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  1. #1

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    Wassersäcke auf der USB bei 16 Grad Dachneigung

    Hallo zusammen,

    wie bereits angekündigt, nun in einem eigenen Thread.
    Wir lassen derzeit das Dach unseres Neubaus machen. Dabei sind uns Wassersäcke vor der Traufbohle aufgefallen.

    Kurz die Daten, wenn was fehlt reiche ich es nach:
    - wir bekommen eine Dachneigung von 16 Grad
    - als USB wurde verwendet Würth WÜTOP® Thermo ND/SK
    - als Dachziegel bekommen wir den Jacobi J11 Flachdachziegel
    - es handelt sich um Kaltdächer, darunter befinden sich jeweils Betondecken mit Aufdecken-Dämmung in Form von EPS Platten

    Die Wassersäcke haben sich vor der Traufbohle gebildet. Kein Wunder, denn wir haben vor der Traufbohle ein Gegengefälle.

    [mache noch schnell ein Foto und dann gehts weiter...]
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  2. Wassersäcke auf der USB bei 16 Grad Dachneigung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das haben Herr Gross und HPF doch schon beantwortet? Entweder Traufdetail mit Abtropfblech oder Konterlattung kurz vor der ersten Latte wegschneiden. Dann gibt es auch kein Gegengefälle - außer die Handwerker sind nicht mächtig eine Traufe anzulegen...
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  4. #3
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    so, jetzt die aktuellen fotos von der baustelle:
    trauf-01.jpg
    trauf-02.jpg
    trauf-03.jpg
    trauf-04.jpg

    @edit:
    Ja stimmt, hatte ich vorhin in einen anderen Thread geschrieben, weil ich noch nicht alle Details zusammen hatte.
    ich hatte extra einen eigenen Thread aufgemacht, damit der alte nicht mit meinen Fragen und Euren Antworten überschwemmt wird.
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  5. #4
    Themenstarter

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    unten drunter kommt wie gesagt ein Gesimskasten.

    Ich hatte heute dem Bauleiter und Dachdecker schon einmal folgendes Bild mit meinen Bedenken geschickt:
    trauf-05.jpg

    Bisher nur kurze Rückinfo, dass das eine andere Dachkonstruktion wäre (Harzer Dach) und aufgrund der Flachdachziegel ohnehin kaum Schnee/Wasser auf due USB gelangen kann, das dann einfach verdunstet.

    Mein Problem ist halt, dass ich was stichhaltiges bräuchte, um den Bau morgen früh zu stoppen.
    Gibt es entsprechende Passagen in den Unterlagen des Dachdeckerhandwerks oder muss ich einen SV kommen lassen?!
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  6. #5
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    und gleich noch eine Frage:
    wir hatten vor zwei Wochen ein großes Gewitter. da noch nicht alle konterlatten befestigt waren, hat es drei bahnen USB aus der verankerung gerissen, so dass ein loch entstanden ist. das hab ich dann erstmal wieder geschlossen (war am wochenende) und die usb vertackert, damit kein regen eindringen kann. nun hat der DD alles wieder (neu) mit konterlatten befestigt.
    müssen die nun nicht mehr komplett klebenden stöße zusätzlich verklebt werden, damit alles luft/winddicht ist?
    trauf-06.jpg
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  7. #6

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    SV kommen lassen, da ist mehr im Argen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    mache ich gerade.
    kannst du "da ist mehr im Argen" näher ausführen? damit wir nix vergessen...
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  9. #8

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    Oh man was issn das für eine Murksarbeit........hol dir nen Sachverständigen von der Handwerkskammer für das Dachdeckerhandwerk...........und lass dir nicht so einen Scheiß erzählen....wie unten:
    dass das eine andere Dachkonstruktion wäre (Harzer Dach) und aufgrund der Flachdachziegel ohnehin kaum Schnee/Wasser auf due USB gelangen kann, das dann einfach verdunstet....
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  10. #9

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    Ein Auszug aus den Fachregeln für Dachsteine und Dachziegel, reibe das deinem Nichtskönner und Dummschwätzer von Dachdecker unter die Nase, und die beiden Bilder aus Beitrag Nr.: 4, von der Verlegung der Unterdeckbahn sage ich hier mal lieber nichts...dazu haben sich ja Kalle und so schon geäußert.

