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  1. #1

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    Wasserführender Kaminofen mit Pufferspeicher

    Guten Tag zusamen
    Ich habe ein kleines Projekt vor, möchte mir ein wasserführenden Kaminofen Kaufen aber erst schlau machen.
    Ich habe mir etwas ausgesucht und habe ein par fragen dazu .
    Eckdaten: 160qm Wohnfläche Hausdämmung 100mm zurzeit Gasheizgebläse ,
    wollte ein Wasserführenden Kamin mit 14 kw Leistung kaufen 10 kw Wasserseite und 4 kw Luftseite mit einem 1000liter Pufferspeicher.
    Küche ,Wohnzimmer und Esszimmer sind offen und haben ca. 50 qm .ich wollte das haus damit beiheizen und die Gasheizung entlasten um kosten zusparen .Aber auch das haus damit allein Heizen.meine fragen sind:
    1.ist die kw Leistung ok
    2. ist der Pufferspeicher nicht zu groß
    3.wenn die Gasheizung ausfällt auf wie viel Grad bekomme ich den Pufferspeicher in 3 stunden heizen,wie lange muss ich heizen damit der speicher 60Grad hat
    4.Im Notfall möchte ich das haus nur damit heizen können ,ist das möglich? ist ein Dauerbrennkamin
    Hat einer Erfahrung oder so eine Anlage im haus, dann würde ich mich über seine Tipps Freuen.
    Liebe Grüsse Tomi24
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  2. Wasserführender Kaminofen mit Pufferspeicher

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  3. #2

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    Hallo, ich plane zur zeit auch den Einbau eines Kamins mit Wassertaschen bei mir.
    Mir wurde gesagt, Pufferspeicher ca. 55L pro KW Kamin.
    Da kommt mir der Puffer zu groß vor?
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  4. #3

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    @ Tomi: Dir ist bewusst, dass der Speicher immer auf Temperatur ist? Ich habe eine 18 kw Ölheizung und einen wasserführenden Kamin mit ähnlichen Daten wie du schreibst. Hast du einen Schichtenspeicher, hast du oben immer ca. 55-60 Grad, unten hat meiner ca. 30 Grad im Ölbetrieb. Wenn ich nun mit Holz zuheize, bekomm ich ihn nach ca. ca. 4 - 8 Std. ( je nachdem, was ich an Wärme entnehme) auf oben 90 Grad, unten 85 Grad. Dann kann auch mal der Holzofen ausgehen und es reicht im Winter für die Nacht, in der Übergangszeit auch mal für 1 - 2 Tage. Dazu muss ich sagen, dass es ein 5-P-Haushalt ist, die jeden Tag duschen und das Wasser auch über den Speicher erwärmt wird. Der Speicher hat ca. 950 l. Ich habe mir schon oft gewünscht, einen größeren Speicher zu haben...
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  5. #4

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    Zum Anfang der ganzen Berechnungen für die Beantwortung Deiner Fragen braucht man eine Heizlastberechnung des Gebäudes.

    Wie willst Du die Wärme wieder aus dem Speicher bekommen?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von CeeJayVB Beitrag anzeigen
    @ Tomi: Dir ist bewusst, dass der Speicher immer auf Temperatur ist? Ich habe eine 18 kw Ölheizung und einen wasserführenden Kamin mit ähnlichen Daten wie du schreibst. Hast du einen Schichtenspeicher, hast du oben immer ca. 55-60 Grad, unten hat meiner ca. 30 Grad im Ölbetrieb. Wenn ich nun mit Holz zuheize, bekomm ich ihn nach ca. ca. 4 - 8 Std. ( je nachdem, was ich an Wärme entnehme) auf oben 90 Grad, unten 85 Grad. Dann kann auch mal der Holzofen ausgehen und es reicht im Winter für die Nacht, in der Übergangszeit auch mal für 1 - 2 Tage. Dazu muss ich sagen, dass es ein 5-P-Haushalt ist, die jeden Tag duschen und das Wasser auch über den Speicher erwärmt wird. Der Speicher hat ca. 950 l. Ich habe mir schon oft gewünscht, einen größeren Speicher zu haben...
    Das klingt jetzt erstmal anscheinend gut....ob es sinnvoll ist, den Speicher bis an die Grenze aufzuheizen ist eine andere Frage....

    Da ich aber weiß wie so ein Kaminofen "funktioniert" stell ich mal ein paar Fragen:

    Wie hoch ist die physische Belastung (Holzschleppen) um den Kaminofen immer auf Vollast zu halten...(denn unterhalb Vollast ist die Zeit selbst bei geringer Entnahme nicht zu halten, wenn bei deinem Speicher nicht von vornherein der auf 55-60° beheizte Teil sehr gross ist....)

