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  1. #1

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    Anbau an Bruchsteinhaus (Blaustein)

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    nachdem ich nun eine ganze Zeit lang tüchtig mitgelesen habe, um mir ein bisschen "Grundwissen" anzueignen, stelle ich nun fest, dass ich noch weniger weiß als vorher .
    Ich habe ein wunderschönes altes Bruchsteinhaus (Blaustein) gekauft, Bj. ca. 1782. Es wird auch soviel wie möglich erhalten und teilweise auch wieder zurückgebaut (Plastikfenster raus, Holz rein, Zementfugen außen entfernen und noch diverse "Kleinigkeiten"). Nun möchte (muss) ich noch einen Anbau bauen, wegen meiner Tochter (Rollikind). Ich bin mir aber mittlerweile nicht mehr sicher, aus was ich diesen Anbau bauen soll. Die Wände im Bestand sind ca. 50 cm stark, ungedämmt. Wenn ich nun den Anbau "anlehne", aus "modernem" Baustoff, könnte ich Probleme mit Kondensat an der Anschlußstelle bekommen (kalte Bruchsteinwand, warmer Anbau) ? Ursprünglich war ein Holzständerwerk geplant, dann sollte es Porenbeton werden, dann wieder Holzständerwerk usw. usf.
    "Warm" sind ja beide Varianten, nur fehlt mir der Sachverstand, womit ich am Ende besser da stehe. Ich hoffe, ihr könnt mir Tipps, bzw. Anregungen geben.

    Vielen Dank im Voraus und lieben Gruß

    Sascha
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  2. Anbau an Bruchsteinhaus (Blaustein)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Spontan tendiere ich zu Holzständer, Ist denn noch Platz um z.B. einen quasi Wintergarten dazwischen einzufügen, also eine unbeheizte Konstruktion, die beide beheizten Teile verbindet ?
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  4. #3
    Avatar von susannede
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    Hallo Sascha,

    ich kann das jetzt nicht ganz nachvollziehen, liegt vielleicht an der späten Stunde...

    Der Anbau wird doch beheizt, oder?

    An dem Übergang zwischen "welcher Wand auch immer" und Deinem Altbau wird die Wandfläche des Altbaus doch dann miterwärmt. Es entsteht dann also maximal eine Wärmebrücke nach aussen. Bei 50 cm Mauerwerk im Altbestand fließt Dir da, imho, nicht soooo viel Wärme ab - jedenfalls nicht mehr, als es auch von "innen Altbau" nach "aussen Altbau" tut.

    Den direkten Anschluß kann man ebenfalls sauber bauen.

    Optisch macht sich eine Fuge immer gut, da sie die Zäsur zwischen Altbau und Neubau a) betont (also nicht direkt drangeklatscht!) und b) dadurch ein sauberer bautechnischer Anschluß herstellbar ist, der auch die Toleranzen ("Krummheit") des Altbaus aufnehmen kann.

    Diese Zäsur muss nun kein Wintergarten sein, obwohl man mit dem Gedanken an ein Glas- oder Blech-Element spielen kann. Kostentechnisch empfiehlt sich eine leicht rückspringende (=optisch absetzen) Verblechung (Regenfallrohr könnte da auch gesetzt werden...) die durchaus so 30-50 cm breit sein kann. Mit Glas sollten es dann schon zwischen 50-100 cm sein.

    Bleibe bei der Gebäudeform des Anbaus formal schlicht (ohne Erker Ecken oder sonstiges Gedöns) und in der "Bekleidung" einfach und einfarbig.

    Grüße!

    Susanne

    Nachtrag: Wenn Du richtig viel Platz hast, stell den Anbau deutlich weg und verbinde die Gebäude mit einem Glasübergang. Google gibt grad nix Besseres auf die Schnelle her.



    Es gibt etliche gute Bücher zum Thema Anbau. Nimm Dir die Zeit und such mal bei Amazon oder geh in die Archi-Abteilung einergroßen Buchhandlung zum "blättern und inspirieren lassen".
    Geändert von susannede (14.07.2006 um 01:10 Uhr)
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    Nachtrag 2

    (An-)Bauen im Bestand wäre Dein Stichwort.

    An diesem Beispiel sieht man recht gut, was schon ganz "niedlich" ist, aber auch, was man mit "less is more" und einer Fuge (auch Dach-Anschluß-Regenfallrohr-technisch) hätte erreichen können.





    Das Thema "Proportionen" ist leider etwas verfehlt...
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Susanne,

    danke erst einmal für die Inspiration mit dem Glasdach. Nur muss ich leider zugeben, dass der Anbau "angeklatscht" wird. Es soll das neue Wohnzimmer werden. Und wegen der kleinen im Rolli will ich so viele Türen wie möglich sparen. Vom Lichteinfall her wäre es sicherlich interessant. Der Anbau erfolgt zum Garten hin. Insgesamt wird das ein elend langer Schlauchbau (mit Anbau 22m, aber lediglich 6m breit). Den Anbau werde ich schlicht halten und als Fassade ist eine Boden-Deckel Holzfassade geplant. Passt irgendwie am besten zum Bruchstein( und der Denkmalpfleger freut sich).
    Also habe ich richtig verstanden, dass ich mir keinen großen (zumindest nicht größeren) Kopf machen muss, wegen dem Außenwandanschluss?
    Prima, danke ertseinmal und gute Nacht.

    Gruß

    Sascha
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