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Stahlmassen realistisch?

Diskutiere Stahlmassen realistisch? im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Stahlmassen realistisch?

    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne ein Frage loswerden - auch wenn nach abgeschlossenen Rohbauarbeiten nichts mehr zu ändern ist

    Unser BU hat in den letzten Wochen öfters angedeutet, dass wir ausgesprochen viel Eisen in unseren Betonwänden hätten. Er hätte noch nie so viel Eisen in einem EFH dieser Größenordnung verbaut...

    Naja, ich dachte mir nicht viel dabei - der Architekt (und Statiker) wird schon wissen, was er tut. Hab jetzt aber doch mal ins LV geschaut und folgende Mengen rausgelesen:

    • Betonstahlmatten 8,0 to
    • Betonstabstahl 2,5 to
    • Abstandshalterkörbe 0,5 to


    Daten von Haus:

    Aussenmaße vom Haus: 8,74 m x 11,74 m
    Weisse Wanne
    2 Stahlbeton-Innenwände aus statischen Gründen
    Filigrandecken

    Findet ihr diese Mengen realistisch (lt. Archi ist der Grundriss statisch etwas kompliziert), oder ist das tatsächlich völlig überzogen und mit großem Angstzuschlag versehen??

    LG, emma
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  2. Stahlmassen realistisch?

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  3. #2

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    Ich würde sagen, nicht völlig unrealistisch. Ist die Statik denn schon fertig? Meist gibt es da schon genaue Stahllisten
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  4. #3

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    Hört sich gut an und durchaus realistisch im bezug auf eventuelle große Spannweiten der decken. Bewehrte Funda´s, doppelt lagige bodenplatte, Ringanker etc etc. Und um den Spruch vom BU brauchste dir keine gedanken machen die sind meist haltlos und beruhen auf: früher haben wir ein Matte Q188 rein und fertig. Nunja das man diesen aussagen nicht glauben schenken darf wirste jetzte wissen.
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  5. #4
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    Ja, Statik ist schon lange fertig, aber diesen Haufen Papier tue ich mir nicht an ;-)
    Den Ordner mit den Bewehrungsplänen und dem Standsicherheitsnachweis habe ich, aber ich will mich da gar nicht durcharbeiten müssen.

    Ich muss da auf den Archi/Statiker vertrauen. Möchte nur nicht, dass er übertrieben viel Stahl einkalkuliert hat, was uns mal schnell 5.000 € oder mehr kosten kann, nur damit er auf der 1000 % sicheren Seite ist, dass die Hütte stehen bleibt.

    Das Thema hat mich bisher auch nicht wirklich interessiert, bis mich der BU erfolgreich verunsichert hat.
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  6. #5

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    Du hast also kein derart großes Interesse an der Standfestigkeit des Gebäudes?
    Es soll wohl vermietet werden...?
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  7. #6

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    naja, ich bin ja kein fachmann aber eins habe ich gelernt. ohne genauere infos, nur mit den außenmassen deines hauses, wird dir das keiner sagen können.

    Unser haus z.b. hat bis auf 10 cm genau die gleichen außenmasse wie das der nachbarn. nur haben wir 2-3 tonnen mehr stahl gebraucht. wir wollten große offene räume, ohne viel wände... das führte dann zu viel stahl in der bodenplatte für die lastabtragung, soweit ich weiß. und die decken sind auch dicker geworden (22cm)

    der nachbar hat eher kleinere zimmer .. und schon war die decke dünner und die brauchen nun 2-3 tonnen weniger

    wenn du schon schreibst euer grundriss ist "kompliziert" dann kann das alle hinkommen.

    Bei uns sind es nun:
    Baustahlmatten: ca. 6000kg
    Stabstahl: ca. 5000kg
    Körbe 360kg
    zwei dicke Stahlträger
    eine Stahlstütze

    haus ist 10,24x11,24

    während den bauarbeiten kamen die mauerer auch immer zu mir "so viel stahl haben wir noch nie verarbeitet".. als die hütte dann stand, meinte einer nur "jetzt weiß es, warum der statiker soviel stahl haben wollte"

    gruß, markus
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  8. #7
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    Julius, natürlich habe ich das. Meine Frage ist doch lediglich, ob das für diese Größenordnung realistische Mengen an Stahl sind, oder ob man solche Mengen eher in Mehrfamilienhäuser mit 3 Etagen findet.
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  9. #8

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von Emma Beitrag anzeigen
    Julius, natürlich habe ich das. Meine Frage ist doch lediglich,

    ob das für diese Größenordnung realistische Mengen an Stahl sind, oder
    ob man solche Mengen eher in Mehrfamilienhäuser mit 3 Etagen findet.
    Beides ist richtig!!

