Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

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    Holzständer 125mm - 200mm

    Wir planen ein 1,5 stöckiges EFH mit 160m^2 Wohnfläche und haben verschiedene Angebote sowohl Fertighäuser als auch von individuellen Holzbauplanern.

    Die einzelnen Wandaufbauten erspare ich euch. Aber ein paar Fragen habe ich.

    Auffällig ist das die meisten Wandaufbauten mit 160/60 Holzständer anbieten. Selten mal 200er und ein Angebot haben wir mit nur 125mm.

    Welche Vor- / Nachteile ergeben sich daraus?

    Die U-Werte liegen alle im Bereich 0,12 - 0,15. Wobei die 125er Wand den besten Wert hat.
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  2. Holzständer 125mm - 200mm

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    vermutlich wird man jeden stielquerschnitt statisch nachweisen können - obs gemacht
    wird oder ob es nicht doch probleme gibt, soll nicht das kernthema sein, weil vor lauter
    schielerei auf den u-wert andere wichtige eigenschaften der wand (feuchtetechnische
    robustheit, installationsebene, schallschutz, "öko"faktoren) sonst zu sehr in den
    hintergrund treten

    wenn man eine billige (!) wand konzipieren sollte, so hätte die stiele 6/12 und ein
    wdvs aus eps; um zumindest rechnerisch den feuchteschutz hinzubiegen, müsste
    innen eine plastiktüte angeordnet werden.
    gute (niedrige) u-werte lassen sich mit derartiger rabulistik problemlos erreichen ..
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    andere wichtige eigenschaften der wand (feuchtetechnische
    robustheit, installationsebene, schallschutz, "öko"faktoren) sonst zu sehr in den
    hintergrund treten
    Danke für die Antwort. Genau um solche Punkte geht es mir ja. Der U-Wert allein soll kein Entscheidungskriterium sein.
    Einige der angesprochenen Punkte sollen unter anderem durch eine Installationsebene mit Hochlochziegeln erreicht werden.


    Die 125er Wand insgesamt:

    Putz
    Armierung
    150mm Dämmung WLG 035
    8mm OSB
    125mm Holzständer mit Mineralwolle WLG 035
    8mm OSB
    (OSB, Holzrahmen und Mineralwolle unter Druck heiß verleimt)
    0,2mm Dampfdiffusionsbremse
    Installationsebene (Konstruktionsholz mit Hochlochziegel)
    Fermacell

    Der Hochlochziegel soll feuchtigkeitsregulierend, wärmespeichernd und dazu schalldämmend wirken.
    Wobei ich Schall nicht als so problematisch sehe. Wir wohnen auf dem Dorf, die nächste Straße (nur mäßig befahren) ist gut 100m weg.

    Kann ich diese Wirkung (Raumklima) von der Installationsebene tatsächlich erwarten oder fällt es eher in die Kategorie "Idee gut, Ausführung schlecht?"

    Wie ich gestern hier gelesen habe soll die Ausführung, doppeltes OSB, zu einer Verschiebung des Taupunktes führen. Könnte mir das jemand kurz erklären.

    Für mich als Baulaien ist es nur schwierig solche Details tatsächlich zu bewerten. Nach über 30 Anbietern sind nur noch eine Handvoll übrig.
    Aber bevor ich mich in die letzten Auswahlgespräche stürze suche ich einfach noch ein paar Informationen von Außenstehenden.
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  5. #4
    Avatar von Anfauglir
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    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    Der Hochlochziegel soll feuchtigkeitsregulierend, wärmespeichernd und dazu schalldämmend wirken.
    Ich denke, "spürbare" Feuchtigkeitsregulierung können höchstens die direkt an die Raumluft angrenzenden Bauteile bringen, alles andere fällt bei ordentlichem Lüften nicht mehr in´s Gewicht.
    Für Wärme/Schall wäre ein schwerer Stein (KS) noch viel vorteilhafter. Ist der HLZ also ein sinnvoller/sinnloser Kompromiss aus Aufwand und Nutzen?
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    .. Kann ich diese Wirkung (Raumklima) von der Installationsebene tatsächlich erwarten oder fällt es eher in die Kategorie "Idee gut, Ausführung schlecht?"
    wahrnehmbar sind die ersten mm der oberfläche ..
    es gab auch schon ausgemauerte gefache .. vorgeblendete hourdisplatten ..
    nass verputze heraklithplatten .. etc.
    alles schön bunt aufgemacht und käuflich zu erwerben .. der weitere sinn und
    zweck erschliesst sich mir nicht, erst recht nicht, wenn ich an die konstruktiven
    probleme denke.

