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Schimmel, Kondenswasser bei Altbaurenovierung

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  1. #1

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    Frage Schimmel, Kondenswasser bei Altbaurenovierung

    Hallo liebe Experten,

    wir haben ein ebenerdiges Einfamilienhaus ohne Keller.
    Der alte Estrich wurde entfernt. Die alten Ziegelsteinwände wurden vom alten Putz & Gipsplatten (mit Styropor) befreit.
    Laut unserem Architekten sollten wir die Wände mit einem reinen Kalkputz verputzen lassen. Soweit so gut.
    Der Putz ist jetzt ca. 3-4 Wochen auf der Wand. Am unteren Teil des Putzes hatte ich etwas nachgeputzt und den Putz mit Brunnenwasser angerührt. Ob da schon ein Fehler liegen kann weiß ich nicht.

    Eigentlich war alles Trocken, aber durch das schwüle Wetter, hatte sich eigentlich schon immer wieder mal Feuchtigkeit/Nässe auf der neuen Schweißbahn (Sockel) abgesetzt. Jetzt habe ich wo es trocken war, Dämmplatten darauf verlelegt und am Rand mit einer Schüttung Th.....ell ausgeglichen. Der Estrich und die Fußbodenheizung soll bald folgen.
    Gestern habe ich dann erschreckend festgestellt, das dort Schimmel/Stockflecken auf dem neuen Kalk-Putz sind.
    Der Feuchtigkeitsmesser schlägt dort auch deutlich aus. Von Außen kann ich nichts undichtes erkennen und auch das Meßgerät schlägt nicht mehr als normal aus. Also muss es sich um Kondenz handeln.
    Natürlich genau an dieser Wand, wo das Problem besteht, soll nachher die Badewanne auf dem neuen Estrich montiert werden.
    Die Wasser-Leitungen wurden überprüft, alles okay.

    Weiß jemand Rat wie man dieses Kondens-Wasserproblem lösen könnte ?
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  2. Schimmel, Kondenswasser bei Altbaurenovierung

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  3. #2

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    @Eddy4,
    es ist logisch, wenn dort alles feucht ist.
    Es handelt sich um Natursteinmauerwerk, aussen erdberührt und innen noch mit Kaltwasserleitung gekühlt.
    Diese Ecke hat Sommer wie Winter eine Temperatur um nur 7-9 grad und wird damit IMMER unterhalb der Tauwassergrenze liegen und feucht sein und bleiben.

    Da hilft keine "Ökoputz und keine Diskussion.

    "Früher" waren solche Bauteile nicht für Wohnzwecke, sondern als "feuchte" Keller genutzt.

    Gegen das Tauwasser an der Wasserleitung hilft nur dicke Dämmung mit Dampfsperre.
    Gegen die kalte Wandecke am Naturstein hilft...Dämmung von aussen, bis ins Erdreich.?

    Diese Ecke wird nur trocken, wenn sie warm bleibt, deutlich über 12 bis 14 grad.
    Möglicherweise muss auch die Erdfeuchte aussen vom Natur - Mauerstein getrennt werden.

    Wie?
    das ist eine gute Frage (von mir) und das Problem vermutlich sowohl von aussen (wichtig) wie auch von innen anzupacken.
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  4. #3
    Themenstarter

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    @Dachmann

    Vielen Dank für die Infos ! Das hört sich für mich alles nachvollziehbar an.

    Bei schwülem Wetter waren auch vor Montage der Wasserleitung (Kunststoff-Leitungen mit Alukern) immer mal wieder feuchte Stellen erkennbar. Bei '' normalen Wetter '' ist alles trocken, fühlt sich jedenfalls so an. D.h. wenn es weggetrocknet ist.
    Hatte gehofft, das sich durch die Bodendämmung (es fehlen noch 10 cm) und Estrich, das Problem von alleine löst.
    Das war wohl nur Wunschdenken.

