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Hohlsteindecke: gebrochene Deckensteine

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  1. #1

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    Hohlsteindecke: gebrochene Deckensteine

    Liebes Forum,

    das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum; bitte seid gnädig

    Meine Partnerin und ich haben uns letztes Jahr ein kleines EFH, Baujahr 50 gekauft. Das Haus wurde bereits vom Vorbesitzer kernsaniert, nur im Keller sind noch einige Renovierungsarbeiten nötig.

    Im Moment haben wir folgendes Problem: zwischen Keller und Erdgeschoss haben wir eine Hohlsteindecke. Vor kurzem ist uns aufgefallen, dass zwei der Deckensteine von unten gebrochen sind. Wir haben nun an diesen beiden Deckensteinen die Styropor-Dämmung entfernt, um einen besseren Blick darauf zu haben. Die Styropor-Dämmung hat die gebrochenen Deckensteine noch etwas abgestützt, daher haben wir nun für's erste mit 2 Spriesen das ganze ein wenig abgestützt.

    Der eine Deckenstein ist nur leicht gebrochen (1 Riss über die schmale Seite), der andere hat leider mehrere Risse und wirkt sehr instabil.

    Die Frage ist nun: gibt es irgendeine Möglichkeit, die beiden Deckensteine von der Kellerseite aus wieder intakt zu setzen? Zumindest soweit, dass es wieder möglich wäre, eine neue Styroporplatte aufzubringen und die Decke anschließend zu tapezieren?

    In einem anderen Beitrag hier im Forum hatte bereits jemand ein ähnliches Problem (http://www.bauexpertenforum.de/showt...Hohlsteindecke). Allerdings war in diesem Fall der Bodenbelag im EG komplett entfernt, und die Deckensteine konnten so von oben aufgebohrt, und durch teilweises Auffüllen mit Beton wieder intakt gesetzt werden.

    Das ist bei uns leider nicht möglich, da der Flur darüber im EG in einem sehr guten Zustand ist.
    Wir bräuchten also eine Maßnahme, die von der Kellerseite aus greift.


    Über Tipps wäre ich wirklich sehr dankbar,

    Andy
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  2. Hohlsteindecke: gebrochene Deckensteine

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  3. #2

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  4. #3

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    sind die risse längs oder quer zur tragrichtung der steine vorhanden?
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  5. #4

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    Der eine Deckenstein ist nur leicht gebrochen (1 Riss über die schmale Seite), der andere hat leider mehrere Risse und wirkt sehr instabil.
    hallo
    also quer zur tragrichtung.
    wichtig wäre noch zu wissen ob die decke mit oder ohne überbeton ausgeführt ist.
    sag mal was zur deckendicke und dem system.
    übliche deckendicken bei hohlsteindecken sind:
    12 cm steinhöhe + 5 cm überbeton
    15 cm steinhöhe ohne
    15 cm steinhöhe + 5 cm überbeton
    20 cm steinhöhe ohne
    20 cm steinhöhe mit 3 cm überbeton
    20 cm steihöhe mit 5 cm überbeton.
    risse in der steinunterseite sind gar nicht so selten und bei einem überbeton im normalfall nicht weltbewegend, da die steine keine tragfunktion haben, sondern nur füllkörper, im prinzip zur gewichtsreduzierung sind.

    gruss aus de pfalz
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  6. #5
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Rückmeldungen.
    Konnte leider noch nicht antworten, da mein Account erst gestern abend aktiviert wurde. Ein Thema erstellen ging interessanterweise schon vorher

    Hab mal noch ein paar Fotos gemacht; hoffentlich kann man was erkennen.

    Bild 1: beide Deckensteine
    1_neu.jpg

    Bild 2: hier sind die Risse nicht zu übersehen
    2_neu.jpg

    Bild 3: Risse sind hier deutlich feiner und auf dem Foto schwer zu erkennen, daher rot markiert.
    3_neu.jpg

    Leider wissen wir nicht, ob die Decke mit Überbeton, und wenn ja wie stark, ausgeführt ist.
    Evtl. lässt sich das anhand dieses Fotos ermitteln; entlang unserer Kellertreppe hat man einen guten Blick auf die einzelnen Lagen:
    4_neu.jpg
    Die Deckensteine kommen quasi direkt dahinter.
    Das Haus ist wie gesagt Baujahr 50. Waren damals auch schon unterschiedliche Deckenstärken bei Hohlsteindecken üblich, oder kann man es anhand des Baujahrs ein wenig eingrenzen?

    Bei dem Deckenstein auf Bild 3 war es leider so, dass er schon die Styropor-Isolierung nach unten gedrückt hat, so instabil war er. Wären es nur kleine Risse gewesen, wär's uns wahrscheinlich gar nicht aufgefallen.

    Grüße
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  7. #6

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    hallo
    aus bild 4 lässt sich in bezug auf den deckenaufbau nix ablesen. decke scheint aber nicht aus den 50ern zu sein da die träger schon aus beton sind. zu der zeit waren da blechformträger mit brett im untergurt üblich.
    erkennen kann man nur, dass die rüttelflasche den bau nicht gesehen hat sondern die stiefelverdichtung bevorzugt wurde und kein fertigbeton sonder baustellen eigen gemisch im verhältnis 1: haufen der renner war.

    gruss aus de pfalz
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  8. #7

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    haan
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    aus Bild 4 könnte man entnehmen kein Aufbeton, wären dann die 20 ziger Hohlkörper=Deckenstärke.
    am rechten Bild- Seitenrand könnte man einen Deckenstein vermuten.

    zu den Rissen in den Steinen:
    da der Bodenaufbau (Dämmung,Estrich,Fliesen noch vorhanden ist wird sicherlich kein Stein durchbrechen.
    von den Decken hab ich "früher" so einige qm verlegt, und weiß aus Erfahrung das teilweise mit der Verlegung
    nicht so zimperlich umgegangen wurde, da einige Steine arge Grate hatten und manchmal mit "nachdruck" eingehangen wurden.
    zum anderen ist man zum betonieren der Trägerzwischenräume mit der vollen Schubkarre darüber gefahren
    da kam es auch schon mal zu leichten Rissen an dem einen oder anderen Stein.

