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  1. #1

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    Offene Stellen m. Glas-/Mineralwolle am Speicher und in Schrägen nahe Wohnbereich

    Guten Tag,

    in unserem Haus ist am Speicher und in den Schrägen einiger Zimmer die gelbe Glasfaser-/bzw. Mineralwolle an einzelnen Stellen zu sehen, an anderen auch weiße. Vorher war sie mit einer silberfarbenen Folie, ich denke einer Isolierfolie überzogen. Diese ist an den Stellen an denen die Wolle zu sehen ist gerissen, auch schon seit mehreren Jahren und nur notdürftig geflickt. Einige Stellen sind auch größer. Es sind keine Dämmplatten davor verbaut.Die Schrägen hinter den Zimmern sind durch eine Wand mit einer Holztür abegtrennt. Dahinter liegt der bewohnte Bereich. Der große Speicherraum ist mit einer normalen Wohnungstür vom Wohnraum abgetrennt. Im Wohnbereich ist die Decke mit Holz verkleidet.
    Auf dem Speicher und in den Schrägen lagerte zum Beispiel auch immer ein Korb mit Schmutzwäsche oder es trocknet saubere Wäsche. Und natürlich auch andere Sachen beispielsweise alte Kuscheltiere, Spiele usw. Es kann auch sein, dass man mal gegen die Wolle gestoßen ist beim Umräumen oder ähnlichen Aktionen. Ich habe gelesen, dass der Staub krebserregend sein kann und besonders schädlich für die Lunge ist, da er zu den künstlich hergestellten Mineralfasern gehört und unter Umständen auch Asbest enthält. Das Haus ist von 1985.Es wurde in den letzten 30 Jahren nicht renoviert. Mein Opa hat das Ganze damals angebracht, also wahrscheinlich auch nicht so professionell. Ein Experte von der Stadt hat mir empfohlen die betreffenden Stellen mit Folie abzudichten und die Stellen mit einem Sauger zu reinigen. Außerdem könnte man eine Raumluftmessung machen lassen auf Glaswollefasern eventuell auch auf Asbestfasern. Seine Antwort hänge ich anbei. Mich macht das ganze sehr unruhig, weil ich in einem Zimmer seit 8 Jahren wohne und vorher in einem anderen Zimmer in diesem Stockwerk. Ich habe mir natürlich als Kind nie Gedanken gemacht. Die Glaswolle war schon lange durch kleine Risse zu sehen. Meinen Eltern damit zu kommen ist auch schwierig, da ich Angst hab das mein Vater direkt ausflippt und an dem Zeugs reißt. Ich war ja auch nicht ständig in den Schrägen oder auf dem Speicher. Die Wäsche habe ich schon umgelagert. Das ganze Thema verfolgt mich und ich weiß nicht, wem ich Glauben schenken kann.

    Jetzt zu meinen Fragen:

    1. Muss ich umgehend aus meinem Zimmer ausziehen oder ist alles nicht so "schlimm", ich bin da halt jeden Tag und schlafe auch da?

    2. Kann es ein das schon seit Jahren Fasern im Haus herumfliegen, vllt. auch Asbestfasern?

    3. Wie hoch ist die Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken durch die aufgerissenen und offenen Stellen?

    4. Ist es möglich, dass auf der Kleidung immer Fasern waren und ich unter Umständen ähnlich einem Arbeiter mit Asbest immer Fasern eingeatmet habe?

    5. Sind die gelagerten Gegenstände noch zu verwenden oder sollten sie besser weggeworfen werden?

    6. Wenn ich darüber Folie klebe, werden dann nicht erst recht Fasern freigesetzt (traue mich nicht das anzupacken)?

    7. Macht es einen Unterschied für die Raumluft das die betreffenden Stellen durch die Wand mit der Holztür abgetrennt ist oder ist es so als würde ich in der Schräge "schlafen"?

    8. Wie finde ich einen Fachbetrieb der wirklich Ahnung hat wie man das professionell regelt, da ich auch gelesen habe viele Handwerksbetriebe nehmen das ganze Problem nicht so ernst?