    Aber eine weiße Wanne braucht viel Stahl wenn der Beton dicht werden soll.

    Gruß

    pauline
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  10. #9

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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Aber eine weiße Wanne braucht viel Stahl wenn der Beton dicht werden soll.
    Sagt wer???


    10,5 to Stahl sind nicht wirklich viel.

    Ich würde den Maurer mal fragen, welche Häuser er noch so gebaut hat. Nur damit Sie wissen, in welche Sie zukünftig besser mit Hlem reingehen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Beides ist richtig!!

    Aber eine weiße Wanne braucht viel Stahl wenn der Beton dicht werden soll.

    Gruß

    pauline
    Hmmm kommt auf die Statische auslegung des Hauses hin. wird aufgefüllt wenn ja wie hoch, werden die aufgefüllten wände von 2 oder 3 seiten gehalten, wirkt die decke als aussteifendes bauteil, gibts aussteifende wände etc etc etc. Also pauschal sagen Weiße Wanne = viel Stahl kann man nicht. Ok es wird mehr als üblicher weiße gebraucht jeddoch nicht viel mehr. ich finde deinen Angegebene Masse von Stahl nicht überzogen. Wie oben schon geschrieben von mir kommt es eben auch u.a. auf die Bauweise an ob man enorme deckenspannweiten hat usw. vll. noch ne Stb.Treppe. Bewehrte Funda´s. Ach ja noch ein Stahlträger im DG. Wie gesagt mach dir keinen Kopf die menge ist durchaus für ein 1 Fam. haus sinnvoll!
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Emma Beitrag anzeigen
    Unser BU hat in den letzten Wochen öfters angedeutet, dass wir ausgesprochen viel Eisen in unseren Betonwänden hätten. Er hätte noch nie so viel Eisen in einem EFH dieser Größenordnung verbaut...

    Wenn man eine Zeit lang im Baugewerbe gearbeitet hat, lernt man auf solche Sprüche von Laien nix zu geben.

    Mal ganz klar gesagt: Die reißen nur die Klappe auf, meckern rum, machen sich wichtig und wollen sich profilieren, mehr ist das nicht.

    Hättste ihm einfach gesagt, er soll 3 to. weglassen und dafür die Haftung übernehmen, dann wäre er ganz schnell ganz leise geworden.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Rinke Beitrag anzeigen

    Wenn man eine Zeit lang im Baugewerbe gearbeitet hat, lernt man auf solche Sprüche von Laien nix zu geben.

    Mal ganz klar gesagt: Die reißen nur die Klappe auf, meckern rum, machen sich wichtig und wollen sich profilieren, mehr ist das nicht.

    Hättste ihm einfach gesagt, er soll 3 to. weglassen und dafür die Haftung übernehmen, dann wäre er ganz schnell ganz leise geworden.

    Muahahaha den Merke ich mir der is mal richtig gut!!!! THX Besser hät ich es nicht ausdrücken können!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    10,5 to Stahl sind nicht wirklich viel.
    stümmt, unser Rohbauer hat mal am Ende der Arbeiten zusammengerechnet... es sind ca. 43to verbaut ... und nein, Handyempfang ist nicht möglich :Roll
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    hier ein paar erfahrungswerte, wie sie in kalkulationen verwendet werden:

    stahlbedarf: in kg pro m3 beton

    fundamente: ca. 40-50 kg/m3
    wände: ca. 70-80 kg/m3
    decken: ca. 100-120 kg/m3 (kann bei schlanken decken bis 150kg/m3 gehen)
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  17. #15

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    ...es sind ca. 43to verbaut...
    @flashbyte: das ist nicht Dein Ernst, oder?????

    Wenn doch: Hat der Statiker das Haus so ausgelegt, daß es einem nuklearen Direkttreffer standhalten kann?

    Bei aller Liebe und allem Verständnis (ich gehe jetzt mal vom EFH aus!): 43 to ist astronomisch. Ich habe bis dato nicht mal annähernd ein Drittel in einem EFH untergebracht....

    Gruß

    Thomas
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