie gesagt, kurze Version.

    Übrigens durch die Brennwert technik ist ein Wirkungsgrad von über 100% möglich. Aber nur auf dem Papier. In der Praxis geht das nicht.
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  6. #5

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    Lies mal zu Brennwert hier nach:

    http://www.bosy-online.de/Bauteile_u...HK-Anlagen.htm

    Dann brauche ich das nicht mehr alles abtippen.

    Der Rücklauf sollte aus diesem Grund glaub ich etwas um die 55 Grad haben, da ab dieser Temp aus Wasserdampf wieder Wasser wird.
    Taupunktunterschreitung, sprich Nutzung des Brennwerteffekts, ist in den obigen links ausführlich beschrieben.

    Gruß
    Ralf
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