    9. Auch das Finden eines Betriebes für Raumluftmessung ist in meiner Gegend eher schwierig, habt ihr Tipps?



    Zum Schluss noch zwei Antworten von einem Experten der deutschen Lungenstiftung und der ansässigen Stadtverwaltung denen ich auch schon geschrieben habe:

    Der Experte der deutschen Lungenstiftung sagt, dass es wahrscheinlich alles eher harmlos ist und empfiehlt eine Raumluftmessung.
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  2. Offene Stellen m. Glas-/Mineralwolle am Speicher und in Schrägen nahe Wohnbereich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    Die Stadtverwaltung schreibt:

    "Wenn auf Ihrem Speicher die Mineralwolle-Isolierung der Dachschrägen an einigen Stellen offen liegt, kann es natürlich zur Freisetzung von Fasern gekommen sein. Deren Anzahl hängt von der offenliegende Fläche und eventuellen Beschädigungen ab. Mineralfaserdämmungen älterer Bauart enthalten auch lungengängige Fasern, die bei Beschädigungen in den Raumluft gelangen können. Asbestfasern sind hierbei jedoch nicht zu erwarten. Angesichts der vergleichsweise kleinen offenen Flächen und der in der Regel nur geringen Aufenthaltsdauer von Personen auf dem Speicher halte ich ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken jedoch für vergleichsweise gering. Wenn Fasern freigesetzt wurden, haben die sich in geringem Umfang natürlich auch auf Gegenständen abgelagert, die sich auf den Speicher befinden, also auch auf dort befindliche Kleidung. Dies dürfte m.E. jedoch nur in einem sehr geringen Umfang der Fall sein. Vorsorglich empfehle ich jedoch, die Kleidungsstücke nochmals zu waschen und dann an anderer Stelle zu trocknen. Was den Speicher angeht empfehle ich, die offen liegenden Stellen der Dämmung mit einer Folie dicht abzukleben und den Speicher mit einem geeigneten Staubsauger zu reinigen. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Abluft des Staubsaugers in die Außenluft und nicht wieder in den Speicher abgeführt wird. Oder es werden geeignete Industriestaubsauger mit entsprechendem Feinfilter von einer Reinigungsfirma eingesetzt.

    Insgesamt teile ich aber die Einschätzung, die Sie von Experten der Deutschen Lungenstiftung erhalten haben.

    Für den Fall, dass Sie Messungen durchführen lassen wollen, habe ich Ihnen eine Liste mit geeigneten Firmen beigefügt. Meines Erachtens sollten aber die Kosten hierfür eher für eine fachgerechte Säuberung des Speichers und ein Abkleben der defekten Dämmwolle verwendet werden."



    So ich hoffe ich habe alles ausführlich geschildert, mir wären ernst gemeinte Antworten sehr recht, da ich momentan sehr unsicher bin und mich in meinem Wohnbereich sehr unwohl fühle.



    Vielen Dank schon einmal, Fotos von den Stellen aus der Schräge hinter meinem Wohnbereich hänge ich an
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  4. #3
    Themenstarter

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    Leider klappt das mit den Fotos noch nicht
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  5. #4
    Stolzenberg
    Gast
    Asbest wirst Du in den alten KMF eher nicht finden und die Beschreibung "kann Krebs erzeugen" ist auch richtig. Erfahrungsgemäß sollte Dein Material gemäß Beschreibung einen KI (Kanzerogenitätsindex) von unter 30 haben. Daraus folgt dann eine Klassifizierung als K2-Stoff (krebserregend).

    Da es sich aber nicht um einen Wohnraum handelt ist das nicht wirklich problematisch. Dennoch würde ich der Empfehlung folgen die defekten Stellen entsprechend abzukleben und den Raum mit einem H-Sauger abzusaugen. Dabei den Zugang geschlossen halten (Türe kann man zusätzlich ringsum abkleben), Schutzanzug und P2-Maske tragen.

    Schick aber mal die Fotos und sage etwas zum Thema "Lüftungsmöglichkeiten". - Rausreißen und über die Maße dran rumfummeln ist übrigens eher schädlich. Also staubarm arbeiten und überlegt vorgehen...