    Wie viel kg Holz wird bei so einer 8h Heizaktion verbraucht.

    Wie hoch ist die Temperatur im Haus (Wohnzimmer) nach 4 bzw 8h Stunden Vollast (oder knapp darunter) . Ist das Haus (wie stark) gedämmt?

    gruss
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  7. #6

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    also wenn ich mir abends ein Feuerchen anmache oder mittags die Frau, dann sitze ich nicht mit einer Formeltabelle daneben und berechne, was unterm Strich nun günstiger ist.

    Vor allem ist alles abhängig von der Aussentemperatur. Noch ist das Haus nicht gedämmt (BJ 1960). In der ÜBergangszeit ist der Holzofen die einzigste Heizquelle, d.h. die Entnahme aus dem Speicher ist dann nur für Warmwasser. Da ist dieser ruck zuck aufgeheizt. Im Winter sieht es anders aus, wenn alle HKs bedient werden müssen. Die Temperatur im Wohnzimmer ist dann immer in Abhänhigkeit vom Heizverhalten und der offenen oder geschlossenen Wohnzimmertür unterschiedlich. Zu Beginn der ersten Heizperiode mit dem Holzofen hatte ich auch schon mal 28 Grad ;-)

    Grundsätzlich muss man aber sagen, dass es kein Holzvergaser ist und um das gesamte Haus NUR damit zu heizen, doch sehr Arbeitsintensiv ist, da er doch eine kgs an Holz braucht. Aber man macht das, um die Wärme eines Ofens zu haben und das Feuer sehen zu können....
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  8. #7

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    DIES kann man aber genauso haben mit einem kleinen NICHT wasserführenden Ofen!
    Nur viel billiger...
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  9. #8

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    Habe auch ein Wasserführenden Kamin mit den gleichen Leistungen gekauft und anschließen lassen, aber noch nicht in Betrieb genommen.
    Mein Speicher ist mit 500L ausgelegt. Die Wohn- und Nutzfläche beträgt zusammen 260m². Der Heizungsbauer meinte die Speichergröße wäre ausreichend, da die Wärme sofort durch die Heizung abgebaut wird.
    Er hat so argumentiert. Würde ich einen 1000L oder größeren Speicher benutze, dann müsste dieser, wenn ich den Ofen nicht betreibe immer auf 60° gehalten werden auch im Sommer oder in der Übergangszeit. Das wird dann teuerer als man spart.
    Ob er recht hatte, sei mal dahingestellt.
    Ich habe folgende Sicherheitsvorkehrungen getroffen:

    1. Die Standardsicherheitsvorkehrungen an der Gasheizung (Druckauslassventile am Boiler usw.)
    2. Sicherheitsventile an 2 verschiedenen Stellen am Kamin
    3. Thermische Ablaufsicherung ab 90° Wassertemperatur
    4. Notenergievernichtung ab 85° mittels Heizkörper und 3 Wegeventil in der Garage
    5. Elektronische Drosselung und Regelung der Luftzufuhr für den Kamin ab 75°
    6. Alle Leitungen ausreichend dimensioniert und KEINE ABSPERRMÖGLICHKEITEN des Vor-, Rücklaufes und der Zuleitung zur Thermischen Ablaufsicherung
    7. Eine kleine Temperaturanzeige des Wassers am Kamin wäre nicht verkehrt

    Deine Werte lassen erahnen, dass es sich um einen B...H... handelt? Wenn ja, musst Du wissen, das diese Dinger mit max. 0.9bar arbeiten. Für eine Heizungsanlage ein Witz. Man müsste dann eine separate Zirkulation mit geringerem Druck herstellen.
    Mein Bruder hat auf mich nicht gehört und einen nicht wassergeführten Kamin verbaut. In seinem 60m² großen Wohnzimmer/ Küche ist es brüllend heiß, also muss er die Fenster immer aufreißen. Der Rest des Hauses wird dann mit Gas geheizt. Toll.
    Fazit wenn man ein Kamin zu Heizzwecken einbaut, dann immer Wasserführend. Es sei denn man steht auf die Optik. Dann würde auch ein Ethanolkamin ausreichen.
    Geändert von R.B. (05.09.2014 um 16:07 Uhr) Grund: Name entfernt
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Tomi24 Beitrag anzeigen
    1.ist die kw Leistung ok
    Wie hoch ist die Heizlast des Gebäudes? Wie hoch die Heizlast des Auffstellraums?

    Zitat Zitat von Tomi24 Beitrag anzeigen
    2. ist der Pufferspeicher nicht zu groß
    Hängt unter anderm vom Ofen, dessen Brennraum und Deinem Nutzerverhalten ab.

