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Stahlträger in Decken und Stürzen

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  1. #1

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    Stahlträger in Decken und Stürzen

    Hallo,

    wir stehen kurz vor Beginn unseres Bauvorhabens (Baufreigabe, Vergabe Rohbau nahezu abgeschlossen). Es handelt sich um ein Einfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen.
    Da wir selbst keine Bauexperten sind, haben wir über unsere Ausführungsplanung und Statik besser bewanderte Experten schauen lassen. Dabei wurde angemerkt, dass unsere Ausführungsplanung sehr kompliziert sei (viele Stürze über Fenster und Türen mit unterschiedlicher Bewehrung sollen vor Ort geschalt und in Ortbeton gegossen werden). Zudem ließe sich durch eine andere Dachbalkenkontruktion und eine statische Methode, die berücksichtigt, dass Decken an mehreren Punkten aufliegen, die Stahlträger über Fenstern und in unserer Ergeschossdecke vermeiden. Dadurch würde unser Rohbau entsprechend preiswerter werden.
    Nun stehen wir vor der Frage, ob wir die Statik und Ausführungsplanung noch mal rechnen/erstellen lassen und dadurch die Stahlträger vermeiden oder die Mehrkosten im Rohbau in Kauf nehmen. Entscheidend, wäre für uns, ob die kompliziertere Ausführung Baumängel begünstigt und wie schwerwiegend diese wären. Bei Stahlträgern in Decken wäre wahrscheinlich mit Rissen an den Rändern der unterschiedlichen Materialien zu rechnen. Wie seht ihr das? Lohnt sich die der damit verbundene Zeitverzug, um solche "Stahlträgerkonstruktionen" zu vermeiden?
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  2. Stahlträger in Decken und Stürzen

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Habt ihr ein 0815 EFH oder u.a. einen Tanzsaal mit riesigen Spannbreiten und großer durchgehender Glasfront?

    D.h. zur Bewertung der obigen Aussagen wären Grundrisse sehr hilfreich.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Frank,

    eigentlich dachten wir tendenziell ein 0815 Haus :-)

    Leider bekommen wir beim Hochladen von einer Grundrissdatei (jpg,pdf) immer eine Fehlermeldung, dass der Upload fehlgeschlagen ist - leider aber keinen Hinweis warum. Woran kann das liegen? (Größenlimits wurden beachtet.) Welche andere Möglichkeit gibt es?

    Besten Dank im Voraus!
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  5. #4

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    vielleicht weil der planerverfasser(/architekt) noch keine zustimmung erteilt hat.

    las dir doch das konzept, vom planverfasser und statikus erstmal, genau erklären.
    vielleicht waren ja die kosten, im Verhältnis zu den vorgegebenen Höhen/Maßen, der grund für die stahlwahl?

    mfg
    Geändert von DerSuchende (09.04.2011 um 13:52 Uhr) Grund: was vergessen
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    es wird eine milchmädchenrechnung bei EFH. Die neuberechnung der statik und die Stahlträger kosten auch geld. Viel wird da nicht erspart werden.
    Mfg.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was sagen die bisherigen "drübergucker" dazu?
    was sagt der prüfer? (aber achtung, der prüft nur standsicherheit..)
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  8. #7
    Themenstarter

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    es wird eine milchmädchenrechnung bei EFH. Die neuberechnung der statik und die Stahlträger kosten auch geld. Viel wird da nicht erspart werden.
    Das denken wir momentan auch, die zusätzlichen Kosten für die neue Statik und die Ausführungsplanung würden wahrscheinlich die Einsparung beim Rohbau auffressen. Hinzu würde noch der zeitliche Verzug kommen. Entscheidend wäre für uns deshalb eher eine bessere, d.h. auch für den Rohbauer besser umsetzbare Ausführungsplanung zu haben und damit möglicherweise Baumängeln vorzubeugen.

    was sagen die bisherigen "drübergucker" dazu?
    was sagt der prüfer? (aber achtung, der prüft nur standsicherheit..)
    Der Prüfstatiker hat alles geprüft und mit marginalen Anpassungen freigegeben. Wie du schon schreibst guckt er nur auf die Standsicherheit und nicht, ob hier evtl. andere konstruktive Lösungen besser wären. Ich dachte früher auch Statik wäre gleich Statik, aber nach Aussage der "Drübergucker" kann man hier wohl auch eher wirtschaftliche oder eher unwirtschaftliche Lösungen finden. Bewehrungen wären z.B. eher deckengleich anzulegen als in einem separat bewehrten Sturz.

    las dir doch das konzept, vom planverfasser und statikus erstmal, genau erklären.
    Den Statiker direkt anzusprechen wäre noch mal eine Idee. Die Ausführungsplanung wurde durch unseren Planer nach der Statik umgesetzt, wenn wir hier gefragt haben, ob sich die ganzen Stahlträger vermeiden ließen, hieß es immer das ginge aufgrund statischer Anforderungen nicht anders.
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  10. #8
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    Zitat Zitat von Kudavaru Beitrag anzeigen
    Den Statiker direkt anzusprechen wäre noch mal eine Idee.
    Na eben.
    Was ich nur nicht verstehe ist - warum so etwas nicht die erste Idee ist.
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  11. #9
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Antworten.

    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Na eben.
    Was ich nur nicht verstehe ist - warum so etwas nicht die erste Idee ist.
    Hallo Mark,

    das haben wir ja indirekt schon gemacht - über den Architekten. Wir konnten aber ohne baufachliches Wissen lediglich fragen, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt.

    Jetzt könnten wir mit dem fachlich, konkreten Hinweisen der "drübergucker" argumentieren. Nach Durchsicht unserer Statik wurden die Filigran-Decken als einachsig gespannt gerechnet und nicht berücksichtigt, dass die Decken mehrere Auflagepunkte haben. Dadurch und durch eine andere Lastabtragung aus dem Dach könnten wohl die Stahlträger vermieden werden. Vielleicht hat unser Statiker es sich auch nur einfach machen wollen, als Laie kann man das schwer beurteilen. Letztendlich hat er ja keinen direkten Vorteil daraus, dass er dem Bauherren Kosten oder spätere Risse in der Decke spart. Im nachhinein betrachtet, hätte es sich wohl gelohnt hier etwas mehr Augenmerk auf die Auswahl des Statikers zu richten. Aber im nachinein ist man immer schlauer :-) Leider baut man meist nur einmal.

    Beste Grüße!
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