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Wand sanieren - Frage zum Dämmstoff Mineralwolle

Diskutiere Wand sanieren - Frage zum Dämmstoff Mineralwolle im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Lächeln Wand sanieren - Frage zum Dämmstoff Mineralwolle

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und versuche mein Bestes, also bitte nicht sofort steinigen.
    Wir haben die Option auf ein Haus, ´79 gebaut in Holzständerbauweise. Es ist KEIN Fertighaus, womit schon mal die Problematik Schadstoffbelastung eingedämmt ist (Wir werden aber vermutlich trotzdem eine Luftanalyse durchführen lassen).
    Über den Wandaufbau wissen wir folgendes (leider nicht viel!!!): Die Wanddämmung ist mit Steinwolle gemacht worden, 4cm dick. Wir hatten einen Bausachverständigen (nicht offiziell beauftragt) dabei, der sich Fotos von einem Anbau angeschaut hat - Ich weiß leider die genauen Werte nicht mehr aber wir kamen insgesamt auf eine Wandstärke von 20cm, laut dem "Experten" nicht super, aber in Ordnung. Ob hier eine Folie als Dampfbremse o.ä. zwischen Innenvertafelung (es gibt keinen Putz, innen ist komplett die Holzvertäfelung zu sehen) und Steinwolle vorliegt, wissen wir nicht.

    Um die Wandstärke geht es hier auch gar nicht, sondern um die Steinwolle. Wir wollen sie erneuern (wegen gesundheitsschädigendem Verdacht der damals verbauten Steinwolle, wir haben Angst dass etwas "durchkommt"), dh. die Dämmung der Außenwände von innen erneuern.
    Die Fenster sind vor 10 Jahren erneuert worden und das Dach würden wir auch in 10 Jahren erneuern, dh. eine Wanddämmung aus Energiegründen wäre nicht notwendig, es geht uns wirklich nur um den gesundheitlichen Aspekt.

    Nun meine Frage: Gibt es überhaupt noch Mineralwolle in 4cm dicke? Denn mehr Platz ist in den Wänden ja nicht. Oder gibt es sinnvolle Alternativen? Sinnvoll hier vor allem unter Beachtung dass nicht aus Energiegründen saniert werden soll/muss.

    Und eine kleine beschämte Frage: Haltet ihr es für wahnsinnig, ca. 120 qm Wandfläche (Fenster und Türen nicht abgezogen) mit Holzverschalung (größtenteils gestrichen) in Eigenleistung zu sanieren (zumindest Verschalung abnehmen und wieder anbringen)???

    Ich hoffe auf konstruktive Antworten und bedanke mich herzlich im vorraus!!!

    Viele Grüße
    SPB167
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  2. Wand sanieren - Frage zum Dämmstoff Mineralwolle

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  3. #2

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    Zitat Zitat von SPB167 Beitrag anzeigen
    Und eine kleine beschämte Frage: Haltet ihr es für wahnsinnig, ca. 120 qm Wandfläche (Fenster und Türen nicht abgezogen) mit Holzverschalung (größtenteils gestrichen) in Eigenleistung zu sanieren (zumindest Verschalung abnehmen und wieder anbringen)???
    Evtl. ja, weil diese innere Beplankung für die Aussteifung des Bauwerks verantwortlich sein könnte.

    Wenn Ihr die Dämmung anfasst, dann müsst Ihr nach heutigen Werten für Sanierungen neu dämmen. Und nicht nur 4 cm einbauen!
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  4. #3

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    Bei Baujahr 1979 würde ich einfach mal davon ausgehen, dass es um die Luftdichtheit nicht so gut bestellt ist.
    Und je nach Ausführungsqualität würde ich auch mit Ungeziefer in der Wand rechnen (hab ich jedenfalls schon gesehen)...
    Es ist auch die Ausführungsqualität insgesamt zu beurteilen, z.B. im Hinblick auf konstruktiven Holzschutz. Schadstoffuntersuchung ist auf jedem Fall angeraten (vor dem Kauf), denn die 1970er waren schon eine wilde Zeit...