    PS: Raumluftmessung kannst Du Dir sparen! Die wird definitiv durchfallen... - Also kannst Du auch ohne Messung mit dem Putzen anfangen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke schon mal für die Antwort, das mit den Fotos klappt im Moment nicht mache noch neue. Es sind ca. 10 - 15 cm lange Löcher in runder aber auch länglicher Form, 2 große und mehrere kleine.
    Die Lüftung in dem Raum ist nicht möglich, da er wie gesagt direkt an den Wohnbereich anschließt abgetrennt durch die Wand mit einer Holztür.Man kommt nur durch die Holztür rein, wie ein eingebauter Wandschrank. Das Lüften ist also nur über die Holztür möglich von daher quasi durch den Wohnbereich im Zimmer. Wie soll ich also das Abkleben machen ohne das Fasern in den Raum gelangen, dann muss man ja den ganzen Teppich und alles nachher rausreißen. Und ich könnte nicht mehr schlafen, wenn ich weiß das noch mehr Fasern da sind als vorher. Bin im Moment echt verzweifelt wegen dem ganzen Thema und würde am Liebsten sofort ausziehen.
    Meinst du die Raumluftmessung würde so ein negatives Ergebnis ergeben, dass man den Raum nicht mehr bewohnen kann? Oder findet man allgemein halt auf jeden Fall diese Fasern. Staubt es denn auch so stark, wenn da nie jemand dran geht. Mir ist schon klar, dass da auch mal Bewegung drin ist. Dieses möglicherweise krebserregend macht mich ganz unruhig, aber im Internet steht ja auch, dass noch nie nachgewiesen wurde, dass ein Mensch dran gestorben ist. Sondern, dass die Einstufung durch Tierversuche geschah, was ich auch in einer Studie der Ruhr Uni Bochum gelesen habe und ich lebe schon seit ewig Jahren in diesem mit Glaswollefasern verpesteten Haus. Möchte auch am Liebsten alle Sachen aus dem Speicher und dem Schrägenraum wegwerfen, aber da sind ja Unisachen drin. Das muss alles da raus, schon allein dann habe ich ja alle Fasern im Wohnbereich. Wie soll das nur gehen, in mir steigt Panik auf. Kann ich den Raum nur noch mit Mundschutz und Schutzanzug betreten, auch wenn ich das nur rausräumen muss, um die Sachen zu säubern.
    Eine Frage noch, was ist ein H-Sauger und wo kriegt man so einen und welche Handwerke kümmern sich um so was? Welche Firmen kümmern sich um so etwas, damit es professionell gemacht wird?

    Vielen Dank nochmal
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  7. #6

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    Zitat Zitat von pina3085 Beitrag anzeigen
    ... Bin im Moment echt verzweifelt wegen dem ganzen Thema und würde am Liebsten sofort ausziehen....
    Sorry für die klaren Worte:
    Solltest Du nicht ohnehin mal bei Deinen Eltern ausziehen? Du scheinst doch bereits erwachsen zu sein. Dann ist jetzt die Gelegenheit gekommen.
    Ansonsten brauchst Du weniger eine Firma als vielmehr einen Arzt...
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  8. #7
    Stolzenberg
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    Wäre zumindest eher ein Grund als die Beschädigungen an der Kaschierung.

    Meine klaren Worte: Die Gefährlichkeit ist immer in Verbindung mit der Exposition zu betrachten. Also sind viele Fasern immer gefährlicher als nur ein paar wenige Fasern. Wenn da jetzt jemand alles rausgerissen hätte ohne die Beachtung notwendiger Schutzmaßnahmen und bei geöffneten Türen dann hätte man Dir vielleicht Recht geben können und zu einem temporären Auszug geraten, aber nicht auf Basis Deiner Beschreibung...

    Löcher mit einem guten und langfristig stabilen Klebeband abkleben und danach alle Oberflächen gut reinigen. Wenn man einen für Allergiker geeigneten Staubsauger hat dann kann man sogar mit diesem durchsaugen.

