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Sparren: Keilen statt Kerven ?!

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  1. #1

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    Sparren: Keilen statt Kerven ?!

    Hallo zusammen!

    ich bin da bei, mir ein gartenhaus zu bauen, Holzständerbauweise. Ich komme mit allem gut zurecht, Maschinenpark ist prall gefüllt, nur das Kerven scheue ich etwas, weil diese Kervenfräsen einfach sauteuer sind und eine Stichsäge beim 10 cm breiten Sparren einfach nur bedingt genau läuft, selbst meine Mafell P1.

    ich frage mich jetzt, ob es nicht möglich wäre, zwischen Pfette und Sparren einen Keil zu keilen in der Schräge der Dachneigung, bei mir 16 Grad. Also nicht die Sparren aussägen, sondern "einfach" den Sparren auflegen und den entstandenen Spalt mit einem Entsprechenden keil (der enfach herzusustellen ist) zu füllen.

    Ist das völlig Gaga? Oder kann man das machen, auch wenn halt nicht gute alte Zimmerer-Schule ist?

    Ich meine, es wäre sogar ein Vorteil drin, weil der Sparren ja nicht geschwächt wird durch die Kerve.

    bin schon gespannt, was ihr sagt

    Servus, viggo
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  2. Sparren: Keilen statt Kerven ?!

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  3. #2

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    Breite Böcke, Hölzer auflegen, Kerve von der Draufsicht anzeichnen, Anschlag bauen, Handkreissäge auf Neigung und tiefe einstellen und sägen.

    Wichtig ist das alle Sparren plan aufliegen und eine Oberfläche gibt, damit das Dach am Ende nicht wellamadella läuft. Wenn die Tiefe der Säge nicht ausreicht, händisch mit einem Fuchsschwanz (steifes Blatt oder Gestellsäge) Nachsägen.

    Dann braucht es keine Kervenfräse. Wenn man so etwas natürlich hat, dann macht man das logischerweise damit. Man sollte nur den Grundsatz des Auskerven berücksichtigen und die Kerve nicht übermäßig tief machen. Dann kannst es dir nämlich auch schenken, weil dann nichts mehr mit Lastabtrag ist.
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  4. #3
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    Hallo, danke, aber das Kerven ist mir schon ein begriff. ich will mich nur darum drücken :-)
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  5. #4

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    Muss man nicht verstehen oder? Dein Keilen hat konstruktive Nachteile und dauert länger...


    Welche Verbindungsmittel soll deine Schubbelastung im Bereich der Kerve aufnehmen? Das bedeutet doch nur, dass man unnötigerweise auf Ingenieursverbindungen setzen muss. Kannst du natürlich machen, wenn du ihn entsprechend gegen Abrutschen sicherst. Ob da ein Sparrenfettenanker alleine Abhilfe tut? Mag ich bezweifeln. Wir kommen aber schon an den Punkt von statischen Berechnungen und Onlinestatik gibt es hier bekanntlich nicht.
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  6. #5
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    Hallo, wahrscheinlich hatte ich einen Denkfehler...ich bin immer davon ausgegangen, dass der sparren auf der ganzen Pfette auflegen soll, also in meinen fall 12 cm. Wenn ich mich hier aber so umschaue, ist das quatsch, glaube ich. Es reicht wohl, wenn die Sparrren auf maximal der Hälfte der Pfettenbreite aufliegen, oder?
    ich weiß keine, Satikberechnungen hier, aber so ne hausnummer wird doch erlaubt sein, oder?

    Servus, viggo
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  7. #6

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    Ich Kerve 1/4 der Sparrenhöhe aus. Gibt noch andere Verhältnisse, das überlasse ich aber den Zimmerern. Wenn der Sparren voll auf der Pfette (Fuß?) aufliegt, dann musst du Widerlager ausbilden. Entweder aus Stahlbeton oder wie es früher gemacht wurde, in den Deckenbalken gezapft und dann vorne Mittels eines Keils gegen Schub gesichert. Geht natürlich auch alles mit Eisenteilen als Ingenieursverbindung.
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  8. #7
    Avatar von Flocke
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    Es gibt immer mehrere Faktoren die die Kerventiefe beeinflussen. Mit der besagten Stichsäge ist es im übrigen problemlos möglich gerade schnitte vo über 100mm hinzubekommen, wer das nicht schafft hat bereits min 400 Euro zuviel ausgegeben und für dieses Geld hätte in Zimmermann die Sprren schon längst zugeschnitten und montiert. Bei Werkzeugen ist es wie mit Arbeitsabläufen. Versteht man sie und weiß das Equipment einzuseten, dann lohnt sich solch eine investition, anderenfall tut es eben eine Stichsäge für 20 Euro auch.
    Auch wenn es nur um ein Schuppendach geht. Es reicht eben nicht aus sich sowas mal eben anzusehen und darauflos zu schnibbeln, man sollte sich schon Gedanken zu dem Zweck und der Funktion der Bauteile machen.
    Ich komme später aber gerne zur Sanierung :-)
    Aufkeilen ist Mist
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    ..Aufkeilen ist Mist
    +1

    gibts noch keine app "kervenstemmen"?
    wie haben "die" das vor 100 jahren gemacht?
    etwa ***hand***werklich?
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  10. #9

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    warum müht ihr euch mit ratschlägen, er möchte weder keilen noch kerven, er möchte sich einfach nur ....



    Zitat Zitat von viggo Beitrag anzeigen
    ...... darum drücken :-)
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  11. #10
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    @Kalle, danke für den hinweis.
    Aber welches Maß erhältst Du mit deiner Rechnung 1/4 der Sparrenhöhe? Die Kerventiefe oder Sparrenlänge? Ich frag nur, weil ich bei meinem 10er Sparren bei ner Sparrentiefe von 2,5 und 16 Grad neigung ja dann doch schon bei einer auflägelänge von 9 cm bin.

    Danke für keine Geduld .-)
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  12. #11
    Avatar von Flocke
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    1/4 der Sparrenhöhe ist natürlich quatsch. Wir arbeiten heute fast nur noch mit Sparren 200mm +, wenn man da mit der 1/4 tiefe arbeitet bleibt quasi nichts mehr übrig ;-)
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  13. #12
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    Phuh, dann lag ich da wenigstens richtig :-)

    Also soll der Sparren auf ca 1/4 oder ein 1/3 auf der Pfette aufliegen?
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  14. #13

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    1/4 ist das Maß was ausgekervt wird. Von der waagerechten (Dachneigung) geht es ja im 90° Grad Winkel herunter und schon erhält man das zu entfernende Stück Holz (Seitlich auf das Holz gesehen)

    Aus deinen Zahlen werde ich leider nicht schlau. Du hast an einem Sparren die Höhe und die Breite so wie die Länge. Dann hast du e=X als Achsabstand, ob nun lichte Weite oder Bundmaß ist ja egal. Über das Verhältnis von Grund zur Neigung (cosinus) erhälst du dann logischerweise den Abstand beider Auflagerpunkte (Achsmaß der Kerven). Sind dir nur Grund und Höhe gegeben, dann berechnest du über den tangens entsprechend die Neigung im Vorfeld. Danach lässt sich alles unten abbinden und wie Lego am Dach zusammen stecken. Winkelfunktionen sollten einem ja geläufig sein...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Flocke, bei 20cm und 1/4 sind es ganze 5 cm was auf der Pfette aufliegt wo ist das Problem? Ist das wirklich zu viel?
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  17. #15
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    OK Kalle, also mit dem 1/4 meinst Du die Auflagefläche der Kerve, nicht die Tiefe.

    Nochmal danke, für deine Geduld!
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