    Hinter der Ecke (welche die Erde berührt) befindet sich noch eine kleine Kammer, die demnächst als Heizraum (Wärmepumpe) genutzt werden soll. Dort eine Dämmung in den Boden zu arbeiten wird bedingt durch eine Beton-Bodenplatte ein bißchen schwierig.
    Das gesamte Haus soll noch mit einer Dämmung versehen werden. Ob das dann hilft ist auch die Frage.
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  5. #4

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    @Eddy04,
    logisch, bei "schwülem" Wetter ist der Feuchtegehalt und die Temperatur der Luft hoch und die Differenz zum "kalten" Rohr hoch, was Tauwasser ergibt.

    Deshalb zunächst zum Wasserrohr. Dieses muss sehr dick, mindestens 10 cm mit Dämmung umseitig und mit einer dichten Dampfsperre versehen. Jede Lücke wird zum Problem.

    Die "Heizung" im Nachbarraum wird das Problem der kalten Wand "von hinten" reduzieren, allerdings einige Energie "fressen".

    Ich kann mich nun nicht entscheiden, was besser ist:

    a) Dämmung der Wandrückseite mit z.B. 100mm Styropor.
    In diesem Fall steht die Wand unten noch immer auf der "kalten" Erde. und die "Wärme" der Heizung aus dem Nebenraum kann die Rückseite deer wand nicht erreichen
    oder
    b) ist nicht die "Kälte" der Wand und Erde das alleinige Problem, sondern noch "aufsteigende" Kapillarfeuchte des Natursteinfundamentes??

    In diesem Fall könnte eine sog. "Querschnittsverkieselung" ratsam sein - was ich aber hier nicht feslegen kann.

    Pardon.

    Also: Rohr dick dämmen, Dampfsperre drum.
    Nachbarraumk beheizen.

    TIPP:
    WEnn Ihr Badewasser in der Wanne lange warm bleiben soll, ist hier sicherlich ein "WANNENTRÄGER" aus Styropor anzuraten.
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  6. #5
    Themenstarter

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    @ Dachmann

    Ich als Laie glaube, das Wasserrohr ist nicht so das große Problem. Die sporadische Feuchtigkeit war schon vorhanden, bevor die Wasserleitung dort verlegt wurde. Ob es dadurch schlimmer geworden ist, kann ich nicht eindeutig sagen.
    Aber das Rohr kann man dämmen und mit einer Dampfsperre versehen.

    - Die Außenwände werden wahrscheinlich erst im Frühjahr mit 140mm gedämmt
    - Heizungsanlage wird voraussichtlich erst in 4-8 Wochen verbaut (vorher sollte eigentlich schon der Estrich liegen)
    - Die Wanne sollte mit einem Wannenträger aus Styropor versehen auf den Estrich gestellt werden

    Aufsteigende Kapillarfeuchte schließe ich als Laie eigentlich aus, da sich unter dem Mauerwerk ein WU-Beton Sockel befindet.
    Dieser liegt natürlich am Erdreich an. Die Bodenplatte ist ebenfalls aus WU-Beton.
    Die Schweißbahn ist auch nicht lose bzw. hat sich nicht gelöst. Die Feuchtigkeit ist auf der Bahn und zieht sich vermutlich dann am Kalkputz hoch.
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  8. #6

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    @Eddy04,
    sicherlich gibt es viele mögliche Einflüsse.
    Ich hatte lediglich die Absicht, Ihnen mit Hinweisen bei der Eingrenzung der Ursachen zu helfen.

    Wenn, wie Sie sagen, der Wannenträger eingebaut wird, wird damit möglicherweise bereits das "kalte" Rohr gedammt.
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  9. #7
    Themenstarter

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    @Dachmann
    Vielen Dank für die Hinweise, Tips und die geopferte Zeit. Hat mir schon ein paar Denkanstöße gegeben.


    Das komische ist auch, das der Kalkputz ca. 3 1/2 Wochen jung ist und dann schon schimmelt ? So feucht war es eigentlich wirklich nicht.
    Unter dem roten Vorsprung ist z.B. kein Schimmel. Verwundert mich auch ein wenig.
    Bevor verputzt wurde waren die Ziegel trocken, bzw. keine Feuchtigkeit erkennbar.
    Es riecht in dem Raum (der noch keine verbaute Tür hat) auch nicht muffig.

    Wer hat vielleicht noch weitere Ideen oder Anregeungen, was man da machen könnte ?
    Freue mich über jeden Tip, auch wenn er noch so unlogisch klingt.
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