    Soll die Wand denn von innen oder von außen saniert werden? Ganz ehrlich - so richtig habe ich den Aufbau noch nicht verstanden...
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen

    Soll die Wand denn von innen oder von außen saniert werden? Ganz ehrlich - so richtig habe ich den Aufbau noch nicht verstanden...
    Die Wand soll von innen saniert werden - wir dachten das wäre die einfachste Variante. Eine Luftanalyse werden wir auf jeden Fall durchführen lassen.

    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Evtl. ja, weil diese innere Beplankung für die Aussteifung des Bauwerks verantwortlich sein könnte.

    Wenn Ihr die Dämmung anfasst, dann müsst Ihr nach heutigen Werten für Sanierungen neu dämmen. Und nicht nur 4 cm einbauen!
    Die Statik-Frage könnte uns ein Architekt sicher beantworten oder?

    Danke für den Hinweis mit der Dämmung nach heutigen Werten - Wenn wir in zehn Jahren das Dach erneuern wollen und die Werte dann stimmen - reicht das nicht aus?
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  6. #5
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  7. #6

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    Zitat Zitat von SPB167 Beitrag anzeigen
    Wir wollen sie erneuern (wegen gesundheitsschädigendem Verdacht der damals verbauten Steinwolle, wir haben Angst dass etwas "durchkommt"), dh. die Dämmung der Außenwände von innen erneuern.
    Verstehe ich nicht ganz.
    Wenn - wie Du sagst - nur der Verdacht gefährlich ist, also nicht das verbaute Material, würde es doch genügen, den Verdacht zu entsorgen...
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  8. #7
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    Vielen Dank für diesen konstruktiven Beitrag.
    Die Steinwolle steht im Verdacht krebserregend zu sein.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von SPB167 Beitrag anzeigen
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    Holzständerkonstruktion, innen Holz, außen Holz. Da würde ich davon ausgehen, dass es um die Luftdichtheit nicht gut bestellt ist.
    Aussteifung kann auch durch Streben hergestellt sein (wahrscheinlich). Sicherheit wird aber erst eine Wandöffnung (mit Statiker) geben.

    vermutlich ist die Außenfassade nicht hinterlüftet. Damit würde vermutlich auch eine zweite wasserführende Schicht fehlen.
    Oder es ist eine Kunststofffolie direkt/press unter der Fassade eingebaut (hab ich auch schon gesehen - oh Gott!).
    Folglich wird man da recherchieren (öffnen) müssen. ggf. muss nämlich dann für einen diffusionstechnisch sicheren Aufbau auch die Außenfassade runter und die Folie raus.
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  10. #9

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    Hallo Leute, ich würde das Pferd erstmal von der anderen Seite aufzäumen. Der Wandaufbau ist nach Deinen Beschreibungen nicht nachvollziehbar. 4 cm Dämmung, 20 cm Wandstärke, was ist den in den anderen 16 cm??? Zu dieser Zeit Holzrahmenbau aber keine Fertighaus auch ein bisschen fragwürdig. Zu dieser Zeit waren die Zimmererer auf diesem Gebiet noch nicht so aktiv. Evtl. aus Skandinavien??? 4 cm Dämmung ist so krottenschlecht das muss auf jeden Fall was gemacht werden.
    Also Deine Hausaufgabe entweder den Hersteller oder den gesamten Wandaufbau posten dann kann man eher was dazu sagen.
    Gruß Fritz.
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  11. #10
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    Danke für eure Antworten.
    Der Wandaufbau ist: innen Holzvertäfelung, dann kommt die Steinwolle, dann kommen die Außenholzbalken. Sonst nix! Keine Folien, weder innen noch außen.
    Den Hersteller kriegen wir noch raus und wir werden auf jeden Fall vor dem Kauf eine Luftanalyse durchführen lassen. Es ist auf jeden Fall ein örtlicher Zimmerer!

