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Energiepass bei Gebrauchtimmobilie

Diskutiere Energiepass bei Gebrauchtimmobilie im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Energiepass bei Gebrauchtimmobilie

    Hallo Forum

    nachdem das Thema "Energiepass" immer konkreter wird, hier ein paar Fragen.
    Wenn ich für den Wiederverkauf einer Immobilie einen Energiepass benötige, wer kann diesen ausstellen? Ich habe immer nur von "Experten" gelesen, doch wer ist nun "Experte"? Archi, SV, Schorni, HB oder... ?????

    Woraus muss ich achten damit ich nicht den falschen "Experten" mit so einer Aufgabe beauftrage? Man möchte ja nicht, daß der Energiepass völlig nutzlos ist.

    Zuletzt wäre noch interessant zu wissen, wie hoch der Aufwand für die Erstellung ist. Wird hierfür auch die Anlagentechnik (Heizung etc.) begutachtet oder ein BDT erforderlich oder Thermografie oder... Ich habe was von 4-7 Stunden gelesen, da kann man ja nicht das komplette Haus in Einzelteile zerlegen.

    Findet sich im Internet irgendwo eine Vorlage / Beispiel wie so ein Energiepass aussieht?

    Viele Grüße
    Ralf
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  2. Energiepass bei Gebrauchtimmobilie

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Jürgen V.
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    Das

    sollte weiterhelfen.

    Feldversuche
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    oder das

    Wer darf vermutlich ausstellen:
    http://www.zukunft-haus.info/page/in...p?id=2671#8003

    mehr Lesestoff:
    http://www.epass-online.de/?Links_%2B_Literatur

    Die 4-7 Stunden sind Erfahrungswerte aus dem Feldversuch der dena. Blower-Door-Test oder Thermografie sind da nicht dabei. Das läuft vor Ort ab:
    http://www.zukunft-haus.info/page/in...p?id=2781#8439
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,
    vielen Dank für den Lesestoff. Wenn ich das richtig interpretiere, dann interessiert das nur wenn ich das Haus vermiete oder verkaufen möchten. Solange ich die Immobilie selbst nutze kann mir der Formalismus egal sein. Vermutlich macht sich jeder Immobilienbesitzer sowieso Gedanken wie er sein Gebäude hinsichtlich Energiebedarf optimiert, auch wenn er nicht gleich einen Energiepass benötigt.

    Viele Grüße
    Ralf
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Richtig interpretiert. Der entscheidende Passus steht in der EU-Gebäuderichtlinie:

    Artikel 7
    Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz

    "(1) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass beim Bau, beim Verkauf oder bei der Vermietung von Gebäuden dem Eigentümer bzw. dem potenziellen Käufer oder Mieter vom Eigentümer ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz vorgelegt wird. [...]"

    Hoffen wir, dass national nichts anderes verlangt wird (für die Energieeinsparverordnung 2006 liegt noch kein Referentenentwurf vor). Merkel war zumindest im Wahlkampf dafür, EU-Richtlinien künftig nur 1:1 umzusetzen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,
    nochmals vielen Dank. Was mir noch einfällt, gilt diese Anforderung auch für Gewerbebauten oder nur für Wohnimmobilien? Nun, wenn ich mir so unser Betriebsgebäude (Bj68) anschaue, dann ist´s mit EnEV nicht weit her

    Na ja, dann kann ich meinen Sanierungsplan ja weiter in aller Ruhe verfolgen. Neue Fenster, WDV, Heizungsoptimierung schön Schritt für Schritt. Und sollte ich die Hütte in absehbarer Zukunft doch verkaufen wollen, dann kann ich ja immer noch einen Energiepass machen lassen.

    Viele Grüße
    Ralf
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  8. #7
    Achim Kaiser
    Gast
    Das ist der nächste nutzlose Papiertiger.

    Wenn ich mir anseh dass die DIN zu dem Humbug *blos* 800 und paar verquetschte Seiten haben soll, dann frag ich mich, wer den Humbug *richtig* anwenden soll.

    Wir werden an dieser hirnlosen und uneffizienten Regulierungswut keine Freude haben, dadrauf wette ich.

    Die einzigen die hier ne Mark ziehen werden sind diejenigen die den Streit schlichten, weil mal wieder jemand was falsch gemacht hat :-).

    Nachdem ich nur für mein Gewerk zwischenzeitlich 5000 Seiten DIN-Mist im Kopf haben soll, frag ich mich zu was das alles noch führen soll.

    Ganz gewiss nicht zu sinnvollen und bezahlbaren Bauwerken sondern nur noch zu *Bürokratismus-Absolut*.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #8
    Avatar von TBu
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    "Kein Zugzwang beim Energiepass"

    Zur nachträglichen Info:

    "Freiburg (ddp.vwd). Unternehmen versuchen derzeit, mit unklaren Formulierungen über den Energiepass ihr Jahresendgeschäft anzukurbeln. Nach Angaben der Fachzeitschrift «Immobilienwirtschaft» wird Immobilienbesitzern suggeriert, sie müssten dieses Dokument bereits zu Beginn nächsten Jahres vorlegen.

