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  1. #1

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    Kondenswasser Kamin

    Hallo,

    zu aller erst: Entschuldigung wenn ich dies im falschen Unterforum poste.

    Folgende Situation hat sich vor gut einem Jahr ereignet:
    In einem mehrstöcken Mehrparteienhaus, wurde der Dachboden ausgebaut.
    Im Zuge des Ausbaus wurde der Kamin angeschliffen.

    Vor 1 Monat haben wir im unteren Geschoss (Verlauf Kamin) bemerkt, das es aus der Wand Wasser rausdrückt.
    Nochmals einen Stock darunter läuft Wasser aus der Kamintüre.
    Das Wasser tropft wirklich nur ab und an, es sei denn es regnet oder schneit, dann "fließt es" (ungefähr 1 Kübel voll alle 2 Stunden).

    Soweit so gut, nun haben wir auch bemerkt das das Nachbarhaus (entlang des Kamines, Feuermauer dazwischen) schwere Wasserschäden im Stiegenhaus (mit schönem roten Schimmelpilz) sowie in einem Wohnraum (genau hinter dem Kaminverlauf) eine komplette Wand durchnässt (richtig, richtig nass), aufgetreten sind.

    Spengler meinte: Es sei anzunehmen, dass es sich um Kondensat handelt, das bei der Verbrennung von Gas (2 Thermen münden in den Kamin) entsteht (Kamin zu hoch, Brenntemperatur der Thermen zu niedrig).


    Nun meine Frage: Entgegen der Vermutung des Spenglers, nehmen wir an, dass es im Zuge der Anschleifung des Kamines, vermutlich durch fehlerhaft oder unsachgemäß durchgeführte Arbeiten), zu einer Staub und Kleinteilablagerung im Kamin selbst kam, dadurch entsteht natürlich auch Kondensat.
    Allerdings gehen wir auch davon aus, das die Kaminabdeckung nicht sachgemäß angebracht ist, somit Regen und Schnee freien "Zutritt" in den Kamin finden -> schmelzen, ablaufen -> Wasserschäden.

    Ich kann einfach nicht glauben das, selbst Kondensatwasser über ein Jahr derart heftige Wasserschäden verursachen kann.
    1) Es strömt manchmal nahezu
    2) Thermenwartung wurde durchgeführt und für gut befunden, beim "aussaugen" der Thermen wurde kiloweise roter Baustaub ausgesaugt.
    2) Eine gesamte Feuermauer wurde durchweicht!
    3) Es regnet bereits durch die Decke


    Ich würde mich über Tips und Meinungen sehr freuen und bedanke mich im Vorraus!
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  2. Kondenswasser Kamin

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  3. #2

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    Was bedeutet für dich Kamin anschleifen? Der Ausdruck ist mir gänzlich unbekannt...
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  4. #3

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    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    Ich kann einfach nicht glauben das, selbst Kondensatwasser über ein Jahr derart heftige Wasserschäden verursachen kann.
    Doch, das ist möglich.

    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    1) Es strömt manchmal nahezu
    "strömen" ist relativ. Aber 1 "Kübel" alle 2 Stunden ist schon eine Hausnummer.

    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    2) Thermenwartung wurde durchgeführt und für gut befunden, beim "aussaugen" der Thermen wurde kiloweise roter Baustaub ausgesaugt.
    Was heißt "für gut befunden"? Messswerte?
    Bist Du sicher dass es sich um Baustaub und nicht um Verbrennungsrückstände handelt? Wer hat die Wartung durchgeführt? Von demjenigen sollte es doch ein Protokoll geben.

    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    2) Eine gesamte Feuermauer wurde durchweicht!
    Ist möglich. Müsste man sich anschauen.

    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    3) Es regnet bereits durch die Decke
    Das dürfte wohl eine andere Ursache haben.

    Bitte mehr Details.
    Was für Thermen sind angeschlossen?
    Wie oft werden/wurden die Thermen gewartet?
    Wie waren die Messwerte?

    Bei der Verbrennung von Öl oder Gas können durch Kondensation der Abgase erhebliche Mengen an Kondensat erzeugt werden. Das wird gerne unterschätzt. Eine Brennwerttherme produziert pro Liter verbranntem Heizöl bis zu 1 Liter (theoretisch) an Wasser, bei Gas können bis zu 1,5Liter/m3 anfallen. In der Praxis liegen die Mengen niedriger, aber sie können trotzdem erhebliche Schäden anrichten.

