Ausbauhaus???

Diskutiere Ausbauhaus??? im Schlüsselfertig Bauen ? Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich habe eine Frage, die vielleicht auch eine Diskussion wert ist: Angenommen man will auf einem bestimmten Grundstück bauen, dass an...

  1. #1 paulchen456, 3. November 2007
    paulchen456

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    Hallo,
    ich habe eine Frage, die vielleicht auch eine Diskussion wert ist:
    Angenommen man will auf einem bestimmten Grundstück bauen, dass an einen GU/ GÜ (verstehe den Unterschied leider noch nicht) gebunden ist. Dieser bietet auch Ausbauhäuser an. Ist es eine Überlegung wert, ein Ausbauhaus zu nehmen, das man dann mit Unterstützung eines Architekten oder Hausplaners von fremden Firmen nach eigenen Vorstellungen, was Material und Ausstattung und Ausführung angeht, fertig bauen läßt? Wie könnte man da die Kosten vorher kalkulieren?
    Danke für Eure Meinungen.
     
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  3. sepp

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    dat kann der architekt, wenn er die planung, eure wünsche und euer budget kennt.
     
  4. Baumal

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    das ist natürlich eine überlegung wert.

    ....aber mal grob nachrechnen was das ausbauhaus welche firmen dann
    "ausbauen" am ende kostet?
    da gibts bestimmt auch einen architekt bei euch in der nähe, der
    ohne "ausbau" dem budget entsprechend etwas für euch planen kann.

    Grundstücksgebunden seit ihr doch nicht, heimwerker vor dem herrn
    auch nicht vermutlich....
     
  5. #4 paulchen456, 4. November 2007
    paulchen456

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    Hallo,
    ersteinmal vielen Dank für Eure Antworten.
    Unser Problem ist: wir möchten dort bauen, ergo müßen wir den GU/GÜ nehmen. Wenn wir unsere "Sonderwünsche" erfüllen wollen, müssen wir, wie überall, extrem viel mehr berappen. Wir möchten bessere Fenster, mehr Steckdosen, eine FBH mit WP, das Dach besser dämmen usw. Mit FBH sind ja Fliesen besonders zu empfehlen, also müssen wir überall fliesen und nicht nur in 2 Zimmern, wie im Angebot. Wir überlegen halt, ob das ein machbarer Kompromiss wäre. Auch hätten wir vielleicht eine bessere Kontrolle über die Qualität und Ausführung? Würden Architekten grundsätzlich einen "angefangenen" Bau weiter betreuen?

    Danke für weitere Antworten und noch einen schönen Sonntag
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Hallo,

    was mir zuerst auffällt, was verteht der unter "Ausbauhaus". Dieser Begriff wird gerne verwendet, doch anscheinend definiert das jeder anders. Bei manchen sind das nur 4 Wände und ein Deckel drauf, bei anderen ist die Hütte fertig und es fehlt nur noch die Einbauküche...

    Im Extremfall nimmt er ein paar Gewerke raus, drückt Euch dafür eine Tafel Schokolade in die Hand, und Ihr müßt später den Ausbau "teuer" bezahlen.

    Zudem frage ich mich, wie soll der Architekt jetzt noch "planerisch" tätig werden, wenn das Kind vielleicht schon in den Brunnen gefallen ist?

    Grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, daß ein Architekt mit so einer angefangenen Baustelle etwas anfangen kann, doch ob er das auch möchte, und ob es überhaupt einen Sinn ergibt, das steht auf einem anderen Blatt.

    Gruß
    Ralf
     
  7. sepp

    sepp

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    das geht schon - iss aber immer ärgerlich, wenn man für die guten ideen den kernbohrer und betonsäge einsetzen muss :)

    vielleicht könnt ihr mit dem gü eine individuelle planung (für den rohbau) vereinbaren. wenn es eine kleinere firma ist, wird er wohl keinen eigenen architekten beschäftigen.
    diesen könnt ihr ja mit der weiterführung beauftragen.
    nur - er wird einen teufel tun, die vom gü erstellten bauteile in eurem sinne zu überwachen. das sollte er aus seiner leistung ausschliessen.

    besser wäre - ihr lasst einen entwurf (vom eigenen architkten) erstellen und klärt mit dem GÜ die herstellungskosten (rohbau) dafür.

    kleinere baufirmen treten gerne als gü mit dem thema ausbauhaus auf, da sie sich mit den ausbaugewerken nicht rumärgern wollen.
    wenns ne solide firma ist, wird sie sich nicht rauswinden wollen.
    denn für die zählt nur, daß sie ihr grundstück und ihre leistungen verkaufen können. da kann eine individuelle planung ganz recht sein.
    (meist anspruchsvoller und entspr. mehr verdienst)

    wenn ihr sowieso vorhabt einen architekten mit ins boot zu holen, fragt ihn ob er sich mit euch und dem GÜ an einen tisch setzt. dafür braucht ihr erstmal keinen architektenvertrag.
    nebenbei kann er bei der leistungsbeschreibung die euch unter die nase gehalten wird recht nützlich bzw. überlebensnotwendig sein.
     