    Dachziegel und Dachsteine
    4 Dachdetails
    4.1 Traufe


    (1)

    Traufkanten können mit den gleichen Dachziegeln oder Dachsteinen der Dachfläche, mit Formziegeln/-steinen oder als Sonderkonstruktion gedeckt werden. Öffnungen, insbesondere bei profilierten Deckwerkstoffen, können mit Schutz- oder Traufgittern gegen Vogeleinflug gesichert werden.
    (2)

    Die Deckung an der Traufe kann mit Überstand über die Traufkonstruktion, bündig oder zurückgesetzt, erfolgen. Die Ausführung richtet sich nach der Einteilung der Dachfläche, den klimatischen Verhältnissen und der Dachrinnenkonstruktion.
    (3)

    Die Vorderkante der Dachdeckung ist so festzulegen, dass die Entwässerung in die Rinne sichergestellt ist. Bei hoch hängenden Rinnen soll die Deckung nicht mehr als 1/3 der Rinnenbreite, waagerecht gemessen, in die Dachrinne ragen. Bei tief hängenden Rinnen ist die Deckung i. d. R. zurückzusetzen (siehe Abb. 4.1a , 4.1b ).
    (4)

    Wird die Deckung bündig oder mit weniger als 5 cm Überstand über die Traufkonstruktion gedeckt, ist ein Traufblech zum Schutz der Holzunterkonstruktion erforderlich. Für die Ausführung von Traufkanten in Verbindung mit Dachrinnen sind die „ Regeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk “ zu beachten.
    (5)

    Die Dachfläche sollte so eingeteilt werden, dass an der Traufe keine geschnittenen Dachziegel/-steine gedeckt werden müssen. Ist dies nicht möglich, wie z. B. bei kurzen Sparrenlängen, versetzten oder schrägen Traufen oder vergleichbaren Konstruktionen, kann es erforderlich sein, die Traufreihe zu schneiden oder mit einem entsprechend breiten Traufblech auszugleichen.
    (6)

    Damit die Traufreihe die gleiche Neigung wie die folgenden Reihen hat, sind Trauf- oder Keilbohlen, Doppellatten, Traufelemente o. Ä. anzubringen.
    (7)

    Die Lüftungsebene zwischen Deckung und Zusatzmaßnahme ist, außer bei Pappdocken, an die Außenluft anzuschließen. Dies kann erfolgen z. B. durch Trauflüftungselemente, Lochblech-Winkelleisten oder indem die Konterlattung bis Außenkante Traufkonstruktion geführt wird. Die in der DIN 4108-3 geforderten Lüftungsquerschnitte für belüftete Dächer gelten für diesen Raum zwar nicht, haben sich aber in der Praxis bewährt und werden empfohlen (siehe Abb. 4.1c ).
    (8)

    In schneereichen Gebieten, in denen mit Schnee- und Eisschanzenbildung an der Traufe über einen längeren Zeitraum zu rechnen ist, ist es sinnvoll, die Zusatzmaßnahme hinter die Rinne auf ein Tropfblech zu führen, um die Belüftung der Dachdeckung in der Konterlattenebene sicherzustellen. Hierbei ist jedoch mit abtropfender Feuchtigkeit hinter der Rinne zu rechnen (siehe Abb. 4.1a
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Bastis Beitrag anzeigen
    mache ich gerade.
    kannst du "da ist mehr im Argen" näher ausführen? damit wir nix vergessen...
    Wenn es ein SV der Handwerkskammer für den Bereich Dach ist sollte der nichts vergessen. Zu bemängeln in meinen Augen ist z. B die erste Lagerung der Rinneneisen, dass sie nicht eingefräst wurden und offensichtlich der Zwischenraum auch nicht aufgefüllt würde. So das davon auszugehen ist, dass der Einhang entsprechende Beulen werfen wird. Die Zusatzmaßnahmen im Gratbereich (Überlappungsbereich) scheinen mir nicht Regel konform ausgeführt worden zu sein.

    Die Traufe ist eine Mittelschwere Katastrophe zu dem wird der erforderliche Lüftungsquerschnitt unterhalb der Eindeckung nicht erreicht werden können. Da Trauflüftungselemente die Ziegel wohl noch mehr ankippen würden. Vom Gegengefälle der Traufbohle etc reden wir mal lieber gar nicht erst. Weiter ist es ein schlechter Witz eine hinterlüftete Dachkonstruktion (Kaltdach) bei 16 Grad Neigung und Walmdachform zu wählen....

