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  1. #1

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    Alternative Führung der Regenwasserleitungen

    Hallo zusammen,

    wir haben derzeit ein Grundstück für eine Doppelhaushälfte reserviert. Das Grundstück liegt an einem Hang und ermöglicht den Keller mit Tageslicht zu versorgen.

    Die Baubeschreibung erlaubt eine Traufhöhe (Vorderseite Haus) von 3,6m (gemessen ab Bezugshöhe bis Schnitt Dach mit Außenwand) und eine Gartenseitige Wandhöhe von 6,5m (gemessen am Gelände bis zum Schnitt Dach mit Außenwand).

    Durch diese Vorgaben wird der resultierende Kniestock im Dach moderat (ca. 50-60cm). Eine Anfrage bei der Gemeinde hat ergeben, dass die gesetzten Höhen für die Traufe fix sind und ein Befreiungsantrag keine Chance hätte. Als Tipp wurde uns die Möglichkeit genannt, das Haus abzusenken.

    Um für mich ein besseres Verständnis zu bekommen habe ich einen groben Schnitt des Hauses angefertigt (siehe Anhang). Mit den mir vorliegenden Daten zum Abwasserkanal, in den das gartenseitige Regenwasser geleitet werden darf, bin ich mir unsicher, ob eine Absenkung des Hauses überhaupt möglich ist.

    An den Häusern, die ich kenne, wird das Regenwasser über Fallrohre bis zur Bodenplatte geführt und dann unter der Bodenplatte zum entsprechenden Kanal weitergeführt.

    Wenn ich die Daten des möglichen Hauses berücksichtige, muss ich von der hinteren Hauswand bis zum Abwasserkanal eine Strecke von 20m überwinden. Bei einem Gefälle von 2% ist das ein Höhenunterschied von 0,4m. Mit den in meinem Schnitt hinterlegten Daten stecke ich mit dem Untergeschoss 3,25m in der Erde. Die Bezugshöhe beträgt 318,3m und der Kanal liegt auf 314,87m.

    Bezugshöhe (318,3m) - Kanal (314,87m) = 3,43m
    Höhe Untergeschoss (3,25m) + Gefälle Abwasserrohr (0,4m) = 3,65m

    Laut dieser Rechnung wäre schon die aktuelle Planung nicht realisierbar, da das Abwasserrohr unterhalb des Kanals in diesen münden würde. Eine zusätzliche Absenkung käme dann sowieso nicht in Frage.

    Meine Frage:
    • Ist der von mir vollzogene Gedankenweg und die Schlussfolgerung, dass das aktuelle Bauprojekt so schon nicht realisierbar wäre richtig?
    • Welchen Durchmesser hat denn ein normaler Abwasserkanal in einem Wohngebiet? Muss mein Abwasserrohr immer auf dem genannten Niveau enden, oder kann es (vorrausgesetzt der Durchmesser des Kanals ist entsprechend) auch tiefer in diesen stossen?
    • Muss man Regenwasser mit Fallrohren bis zur Bodenplatte führen und es dann unter der Bodenplatte ableiten oder gibt es auch alternative Wege für den Regenwasserabfluss (z.B. durch das Haus)?


    Wie bereits erwähnt haben wir das aktuelle Grundstück derzeit reserviert. Ich möchte für mich selber grundlegend die Möglichkeiten auf dem Grundstück verstehen, um beurteilen zu können ob es für mich einen Kauf wert ist.

    Vielen Dank für Eure Erfahrungen und Hilfe.
    Gruß Michael
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  2. Alternative Führung der Regenwasserleitungen

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  3. #2
    Avatar von meisterLars
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    Worum handelt es sich denn jetzt? Geht es nur ums Regenwasser oder auch ums Schmutzwasser? Was für ein Kanal liegt in der Straße? Mischwasserkanal oder getrennter Schmutz- und Regenwasserkanal?

    Wenn es nur ums Regenwasser geht, sehe ich von den Höhen im Plan kein Problem. Für nen reinen RW-Kanal kommt man auch ganz bequem mit 0,5% (oder auch den hier vorliegenden 0,9%) ans Ziel.

    Ansonsten ist es mittlerweile Stand der Dinge, keine Rohre mehr unter der Bodenplatte zu verlegen. Statt dessen werden die Rohre unter der Kellerdecke abgefangen und durch die Wand nach außen verlegt. Im Keller anfallendes Schmutzwasser wird per Hebeanlage in den Rohrstrang unter der Kellerdecke gepumpt.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Ansonsten ist es mittlerweile Stand der Dinge, keine Rohre mehr unter der Bodenplatte zu verlegen. Statt dessen werden die Rohre unter der Kellerdecke abgefangen und durch die Wand nach außen verlegt. Im Keller anfallendes Schmutzwasser wird per Hebeanlage in den Rohrstrang unter der Kellerdecke gepumpt.
    Das Gefühl habe ich nicht.
    Heute werden doch meist alle Entwässerungsleitungen des Hauses unter der Bodenplatte verlegt (bei Häusern ohne Keller sowieso).
    Da die Keller heute meist höherwertig genutzt werden, sehen Leitungen unter der Kellerdecke auch recht unschön aus.
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  5. #4
    Avatar von meisterLars
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    Das Gefühl habe ich nicht.
    Macht ja nix. Aber ich hab das ganze schon mal hier erklärt.

