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  1. #1

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    Sanierung_Fenster_ohne_Daemmung

    Hallo an Alle.

    Ich lese schon seit einiger Zeit hier mit und bin jetzt auf etwas aufmerksam geworden, was unser kürzlich erworbenes Objekt betrifft.

    Wir haben kürzlich ein Haus gekauft:

    • Baujahr 1929
    • massiv gemauert, Aussenwände+tragende "Mittelwand" = "44er" Ziegel, typischer Lehmputz, nichtragende Innwände quer "14er" Ziegel
    • ab 1995 umfänglich vom Vorbesitzer saniert
    • neuer Gas-Brennwertkessel 2008
    • Dach neu um 2000 (Schiefer)
    • neue Fenster (doppelt verglast!) und neu verputzt



    Jetzt sind in dem Haus eben die Fenster alle neu gemacht, d.h. doppelt verglast. Das Haus selbst ist aber nicht gedämmt. Ich möchte das auch nicht unbedingt (Lehm-massiv Mauerwerk). Perspektivisch ist aber der Ausbau des DG + Dämmung Dach geplant.

    Wie kritisch seht Ihr das? Es stehen keine Schränke an Aussenwänden außer in der Küche (siehe Bild).

    Vielen Dank schonmal an Alle!
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  2. Sanierung_Fenster_ohne_Daemmung

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  3. #2

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    Wie kommst Du auf das schmale Brett, das sei Lehmputz aussen???

    Aussen wird das Kalk- oder Kalk-Zementputz sein. Wenn dann innen irgendwer mal ein wenig Lehm verteilt hat, dann kannst Du trotzdem entspannt dämmen!
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  4. #3

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    Lehmputz Aussen regnet dir runter...


    Kann also nicht sein, ausser du wohnst in der Kalaharie...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Entschuldingung, dass war nicht klar ausgedrückt. Lehmputz überall innen (inkl. Decken). Typische Holzbalken, Stroh etc., also prinzipiell gutes Raumklima. Außen wurde natürlich neu mit Kalk-Zement (?) geputzt, aber eben nicht gedämmt.

    Innen will ich nicht dämmen und außen würde es den Hauscharakter zerstören. D.h. ist angedacht Ausbau DG+Dämmung + Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung, dass ist aber Alles Zukunftsmusik, haben das Haus erst vor kurzem erworben und bin 31 - Frau 25.

    Meine Hauptsorge gilt den doppelt verglasten Fenstern ohne Dämmung. Hatte mehrfach im Forum gelesen das sei sehr kritisch ("Schimmel"), da die Fenster besser dämmen als die Wand. Bisher ist aber im Haus kein Schimmel (die Fenster sind seit ~ 8 Jahren drinn).

    Danke.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von dare100em Beitrag anzeigen
    Innen will ich nicht dämmen und außen würde es den Hauscharakter zerstören. D.h. ist angedacht Ausbau DG+Dämmung + Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung, dass ist aber Alles Zukunftsmusik, haben das Haus erst vor kurzem erworben und bin 31 - Frau 25.
    Meine persönliche Meinung: Die Idee mit der Wärmepumpe sollten Sie begraben, wenn Sie das Haus nicht dämmen wollen. Diese wird vermutlich keine vernünftige Effizienz erreichen, wenn Sie nicht die Heizlast runter bringen. Und dabei ein vernünftiges Ergebnis schaffen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit einer Wärmedämmung der Außenwände...

    und:ich befürchte Schimmelbildung hinter der Einbauküche.
    Wie wird denn die Küche beheizt, wo sind die Heizflächen?

    haben Sie vermietet?

    Eine Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke ist vermutlich deutlich preiswerter und zudem auch noch energiesparender als die Dämmung des Schrägdachs. Der Ausbau lohnt vermutlich nur, wenn Sie gut vermieten können. Bei der genannten Dachkonstruktion sehe ich bauphysikalische Probleme (Diffusion) bei einem gedämmten Schrägdach auf Sie zukommen. Und dazu noch viele schwierige Anschlussdetails...
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  7. #6
    Themenstarter

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    ich befürchte Schimmelbildung hinter der Einbauküche.
    Wie wird denn die Küche beheizt, wo sind die Heizflächen?
    Generell unter den Fensterflächen (siehe Anhang). Wiegesagt bisher keine Schimmelbildung. Allerdings wird hier im Forum immer die Kombination neue Fenster mit ungedämmter Fassade als sehr kritisch gesehen. Örtliche Handwerker meinen widerum bei der Konstellation (44er Wände aus ~1930 und innen Lehmputz) schimmelt so schnell nix, wenn nicht aussen (falsch) gedämmt ist.


    haben Sie vermietet?
    Vermietet ist das gesamte EG (rund 110 m²). Das wird perspektifisch auch so bleiben (Mehrgenerationennutzung).

    Eine Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke ist vermutlich deutlich preiswerter und zudem auch noch energiesparender als die Dämmung des Schrägdachs. Der Ausbau lohnt vermutlich nur, wenn Sie gut vermieten können. Bei der genannten Dachkonstruktion sehe ich bauphysikalische Probleme (Diffusion) bei einem gedämmten Schrägdach auf Sie zukommen. Und dazu noch viele schwierige Anschlussdetails...
    Wiegesagt - der weiterführende Ausbau ist bis jetzt nur angedacht. Die nächsten 5-10 Jahre bleibt der "Status quo" mit unausgebautem Dachgeschoss auf jeden Fall erhalten. Zur Zeit sind wir im OG ("2te Etage") auf 110 m² zu dritt.