  8. rudi1106

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    Falls man sich gern streitet, kann man auch das Grundstück kaufen und anschließend den GU/GÜ rausschmeissen...

    Bei einer Bindung wäre dies möglich, falls der Werkvertrag nicht beurkundet wird.
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Funktioniert

    aber nur, wenns wirklich ein GU/GÜ ist und kein Bauträger, dem das Grundstück gehört.
    Und wenn der GU/GÜ clever ist, weiss der schon wie/in welcher Reihenfolge Verträge gemacht werden.
     
  10. rudi1106

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    Klar, war nicht ganz ernst gemeint der Tipp. Andererseits, wenn man es geschickt anstellt und gut beraten ist, wäre es vielleicht mal den Spass wert...

    Aber jetzt mal tatsächlich was ernsthaftes: Durch solche Geschichten wie Grundstück mit Bauunternehmerbindung lässt sich keine Grunderwerbsteuer sparen! Finanzbeamte sind in der Beziehung viel weniger lahm als man so meint! Jedenfalls bei uns in der Region wird im Prinzip immer auch der Baupreis für das Haus nachträglich besteuert.
     
  11. #10 paulchen456, 7. November 2007
    paulchen456

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    Hallo,
    vielen Dank für Eure Meinungen.
    @ Sepp:
    Der Vorschlag klingt nicht schlecht, aber da der GU/GÜ ja selber das Geld für das komplette Haus verdienen will, wird er wohl kaum zustimmen oder sicher nur mit horrenden Preisaufschlägen, oder?
    @ Rudi1106:
    Daran haben wir auch schon mal gedacht, aber ... eigentlich wollen wir keinen langen Rechtsstreit, sondern (endlich) ein Haus für uns, nach unseren Ansprüchen.
    Da Bauland bei uns sehr knapp und alle Versuche mit einer Altimmobilie gescheitert sind ( entweder Lage oder Preis bei entsprechendem Bauzustand, oder Verkäufer hat es sich gaaanz kurzfristig überlegt, oder das Haus ist zu klein...) wollen wir nun dort bauen (lassen). Uns ist schon klar, dass wir die Grunderwerbssteuer für alles zahlen müssen. (grrrr)
    Wir suchen halt einen Mittelweg zwischen der Bindung an den GU/GÜ und unseren Vorstellungen von unserem Haus. Stichworte wären: besser gedämmte Fenster, FBH von einer anderen Firma, WP usw. Wir überlegen deshalb, ob wir damit denn günstiger kommen, wenn wir das Ausbauhaus selbstbestimmt ausbauen lassen. Mit günstiger meine ich nicht unbedingt finanziell (wäre allerdings schön;-)) , sondern Materialauswahl,
    Ausführung usw. Würden vom GU/GÜ den Keller, die Wände und das Dach machen lassen.
    Noch eine Frage:
    Was ist der Unterschied zwischen GU und GÜ. Wir kaufen das Grundstück von Firma X und lassen dann von Firma Y darauf bauen.

    Vielen Dank
     
  12. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Unterschiede

    Bauträger/Generalunternehmer (GU)/Generalübernehmer (GÜ) können hier nachgelesen werden.
     
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  14. jens

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    >besser wäre - ihr lasst einen entwurf (vom eigenen architkten) erstellen und klärt mit dem GÜ die herstellungskosten (rohbau) dafür.
    Schon, aber der wird dann für die Offerte Rohbau nicht mit dem ganz spitzen Bleistift rechnen, weil Ihr ja nicht an ihm vorbeikommt. Deswegen kaufen ja Baufirmen Bauland.
     
  15. sepp

    sepp

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    der rohbau ist nicht das problem.
    der punkt ist der gewinn, der ihm verloren geht wenn er die ausbaugewerke liefern könnte.
    wie gesagt-
    je nach firma kommts drauf an, ob es eine rohbaufirma ist, die jetzt mal ein paar grundstücke gekauft/ gesichert hat zum bebauen,
    oder ob es sich um einen GÜ handelt dem es am liebsten ist schlüsselfertig zu verkaufen.
     
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