    So habe der TÜV Süd Anfang November mitgeteilt, dass die EU-Richtlinie «Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden» Immobilienbesitzer und -betreiber unter Zugzwang bringe. Sie müssten ab 4. Januar 2006 einen Energiepass für alle neuen und bestehenden Gebäude vorlegen, die verkauft oder neu vermietet werden. In diesem Zusammenhang habe das Unternehmen gewerblichen Kunden die Erstellung von Energiepässen im kostengünstigen Paket mit Immobiliengutachten angeboten, so die Zeitschrift weiter.

    Tatsächlich müssen Immobilieneigentümer der Zeitschrift zufolge solange nicht tätig werden, wie die Richtlinie des Europäischen Parlaments nicht in nationales Recht umgesetzt worden ist. Nur ein Staat habe in einem solchen Fall mit Sanktionen zu rechnen, nicht aber der Bürger. Nach Informationen der Deutschen Energieagentur sei mit einer Umsetzung der Richtlinie nicht vor April 2006 zu rechnen. Beim TÜV habe man auf Nachfrage eingeräumt, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe."

    (ddp, Montag 7. November 2005, 07:06 Uhr)

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  10. #9

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    hallo , alle zusammen

    Ich habe sehr interesiert eure Komentare gelesen und auch alle anderen Infos.
    Ich bin seit 1999 Besitzer eines Einfamilienhauses Baujahr 1898 . Damals gab es ja noch keinen energiepass ,Gott sei dank .Meine Informationen zum Heizenergiebedarf der Vorbesitzer habe ich damals von den Stadtwerken bekommen . Der Berater von den Stadtwerken konnte mir die Gasverbräuche der letzten 5 Jahre nennen , was mir bei der Berwertung meiner Heizkosten sehr half. Bei einen Energiepass für ein Mehrfamilienhaus wird das gesamte Haus bewertet , was aber keine Aussagekraft für den Verbrauch einer einzelnen Wohnung hat. In meinen und in den Meisten Altbauten werden Energie pässe sowieso nicht stimmen , weil sehr viele Werte geschätzt werden müssen ( wie sollte man bei Wandaufbauten oder Dachschrägen denn wohl den U-Wert sicher festgestellt werden oder eine verkleidete Rohrführung auf Isolierung untersuchen )
    Außer Kosten nichts gewesen.
    Sollte ich mich da so irren ? Bitte um eure Meinung, Danke
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  12. #10
    Themenstarter

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    Es lebe die Bürokratie

    mehr kann ich dazu nicht sagen. Nachdem ich nun während der vergangenen Wochen unzählige Berichte zu diesem Thema gelesen habe, wurde ich in meiner Meinung bestätigt. Wir basteln hier wieder mal an einer Bürokratie die in der Praxis nur für Verwirrung sorgt. Bis heute ist anscheinend noch nicht klar, ab wann der Energiepass wirklich gelten soll (Jan.06, anscheinend doch erst Apr.06 und wer weiß was bis dann noch so alles passiert).
    Man ist sich noch nicht einmal einig, wie so ein Ding endgültig aussehen soll und welche Daten man sinnvoll aufnehmen muss. Wenn ich mir so überlege, daß ein Großteil der penibel geplante Neubauten nicht einmal die ursprünglich vorgesehenen Spezifikationen (KfW60/40 oder was auch immer) erreicht, dann kann man sich leicht vorstellen wie das ausgeht wenn man Altbauten nachträglich bewerten soll. Zudem darf der Aufwand ja nicht zu groß sein, denn wer will schon Unsummen für die Bewertung seiner Hütte ausgeben. Doch was möchte man bitte schön in 2,3 oder 4 Stunden bewerten können?

    Letztendlich gibt es anscheinend auch Ansatzpunkte die Bewertung über den Energiebedarf der vergangenen Jahre zu ermitteln, doch wie bewertet man das Benutzerverhalten? Ich habe während der vergangenen Jahre den Heizölbedarf in unserem Betrieb Schritt für Schritt gesenkt. Im Vergleich zum Vorbesitzer benötigen wir momentan nicht einmal mehr 40%, doch während wir mit geringeren Raumtemperaturen im Hallenbereich auskommen, mußte der Vorbesitzer für 30 Arbeiterinnen min. 21°C Raumtemp. erreichen. Kein Wunder wenn er weitaus mehr Öl verfeuert hat.

    Fazit, es wird ein paar Wenige geben die davon profitieren. Bereits heute werden potentielle Kunden (Eigentümer vemieteter MFH usw.) von Experten kontaktiert, da man ja noch schnell einen Energiepass erstellen lassen muss. Man nutzt die Verwirrung um den Energiepass und möchte schnell noch Profit machen.

    Grundsätzlich ist es ja in Ordnung, jeder Immobilienbesitzer wird aufgrund der stetig steigenden Energiekosten darauf bedacht sein, den Energiebedarf bestmöglich zu reduzieren, doch warum machen unsere Politiker daraus wieder so ein Chaos?

    Gruß
    Ralf
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  13. #11

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    @ Ralf
    Weil Sie Deutsche Politiker sind und deshalb muss es besonders aufwendig sein.
    Altbauten kann man aus meiner Erfahrung gar nicht bewerten , da es zu viele Unbekannte gibt .

    Gruß Georg ( Bürger einer Bananenrepublik )
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