    Der Nachbar hat ein exakt baugleiches Haus und dort das Dachgeschoss bis zum Spitzboden (Schlafen) und das Dachgeschoss (Wohnzimmer) ausgebaut. Firsthöhe ist 4m, Grundfläche > 100m². Kosten/Nutzen ist natürlich immer so eine Sache im Bestand. Geht halt auch um Wohnraumerweiterung/Aufwertung/Lebensqalität. Ich wollte ein haus was ich jetzt nutzen kann, was aber noch "Potential" bietet. Ich will z.B. das jetzige Wohnzimmer (30 m²) zur Küche machen und den Dachraum auf einer Hälfte (>50 m²) zum Wohnbereich mit Deckendurchbruch, d.h. "Galerie"). Da gibt es natürlich noch viel Spielraum/Optionen. Irgend eine Art Ausbau ist aber früher oder später auf jeden Fall angedacht, ansonsten bleibt nur Weiterverkauf.

    Die Aussendämmung ist halt bei so einem Haus aus 1929 mit 44er Wänden so eine Sache. A nicht ganz unkritisch fürs Raumklima (Plastesack statt Lehmputz) und B ist im Ergebniss die Aussenwand bei 70 cm mit dem entsprechenden "Bunkercharakter". Evtl. lasse ich dann eben die Wärmepumpe Wärmepunmpe sein. Wobei wiegesagt bei und eine Tiefenbohrumng definitiv geht, d.h. etwas effizienter. Da muss man auch warten, was in 5 bis 10 Jahren der Stand ist. Klar Physik bleibt Physik.

    Ich bin (naiv) davon ausgegangen, dass ich mit einem Dachgeschossausbau dank der "dicken Wände" in Bereiche komme, wo man mit Leben kann (aktuell Energiepass aus 2010 mit 220 kWh/m²*a).
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  8. #7

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    Natürlich kann man damit leben - auch mit dem jetzigen Zustand!

    Und vergiß den ganzen aufgeschnappten Unfug (von der "Plastiktüte" über seltsame Schimmelproblematik bis hin zur WP).
    Nicht einmal den Lehmputz innen glaube ich Dir ohne Nachweis. Tippe eher auf eine Art von Kalkputz...

    Es ist auch nicht generell so, wie Du annimmst:
    Neue (luftdichte) Fenster sind nur in Kombination mit arg schlechter Dämmung UND falschem Heizungs-wie Lüftungsverhalten schadenträchtig.

    Billiger als mit der vorhandenen Gasheizung wirst Du auch nicht heizen können (ohne zu dämmen).
    Denn als selbstnutzender Eigentümer muß Du die Vollkosten ansetzen, also die "Spar-Investitionen" berücksichtigen. Schon lohnt es sich nurmehr in den seltensten Fällen!
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  9. #8
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    @ Julius

    Danke für die Antwort. Das beruhigt etwas, denn wie gesagt, es soll erstmal für 5 Jahre+ im Wesentlichen so bleiben.

    Innen ist definitiv mit Lehm-Sand (Quark-Milch?) Gemisch geputz worden. Wir haben eine Zwischenwand im OG zwischen "Kaminzimmer" und Wohzimmer rausgehauen und eine Tür zum Arbeitszimmer gefräst, so dass im OG einen WE entsteht, bei der ich nicht halbnackt über das Treppenhaus muss, um ins Kinderzimmer zu gelangen und ein modernes Wohnzimmer mit 30 m² entsteht. Das wird jetzt noch fertig gemacht.

    Übelster trockender Brösel, gelblich durch Sand und zieht Wasser Hektoliterweise --> Lehm-Sand + X-gemisch.

    Bevor jetzt statische Fragen auftauchen: Die nichtragende Querwand war ohnehin schon auf 50% der Breite "weg" und durch eine stilistisch fragwürdige Holz-Schiebertür gebrückt. Die Wand war zu den Aussenwänden nicht verzahnt etc., 12,5er Ziegel + Lehmputz. Mittig des Hauses steht nach wie vor eine nichttragende Querwand zur "Versteifung". Ansonsten ist die Längswand in der Mitte tragend, quer zur Längsseite des Hauses die üblichen Holzbalken 12er Querschnitt im 70er Abstand.
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  10. #9

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    wenn der Dachboden derzeit nicht ausgebaut werden soll, würde ich Ihnen empfehlen, ernsthaft über eine Dämmung der obersten Geschoßdecke nachzudenken. Wohl eine der wirtschaftlichsten Dämmmaßnahmen überhaupt.
    zu dem "Problem", dass dicke Wände immer gleichgesetzt werden zu gutem Wärmeschutz: Stammtischgeschwätz ohne fachlichen Hintergrund. Ihre Wand hat schätzungsweise einen U-Wert von 1,5 - 2,5 W/m²K (je nach Material).
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    @ Alfons Fischer

    Danke für die Antwort. Das die 1930 Ziegelwand eher mau ist, ist mir schon relativ klar. Nach üblicher Einschätzung zwar besser als 50er/60er jahre Bauten, aber nicht viel

    Über eine (vorrübergehende) Geschossdeckendämmung denke ich auch ernsthaft nach. Wie ist der Aufwand (ganz allgemein) und die Kosten bei ~110 m² Fläche - ganz grob - abzuschätzen?
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  13. #11

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    So weit ich weiss gibt es in solchen Fälle 5000 Euro staatliche Zuschüsse für die energie-effiziente Gebäudesanierung. Der Betrag wird an alle Hausbesitzer ausgezahlt, die in eine Sanierung zugunsten der Energieeffizienz ihres Hauses investieren, so zum Beispiel der Einbau neuer Fenster oder einer neuen Wärmedämmung.
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