    Auch eine Wetterabhängigkeit ist möglich, wenn dadurch die Temp. des Schornsteins beeinflußt wird.

    Regen der in den Schornstein eindringt ist meist weniger ein Problem. Dazu ist die Regenmenge zu gering. Selbst bei einem sehr starken Regen sind stündlich selten mehr als 30Liter/m2 drin. Das umgerechnet auf den Querschnitt des Schornsteins ergibt eine so geringe Menge, die bei Betrieb des Schornsteins wohl schnell verdampft.
    Auch Schnee ist aufgrund seiner geringen Dichte eher unkritisch.

    dass es im Zuge der Anschleifung des Kamines, vermutlich durch fehlerhaft oder unsachgemäß durchgeführte Arbeiten), zu einer Staub und Kleinteilablagerung im Kamin selbst kam, dadurch entsteht natürlich auch Kondensat.
    Das verstehe ich nicht. Wie soll da Kondensat entstehen? Bitte etwas genauer.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
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    Vielen Dank für die lieben Antworten,

    dass das ganze nicht einfach zu verstehen ist, ist mir klar.
    Ich versuch mal die Fragen zu beantworten:

    1) Anschleifen, abschleifen, schleifen also eine "Schornsteininnenabdichtung"

    2) Messwerte der Thermenwartung oder Protokoll wurde uns nicht gegeben, ein simples Schriftstück des Installateurs besagt: Thermenreinigung: Baustaub
    Welche Thermen angeschlossen sind, entschuldigung aber keine Ahnung.
    Eine ist auf jeden Fall eine Saunier-Duval.

    3) Ja, es kann durch die Decke regnen, im Geschoss darüber befindet sich die Kamintüre, Wasser rinnt quasi einfach durch den Boden.

    4) Mit meinem letzten Satz meinte ich: Kondensat entsteht durch Verbrennung von Gas. Staut sich eventuell - quasi durch einen, durch Bauschutt "verstopften" Kamin - das Kondenswasser?


    Die viel wichtigere Frage lautet aber:
    Dieses Problem ist bisher nie aufgetreten. Es besteht erst seit Bauarbeiten durchgeführt wurden, wir nehmen an es wurde der Kamin im Zuge der Bauarbeiten verlängert?!

    Es wurde übrigens die Brenntemperatur der Thermen nie verändert!


    Danke!
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  6. #5

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    Bist Du Mieter oder Besitzer des Gebäudes?

    Eine Verlängerung des Schornsteins muss nicht nachteilig sein. Wenn dieser jedoch durch Bauschutt verstopft wäre, würden die Gasthermen nicht funktionieren.

    Wenn am Schornstein etwas verändert wurde, dann war doch sicher ein Schornsteinfeger involviert. Den würde ich mit dem Problem konfrontieren. Als Mieter wäre der Vermieter Dein Ansprechpartner. Der sollte allein schon aus Eigeninteresse an einer schnellen Schadensbeseitigung interessiert sein.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo, danke für deine Hilfe!


    Wir sind zwar Besitzer des Gebäudes, nicht jedoch des Dachstuhles der ausgebaut wurde, zu dem auch der Kamin gehört.

    Wir bekommen eben unterschiedliche Aussagen bezüglich "wer denn schuld sei an dem Wasserschaden".

    Fakt ist eben, bevor oben ausgebaut wurde und der Kamin geschliffen gab es dieses Problem in den letzten 30 Jahren nicht.

    Der Eigentümer des Dachstuhlers beruft sich natürlich jetzt darauf, nicht schuld zu sein und seine Versicherung würde dafür auch nicht zuständig sein, da eben lediglich unsere geringe Thermenabgastemperatur daran schuld sei.
    Unsere Versicherung sagt allerdings auch, sie würde dies nicht tragen:
    Spengler, Gutachter der Versicherung geben nur schwammig Details von sich,
    das beste aber: Unser Rauchfangkehrer, der auch für den Dachgeschosskamin zuständig war, weigert sich zu kommen.

    Ich nehme an, er weiss das da was schiefgelaufen ist, die Frage ist nur, ist dies jetzt "unser" Problem oder das Problem des Dachbodenbesitzers.