    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    ..
    Wie ich gestern hier gelesen habe soll die Ausführung, doppeltes OSB, zu einer Verschiebung des Taupunktes führen. Könnte mir das jemand kurz erklären
    lies meine letzten absatz: durch die plastiktüte wirds rechnerisch
    geradegerückt. die mw-wand (an die ich nicht so recht glaube) ausser acht
    gelassen: billiger gehts nicht.
    mehr infos u.a. durch suchefunktion "glaser" oder "glaserdiagramm" und
    websuche "feuchtetechnische robustheit".

    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    ..Nach über 30 Anbietern..
    sportlich
    lass mich raten: entweder viel zu teuer oder erkennbar schlecht?

    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    .. noch ein paar Informationen von Außenstehenden.
    uups. ich nehm alles zurück
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    uiih es gibt immer wieder neue "Erfindungen" beim Wandaufbau.

    Die erstmal wirklich wichtigen Fragen wären doch aber wie Details gelöst werden, und zwar so dass sie auch wirklich praktikabel umgesetzt werden können.

    Sockelanschluß: Abdichtung gegen Nässe und Holzschutz
    Deckenanschluß: Luftdichtung und Tauwasserproblematik, Wo ist da welche Schicht für Was?
    Dachanschluß: das gleiche wie bei Decke
    Kehlbalken: Auch nett was da an "Lösungen" für die Luftdichtigkeit vorkommt.

    Was Luftdichtigkeit angeht such mal nach der Regel vom breiten Stift. Die besagt dass man die Luftdichtigkeitsebene des Hauses in der Schnittzeichnung mit einem Stift rundum ohne absetzen umfahren kann.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    Erstmal Danke für die Antworten. Damit komm ich schon einmal weiter. Es werden aber vermutlich weitere Folgen.


    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    sportlich
    lass mich raten: entweder viel zu teuer oder erkennbar schlecht?
    Genau so.
    Wir haben unsere Vorstellung an diverse Firmen verschickt. Daraufhin gab es 3 Arten von Reaktionen.

    Kategorie 1: Passivhausbauer.
    Die haben gleich abgewunken und gesagt beim geplanten Budget nicht realisierbar. Fand ich aber gut das dies gleich so kommuniziert wurde.

    Kategorie 2: Zeitverschwender (die größte Kategorie)
    Auf unsere Wünsche und die Bauvorgaben wurde nur sehr unzureichend eingegangen. Z.B. Darf ich nur eine Dachneigung zwischen x° und y° bauen. Gezeigt wurden uns Entwürfe die dies nicht einhalten. Der Hinweis auf den Bauplan wurde schöngeredet. "Die (Gemeinde...) machen sich nur wichtig. Die paar Grad stören niemanden..." Ne is klar und am Ende soll ich wahrscheinlich Architekt, Statiker und Co auch mehrfach bezahlen.

    Die Massivbauer haben zum Teil erstmal Angebote ohne Außendämmung, mit 2-fach verglasten Fenster....rausgehauen. Hier was weggelassen, da was weggelassen. Sieht natürlich erstmal toll aus aber am Ende sind die Preise doch sehr ähnlich. Fliegen aber trotzdem raus, weil nicht von Anfang an korrekt.

    Und auch wenn die o.g. Punkte gepasst haben versuchte man uns mit "super Angeboten" zu locken. Aber spätestens beim 2ten Blick fällt auf, allerlei Nebenkosten unterirdisch dimensioniert oder ganz weggelassen. So nach dem Motto, von dem übrigen Geld kann ich mir noch Goldene Wasserhähne kaufen. "20qm mehr", "Pool für den Garten" "Küche" blablabla...

    Architekt, Statiker waren nicht im Preis. Es wurde die staatl. Förderung für Solaranlagen abgezogen. Schneelast für das Dach auf Saharaniveau, wir wohnen am Alpenrand....
    Erdwärme wurde dringend abgeraten, "die entzieht dem Boden zuviel Wärme und bei so einem harten Winter wie dieses Jahr, können Sie nicht mehr richtig heizen. Nehmen Sie besser unsere Luftpumpe. Da kann ich Ihnen auch einen guten Preis machen."

    "Sie sollten sich schnell entscheiden dann kann ich Ihnen noch x tausend Euro Rabatt geben"

    Uiuiui 3% "Skonto"!! Wo muss ich unterschreiben?
    usw, usw...

    Ich kann mir keinen Ferrari leisten kann. Aber deswegen muss man doch nicht versuchen mir sowas http://i3.tinypic.com/23jgarp.jpg als Ferrari anzudrehen.


    Kategorie 3:
    Der Rest nimmt meine Vorstellungen zur Kenntniss, arbeitet sie ins Angebot mit ein, erzählt mir keinen Scheiß von wegen 10.000€ Baunebenkosten...Und antwortet auch auf die 10te Frage.
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  10. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von sbr01 Beitrag anzeigen
    ..von wegen 10.000€ Baunebenkosten..
    viel zu wenig
    aber 30% auf die baugruppenpreise ausser tiernahrung aufschlagen - das passt
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