    Man möge den Nachweis erbringen, insbesondere an Graten die entsprechenden zu und Abluftöffnungen schaffen zu können. Ich habe da so meine leisen Zweifel dass das funktionieren wird.

    Offenbar kennt sich Ihr DD nicht mal im Neigungsbereich seines eigenen Berufes aus oder haben Sie von ihm eine entsprechende Bedenkenanzeige bekommen, dass hier unterhalb der Regeldachneigung gebaut wird? Folglich also mit vermehrten Wassereintrag zu rechnen ist?
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  12. #11
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    upps, Doppelpost!
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Hallo zusammen,

    kurzer Zwischenbericht:
    - habe gestern mit dem Sachverständigen der HWK telefoniert und Ihm erstmal die hier gezeigten Fotos zur Verfügung gestellt.
    - wollte er sich vorab ansehen und wir dann telefonisch das weitere Vorgehen besprechen (bisher noch nicht geschehen)
    - gerade von meinem Baubetreuer (Auswahl der Handwerker, Kooordination, Bauleitung etc.) die Info bekommen, dass nach seiner Prüfung die Traufe nun komplett geändert wird

    Euch schon einmal vielen Dank!

    Fragen:
    - warum keine hinterlüftete Konstruktion bei 16 Grad Neigung? was stattdessen?
    - Zusatzmaßnahmen im Gratbereich (Überlappungsbereich) - das betrifft das Foto vom Sturmschaden? Überlappung am Grat prüfe ich heute noch!

    Antworten:
    - nein, keine Bedenkenanzeige!

    --> wenn ich das jetzt so alles hier lese, lasse ich trotzdem den SV kommen und das ganze bisher geleistete Gewerk DD prüfen?!
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Bastis Beitrag anzeigen
    - warum keine hinterlüftete Konstruktion bei 16 Grad Neigung? was stattdessen?
    Ich zitiere mal:

    Durch die im Merkblatt Wärmeschutz bei Dächern des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckerhandwerks, Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, beschriebenen Problembereiche, wie zum Beispiel Aufbauten, stark strukturierte Dachflächen, häufig unterbrochene Belüftungsebenen (große Dachflächenfenster, Kamine) und ungünstige Dachformen, kann eine geplante Belüftung der Dachfläche zum Erliegen kommen, bzw. massiv behindert werden. Die Fachregeln raten in diesen Fällen zu den bauphysikalisch zuverlässigeren unbelüfteten Konstruktionen. Auch fehlt bei extrem flach geneigten Dächern das für den Kamineffekt notwendige Druckgefälle, sodass ausfallende Feuchtigkeit nicht ausreichend schnell abgeführt werden kann.

    Kann man durchaus kontrovers sehen, dennoch bleibt der Zugang auf den Spitz das Problem. Eine luftdichte Bodenluke (vorausgesetzt richtig eingebaut) ist zwar im geschlossenem Zustand "dicht" beim Öffnen ist dies aber nicht mehr der Fall. Gerade in den Wintermonaten kann durch eine aufstehenden Luke ziemlich viel feucht warme Luft einströmen - vom Anmachwasser des Betons reden wir mal lieber nicht. Haben wir dann noch Nord/Süd-Dachausrichtung dann kommen etliche Faktoren dazu die am Ende zum Problem führen können.

    - Zusatzmaßnahmen im Gratbereich (Überlappungsbereich) - das betrifft das Foto vom Sturmschaden? Überlappung am Grat prüfe ich heute noch!
    Die Überlappung gehört verklebt, wenn wir mal davon ausgehen dass hier nur eine erhöhte Anforderung besteht im Sinne des Merkblattes für Zusatzmaßnahmen.

    Antworten:
    - nein, keine Bedenkenanzeige!
    Hab auch nix anderes erwartet.

    --> wenn ich das jetzt so alles hier lese, lasse ich trotzdem den SV kommen und das ganze bisher geleistete Gewerk DD prüfen?!
    Misstrauen ist zwar immer scheiße aber wenn schon was in die Hose gegangen ist, dann ist es wohl nur verständlich. Grundsätzlich gilt ja, wer richtig arbeitet der muss vor Kontrolle keine Angst haben - wobei man nur so weit richtig arbeiten kann wie das Denken im Büro stattgefunden hat. Ich erlebe es immer wieder, dass dem nicht immer so ist - leider....
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