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Bodenaufbau Zementfließestrich

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  1. #1

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    Bodenaufbau Zementfließestrich

    Hallo!

    Bei uns wird das Dachgeschoss ausgebaut. Die Räume darunter sind beheizt. Auf der Rohbetondecke liegen vereinzelt Installationsrohre der Elektrik in der Dicke 25mm und 20mm. Die Gesamtfläche ist 48qm. Neben einem Schlaf- und Büroraum, soll auch ein Bad entstehen. Die Dusche im Bad steht auf der Rohbetondecke und wird über eine normale Duschwanne ausgeführt. Die Wände werden in Trockenbau auf der Rohbetondecke ausgeführt. Es ist durchgängig eine Fußbodenheizung vorgesehen. Planer haben wir keinen (was im Nachgang ggf. falsch war, weil das Thema "Dachbodenausbau" einfach nicht ganz so einfach ist, wie ich mir das als Laie vorgestellt habe). Wir verlassen uns auf die Aussagen von Fachbetrieben (Estrichleger, Heizungsbauer), musste aber feststellen, dass hier durchaus Kontrolle sinnvoll ist.

    Der Bodenaufbau ist folgendermaßen vorgesehen:

    Bodenbelag (Fließe / Laminat)
    Zement-Fließestrich (55 mm) schwimmend, welcher die Heizungsrohre umschließt
    Fußbodenheizungsrohre inkl. Befestigung (ca. 19mm)
    PE-Folie (0,2mm)
    EPS DES 045 sm (20-2)
    EPS DEO 040 (25) - hier würden die vorhandenen Lehrrohre eingearbeitet inkl. Perlitschüttung um eine bündige Oberfläche herzustellen
    Rohbetondecke

    Es wird eine 1cm Randdämmung verbaut.

    Der gesamte Aufbau sollte ca. 10 cm betragen, was optimal wäre. 11 cm wäre wohl die absolute Schmerzgrenze.

    - Ist der Bodenaufbau stimmig oder sind hier Fehler zu erkennen, welche ich (jetzt noch) ausbüggeln könnte.
    - Stimmt es, dass Zement-Fließestrich min. 35mm Überdeckung bei üblicher Belastung im Wohnbereich benötigt (gleich Anhydritfließestrich) oder ist dies mehr

    ich wäre dankbar, wenn ich ein paar Expertenmeinungen dazu höre ob der Aufbau stimmig ist, um die Aussagen der Fachbetrieben einordnen zu können. Vielen Dank!
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  2. Bodenaufbau Zementfließestrich

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  3. #2
    Lebski
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    Der Zement-Fließestrich muss mind. 40 mm Rohrüberdeckung haben, bei Bauart A und maximal 200 kg/m². Toleranzen sind auch noch ein Problem. Also eher mit 60-65 mm arbeiten. Somit könnten die 11 cm gerade so eingehalten werden.

    Lose Perlite sind kritisch zu betrachten, es kann beim verlegen der 2. Lage zu Hohlräumen kommen. Gebundene Schüttung wäre besser.

    Im Bad an die alternative Abdichtung denken!

    Zementestrich besonders mit FBH) benötigt Fugen! Planen lassen!
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  4. #3

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    mit deinem aufbau landest du bei fachgerecht ausreichender estrichüberdeckung bei 115 mm mit fliesen (10 mm). mach die trittschalldämmung in 10 mm dicke und kommst bei 105 mm planerisch an. die üblichen toleranzen werden dir jedoch einen strich durch die rechnung ziehen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Den Aufbau von max 11 cm hatte ich ohne Oberbelag gerechnet. Estrichoberkante bei 10,5 cm wäre also in Ordnung.

    Danke an Lebski für die Tipps, welche ich dankbar annehme.

    Toleranzen: Dämmung und Rohre haben ja wahrscheinlich bis auf 1-2 mm sonst nicht viel Spiel. Wie viel Toleranz sollte man beim Estrich einplanen (lassen)? Sind hier 0,5 cm genug oder reicht es ggf. auch schon, wenn man 2mm über die Mindestüberdeckung geht? Mir ist klar, dass es hierauf wohl keine eindeutige Antwort geben wird, aber vielleicht Erfahrungswerte.

    Fließestrich: haben Zementfließestrich und Anhydritfließestrich die gleichen Vorgaben bei der Mindestüberdeckung (ich weiß, dass Anhydrit im Bad ein No-Go ist und werde das auch auf keinen Fall machen - aber vielleicht ist es für die anderen Räume eine Option und das Bad in Trockenbau)?

    Trittschalldämmung: das Dachgeschoss wird nur einen Wohn- bzw. Schlafraum enthalten. Innerhalb des Dachgeschosses ist der Trittschall also nicht alles entscheidend. Wie entscheidend ist die Trittschalldämmung für den Lärm in die darunter liegenden Räume und wie viel Trittschalldämmung sind bei darunter liegenden bewohnten Räumen innerhalb des gleichen Hauses gängig?
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  6. #5
    Lebski
    Gast
    Toleranzen sind halt vom Unterbau abhänig. Im Estrich dürfen die mindesstärken über den Rohren maximal um 5 mm unterschritten werden.
    Wie soll das gehen, wenn 100 mm im Untergrund sind, und bei Bögen das Rohr fast immer etwas höher ist? Deshalb würde ich mit 65 mm Estrich planen.
    Die Verringerung der Deckung ist abhängig von der Biegezugfestigkeit, die ist bei CAF höher als bei ZE. Gibt aber auch Sondeausführung. Nur wozu, wenn die Höhe so langt?
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  8. #6

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    mit gussasphalt kannst du dünneren estrich planen, dann muss aber unterbau aus mineralwolle und die fußbodenheizung hitzebeständig sein. hat auch den vorteil - du kannst am nächsten tag den bodenbelag drauf machen, wenn der bauablauf es zulässt.
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  9. #7
    Themenstarter

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    Ich danke Euch für die Ausführungen, welche mir sehr weitergeholfen haben!
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