    Zitat Zitat von Tomi24 Beitrag anzeigen
    3.wenn die Gasheizung ausfällt auf wie viel Grad bekomme ich den Pufferspeicher in 3 stunden heizen,wie lange muss ich heizen damit der speicher 60Grad hat
    Wie soll man das beantworten ohne die Details zum Haus oder der Anlage zu kennen?

    Sagen wir mal der Speicher wäre auf 20°C abgekühlt, dann wären rein rechnerisch 46kWh erforderlich um den kompletten Speicher auf 60°C zu bringen. Das wären vorsichtig geschätzt 14kg Holz die Du dafür verbrennen müsstest. Da die Leistung des Ofens nicht konstant ist, eine Verbrennung niemals ideal abläuft, kann man zur Zeitdauer nur raten. Es ist ja noch nicht einmal klar ob die 14kg Holz überhaupt in den Brennraum passen. Vorsichtig geschätzt könnte man einmal 8h Brenndauer ansetzen.
    Die nächste Unsicherheit wäre aber, dass Du den Speicher nicht mit konstanter Temperatur durchladen kannst.

    Zitat Zitat von Tomi24 Beitrag anzeigen
    4.Im Notfall möchte ich das haus nur damit heizen können ,ist das möglich? ist ein Dauerbrennkamin
    Jetzt sind wir wieder bei 1. Wie hoch ist die Heizlast?

    Könnte es sein, dass Du mit Holzheizungen keinerlei Erfahrung hast? Dann solltest Du Dich zuerst einmal in die Grundlagen einlesen. Eine Holzheizung ist keine Heizung die auf Knopfdruck warm macht, und die man auf Knopfdruck auch wieder abschalten kann. Sie liefert auch keine konstante Leistung wie ein Ölkessel.

    ich wollte das haus damit beiheizen und die Gasheizung entlasten um kosten zusparen
    Dir ist hoffentlich klar, dass das nur funktioniert wenn Du günstig an Holz kommst. Musst Du das Holz für 80,- € oder 90,- €/Ster ofenfertig kaufen, dann rechnet es sich schon nicht mehr. Auch daran denken, dass der Ofen seine Spezfikationen nur dann erreicht wenn er quasi "ideal" betrieben wird. Das ist in der Praxis nur sehr selten der Fall, was den Wirkungsgrad weiter drückt.

    Wenn Du tatsächlich das komplette Haus ganzjährig mit dem Ofen beheizen möchtest, dann solltest Du auch einen entsprechenden Vorrat an gutem Brennholz haben. Da können schon mal problemlos 8-10 Ster p.a. durch den Schornstein gehen, bei entsprechender Betriebsweise auch mehr. Lagerplatz für 2 x Jahresvorrat sollte also vorhanden sein.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Zitat Zitat von CeeJayVB Beitrag anzeigen
    also wenn ich mir abends ein Feuerchen anmache oder mittags die Frau, dann sitze ich nicht mit einer Formeltabelle daneben und berechne, was unterm Strich nun günstiger ist.


    Grundsätzlich muss man aber sagen, dass es kein Holzvergaser ist und um das gesamte Haus NUR damit zu heizen, doch sehr Arbeitsintensiv ist, da er doch eine kgs an Holz braucht. Aber man macht das, um die Wärme eines Ofens zu haben und das Feuer sehen zu können....
    Verlangt auch keiner, dass man mit der Formeltabelle neben dem Ofen sitzt.

    Es geht mir darum Transparenz in das Thema hineinzubringen. Aussagen wie deine sind da für andere leicht irreführend. Soll heißen, andere können da leicht etwas hineininterpretieren, was du garnicht gesagt hast oder sagen wolltest.

    Unerfahrene Dritte könnten auf die Idee kommen, dass es recht einfach ist, einen Speicher aufzuheizen. Und dass es sehr einfach ist ein komplettes Haus damit (dauer) zu beheizen.
    Mir drängen sich hier eher Fragen auf wie: Wieso hat dein Speicher am unteren Ende im Ölbetrieb im Ölbetrieb 30°C. Das würde für mich eher darauf hin deuten, dass die Schichtung nicht so funktioniert.
    Andere Frage wäre: Wieviel % des Speicherinhaltes sind per Öl auf 55°C?
    Und: Ist sichergestellt, dass der Ölkessel nicht noch eine Weile mitheizt?