    Die Unebenheiten beim Styropor kommen von den Unebenheiten der einzelnen Steine, ist eigentlich "normal",
    wenn man die Decke verputzte (war in den Geschossen üblich) war es danach eben.
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  9. #8
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    Guten Morgen zusammen,

    vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Ja das stimmt, dem Beton sieht man wirklich an, dass er aus den 50ern stammt; man hatte ja nichts ;-)

    Bei dem Deckenstein auf Bild 3 ist es leider so, dass dieser aufgrund der Risse ein gutes Stück runter kommt, wenn man den Sprieß entfernt. Er bricht zwar nicht komplett runter, da sich die einzelnen Bruchstücke verkanten, aber auf der Oberfläche ist es anschließend unmöglich, eine neue Styroporplatte anzubringen, welche dann tapeziert werden kann. Bei Bedarf kann ich gern noch ein Foto ohne Sprieß machen.

    Fällt euch auf Anhieb eine Möglichkeit ein, zumindest den Deckenstein auf Bild 3 soweit zu fixieren, dass dieser an Ort und Stelle bleibt und eine halbwegs ebene Fläche entsteht? Das ganze darf halt nicht zu dick auftragen, wegen der ohnehin schon geringen Raumhöhe.

    Zwei (vermutlich Amateurhafte) Ideen, die ich bis jetzt hatte:

    1.
    Sprieß entfernen, so dass die Bruchstücke ein wenig runterkommen und die Risse soweit wie möglich offen sind. Anschließend die Risse so tief wie möglich mit Montagekleber ausfüllen. Anschließend den Sprieß wieder hoch und das ganze aushärten lassen.

    2.
    Stahlblech hochschrauben, welches komplett über die schmale Seite des Deckensteins reicht und an den benachbarten Deckensteinen angeschraubt wird. Das würde immerhin nicht so dick auftragen.

    Die beiden Möglichkeiten könnte man natürlich auch kombinieren.
    Was besseres ist mir leider bisher nicht eingefallen. Was meint ihr?



    Vielen Dank und Grüße
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  10. #9

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    Hi,
    evtl. kann man versuchen den Stein 2k-Verbundmörtel für Gewindestangen zu kleben. Bitte auch Bedenken, dass die Spassstützen nur für Gipskartion-Montage gedacht sind (i,d.R. max. 60kg Belastbarkeit zugelassen.)

    Ansonsten:
    Zitat Zitat von baufix 39 Beitrag anzeigen
    von den Decken hab ich "früher" so einige qm verlegt, und weiß aus Erfahrung das teilweise mit der Verlegung
    nicht so zimperlich umgegangen wurde, da einige Steine arge Grate hatten und manchmal mit "nachdruck" eingehangen wurden.
    Die Füllkörper halten halt an sich recht wenig aus. Ist mir beim Anbau auch passiert. 2x richtig draufgetreten und die waren gerissen. Normalerweise tauscht man die vor dem Betonieren aus und beim Betonieren steht eigentlich in den Verarbeitungsvorschriften was von lastverteilenden Bohlen.

    Ciao Christian
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  12. #10
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    Guten Morgen,

    danke für den Tipp; 2k-Verbundmörtel für Gewindestangen habe ich noch nicht gekannt.

    Keine Sorge, die "Spaßstützen" müssen im Moment garantiert keine 60kg tragen. Ich konnte die Deckensteine nach dem Entfernen des Styropors auch problemlos mit den Armen hochdrücken; und ich bin nicht der Kräftigste
    Die Deckensteine kommen auch wie gesagt nicht komplett runter, da sich die Bruchstücke vorher verkanten. Ich wollte es zur Sicherheit dennoch ein wenig stabilisieren, als ich das Styropor entfernt hab.
    Ursprünglich hatte ich auch jeweils noch ein kurzes Brett darunter, um knapp den ganzen Deckenstein abzudecken, aber für die Fotos musste ich das entfernen.

    Ist die Idee mit dem Stahlblech zusätzlich eigentlich Blödsinn, was meint ihr?

    Um dieses an den benachbarten Deckensteinen zu befestigen, müsste ich diese ja anbohren. Besteht hier die Gefahr, dass diese ebenfalls Risse bekommen?


    Gruß, Andy
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  13. #11

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    am rechten Bild- Seitenrand könnte man einen Deckenstein vermuten.
    zitat baufix 39
    hallo
    der praktiker liegt falsch.
    nix deckenstein sondern putzrest. da kann kein stein in richtung der träger liegen. trägerrichtung zeichnet sich unten ab.

    gebrochene steine mit einem riss die fes sitzen sind eigentlich nicht ein problem sondern die losen teile.
    lose teile ausbauen und die hohlräume mit estrichmaterial auswerfen oder ausstopfen ( hängt vom geschick des diy´lers ab) , evtl. unterseitige hilfsschalung verwenden. steine vorher anfeuchten.
    wären dann die 20 ziger Hohlkörper=Deckenstärke.
    gängig war auch 15 + 5 cm überbeton.

    gruss aus de pfalz
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