    Natürlich wollen wir schnell handeln, Wasser das im Gebäude austritt ist nicht gerade ideal.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von 016mia Beitrag anzeigen
    Wir sind zwar Besitzer des Gebäudes, nicht jedoch des Dachstuhles der ausgebaut wurde, zu dem auch der Kamin gehört.
    Wie ist das zu verstehen? Gehört der Schornstein zu einem benachbarten Gebäude? Wie können Eure Gasthermen an einen "fremden" Schornstein angeschlossen sein?
    Oder meinst Du mit Kamin einen Kaminofen?

    Unser Rauchfangkehrer, der auch für den Dachgeschosskamin zuständig war, weigert sich zu kommen.

    Ich nehme an, er weiss das da was schiefgelaufen ist, die Frage ist nur, ist dies jetzt "unser" Problem oder das Problem des Dachbodenbesitzers.
    Na ja, schuld ist derjenige der die Schäden verursacht hat.

    Wenn das bisher über Jahrzehnte funktioniert hat, und auch an den Gasthermen nichts geändert wurde, dann ist es doch sehr wahrscheinlich, dass die Schäden durch Veränderungen am Schornstein entstanden sind.

    Die Frage ist, wem gehört der Schornstein und wer hat die Arbeiten veranlasst.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Ist das vielleicht eine WEG (und "Euer" Dachstuhl wurde zum Ausbau verkauft)?
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  10. #9
    Themenstarter

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    Das ganze Haus, mehrere Wohnungen gehört uns, der unausgebaute Dachstuhl, dazugehörig der Schornstein (in den 2 Thermen münden).

    Primär ist es natürlich so das "der der es verschuldet hat" auch dafür aufkommt.
    Das Problem ist: Dies ist nicht das einzige Problem, und da der Herr sich weigert irgendwelche Schäden anzuerkennen und alles auf uns schiebt müssen wir dies mit Gutachten (die wir selber zahlen!!) ständig beweisen.

    Diesmal behauptet er eben es käme rein über die Thermen und die Kaminschleifung habe damit nichts zu tun.


    Vielen Dank nochmal für all eure lieben Antworten bisher
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  11. #10

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    Wenn es Euer Schornstein ist, hatte der nette Herr überhaupt die Genehmigung hier Arbeiten auszuführen (bzw. ausführen zu lassen)?

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Das verstehe ich nicht:
    Es gibt ein Grundstück, darauf ein Haus. Das alles gehört Euch (zum Alleineigentum?).
    Was hat nun der werte Störenfried überhaupt damit zu schaffen???
    Wie kommt er dazu, irgendwelche Arbeiten an Eurem Schornstein ausführen zu lassen (einerseits: wer hat ihm das erlaubt - andererseits: wieso bezahlt er Arbeiten an fremdem Eigentum?)?

    Bitte erkläre die rechtliche Situation genau!
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Themenstarter

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    Verwirrung :D

    Also das Zinshaus gehört uns, der unausgebaute Dachstuhl wurde verkauft.
    Zu dem Dachstuhl gehört ein Kamin, in den ebenfalls zwei Thermen münden die zu den zwei Wohnungen gehören die nach wie vor in unserem Besitz sind.
    Trotzdem gehört der Kamin nun rechtlich (wurde auch via Vertrag nochmal festgemacht) zum Dachstuhl.

    Somit wurde im Zuge des Ausbaus, dem Besitzer es Dachstuhls der Auftrag erteilt diesen schleifen zu lassen.
    Dies wurde erledigt.

    Etwa 3 Monate nach dem Ausschleifen des Kamines wurden Wasserschäden im Nachbargebäude, in den 2 Wohnungen die unter dem Dachstuhl liegen, immer im Verlauf des Kamins, bemerkt.

    Der Spengler schrieb folgendes:
    "Dadurch, dass in der Wohnung aus dem Kamintürchen Wasser austritt, ist anzunehmen dass es sich um Kondenswasser handelt. Durch den hohen Kamin kann es leicht zur Kondensatbildung durch Gasverbrennung kommen.

    Folgende Massnahmen sind zu empfehlen:

    Isolierung des Aussenwandkamins, Abgasrohr zur Entwässerung, Temperatur der Thermen erhöhen."


    Nun kommt meine Frage:
    Kann dies nicht erst durch die Schleifung des Kamins entstanden sein, dieses Problem gab es schlicht und einfach die letzten 30 Jahre, bevor Hand an den Kamin gelegt wurde, nicht. Es wurde die Temperatur der Thermen auch nie reduziert!

    Die rechtliche Situation ist im moment egal, das muss dann eh der Anwalt klären
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  15. #13

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    villeicht hat der neue nachbar ne heizung die kondenswasser produziert ????
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