    Gerade bei Letzterem weiß ich noch genau, wieviel ausprobieren (Fühlerposition) und umklemmen ((zulauf) notwendig war um den Ölkessel möglichst schnell herauszunehmen.
    (in der kommenden Heizperiode probier ich noch eine niedriger Rücklaufanhebetemperatur aus)

    gruss
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  12. #11

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    Hallo, lohnt sich ein Wasserführender Kamin mit Pufferspeicher rein finanziell. Wir bauen neu. Wohnfläche gesamt ca. 150 qm.
    Warum gibt es die Kaminöfen in U- Form nicht wasserführend? Danke
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  13. #12

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  14. #13

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    Bei einen Neubau Lohnt sich ein Wasserführender Kamin denke ich nicht, da die Kosten und die Ersparnisse nicht im Verhältnis sind. Kosten kann man da nur auf dauer Sparren, wenn das Holz nichts Kostet oder sehr wenig Kostet!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Querdenkerin Beitrag anzeigen
    Hallo, lohnt sich ein Wasserführender Kamin mit Pufferspeicher rein finanziell. Wir bauen neu. Wohnfläche gesamt ca. 150 qm.
    Nein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Variante jemals rechnet, ist sehr gering. Ein Kaminofen dient primär der Steigerung des Wohlfühlfaktors, rein wirtschaftlich betrachtet rechnet sich das in den wenigsten Fällen. Würde man dann noch die notwendige Arbeitsleistung mit einrechnen, dann könnte sich so eine Variante niemals rechnen, selbst wenn man seine Arbeitsstunden mit einem Betrag unterhalb des Mindestlohns ansetzen würde.

    Einen Kaminofen sollte man sich nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anschaffen, sondern hier steht "das gönne ich mir" im Vordergrund.

    Nun zu den wenigen Fällen bei denen sich eine Holzheizung wirklich rechnet. Nehmen wir mal an man betreibt eine Schreinerei. Da fallen täglich entsprechende Mengen an Abfallholz an. Die könnte man nun verkaufen, oder einfach selbst verbrennen und damit das Betriebsgebäude und/oder Privathaus heizen.

    Das gilt auch wenn man eigenen Wald hat den man sauber halten muss. Da bleiben immer mal ein paar Ster liegen die man selbst verwerten kann. Diese Mengen werden aber immer geringer, weil man heutzutage alles was irgendwie nach Brennholz aussieht verkaufen kann.

    Nur mal ein Beispiel. Nehmen wir an 1 Ster Buchenholz hätte, getrocknet auf um die 20%, einen Heizwert von etwa 1.800kWh. Dieser Ster würde zu einem Preis von 90,- € inkl. Anlieferung bei mir auf den Hof geschüttet. Ich setze das Holz irgendwo auf meinem Grundstück auf und trage es eimerweise in´s Wohnzimmer um es dort zu verbrennen. Mit einem normalen Ofen erreicht man bestenfalls einen Wirkungsgrad um die 80%, denn Praxisbetrieb hat mit Normbetrieb nicht viel gemeinsam. Dann produziere ich die kWh thermisch zu einem Preis von etwa 6Ct. Leider werden viele Öfen auch völlig sinnfrei betrieben (mangelnde Luftversorgung, Räume werden überhitzt etc.) so dass selbst die 80% schon sehr optimistisch sind. Das sieht man allein schon an den Abgastemperaturen und der Menge an Asche die die Leute entsorgen.

    Zum Vergleich, eine Sole-WP erzeugt die kWh thermisch zu einem Preis von knapp über 5Ct., ein Pelletkessel ebenso, und selbst eine Gastherme liegt schlimmstenfalls bei 7Ct./kWh.

    Wo bleibt da die Einsparung beim Heizen mit Holz?

    Nehmen wir mal an, ein Haus hätte einen Jahresheizbedarf von 10.000kWh. Davon würde 1/5 durch einen Holzofen ersetzt und man würde tatsächlich die o.g. 80% erreichen. Dann liegt die Einsparung gegenüber der Gastherme bei phantastischen 20,- € pro Jahr ! Das reicht nicht einmal um den Schorni zu bezahlen, geschweige denn für die eigene Arbeitszeit die man investieren musste.

    Heizt man das Haus ganzjährig mit einem Kaminofen, dann liegt das Einsparpotenzial immerhin schon bei 100,- € pro Jahr. Dafür steigen die Kosten des Schorni, da dieser bei intensiver Nutzung des Ofens auch öfter als 1 Mal im Jahr vorbei schauen darf. Da ist die genannte Einsparung schnell dahin.

    Warum gibt es die Kaminöfen in U- Form nicht wasserführend?
    Kann ich nicht nachvollziehen. Man kann sich fast alles bauen lassen, kostet halt.
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  17. #15

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    Vielen Dank für eure Antworten.
    Die Frage bezieht sich rein auf das wasserführende und auf den Pufferspeicher (finanzieller Art)
    Der Kamin wird auf jeden Fall gemacht, aus wohlfühlgründen ;-)
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