    Das Haus steht 40 Jahre und bisher hat noch nix geschimmelt. Seit zehn Jahren sind neue Fenster drin und es hat auch noch nix geschimmelt. Ist es denn so warscheinlich, dass da noch was passiert? Mir ist klar, dass man bei Neubauten etc. die Wand so dämmt, dass eine Diffusion nach außen möglich ist - gleichzeitig aber auch energieffizient gedämmt wird.
    Und mir ist auch klar, dass Holz-Mineralwolle-Holz kein super energieffizienter Wandaufbau ist - Aber eine Diffusion ist möglich. Uns wurde gesagt, der Wandaufbau entspräche dem Dämmwert einer "gemauerten Wand" von ca. 30cm.

    Ich denke man muss bei dem ganzen Dämmwahn heutzutage eben auch überlegen dass man sein Leben schlecht in einer Plastiktüte leben kann - außerdem muss man erst mal das an Heizkosten einsparen, was eine rundrum neue hocheffiziente Dämmung kostet!
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  12. #11

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    ich glaub langsam, Sie wollen gar keine Ratschläge haben...
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  13. #12
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    Natürlich, deswegen schreibe ich hier und bedanke mich artig und ehrlich für bereits erfolgte Ratschläge!
    Ich weiß nicht an welcher Stelle ich einen Ratschlag übersehen oder ignoriert habe - das war nicht meine Absicht!
    Natürlich öffnen wir die Wand und können dann erst genau sagen was geschehen muss, aber dennoch kann ich doch hier weiter auf Hinweise hoffen???

    Es ist ja wohl legitim, erst mal laienhaft Ratschläge und Hinweise zu suchen ob das Haus überhaupt in Frage kommen könnte (dafür ist solch ein Forum wohl da?), bevor man einen kostenintensiven Gutachter bestellt.
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  14. #13

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    Es geht hier beim Nachdämmen nicht um Sinn oder Unsinn der Wärmedämmung sondern darum, das du, wenn du etwas tust, gesetzlich dazu gezwungen bist die EnEv einzuhalten.

    Also entweder, oder. Aber nicht nur ein bisschen nachdämmen...
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  16. #14

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    O.K., langsam verstehe ich es, glaube ich zumindest. Es ist kein Holzständerhaus sondern ein Blockbohlenhaus, oder?? Dann gibt es doch gar keinen Grund wieder nach einer solch schwachen Dämmung zu suchen. Gut, Du verlierst ein paar cm Innenfläche aber ist das so ausschlaggebend? Ja und der Dämmwahn wie Du schreibst und die Plastiktüte haben erstmal nicht viel miteinander zu tun, außerdem sind das Stammtischparolen, davon solltest Du dich frei machen. Also die Innenverkleidung, die Steinwolle und die Traglattung entfernen (kannst Du selbst machen). Dann auf Deine Blockbohlenwand Weichfaserdämmplatten in entsprechender Stärke, darauf die Traglattung für die Innenverkleidung. Nur an der Plastiktüte kommst Du nicht ganz vorbei, irgendwo muss auch eine Luft- und Winddichtigkeit herkommen. Also Folien, Papiere oder ähnliches werden gebraucht. Ja und hier sollte die Eigenleistung aufhören. Meine damit einen Aufbau von einem ausgewiesenen Bauphysiker empfehlen lassen und von einer Fachfirma ausführen lassen. Selbst wenn das System bisher funktioniert so können leichte unfachmännische Veränderung dieses System durchaus kippen lassen und dann hast Du die Brille auf. Wenn Du schon Geld rein steckst dann so das der Bau heutigem Wissenstand entspricht, alles andere wäre einfach Unsinn.
    Gruß Fritz.
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  17. #15
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    Danke für eure Antworten.
    Wir werden die ganze Sache auf jeden Fall offiziell begutachten und ausführen lassen. Alles andere wäre tatsächlich Unsinn, so sehe ich das mittlerweile auch. Trotzdem haben mir eure Hinweise weiter geholfen und mich auf verschiedene Gedanken gebracht, die ich sonst nicht hätte nachvollziehen können!

    Nun bleibt vorerst das Ergebnis der Luftanalyse abzuwarten...
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