    Dann muss der Archi halt den Keller mit etwas mehr Innenhöhe planen, so dass man eine Installationsebene unter der Kellerdecke erhält, die dann mit Rigips o.Ä. abgehangen wird.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Dann muss der Archi halt den Keller mit etwas mehr Innenhöhe planen, so dass man eine Installationsebene unter der Kellerdecke erhält, die dann mit Rigips o.Ä. abgehangen wird.
    Dann reden wir aber bereits bei einem kleinen Haus über einen Aufpreis von ca. 5 Tsd. EUR (Mauerwerk, Trockenbau und Hebeanlage).
    Nicht gerade ein Pappenstiel.

    Und defekte Leitungen kann man auch noch in 50 Jahren unter der Kellerdecke umleiten.
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  7. #6
    Avatar von meisterLars
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    Und defekte Leitungen kann man auch noch in 50 Jahren unter der Kellerdecke umleiten.
    Japp. Kann man. Für 10 - 30Tsd €... und dann fehlt immer noch die Innenhöhe, da das ja so nicht geplant war...

    Muss jeder für sich selbst entscheiden...
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  8. #7
    wasweissich
    Gast


    lars , wie war das noch ? nomen est omen ?

    oder doch ja und amen ?

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  9. #8
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für die Antworten.

    In der Straße liegt ein SW-Kanal und ein RW-Kanal. Da der RW-Kanal allerdings sehr hoch ist, gibt es seitens der Gemeinde eine allgemeine Befreiung, dass das Regenwasser der straßenabgewandten Seite in den SW-Kanal geleitet werden darf.

    Meine Frage betraf hauptsächlich das Regenwasser, da dieses am weitesten vom Kanal entfernt zusammenläuft.

    Zusammenfassend kann ich also aus Euren Antworten folgendes ablesen:
    • Die Ableitung des RW unterhalb der Bodenplatte ist nicht zwingend. Eine Führung durch den Keller hätte bzgl. anfallender Sanierungsarbeiten in der Zukunft sogar den Vorteil der besseren Erreichbarkeit und demnach geringerer Reparaturkosten.
    • Ein Gefälle von 0,5% in der Abflussleitung des RW ist ausreichend.


    Vielen Dank für Eure Unterstützung.

    Gruß Michael
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  10. #9
    wasweissich
    Gast
    regenwasser braucht doch garnicht erst in den keller , dann braucht man es doch garnicht rausführen .
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  11. #10
    Themenstarter

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    @wasweissich

    Das ist richtig, sofern die Möglichkeit besteht es außen am Haus entlangzuleiten. Da wir eine Doppelhaushälfte planen und die hintere Dachseite durch eine Gaube "geteilt" ist, gehe ich davon aus, dass das Regenwasser, welches auf der Dachhälfte zum Dopplehausnachbarn anfällt irgendwie durchs Haus muss, da außen vorbei auf Grund der anderen Doppelhaushälfte nicht geht, oder?

    Gruß Michael
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  12. #11
    wasweissich
    Gast
    würde ich so nicht sagen....
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  13. #12
    Themenstarter

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    Okay, wenn es Möglichkeiten (Welche?) gibt wäre es natürlich sinnvoll diese zu nutzen. Da würde ich dann aber auf die Kompetenz des Architekten bauen.
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  14. #13
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von MichaGue Beitrag anzeigen
    Da würde ich dann aber auf die Kompetenz des Architekten bauen.
    ich auch...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von meisterLars Beitrag anzeigen
    Japp. Kann man. Für 10 - 30Tsd €... und dann fehlt immer noch die Innenhöhe, da das ja so nicht geplant war...

    Muss jeder für sich selbst entscheiden...
    Am besten würde man einen Keller immer als Weisse Wanne bauen, die Rohrleitungen unter der Kellerdecke führen usw.

    Das Problem ist dann nur, dass man dann einige Tausender mehr los ist.
    Und in 30 - 50 Jahren habe ich das Geld hoffentlich lockerer sitzen als jetzt.
    Falls ich dann überhaupt noch in dem Haus wohne.
    Und falls die Abflussleitung überhaupt kaputt ist.

    Und dass die Umleitung des Entwässerungsleitung 10 - 30 Tsd. EUR kostet, wage ich auch zu bezweifeln.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von MichaGue Beitrag anzeigen
    Da wir eine Doppelhaushälfte planen und die hintere Dachseite durch eine Gaube "geteilt" ist, gehe ich davon aus, dass das Regenwasser, welches auf der Dachhälfte zum Dopplehausnachbarn anfällt irgendwie durchs Haus muss, da außen vorbei auf Grund der anderen Doppelhaushälfte nicht geht, oder?
    Warum nicht auf der anderen Seite, also am freien Giebel lang? Da musst Du sowieso die andere Seite der Gaube entwässern.

    Also an der Seite zum Nachbarn runter, von da zur Hausecke, wo das zweite Fallrohr von der Gaubenhälfte runterkommt, an der Giebelseite vor zur anderen Hausecke, wo das dritte Fallrohr von der Nicht-Gauben-Dachseite runterkommt, von da in den Kanal. Verständlich?
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