    Natürlich wirst Du bei der Reinigung für einen Teppich entsprechend länger brauchen als für ein Laminat, aber wenn Du in der Lage bist einen Staubsauger zu bedienen dann wirst Du das schon hinbekommen. Wichtig ist nur ein entsprechend guter Filter mit Filterklasse H. Die Fasern sind in ihrer chemischen Zusammensetzung derart unterschiedlich, dass eine generelle Aussage zur Gefährlichkeit nicht getroffen werden kann. Dies spiegelt der KI-Wert wieder und die Gefährlichkeit reicht von "als krebserzeugend anzusehen" (K2) über "möglicherweise krebserregend" (K3) bis "keine krebserregende Wirkung nachweisbar". Deine Fasern liegen sicherlich auf Grund des Alters und der beschriebenen Farben im Bereich K2 / K3 mit Tendenz zu K2. Tot umfallen wirst Du aber während der Abklebe- und ´Reinigungsarbeiten nicht. - Selbst ohne Maske und Anzug!

    Aber wenn Du lieber durchdrehen willst und Dir Gefahren einbilden möchtest die ich in diesem Maße nicht unterstellen würde... - Das ginge dann aber tatsächlich in Richtung Arzt!

    Keine Panik, sauber, durchdacht und sorgfältig arbeiten und das Problem ist keines mehr... - Privatleuten ist diese Arbeit durch den Gesetzgeber nicht verboten worden, was einiges über die Gefährdung aussagt!
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  9. #8
    Themenstarter

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    Hallo, ich habe die Bilder in einem Fotoalbum auf meinem Profil eingestellt. Vielleicht könntet ihr ja trotzdem mal darauf schauen, das Einschätzen der Längen fiel mir schwer. Wollte aber auch nicht in die Schräge klettern und ein Lineal dran halten,vllt. geht es ja auch so. Ach und eine Korrektur habe ich auch noch, das Haus wurde schon 1982 gebaut.
    Danke
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Themenstarter

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    Hallo,
    konntet ihr die Fotos anschauen und hat sich eure Meinung über die Gefahrensituation vllt. geändert?
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  12. #10
    Stolzenberg
    Gast
    Zitat Zitat von Stolzenberg
    Meine klaren Worte: Die Gefährlichkeit ist immer in Verbindung mit der Exposition zu betrachten. Also sind viele Fasern immer gefährlicher als nur ein paar wenige Fasern. Wenn da jetzt jemand alles rausgerissen hätte ohne die Beachtung notwendiger Schutzmaßnahmen und bei geöffneten Türen dann hätte man Dir vielleicht Recht geben können und zu einem temporären Auszug geraten, aber nicht auf Basis Deiner Beschreibung...
    Die Fotos ändern daran nichts...
    Zitat Zitat von Stolzenberg
    Löcher mit einem guten und langfristig stabilen Klebeband abkleben und danach alle Oberflächen gut reinigen. Wenn man einen für Allergiker geeigneten Staubsauger hat dann kann man sogar mit diesem durchsaugen.

    Natürlich wirst Du bei der Reinigung für einen Teppich entsprechend länger brauchen als für ein Laminat, aber wenn Du in der Lage bist einen Staubsauger zu bedienen dann wirst Du das schon hinbekommen. Wichtig ist nur ein entsprechend guter Filter mit Filterklasse H. Die Fasern sind in ihrer chemischen Zusammensetzung derart unterschiedlich, dass eine generelle Aussage zur Gefährlichkeit nicht getroffen werden kann. Dies spiegelt der KI-Wert wieder und die Gefährlichkeit reicht von "als krebserzeugend anzusehen" (K2) über "möglicherweise krebserregend" (K3) bis "keine krebserregende Wirkung nachweisbar". Deine Fasern liegen sicherlich auf Grund des Alters und der beschriebenen Farben im Bereich K2 / K3 mit Tendenz zu K2. Tot umfallen wirst Du aber während der Abklebe- und ´Reinigungsarbeiten nicht. - Selbst ohne Maske und Anzug!
    Dem ist nichts hinzuzufügen...
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